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Was tun mit silierten Pilzen

Richard, (vor 7347 Tagen)

Hallo,
ich habe in meinem Pilzbuch und im Forumarchiv von der Siliermethode gelesen. Das habe ich vor zweieinhalb Wochen dann auch mit ein paar Röhrlingen probiert und habe den Steintopf heute überglücklich geöffnet.
Die Pilze hatten eine schöne Konsistenz, waren etwas blass, aber überhaupt nicht verschimmelt. Soo viel Arbeit hat das Silieren gar nicht gemacht.
Nun hat mein Pilzbuch zu silierten Pilzen gesagt, sie würden gebraten pikant und lecker sein. Also hab ich ein paar gebraten. Naja. Sie schmecken nach dem Braten sehr sauer und sonst nach gar nichts. Die Säure ist sehr ähnlich zum Sauerkraut, aber der Geschmack ist eben nicht vorhanden. Etwas entmutigt habe ich ein paar so gelöffelt, denn ihr Geruch war nicht gerade unappetitlich. Roh sind sie weniger sauer, als gebraten, aber schmecken auch nach gar nichts.

Jetzt meine Fragen:
1) Sollte man beim Silieren auf irgendetwas essentielles achten, damit die Pilze ihren Geschmack behalten?
2) Kann ich die Pilze auch bedenkenlos roh verwenden? Angeblich sollte man Pilze ja nicht roh genießen.
3) Kennt jemand ein tolles Rezept mit silierten Pilzen?

Das wars erstmal. Vielleicht ist das Silieren doch nicht so toll. Im Pilzbuch stand halt, dass Silieren so viel toller als Einsalzen wäre. Wenn Silieren aber schon so mies ist, dann ist Einsalzen wahrscheinlich völlig unbrauchbar. Man sollte die Pilzchen also entweder nur einfrieren oder trocknen oder in leichtem Essigwasser einlegen.

Gruß
Richard

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Betr. Silieren (generell)

Harald Andres Schmid, (vor 7346 Tagen) @ Richard

Hallo,

Silierte Pilze schmecken immer leicht säuerlich.

Gebraten kann ich mir das wirklich nicht vorstellen.
Ich würde sie in Gerichten mitkochen, die einen leicht sauren Stich vertragen.
Saure Nierchen zum Beispiel.
Ein Gulasch, oder ähnliche Fleischgerichte.
Als Auflage auf eine Pizza.

Der Nachteil des Silierens generell:

Es nimmt enorm Pilzaroma weg!!!
Die Pilze werden geschmacksneutral.

Das ist von Vorteil für Leute, die einen deutlichen, würzigen Pilzgeschmack gar nicht so mögen.
Falls doch, finde ich Silieren eine absolut ungeeignete Methode (und ICH finde sie sehr arbeitsaufwendig!) Pilze einzumachen.
Ich möchte die Freude an der fast aufwendig-kultischen Handlung nicht in Abrede stellen, aber ich kann mit silierten Pilzen nichts anfangen.

Einsalzen bringt da schon mehr.
Da solltest Du aber nur sehr knackige, festfleischige, junge Pilze verwenden (wobei das mache ich generell so).
Eingesalzene Pilze verlieren zwar Flüssigkeit, aber nicht das Aroma.
Du kannst sie nach Abspülen überall mitkochen, einfach vorsichtig salzen.

Immer noch die beste Methode, Pilze haltbar zu machen (neben dem Trocknen) ist das Einlegen in leichtes Essigwasser.

Hier mein Rezept dazu, mit vielen zusätzlichen Tipps:

Beitrag 56693

Lieben Gruss, Harald Andres

Hallo,
ich habe in meinem Pilzbuch und im Forumarchiv von der Siliermethode gelesen.
Das habe ich vor zweieinhalb Wochen dann auch mit ein paar Röhrlingen
probiert und habe den Steintopf heute überglücklich geöffnet.
Die Pilze hatten eine schöne Konsistenz, waren etwas blass, aber überhaupt
nicht verschimmelt. Soo viel Arbeit hat das Silieren gar nicht gemacht.
Nun hat mein Pilzbuch zu silierten Pilzen gesagt, sie würden gebraten pikant
und lecker sein. Also hab ich ein paar gebraten. Naja. Sie schmecken nach
dem Braten sehr sauer und sonst nach gar nichts. Die Säure ist sehr
ähnlich zum Sauerkraut, aber der Geschmack ist eben nicht vorhanden. Etwas
entmutigt habe ich ein paar so gelöffelt, denn ihr Geruch war nicht gerade
unappetitlich. Roh sind sie weniger sauer, als gebraten, aber schmecken
auch nach gar nichts.
Jetzt meine Fragen: 1) Sollte man beim Silieren auf irgendetwas essentielles
achten, damit die Pilze ihren Geschmack behalten?
2) Kann ich die Pilze auch bedenkenlos roh verwenden? Angeblich sollte man
Pilze ja nicht roh genießen.
3) Kennt jemand ein tolles Rezept mit silierten Pilzen?
Das wars erstmal. Vielleicht ist das Silieren doch nicht so toll. Im Pilzbuch
stand halt, dass Silieren so viel toller als Einsalzen wäre. Wenn Silieren
aber schon so mies ist, dann ist Einsalzen wahrscheinlich völlig
unbrauchbar. Man sollte die Pilzchen also entweder nur einfrieren oder
trocknen oder in leichtem Essigwasser einlegen.
Gruß
Richard

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Re: Betr. Silieren (generell)

Jens ⌂, (vor 7346 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,

dieses Rezept von Dir habe ich übrigens im vergangenen Jahr mit violetten Rötelritterlingen probiert. Vor vier Wochen dann das erste Glas geöffnet, hat wirklich gut geschmeckt. Beim nächsten Mal nehme ich aber noch etwas weniger Essig.

Gruß Jens

Immer noch die beste Methode, Pilze haltbar zu machen (neben dem Trocknen)
ist das Einlegen in leichtes Essigwasser.
Hier mein Rezept dazu, mit vielen zusätzlichen Tipps:
Beitrag 56693
Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Betr. Silieren (generell)

Richard, (vor 7346 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Danke für den Hinweis. Ich werd das mit dem Silieren lassen, obwohl es wirklich Stil hat, die Dinger in der Krugge in den Keller zu schaffen und dann ab und an mal was raufzuholen wie die Witwe Bolte.

Dein Einkochrezept kenne ich auch fast so, nur ohne Öl und mit längerer Kochzeit. Bin über die Haltbarkeit erstaunt, denn ich hab sie immer in Rillengläser gefüllt. Ich werds mal mit den Schraubgläsern versuchen.

Danke nochmal.

Richard

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Ostlinge befragen *oT*

Piwo, (vor 7345 Tagen) @ Richard

- kein Text -

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Ostlinge...?

zuehli ⌂, (vor 7345 Tagen) @ Piwo

Hallo Piwo,

das heißt doch Osterlinge - aber so kurz vor Weihnachten sind die doch gar nicht zeitgemäß.
Sonst sprichst Du doch immer von Ostgoten....

*gg*
Halald