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Fragen zur Gattung Samthäubchen (Conocybe)

Adrian, (vor 7363 Tagen)

- Sind giftige Arten bekannt ?
- hab gelesen dass diese Gattung halluzinogen sein soll!
- wenn ja wäre Conocybe lactea (Milchweißes Samthäubchen) hierfür geeignet?

Danke schonmal im voraus

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Re: Fragen zur Gattung Samthäubchen (Conocybe)

bert, (vor 7363 Tagen) @ Adrian

- Sind giftige Arten bekannt ?

Alle Arten der gattung sind zumindest giftverdächtig.
Die einzelnen Arten lassen sich ohne Mikroskop meist nicht bestimmen.

- hab gelesen dass diese Gattung halluzinogen sein soll!

da wäre ich skeptisch.

- wenn ja wäre Conocybe lactea (Milchweißes Samthäubchen) hierfür geeignet?

Sicher nicht, allein schon, weil du die Art wahrscheinlich nicht sicher bestimmen kannst.
Ich glaube kaum, das du hier jemand findest, der dir zu einem Experiment mit Samthäubchen raten wird.
Die Gattung Psilocybe sollte das sein, was du suchst.
Gibts in Holland :-)

Danke schonmal im voraus

Gruß
bert

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Re: Fragen zur Gattung Samthäubchen (Conocybe)

Georg, (vor 7363 Tagen) @ Adrian

- Sind giftige Arten bekannt ?

Ja. In N-Amerika gibt es sogar amanitinhaltige und somit tödlich giftige Arten
(z.B. Conocybe filaris).

- hab gelesen dass diese Gattung halluzinogen sein soll!

Bisher ist nur eine Art der Gattung als halluzinogen bekannt:
Conocybe (Pholiotina) cyanopus
enthält relativ große Mengen an Psilocybin (ca. 1% der Trockenmasse).

- wenn ja wäre Conocybe lactea (Milchweißes Samthäubchen) hierfür geeignet?

Nein. Vielmehr enthält es das Knollenblätterpilzgift Phalloidin. Das ist zwar
oral unwirksam, aber roh essen würde ich Conocybe lactea doch eher ungern.

Fazit: Finger weg von Conocybe.

Georg

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Danke jetzt weiss ich bescheid *oT*

Adrian, (vor 7363 Tagen) @ Georg

- kein Text -

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Phalloidin ist oral unwirksam???

Andreas ⌂, (vor 7363 Tagen) @ Georg

Nein. Vielmehr enthält es das Knollenblätterpilzgift Phalloidin. Das ist zwar oral unwirksam, aber roh essen würde ich Conocybe lactea doch eher ungern.
Georg

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Ja

Georg, (vor 7363 Tagen) @ Andreas

Hi Andreas,
ja, Phallotoxine werden, im Gegensatz zu den im Grünen Knollenblätterpilz zusätzlich
vorhandenen Amatoxinen, nicht über den Verdauungstrakt aufgenommen. Sie
spielen also beim üblichen Pilzverzehr keine Rolle.

Georg