Re: mannigfaltige Rotfüsse
Hoffe nur es kommt niemand auf die Idee den Rotfuss-R. in zig Unterarten wie
z. B. den Birkenpilz einzuteilen. Man kennt sich ja jetzt schon nicht mehr
aus.
Zu spät, die Systematiker sind schon am Werk! Allerdings ist mir dabei nur schleierhaft, wie Pilz-"experten" jahrzehntelang den Herbstrotfuß (Boletellus pruinatus) und den Rotfuß (Xerocomus chrysenteron) in einen Topf werfen konnten - die Pilze haben ja wirklich außer den roten Pigmenten nicht miteinander gemeinsam und werden heute sogar in verschiedene Gattungen gestellt. Das allerdings ist fraglich, denn das Gattungs-Trennmerkmal, die "gestreiften" (besser: gerillten) Sporen sind kein gutes Merkmal, weil es Übergangsformen gibt.
Was uns beim Rotfuß im weiteren Sinne noch erwartet, weiß ich auch nicht (sicher mehr als eine Art, jedenfalls gibt es solche mit weißem und andere mit gelbem Basismyzel), aber der Herbstrotfuß ist auch für die nicht-Mikroskopierer durch den sehr dunklen Hut, das feste, stets madenfreie blaßgelbe Fleisch gut von anderen Xerocomus-Arten abzugrenzen.
Wolfgang F.