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Mehlräslinge

KARL, (vor 9521 Tagen)

Hallo,
gestern habe ich eine Portion Mehlräslinge, Clitopilus prunulus, geerntet. Die riechen so appetitlich nach Brie-Käse.
Ich habe sie einfach in einer Pfanne mit einem Esslöffel Färberdistelöl gebraten. Mit ein paar Körnchen Kräutersalz bestreut haben sie meiner Frau und mir zu einer Scheibe Buttertoast recht gut geschmeckt.
Kennt jemand noch andere Zubereitungsarten für Mehlräslinge?
Gruß Karl

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Re:Den trau`ich mich nicht zu sammeln...

Doris Kreißl, (vor 9521 Tagen) @ KARL

Hallo Karl,

...geschweige denn zu essen.So firm bin ich leider noch lange nicht und so gilt mir(bestimmt noch einige Zeit) die Regel "Kleinere, weiße Pilze im Wald ,lieber stehen lassen".
In der Literatur wird der Geruch immer mit: "Geruch und Geschmack mehlartig angegeben.Wenn der Pilz nach Brie gerochen hat, hat er auch nach Käse geschmeckt:-)?
Die unerschrockene Rose Marie Dähnke hat ihn zwar in ihrem 200 Küchenpilze drin, ein besonderes Rezept bietet sie leider nicht:"für Misch und Einzelgerichte, mit Gewürzen und Kräutern läßt er sich sogar geschmacklich abwandeln" ( wer hätte das gedacht?:-)).
Vielleicht kann Dir ja Leonie helfen.

Viele liebe Grüße Doris

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ist doch leicht kenntlich!

KARL, (vor 9520 Tagen) @ Doris Kreißl

Hallo Karl,
...geschweige denn zu essen.So firm bin ich leider noch lange nicht und so
gilt mir(bestimmt noch einige Zeit) die Regel "Kleinere, weiße Pilze
im Wald ,lieber stehen lassen".
In der Literatur wird der Geruch immer mit: "Geruch und Geschmack
mehlartig angegeben.Wenn der Pilz nach Brie gerochen hat, hat er auch nach
Käse geschmeckt:-)?

Hallo Doris,

Mehlräslinge wachsen bevorzugt außerhalb des Waldes und so klein waren sie gar nicht: fast alle mit einem Hutdurchmesser von 5 cm. Zudem sind die Lamellen mehr oder weniger lachsrosa. Mit dem Geruch nach Brie meine ich eigentlich den Geruch des Weißschimmels außen auf der Brie-Oberfläche, den Geruch, den Du wahrnimmst, wenn Du ihn aus der Folie auswickelst. Mit dem sogenannten "Mehlgeruch" haben einige Leute Schwierigkeiten. Ich glaube, da geht es um feuchtgewordenes Mehl.
Die angebratenen Hüte haben uns, wie gesagt, gut geschmeckt (nicht nach Käse).
Viele Grüße
Karl

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Mehlgeruch

ismene ⌂, (vor 9520 Tagen) @ KARL

Hallo,

eine interessante Erklärung für die Beschreibung " Mehlgeruch" hörte ich auf der DGfM-Tagung in Regensburg. Es wurde vermutet, daß man nicht den Geruch nach Mehl an sich meinte (denn Mehl riecht nicht so!), sondern den Geruch in einer Mühle. Die alten Mühlen aus Holz na klar, bei denen oft etwas daneben krümmelte und vor sich hin moderte. Fand ich eigentlich ganz logisch :-)

Ansonsten denke ich bei "mehlig" auch oft an "gurkig", denn wenn ich eine Salatgurke anschneide habe ich auch diesen sauer-gratzenden Geruch.

Liebe Grüße aus Kiel

P.a. Habe den Mehlräsling auch noch nie gegessen!

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verschiedene Mehl-Räslinge!

Lothar, (vor 9508 Tagen) @ ismene

Hallo,
eine interessante Erklärung für die Beschreibung " Mehlgeruch"
hörte ich auf der DGfM-Tagung in Regensburg. Es wurde vermutet, daß man
nicht den Geruch nach Mehl an sich meinte (denn Mehl riecht nicht so!),
sondern den Geruch in einer Mühle. Die alten Mühlen aus Holz na klar, bei
denen oft etwas daneben krümmelte und vor sich hin moderte. Fand ich
eigentlich ganz logisch :-)
Ansonsten denke ich bei "mehlig" auch oft an "gurkig",
denn wenn ich eine Salatgurke anschneide habe ich auch diesen
sauer-gratzenden Geruch.
Liebe Grüße aus Kiel
P.a. Habe den Mehlräsling auch noch nie gegessen!

Hallo zusammen,
bei der Diskussion um den Mehl-Räsling kann ich Euch vielleicht etwas Neuss dazusagen. Es gibt nämlich (mindestens) zwei verschiedene Arten:

Clitopilus prunulus im engeren Sinne: weiße Hüte, Lamellenschneide ohne Zystiden, Huthaut-Pigment nicht inkrustierend. Wächst vermutlich auf sauren Böden.

Clitopilus cystidiatus Hausknecht & Noordeloos: grau angefärbte Hüte, Lamellenschneide mit reichlich dünnen Zystiden, Huthautpigment inkrustierend. Wächst vermutlich auf Kalkböden.

Letztere Art, die erst vor kurzem beschrieben wurde (Österr. Zeitschr. Pilzk. 8, 1999) habe ich letztes Wochenende erstmals selber bestimmt. Gefunden habe ich sie wahrscheinlich schon sehr oft (zum Beispiel erinnere ich mich, daß die Mehlräslinge in Mainfranken auf Muschelkalk immer oder zumindest oft Grautöne hatten), Es scheint sich um zwei gute Arten zu handeln. Das ist die Chance: Neufunde für ganze Bundesländer sind derzeit noch leicht möglich. In der Literatur gibt es noch keine Funde aus Deutschland - in Bayern hat sie Herr Hausknecht inzwischen auch gefunden.

Vielleicht interessiert das ja tatsächlich jemand.

Gruß von Lothar

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Re: ist doch leicht kenntlich!

Doris Kreißl, (vor 9519 Tagen) @ KARL

Hallo Doris,
Mehlräslinge wachsen bevorzugt außerhalb des Waldes und so klein waren sie
gar nicht: fast alle mit einem Hutdurchmesser von 5 cm. Zudem sind die
Lamellen mehr oder weniger lachsrosa. Mit dem Geruch nach Brie meine ich
eigentlich den Geruch des Weißschimmels außen auf der Brie-Oberfläche, den
Geruch, den Du wahrnimmst, wenn Du ihn aus der Folie auswickelst. Mit dem
sogenannten "Mehlgeruch" haben einige Leute Schwierigkeiten. Ich
glaube, da geht es um feuchtgewordenes Mehl.
Die angebratenen Hüte haben uns, wie gesagt, gut geschmeckt (nicht nach
Käse).
Viele Grüße
Karl

Hallo Karl,

vielleicht macht man sich manchmal selbst Regeln um nicht näher hinzuschauen.
Werde mir jetzt mal gerade die "Kleineren, Weißen" näher betrachten.
Mit dem Essen bin ich aber lieber doch noch ein bisschen vorsichtig und wenn ich nicht weiter komme mit dem Bestimmen frage ich einfach Dich:-)

Viele liebe Grüße Doris