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Pilze Pilze Forum Archiv 2012-13
Russula carpini (Hainbuchenledertäubling) *PIC*
Geschrieben von: jesko Antwort auf: Im Leipziger Agrapark ... (jesko)
Datum: 29. Juli 2012, 01:02 Uhr
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Der Hainbuchenledertäubling (Russula carpini) ist in der Leipziger Tieflandsbucht wohl die häufigste unter den wenigen Täublingsarten, die sich - zumindest hier - die Hainbuche zu ihrem präferierten oder ausschließlichen Mykorrhizapartner auserkoren haben. Zu dieser kleinen Schar zählen ferner Russula lilacea, Russula sericatula, Russula emeticella (ss. Romagnesi 1980, = Russula rhodomelanea), Russula versatilis und Russula vinosobrunnea (= Russula alutacea ss. auct.). Russula carpini zeichnet sich unter diesen durch sehr variable Hutfarben (kann dominant rot oder dominant grün sein), bei Reife buttergelbe Lamellen (Sporenpulver satt gelb, ca. Romagnesi IVd), das ziemlich weiche, völlig milde und oft stark gilbende Fleisch mit leichtem Obstgeruch sowie mikroskopisch durch isoliertstachelige Sporen und eine Huthaut mit Dermatozystiden ohne Inkrustationen aus. Ob der deutsche Name Hainbuchenledertäubling gerechtfertigt ist, ist auch noch so eine Frage, denn Russula carpini scheint mir eher eine große Tenellae als eine weichfleischige Polychromae zu sein. Die drei abgebildeten Fruchtkörper waren noch nicht vollreif, und man sah ihnen daher das dunkle Sporenpulver nicht an.
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