Servus Pilzmel,
vom Aussehen her hätte ich in Richtung I. soluta / I. subcarpta getippt. Zu soluta würde auch die Sporengröße sehr gut passen. Was nicht passt:
- die Sporen sind zu stark ausgezogen höckerig
- die Hymenialzystiden sind zu dickwandig.
I. pseudoasterospora würde von der Sporenzeichnung her schon hinkommen, aber die Sporengröße ist etwas zu klein und auch Zystidenform und die Makroskopie gefallen mir für diese Art nicht.
Sind die Sporen immer so stark ausgezogen höckerig?
Die Angaben zur Wandstärke der Zystiden bei Stangl als "dünnwandig" ist nicht ganz korrekt. Besser wäre m. E. "nur schwach dickwandig" (im Gegensatz zu den Rimosae oder den Mallocyben).
Also insgesamt tendiere ich mehr zu I. soluta, aber ohne selbst in Mikroskop geschaut zu haben, lege ich mich da nicht fest.
Gruß
Helmut
Hallo Pilzfreunde,
ich habe noch eine Rißpilz-Altlast, gefunden im August auf einer kleinen
Lichtung in einem Fichten-Stangenwald. Entfernt ein paar junge Eichen.
Ohne Knolle (der Pilz).
Mikroskopisch bot der folgendes:
Sporen: 6,9-8,1 x 5,6-6,2 µm
Cheilozystiden: Überwiegend Blasen, dicht gedrängt, 16-41 x 9,6-27 µm,
größere mit leicht verdickten Wänden. Wenige metuloide Zystiden, 50-82 x
22-27(33) µm, Wände 1-1,5 µm und in Ammoniak gelblich (!). Keine Kristalle
gesehen.
Pleurozystiden: Nicht sehr häufig, ähnlich den Cheilos, wenige mit
Krsitallen.
Kaulozystiden: Keine, nur gegliederte keulige Elemente.
Ich habe mich zu Inocybe transitoria durchgewurstelt. Was meint ihr dazu?
Beste Grüße! Pilzmel