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Der 30-jährige Goldröhrling

pilzmel ⌂, (vor 7374 Tagen) 1.733 Beiträge

Hallo Pilzfreunde,
ich hatte in der vergangenen Woche Gelegenheit, einen Wald aufzusuchen. So richtig von innen. In der Nähe von Chemnitz, direkt am gleichnamigen Fluß. Hier gibt es eine bunte Mischung aus Gehölz und im Prinzip auch viele Pilze, wenn das Wetter mitspielt. Das weiß ich noch aus meiner Jugend, weil ich da vor ewigen Zeiten mal wohnte, natürlich nicht im Wald, sondern direkt daneben. Aber wenigstens habe ich so ziemlich alles wiedererkannt, auch wenn sich vieles veränderte und man frustriert bemerkt, daß sich die einstmals umzäunte Schonung inzwischen zu einem stämmigen Hochwald entwickelt hat und der ufernahe Weg zu einem schmalen, halsbrecherischen Pfad erodiert ist.
Nun zum Goldröhrling.
Im September 1976, also so ziemlich vor 30 Jahren fand ich es eine Notiz wert:

Der 30-jährige Goldröhrling

Es war und blieb, um das zu betonen, der einzige Goldröhrling, den ich jemals dort sah. Auch all meine Heimatbesuche blieben in dieser Beziehung unbelohnt. Bis eben vor wenigen Tagen. Da wimmelte es nur so von den Dingern, aber nicht im auch vorhandenen Lärchenbestand, sondern im Fichten-Stangenwald. Selbst verständlich mit eingestreuten Lärchen. Interessant, wie weit die entfernt sein können. Auf ein Goldröhrlings-Bild verzichte ich mal. Ich habe nämlich keins gemacht. Auch nicht von den Maronen und anderen Filzröhrlingen, den Perlpilzen, (wenigen) Milchlingen und von den ebenfalls sehr raren Täublingen nur eins:

Der 30-jährige Goldröhrling

Vorherrschend waren übrigens Rübling & Co. (Waldfreund, Brennender, Knopfstieliger). Unterm Strich nix Besonderes dabei, und mitgenommen habe ich einen einzigen Pilz:

Der 30-jährige Goldröhrling

Ein Rißpilz, noch unbeschaut. Wer ihn kennt, kann mir gerne den Namen verraten.
Beste Grüße! Pilzmel

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