Hallo Atterl, ja, ich habs probiert. Mit Champignons, diversen Seitlingen auf
Stroh und Holz, einmal mit Polyporus tuberaster auf Buchenholz.
Champignons: wenn du eine gewaltige Menge Substrat bereiten kannst, gut 2
Kubikmeter (!) sollten es aber sein, dann kannst du darauf ne Menge
Champignons züchten. Dazu gibt es gute Fachliteratur. Aber: die Menge ist
enorm, der Ertrag stellt sich ein, nur: während 6-9 Wochen hast du eine
Unmenge an Pilzen, dann ists wieder vorbei. Soviele mag aber keiner essen,
also werden sie konserviert (lecker: in Öl einlegen, trocknen). Ist halt
viel Arbeit, Platz zum Aufsetzen des nötigen Komposthaufens brauchts auch.
Man kann verschiedene Chamgignons züchten. Aufwand/Ertrag kann in gutem
Verhältnis stehen. Viel leichter ist eine Fertigkultur. Die aufwendige,
weil einfach gewaltige Substratbereitung entfällt. Aber das ist eine echte
Liebhaberei, bei einigen Kilo Substratgewicht gibts halt eben entsprechend
wenige Pilze. Lohnen gegenüber die Pilze im Aldi kaufen? Nie! Spaß macht
so ne kleine Fertigkultur aber schon.
Bei den Pilzen auf Stroh und Holz kann man in jeder Dimension beginnen. Wenn
du dir entsprechend deiner Pilzwahl Stroh oder entsprechende Holzsorten
besorgst, dazu Pilzbrut, dann macht es nicht nur Spaß, sondern lohnt sich
sogar
Eine Empfehlung ist der Polyporus tuberaster, auf Buchenholz (ca30cm
Durchmesser) gezüchtet. Ich finde eine echte Delikatesse, aber nur jung
und zart!
Also: hast du Platz und etwas Zeit und kommst halbwegs günstig an Substrate
dran (Stroh, Holz, Heu, Pferdedung für Champignons) dann versuche es mal.
Gruß Thomas iB
Hallo Thomas!
Vielen herzlichen Dank für Deine Antwort!
Zuerst muss ich gleich mal sagen, daß für mich die Züchtung mit Substrat und Holz nicht in Frage kommt, da ich keinen Garten habe (zumindest keinen, der nur mir gehört). Ich kann also nur im Keller (oder mglw. Abstellraum) züchten, daher kam ich auch auf diese Ernteballen bzw. kleine Gewächshäuser.
Direkt in der Natur wäre es mir natürlich auch lieber, aber das geht leider momentan nicht.
Es geht mir auch wirklich mehr um die Liebhaberei, weniger um den Nutzen/Ertrag. Wenn ich dann insgesamt negativ aussteige, ist das schon ok :). Ich gehe mal davon aus, daß ich eher das Gewächshaus dem Ernteballen als völliger Anfänger vorziehen sollte, oder?
2 Fragen hätte ich dazu noch: Die Temperaturen für die Züchtung sind meistens sehr niedrig angegeben (~15 Grad), und ich kann mir kaum vorstellen, daß ich diese im Keller hier erreiche. Ist das ein grosses Problem? Und die zweite Frage: Gibt es bei solchen Fertigkulturen die Gefahr, daß da irgendwie andere Pilze reingeraten sind auf die ich aufpassen müsste beim Ernten?
Anonsten würde ich einfach mal mit weissen bzw. braunen Champignons beginnen und sehen was daraus wird. Dachte nur, daß vielleicht die Gefahr besteht, daß diese Angebote eher nicht das halten was sie versprechen und dann garnichts wächst.
Schönen Gruss!
Atterl