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2 Problem-Röhrlinge aus Thüringen vom letzten Kurs *PIC*

Andreas ⌂, (vor 7379 Tagen)

Hallo,

der Fortgeschrittenen I - Kurs letzte Woche in Oberhof hat uns einige interessante Funde beschert.
Insgesamt hatte es relativ viel Pilze, allen voran Steinpilze. Es hat so viele momentan, dass wir auf allen 5 Exkursionen reichlich fanden, egal auf welchem Untergrund. Auch die drei Kalk-Exkursionen brachten an oberflächig versauerten Stellen reichliche Steinpilz-Vorkommen. Dagegen waren Täublinge auffallend wenig da, noch krasser fehlten die Milchlinge. Und was noch auffiel war dass auf den Kalkböden entweder fast nix zu finden war, oder nur an den versauerten Stellen die Säurezeiger. Kalkpilze waren nur in den Wiesen oder an Wegrändern zu finden. Die scheinen also noch etwas länger zu brauchen.

Nun aber zu den beiden problematischen Röhrlingsfunden.

1. Fund (rechte Gruppe):
[image]
Ein Schmier-Röhrling aus der Verwandtschaft der Goldröhrlings. Gefunden unter Kiefern und Lärchen auf Oberem Buntsandstein, teilweise Muschelkalkplatten im Gebiet. Im selben Gebiet wurden an Lärchenbegleitern Gold-Röhrling, grauer Lärchenröhrling und Rostroter Lärchenröhrling gefunden.
Auf dem Bild sieht man links die normalen Goldröhrlinge, rechts eine Gruppe wesentlich blasserer, fast grauer Pilze, die aber nicht Graue Lärchenröhrlinge sein können, weil sie ein gelbes Velum haben.
Hierbei handelt es sich um Suillus bresadolae s.l., meiner Meinung nach eine Hybridbildung aus Goldröhrling und Grauem Lärchenröhrling.

2. Fund
[image]
[image]
Eigentlich ein völlig unproblematischer Kiefern-Steinpilz (Boletus pinophilus). Oder? Sieht jemand darin was anderes?
Das Problem an dem Fund ist die Ökologie:
Naturpark Hainich, lehmiger Kalkboden (deutlich oberflächenversauert), Begleitbäume waren ausschließlich Linde und Buche, Sämlinge von Eiche waren ebenfalls vorhanden. Weit und breit keine Kiefer oder Fichte, auch kein Sämling. Wir haben den ganzen Umkreis um die Fundstelle peinlichst abgesucht.
Gemeinsam wuchsen an dieser Stelle (100 Meter Umnkreis): Fichten-Steinpilz, Schwarzhütiger Steinpilz, Eichen-Rotkappe, Gelbporiger Raufuß.

Insgesamt hatten wir in den 5 Tagen des Kurses satte 24 (!) Röhrlingsarten:
Fichten-Steinpilz, Sommer-Steinpilz, Schwarzer Steinpilz, Kiefern-Steinpilz (?)
Fahler Röhrling, Schönfuß-Röhrling
Flockenstieliger Hexenröhrling, Netzstieliger Hexenröhrling, Satans-Röhrling
Gallen-Röhrling, Düsterer Röhrling
Rotfuß-Röhrling, Falscher Rotfuß-Röhrling, Blutroter Röhrling
Butterpilz, Gold-Röhrling, Grauer Lärchenröhrling, Bresadolas Lärchenröhrling, Körnchen-Röhrling, Ringloser Butterpilz
Gemeiner Birkenpilz, Espen-Rotkappe, Eichen-Rotkappe, Gelber Raufuß

Das entschädigte doch reichlich für die etwas dünn vorhandenen Sprödblättler ...

Wer nächste Woche noch Lust hat kurzfristig teilznehmen kann sich jederzeit melden. Und am Kursende auch die Pilzberaterprüfung der DGfM ablegen, wenn er/sie sich das zutraut oder einfach mal den eigenen Kenntnisstand abchecken will.

beste Grüße,
Andreas

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Re: 2 Problem-Röhrlinge aus Thüringen vom letzten

Matthias, (vor 7379 Tagen) @ Andreas

Hallo,
der Fortgeschrittenen I - Kurs letzte Woche in Oberhof hat uns einige
interessante Funde beschert.
Insgesamt hatte es relativ viel Pilze, allen voran Steinpilze. Es hat so
viele momentan, dass wir auf allen 5 Exkursionen reichlich fanden, egal
auf welchem Untergrund. Auch die drei Kalk-Exkursionen brachten an
oberflächig versauerten Stellen reichliche Steinpilz-Vorkommen. Dagegen
waren Täublinge auffallend wenig da, noch krasser fehlten die Milchlinge.
Und was noch auffiel war dass auf den Kalkböden entweder fast nix zu
finden war, oder nur an den versauerten Stellen die Säurezeiger. Kalkpilze
waren nur in den Wiesen oder an Wegrändern zu finden. Die scheinen also
noch etwas länger zu brauchen.
Nun aber zu den beiden problematischen Röhrlingsfunden.
1. Fund (rechte Gruppe):
Ein Schmier-Röhrling aus der Verwandtschaft der Goldröhrlings. Gefunden unter
Kiefern und Lärchen auf Oberem Buntsandstein, teilweise Muschelkalkplatten
im Gebiet. Im selben Gebiet wurden an Lärchenbegleitern Gold-Röhrling,
grauer Lärchenröhrling und Rostroter Lärchenröhrling gefunden.
Auf dem Bild sieht man links die normalen Goldröhrlinge, rechts eine Gruppe
wesentlich blasserer, fast grauer Pilze, die aber nicht Graue
Lärchenröhrlinge sein können, weil sie ein gelbes Velum haben.
Hierbei handelt es sich um Suillus bresadolae s.l., meiner Meinung nach eine
Hybridbildung aus Goldröhrling und Grauem Lärchenröhrling.
2. Fund


Eigentlich ein völlig unproblematischer Kiefern-Steinpilz (Boletus
pinophilus). Oder? Sieht jemand darin was anderes?
Das Problem an dem Fund ist die Ökologie: Naturpark Hainich, lehmiger
Kalkboden (deutlich oberflächenversauert), Begleitbäume waren
ausschließlich Linde und Buche, Sämlinge von Eiche waren ebenfalls
vorhanden. Weit und breit keine Kiefer oder Fichte, auch kein Sämling. Wir
haben den ganzen Umkreis um die Fundstelle peinlichst abgesucht.
Gemeinsam wuchsen an dieser Stelle (100 Meter Umnkreis): Fichten-Steinpilz,
Schwarzhütiger Steinpilz, Eichen-Rotkappe, Gelbporiger Raufuß.
Insgesamt hatten wir in den 5 Tagen des Kurses satte 24 (!) Röhrlingsarten:
Fichten-Steinpilz, Sommer-Steinpilz, Schwarzer Steinpilz,
Kiefern-Steinpilz (?)
Fahler Röhrling, Schönfuß-Röhrling
Flockenstieliger Hexenröhrling, Netzstieliger Hexenröhrling, Satans-Röhrling
Gallen-Röhrling, Düsterer Röhrling
Rotfuß-Röhrling, Falscher Rotfuß-Röhrling, Blutroter Röhrling
Butterpilz, Gold-Röhrling, Grauer Lärchenröhrling, Bresadolas
Lärchenröhrling, Körnchen-Röhrling, Ringloser Butterpilz
Gemeiner Birkenpilz, Espen-Rotkappe, Eichen-Rotkappe, Gelber Raufuß
Das entschädigte doch reichlich für die etwas dünn vorhandenen Sprödblättler
...
Wer nächste Woche noch Lust hat kurzfristig teilznehmen kann sich jederzeit
melden. Und am Kursende auch die Pilzberaterprüfung der DGfM ablegen, wenn
er/sie sich das zutraut oder einfach mal den eigenen Kenntnisstand
abchecken will.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
zum ersten kann ich dir nichts sagen, aber der Heinz Engel schreibt ja ähnliches in dem Schmier-und Filzröhrlingen s.l. von 1996.
In vielen Pilzbüchern steht ja geschrieben das der Kiefernsteinpilz auch unter Buchen zu finden ist, bei meinen bisherigen Funden waren immer Kiefern mit im Areal, von deinem Bild würde ich sicher zum Kiefernsteimpilz tendieren,
viele Grüsse
Matthias

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Re: 2 Problem-Röhrlinge aus Thüringen vom letzten

Andreas ⌂, (vor 7379 Tagen) @ Matthias

In vielen Pilzbüchern steht ja geschrieben das der Kiefernsteinpilz auch
unter Buchen zu finden ist

Hallô Mátzè,

echt? das hab' ich offenbar immer überlesen ....
Dachte ich hätte was "sensationelles" ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: 2 Problem-Röhrlinge aus Thüringen vom letzten

Matthias, (vor 7379 Tagen) @ Andreas

Hallô Mátzè,
echt? das hab' ich offenbar immer überlesen ....
Dachte ich hätte was "sensationelles" ....
beste Grüße,
Andreas

Hállo Ándreas,
schau mal unter die Bemerkungen zu der Art, da bezieht sich Heinz auf ein Arbeit von Gerhold (1987)das dies eine stabiele Kreuzung sein kann,
viele Grüsse
Matthias

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Re: 2 Problem-Röhrlinge aus Thüringen vom letzten

Jürgen, (vor 7379 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

zur Abgrenzung von S. grevillei ist beim reifenden Fruchtkörper neben der Farbe der Poren (zum Stiel hin grau, zum Hutrand hin gelb) auch deren Weite wichtig: S. bresadolae hat wie S. viscidus relativ weite, zusammengesetzte Röhren. Um dies beurteilen zu können, sind die abgebildeten Frkp. zu jung.

S. bresadolae ist nach meiner Kenntnis strikt auf das natürliche Areal der Lärche in der hochmontan-subalpinen Zone beschränkt. Bevor ich keine reifen Frkp. gesehen hätte, würde ich mich hier nicht auf S. bresadolae festlegen wollen.

Euer Fund von (m.E. unzweifelhaftem) B. pinophilus im reinen Laubwald bestätigt dagegen meine diesbezügl. eigenen Erfahrungen. Auch die angegebenen Bodenverhältnisse liegen sicher noch im Toleranzbereich der Art. Gegenbeispiel: Ich habe den "Fichten"-Steinpilz B. edulis schon im Buchenwald auf Löss unmittelbar (2 m) neben B. satanas gefunden...

Grüße, Jürgen

der Fortgeschrittenen I - Kurs letzte Woche in Oberhof hat uns einige
interessante Funde beschert.
Insgesamt hatte es relativ viel Pilze, allen voran Steinpilze. Es hat so
viele momentan, dass wir auf allen 5 Exkursionen reichlich fanden, egal
auf welchem Untergrund. Auch die drei Kalk-Exkursionen brachten an
oberflächig versauerten Stellen reichliche Steinpilz-Vorkommen. Dagegen
waren Täublinge auffallend wenig da, noch krasser fehlten die Milchlinge.
Und was noch auffiel war dass auf den Kalkböden entweder fast nix zu
finden war, oder nur an den versauerten Stellen die Säurezeiger. Kalkpilze
waren nur in den Wiesen oder an Wegrändern zu finden. Die scheinen also
noch etwas länger zu brauchen.
Nun aber zu den beiden problematischen Röhrlingsfunden.
1. Fund (rechte Gruppe):
Ein Schmier-Röhrling aus der Verwandtschaft der Goldröhrlings. Gefunden unter
Kiefern und Lärchen auf Oberem Buntsandstein, teilweise Muschelkalkplatten
im Gebiet. Im selben Gebiet wurden an Lärchenbegleitern Gold-Röhrling,
grauer Lärchenröhrling und Rostroter Lärchenröhrling gefunden.
Auf dem Bild sieht man links die normalen Goldröhrlinge, rechts eine Gruppe
wesentlich blasserer, fast grauer Pilze, die aber nicht Graue
Lärchenröhrlinge sein können, weil sie ein gelbes Velum haben.
Hierbei handelt es sich um Suillus bresadolae s.l., meiner Meinung nach eine
Hybridbildung aus Goldröhrling und Grauem Lärchenröhrling.
2. Fund


Eigentlich ein völlig unproblematischer Kiefern-Steinpilz (Boletus
pinophilus). Oder? Sieht jemand darin was anderes?
Das Problem an dem Fund ist die Ökologie: Naturpark Hainich, lehmiger
Kalkboden (deutlich oberflächenversauert), Begleitbäume waren
ausschließlich Linde und Buche, Sämlinge von Eiche waren ebenfalls
vorhanden. Weit und breit keine Kiefer oder Fichte, auch kein Sämling. Wir
haben den ganzen Umkreis um die Fundstelle peinlichst abgesucht.
Gemeinsam wuchsen an dieser Stelle (100 Meter Umnkreis): Fichten-Steinpilz,
Schwarzhütiger Steinpilz, Eichen-Rotkappe, Gelbporiger Raufuß.
Insgesamt hatten wir in den 5 Tagen des Kurses satte 24 (!) Röhrlingsarten:
Fichten-Steinpilz, Sommer-Steinpilz, Schwarzer Steinpilz,
Kiefern-Steinpilz (?)
Fahler Röhrling, Schönfuß-Röhrling
Flockenstieliger Hexenröhrling, Netzstieliger Hexenröhrling, Satans-Röhrling
Gallen-Röhrling, Düsterer Röhrling
Rotfuß-Röhrling, Falscher Rotfuß-Röhrling, Blutroter Röhrling
Butterpilz, Gold-Röhrling, Grauer Lärchenröhrling, Bresadolas
Lärchenröhrling, Körnchen-Röhrling, Ringloser Butterpilz
Gemeiner Birkenpilz, Espen-Rotkappe, Eichen-Rotkappe, Gelber Raufuß
Das entschädigte doch reichlich für die etwas dünn vorhandenen Sprödblättler
...
Wer nächste Woche noch Lust hat kurzfristig teilznehmen kann sich jederzeit
melden. Und am Kursende auch die Pilzberaterprüfung der DGfM ablegen, wenn
er/sie sich das zutraut oder einfach mal den eigenen Kenntnisstand
abchecken will.
beste Grüße,
Andreas

Eintrag gesperrt
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Re: 2 Problem-Röhrlinge aus Thüringen vom letzten

Andreas ⌂, (vor 7378 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

wir haten ja gleich alte Goldröhrling zur Hand und konnten die Porengröße direkt vergleichen. Auch bei diesen jungen Pilzen war sie bei bresadolae schon größer, vor allem dem Stiel zu.
Was einzig nicht gepasst hat war die Porenfarbe, die einheitlich gelbgrau war, nicht gelb am Rand und grau gegen den Stiel. Diese Porenfarbe würde auf die var. flavogriseus passen (der ehemalige Suillus nueschii), doch hat der ein fast weißes Velum. Daher meine Beziechnung als S. bresadola s.l.

Diese var. flavogriseus kam übrigens auch schon in Stuttgart auf Achim Bollmanns Friedhof, siehe sein Artikel im Boletus 20(2), 1996 (mit Bild).

Ich bin nach wie vor von der hybridogenen Entsteheung dieses Komplexes überzeugt und denke nicht, dass sich dieser nur auf die Alpen beschränkt.

Danke für die Info zum Kiefernsteinpilz. Die weiteren Begleiter deuteten ja auch schon auf eine Versauerung des Bodens hin, so dass ich von daher auch keine Zweifel hatte. Nur das Vorkommen unter Buchen und Linde schien mir so abwegig.

beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
zur Abgrenzung von S. grevillei ist beim reifenden Fruchtkörper neben der
Farbe der Poren (zum Stiel hin grau, zum Hutrand hin gelb) auch deren
Weite wichtig: S. bresadolae hat wie S. viscidus relativ weite,
zusammengesetzte Röhren. Um dies beurteilen zu können, sind die
abgebildeten Frkp. zu jung.
S. bresadolae ist nach meiner Kenntnis strikt auf das natürliche Areal der
Lärche in der hochmontan-subalpinen Zone beschränkt. Bevor ich keine
reifen Frkp. gesehen hätte, würde ich mich hier nicht auf S. bresadolae
festlegen wollen.
Euer Fund von (m.E. unzweifelhaftem) B. pinophilus im reinen Laubwald
bestätigt dagegen meine diesbezügl. eigenen Erfahrungen. Auch die
angegebenen Bodenverhältnisse liegen sicher noch im Toleranzbereich der
Art. Gegenbeispiel: Ich habe den "Fichten"-Steinpilz B. edulis
schon im Buchenwald auf Löss unmittelbar (2 m) neben B. satanas
gefunden...
Grüße, Jürgen

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Re: 2 Problem-Röhrlinge aus Thüringen vom letzten

Christoph ⌂, (vor 7378 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas (und natürlich hallo Jürgen),

ich habe mit dem Kiefernsteinpilz auch keine Probleme. Mir ist eine Aufsammlung unter Eiche auf saurem Boden bekannt. Die Steinpilze können immer mal fremdgehen. In den Alpen wächst bisweilen Boletus aestivalis (Sommersteinpilz) im reinen Fichtenwald ohne Laubbäume; Boletus edulis s.str. kann auch ohne Fichte wachsen (in Skandinavien bei Birke, in Italien bei Esskastanie usw.).

Zu dem Suillus sage ich nichts. Da müsste man wirklich ausgewachsene Exemplare haben. Hybridbildung: warum nicht? Die Sporenpulverfarbe wäre interessant, da sich meines Wissens (ich mache fast nix mit Suillus) die Sporenabwürfe vom Goldröhrling und Grauen Lärchenröhrling unterscheiden:

Goldröhrling --> olivbraun

Grauer Lärchenröhrling --> rein braun ohne Olivtöne

Drum haben manche Amis die Gattung Fuscoboletinus von Suillus abgetrennt (um die reinen Braunsporer abzutrennen). Lass doch alle drei mal aussporen (also typische als Kalibrierung und den vermeintlichen Hybrid zum Vergleich).

Auf alle Fälle ein interessanter Fund! Schön wäre eine genaue Dokumentation.

LG
Christoph

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Re: 2 Problem-Röhrlinge aus Thüringen vom letzten

Andreas ⌂, (vor 7378 Tagen) @ Christoph

Hallo Andreas (und natürlich hallo Jürgen),
ich habe mit dem Kiefernsteinpilz auch keine Probleme. Mir ist eine
Aufsammlung unter Eiche auf saurem Boden bekannt. Die Steinpilze können
immer mal fremdgehen. In den Alpen wächst bisweilen Boletus aestivalis
(Sommersteinpilz) im reinen Fichtenwald ohne Laubbäume; Boletus edulis
s.str. kann auch ohne Fichte wachsen (in Skandinavien bei Birke, in
Italien bei Esskastanie usw.).
Zu dem Suillus sage ich nichts. Da müsste man wirklich ausgewachsene
Exemplare haben. Hybridbildung: warum nicht? Die Sporenpulverfarbe wäre
interessant, da sich meines Wissens (ich mache fast nix mit Suillus) die
Sporenabwürfe vom Goldröhrling und Grauen Lärchenröhrling unterscheiden:
Goldröhrling --> olivbraun
Grauer Lärchenröhrling --> rein braun ohne Olivtöne
Drum haben manche Amis die Gattung Fuscoboletinus von Suillus abgetrennt (um
die reinen Braunsporer abzutrennen). Lass doch alle drei mal aussporen
(also typische als Kalibrierung und den vermeintlichen Hybrid zum
Vergleich).
Auf alle Fälle ein interessanter Fund! Schön wäre eine genaue Dokumentation.
LG
Christoph

Hallo Christoph,

ja, ich hoffe, dass wir den Suillus am Montag wiederfinden. Da sind wir mit dem nächsten Kurs wieder in diesem Waldstück. Dummerweise weiß ich nicht genau wo die standen, denn sie tauchten erst im Arbeitsraum aus den Tiefen eines Korbes auf *HEUL*

Sommersteinpilz unter Fichte kenne ich aus dem Schönbuch, allerdings eine ca. 15-20 jährige Aufforstung auf ehemaligem Laubwaldgebiet. Dort drin hatte z.B. auch Lactarius evosmus und Russula decipiens "überlebt".

beste Grüße,
Andreas

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Noch ein Gedanke

Jürgen, (vor 7378 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas (und natürlich Christoph),

es ist freilich nicht gesagt, dass eventuelle Hybriden von S. grevillei und S. viscidus (z.B. die Bollmannschen Funde) KONSPEZIFISCH mit S. bresadolae ss. str. sein müssen...

Grüße, Jürgen

P.S.: Hatte Boletus aestivalis und B. luridus gestern in den Bayer. Alpen auch auf Alpweide unter solitärer Fichte (zusammen mit S. granulatus - Kiefern waren weit und breit keine).