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Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Lothar Schwank, (vor 7346 Tagen)

Nun sammle ich gerne mal das Stockschwämmchen und nie ist mir so richtig wohl dabei.Weil ich den den Gifthäubling in Natura noch nicht so angetroffen habe um beide in Natur zu vergleichen. Sicher weiß ich das der eine nur auf Laub und der andere nur auf Nadelholz gedeiht. Doch bei manchen Stubben, ist man sich nicht mehr so sicher wenn er denn schon arg verrottet ist. Habt ihr da ganz sichere Unterscheidungsmerkmale? Der andere hat es ja richtig in sich!

Lothar

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Re: Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Matthias, (vor 7346 Tagen) @ Lothar Schwank

Hallo Lothar,
die Unterscheidung durch das Holz stimmt nicht, es kommen beide Arten auf Laub- und Nadelholz vor. Das einzig sichere Merkmal sind die Stielschuppen beim Stockschwämmchen während da der Gifthäubling silbern überfasert ist,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Heinz Ebert ⌂, (vor 7346 Tagen) @ Lothar Schwank

In den DGfM-Mitteilungen vom Dezember 1995 habe ich dazu was publiziert. Der Artikel ist hier nachzulesen: http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/gs_952_stockschwaemmchen.php3
MfG, Heinz Ebert

Nun sammle ich gerne mal das Stockschwämmchen und nie ist mir so richtig wohl
dabei.Weil ich den den Gifthäubling in Natura noch nicht so angetroffen
habe um beide in Natur zu vergleichen. Sicher weiß ich das der eine nur
auf Laub und der andere nur auf Nadelholz gedeiht. Doch bei manchen
Stubben, ist man sich nicht mehr so sicher wenn er denn schon arg
verrottet ist. Habt ihr da ganz sichere Unterscheidungsmerkmale? Der
andere hat es ja richtig in sich!
Lothar

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Re: Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Christoph G, (vor 7346 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz,

besser kann man´s meiner Meinung nach nicht darstellen.
Allerdings treff ich öfters im Wald Pilzsammler, die recht routiniert Stockschwämmchen sammeln, aber auf Nachfrage vom Gifthäubling gar nix wissen und seit 40 Jahren Stockschwämmchen sammeln und essen.
Hast Du daten über nachgewiesene Gifthäublingsvergiftungen, und denkst Du das sowas öfters unerkannt vorkommt?
Würd mich echt interresieren!

LG Christoph

In den DGfM-Mitteilungen vom Dezember 1995 habe ich dazu was publiziert. Der
Artikel ist hier nachzulesen:
http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/gs_952_stockschwaemmchen.php3
MfG, Heinz Ebert

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Re: Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Heinz Ebert ⌂, (vor 7346 Tagen) @ Christoph G

Hi Christoph,
da kann ich nur die gleiche Antwort geben wie bei allen pilzvergiftungs-statistischen Fragen: NULL. Pilzvergiftungen sind keine meldepflichtigen Erkrankungen und daher existieren keine Zahlen.
Darüberhinaus kann ich mir vorstellen, dass viele Pilzvergiftungen als solche nicht erkannt werden, weil - zumindest bei Einzel-Intoxikationen - wohl niemand an das Pilzgericht denkt. Diagnose: Leberzirrhose (beim Gifthäubling). Nur wenige Mediziner kennen Pilze. Das ist nun mal Tatsache.
Daher meine Antwort auf Deine Frage: ich kann mir durchaus vorstellen, dass so etwas in der Vergangenheit und auch in der Zukunft möglich ist.
Am Besten wäre es, das Pilzesammeln generell zu verbieten *G*
Beste Grüße, Heinz Ebert

Hallo Heinz,
besser kann man´s meiner Meinung nach nicht darstellen.
Allerdings treff ich öfters im Wald Pilzsammler, die recht routiniert
Stockschwämmchen sammeln, aber auf Nachfrage vom Gifthäubling gar nix
wissen und seit 40 Jahren Stockschwämmchen sammeln und essen.
Hast Du daten über nachgewiesene Gifthäublingsvergiftungen, und denkst Du das
sowas öfters unerkannt vorkommt?
Würd mich echt interresieren!
LG Christoph

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Re: Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Christoph G, (vor 7346 Tagen) @ Heinz Ebert

Danke für die Info Heinz,

ja das Problem kenn ich auch,
zuerst berät man das Krankenhaus und das Vergiftungsopfer und wenn man später nachfragt: Schweigepflicht... naja was solls.
Aber noch mal ne Gifthäublingsfrage: Wieviel muss man davon essen, dass es lebensgefährlich wird... so wie beim Knolli 70 gramm bei 80kg. Gibts da auch so ca. Mengen?

LG Christoph

Hi Christoph,
da kann ich nur die gleiche Antwort geben wie bei allen
pilzvergiftungs-statistischen Fragen: NULL. Pilzvergiftungen sind keine
meldepflichtigen Erkrankungen und daher existieren keine Zahlen.
Darüberhinaus kann ich mir vorstellen, dass viele Pilzvergiftungen als solche
nicht erkannt werden, weil - zumindest bei Einzel-Intoxikationen - wohl
niemand an das Pilzgericht denkt. Diagnose: Leberzirrhose (beim
Gifthäubling). Nur wenige Mediziner kennen Pilze. Das ist nun mal
Tatsache.
Daher meine Antwort auf Deine Frage: ich kann mir durchaus vorstellen, dass
so etwas in der Vergangenheit und auch in der Zukunft möglich ist.
Am Besten wäre es, das Pilzesammeln generell zu verbieten *G*
Beste Grüße, Heinz Ebert

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Re: Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Hans Rießenberger, (vor 7346 Tagen) @ Christoph G

Danke für die Info Heinz,
ja das Problem kenn ich auch,
zuerst berät man das Krankenhaus und das Vergiftungsopfer und wenn man später
nachfragt: Schweigepflicht... naja was solls.
Aber noch mal ne Gifthäublingsfrage: Wieviel muss man davon essen, dass es
lebensgefährlich wird... so wie beim Knolli 70 gramm bei 80kg. Gibts da
auch so ca. Mengen?
LG Christoph

Hallo erst mal,
Seh ich grad zufällig im Nachschlagwerk für Ärzte Aptheker Biologen, Mykologen Pilzexperten und Pilzsammler von Rene Flammer und Egon Horak "Giftpilze/
Pilzgifte" ( ein Schweizer Verlag):
"Bereits 10 - 15 Exemplare ( Galerina marginata) können die potentiell
tödliche Dosis an Amanitinen enthalten"

Die Amanitin-Verbindungen in toxischen Galerina-Arten bewirken die gleichen Vergiftungserscheinungen wie bei Knollenblätterpilzvergiftungen. Bei 15 mal
geringerer Konzentration im Gifthäubling hab ich irgendwie in Erinnerung.

Der Anteil der Knollenblätterpilzvergiftungen an allen gemeldeten Fällen (die werden wohl in der Schweiz gemeldet ) schwankt zwischen 2 und 10 %.
Da werden wohl einige auf das Galerina-Konto gehen !?
Gruß Hans R.

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Re: Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Heinz Ebert ⌂, (vor 7346 Tagen) @ Christoph G

Hi Christoph,
ich bin kein Toxikologe, sondern Polizist. Ich kann daher zu den kritischen Mengen keinerlei Angaben machen. Darüberhinaus weichen die Literaturangaben auch voneinander ab. Ich verkünde vorsichtshalber bei meinen Pilzseminaren, dass ca. 30 gr Knollis tödlich sein könnten (bei Kindern ist wahrscheinlich eine geringere Dosis schon lebensgefährlich). Der Giftgehalt bei Galerina ist vielleicht geringer als bei Amanita, aber es liegen ja nur wenige Untersuchungen vor (siehe Handbuch von Bresinsky und Besl - das ist für mich z.Z. das beste Buch zu dem Thema).
Tatsache ist eben, dass Amanitine und Phalloidine in verschiedenen Galerinen nachgewiesen worden sind, und dass die "letale Dosis" im Pilz noch nicht geklärt ist. Fazit: Alle Pilzsammler sollten den Unterschied zwischen Stockschwämmchen und Galerinas kennen! Und natürlich sowieso die Gattung Amanita, bei der es ja auch zwei Speisepilze gibt, den Perlpilz und den Kaiserling (letzterer sehr selten, ersterer sehr häufig).
Der beste Weg, das richtig zu lernen ist der Besuch eines Pilzseminares, egal wo: Schwarzwald, Thüringen, Bayern, Siegerland, Eifel, oder wo auch immer.
Man geht im Prinzip nur dann sicher wenn man sich die erforderliche Artenkenntnis aneignet.
Im "Handbuch für Pilzfreunde, Bd.1" wird im Vorwort darauf hingewiesen, dass dies nicht schwerer ist, als das Erlernen des Gebrauches von einem Kraftfahrzeug oder dem Anlegen einer Münz- oder Briefmarkensammlung. Dem schließe ich mich voll und ganz an. Und Pilzseminare vermitteln vielleicht intensiver und mehr Wissen als so manche Fahrschule.
Jeder kann "PILZE LERNEN".
Beste Grüße, Heinz Ebert

Danke für die Info Heinz,
ja das Problem kenn ich auch,
zuerst berät man das Krankenhaus und das Vergiftungsopfer und wenn man später
nachfragt: Schweigepflicht... naja was solls.
Aber noch mal ne Gifthäublingsfrage: Wieviel muss man davon essen, dass es
lebensgefährlich wird... so wie beim Knolli 70 gramm bei 80kg. Gibts da
auch so ca. Mengen?
LG Christoph

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... Gifthäubling

Blausprödler, (vor 7345 Tagen) @ Lothar Schwank

Matthias hatte hierzu schon mal tolle Bilder!
Beitrag 79884

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Strobiliformis, schmeckt auch lecker ;-))

Christoph G, (vor 7345 Tagen) @ Heinz Ebert

....aber bei dem wirds dann fuer den Speisepilzsammler echt heikel (weisse Lamellen und so..)daher geb ich den in der Beratung auch nicht frei, obwohl er bei uns recht haeufig ist.

LG Christoph

Hi Christoph,
ich bin kein Toxikologe, sondern Polizist. Ich kann daher zu den kritischen
Mengen keinerlei Angaben machen. Darüberhinaus weichen die
Literaturangaben auch voneinander ab. Ich verkünde vorsichtshalber bei
meinen Pilzseminaren, dass ca. 30 gr Knollis tödlich sein könnten (bei
Kindern ist wahrscheinlich eine geringere Dosis schon lebensgefährlich).
Der Giftgehalt bei Galerina ist vielleicht geringer als bei Amanita, aber
es liegen ja nur wenige Untersuchungen vor (siehe Handbuch von Bresinsky
und Besl - das ist für mich z.Z. das beste Buch zu dem Thema).
Tatsache ist eben, dass Amanitine und Phalloidine in verschiedenen Galerinen
nachgewiesen worden sind, und dass die "letale Dosis" im Pilz
noch nicht geklärt ist. Fazit: Alle Pilzsammler sollten den Unterschied
zwischen Stockschwämmchen und Galerinas kennen! Und natürlich sowieso die
Gattung Amanita, bei der es ja auch zwei Speisepilze gibt, den Perlpilz
und den Kaiserling (letzterer sehr selten, ersterer sehr häufig).
Der beste Weg, das richtig zu lernen ist der Besuch eines Pilzseminares, egal
wo: Schwarzwald, Thüringen, Bayern, Siegerland, Eifel, oder wo auch immer.
Man geht im Prinzip nur dann sicher wenn man sich die erforderliche
Artenkenntnis aneignet.
Im "Handbuch für Pilzfreunde, Bd.1" wird im Vorwort darauf
hingewiesen, dass dies nicht schwerer ist, als das Erlernen des Gebrauches
von einem Kraftfahrzeug oder dem Anlegen einer Münz- oder
Briefmarkensammlung. Dem schließe ich mich voll und ganz an. Und
Pilzseminare vermitteln vielleicht intensiver und mehr Wissen als so
manche Fahrschule.
Jeder kann "PILZE LERNEN".
Beste Grüße, Heinz Ebert

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Re: Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Andi S. aus V., (vor 7345 Tagen) @ Matthias

Da kann ich mich Mathias nur anschließen: Bei uns im östlichen Schwarzwald wachsen z.Zt. recht viele Stockschwämmchen, allerdings auf Nadelholzstümpfen (Fichte), wie eigentlich immer hier. In einem meiner Bücher (in welchem weiß ich jetzt nicht auswendig) steht, dass das an der Meereshöhe liegen kann, dass in höheren Lagen Stockschwämmchen eher an Nadelholz wachsen.

Andi S. aus V.

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Re: Stockschwämmchen, Nadelholzhäubling

Lothar Schwank, (vor 7345 Tagen) @ Heinz Ebert

In den DGfM-Mitteilungen vom Dezember 1995 habe ich dazu was publiziert. Der
Artikel ist hier nachzulesen:
http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/gs_952_stockschwaemmchen.php3
MfG, Heinz Ebert

Ich bedanke mich bei allen die mir so genau Auskunft gegeben haben. Ich werde ihn weiter sammeln, aber ganz genau hinschauen.

Lothar