Hallo Felix,
leider sind die Fotos gerade so unscharf, dass man nicht genau erkennen kann, ob die Huthaut eingewachsen haarig-überfasert ist: Daran kann man B. impolitus makroskopisch am zuverlässigsten von seinem Doppelgänger B. depilatus unterscheiden. Wenn das zutrifft - und ich meine, auf den Bildern ist das gerade noch so erahnbar -, liegt hier Boletus impolitus vor. Dafür sprechen auch die ungebuckelte Hutoberfläche und der nicht wurzelnde Stiel.
Nach Karbol/Phenol riechen in der Stielbasis beide Arten, auch die beschriebene Ökologie (impolitus bei Eiche, depilatus bei Hainbuche) lässt beide Arten zu. Das Blauen der Röhren ist untypisch, aber nach längerer Zeit auf sehr starken Druck nicht unmöglich.
Wenn möglich, lass die Bestimmung mikroskopisch absichern.
- haarig-fädige Huthautendhyphen --> impolitus
- blasig-keulige Huthautendhyphen --> depilatus
Gruß, Jürgen
Um den Röhrlings-Tag abzurunden hoffe ich mal das der Folgende das ist, was
ich vermute. Ich gebe mal keinen Tip ab, sonst ist die Vorfreude wieder
größer als das Ergebnis. Gefunden unter Eiche,Buche,Hainbuche auf Kalk.
Die zwei Fruchtkörper waren an einem Stiel verwachsen, was ich erst mitbekam
als ich beide Hüte in der Hand hielt.
Hut: silbrig/braun filzig, Fraßstellen rotbraun umrandet.
Röhren: gelb/grün (wie von einer Ziegenlippe), auf Druck langsam blauend
Stiel: in der Spitze gelb, gefolgt von einer roten Zone
Fleisch: weich, im Schnitt nicht blauend
Geruch: säuerlich
Hier die nicht so guten Bilder:
@Jürgen oder Matze: Last mich jubeln!
FELIX