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Hallimsch, Tintlinge und etwas OT *PIC*

Ingo, (vor 7343 Tagen)

Hallo Pilzfreunde!

Endlich mal wieder Hallimasch! Nein, im Wald standen sie nicht. Zuhause wurde ich fündig!
In der Tiefi, begraben unter etlichen Morchelschollen, konnte ich noch einen Portionsbeutel
ausfindig machen. Weil es der allerletzte war – hier ist der Gute:

[image]

Wenn nicht bald ein paar neue wachsen, muss ich wohl mit den Morcheln bei irgendeiner
Tauschbörse vorstellig werden. Vielleicht erbarmt sich ja Jemand.

Den Kiefernwald habe ich am Wochenende dann doch noch heimgesucht. Es war ganz lustig,
wenn man denn ein dickes Fell hat. Da wir in den letzten Wochen kaum Luftfeuchtigkeit hatten,
standen noch etliche Dörrpilze herum. So versuchten wir einfach herauszufinden, um welche
Arten es sich bei den Wracks handelte. Bei einigen Täublingen, wie dem schwarzroten Speitäubling
und dem Apfeltäubling, gelang das sogar ganz gut.

Wie der Zufall so spielt, machten wir dann aber auch an diesem Wochenende unseren Exotenfund.
Nicht auf dem Campingkompost! Der hatte bereits vor einer Woche komplett den Betrieb eingestellt.

Zuhause wuchsen sie! Nicht im Tiefkühlschrank, sondern im Blumentopf am abgestorbenen Bambus.
Zum ersten mal wurden nun auch wir von den mysteriösen Blumentopfpilzen heimgesucht, die hier
seit geraumer Zeit im Forum herumgeistern.
Ich wage gar nicht erst zu fragen, ob sie uns irgendwie schaden könnten und wie man sie am besten
entsorgt. Ein Bild von gestern Abend möchte ich aber dennoch zeigen:

[image]

Wie man sieht, sind es keine birnbaumii und auch keine, der üblichen, weißen Faltenschirmlinge.
Ich würde hier eher zu Tintlingen tendieren, zumal sie auch direkt auf dem Holz fruktizieren.
Gestern dachte ich noch für einen kurzen Moment, dass es sich um Schirmlinge handeln könnte.
Das sollte sich dann aber heute als falsch erweisen, wie man beim aktuellen Foto erkennen kann.

[image]

Kein Fruchtkörper hatte sich aufgeschirmt. Sie sind allesamt so “eingebrochen“, wie man es von
Tintlingen erwarten kann.
Nun weiß ich, dass es hier im Forum einige ausgemachte Tintlingsexperten gibt. Allerdings sollte es
sich hier vermutlich um einen reinen Tropenvertreter handeln, der hierzulande sicher nicht so bekannt ist.
Ich hoffe aber, dass ich mich im Irrtum befinde, und trotzdem jemand etwas zum Fund sagen kann.
Übrigens, die Hutgröße bei den ausgewachsenen Exemplaren betrug etwa 5 mm.

Letztendlich bleibe ich dabei, dass es das wohl war mit der Freilandsaison in unserer Region.
Von den Niederschlägen der Vorwoche ist hier nichts angekommen, und auch diesmal sieht es nicht
so aus, dass etwas durchkommt. Ich hoffe, dass es wenigstens in anderen Regionen wieder etwas
besser wird, so dass ich mich hier wenigstens noch eine Weile an schönen Bildern erfreuen kann.

Nebenbei! Zum Teleskoptreffen bin ich dann doch nicht gefahren. Ich hatte einfach keinen Bock, bei
knapp 30°C fünf Stunden über Land zu gurken. Ich habe dann aber die super Gelegenheit genutzt, mein
eigenes Teleskoptreffen zu veranstalten. Auf dem Bild sieht man mich mit meinem “Chinaböller“,
einem 6 – Zoll Linsenteleskop (Refraktor) mit 1200 mm Brennweite.:

[image]

Damit lässt sich bei guten Bedingungen schon was anfangen. Und die hatte ich in der Nacht zum
Samstag. Einen superklaren Himmel mit einer Durchsicht, wie man sie sonst nur in den Bergen
erleben kann. Dazu noch die warmen Temperaturen und keine Spur von Tau. So tolle Bedingungen
hatte ich bisher noch nie. Zumindest nicht im Herbst. Im Frühjahr gab es in den vergangenen 10 Jahren
schon so 2 – 3 Beobachtungsnächte, die an diese herankamen. Nur war es da immer bitterkalt.
Übrigens, wer jetzt über die Größenverhältnisse rätselt. Meine Bauhöhe ist 192 cm.

Ich hoffe, dieser kleine Abstecher war nicht zuviel des OT. Pilze sind ja bekanntlich nicht alles, vor
allem wenn es kaum welche gibt.

Beste Grüße! Ingo

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Oh, da fehlt ja was. Ich kaufe ein A! *oT*

Ingo, (vor 7343 Tagen) @ Ingo

- kein Text -

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Re: Hallimsch, Tintlinge und etwas OT

thomyh2, (vor 7343 Tagen) @ Ingo

hallo ingo,

ich glaube, du bist mit den hallimaschen (ist das die korrekte mehrzahl??) etwas spät dran.
ich habe vor ca. 5 - 6 wochen 16 beutel davon eigefroren.
würde ja tauschen - wohne aber zuweit weg :-))))))))))))

vielleicht findest du ja was anderes essbares im wald :-)

liebe grüße
ela

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Re: Hallimsch, Tintlinge und etwas OT

Jochen Girwert ⌂, (vor 7342 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

vor Jahren hatte ich zu Bestimmungszwecken eine Segge im Glas mit Wasser gepeppelt. Da erschienen dann kleine weiße Tintlinge am Stängel. Die hat Udo Luhmann damals als Coprinus friesii bezeichnet. Ich habe die Bestimmung nicht nachvollzogen und weiß auch nicht, wie viele vergleichbare Arten existieren.

Alles Gute, Jochen.

Hallo Pilzfreunde!
Endlich mal wieder Hallimasch! Nein, im Wald standen sie nicht. Zuhause wurde
ich fündig!
In der Tiefi, begraben unter etlichen Morchelschollen, konnte ich noch einen
Portionsbeutel
ausfindig machen. Weil es der allerletzte war – hier ist der Gute:
Wenn nicht bald ein paar neue wachsen, muss ich wohl mit den Morcheln bei
irgendeiner
Tauschbörse vorstellig werden. Vielleicht erbarmt sich ja Jemand.
Den Kiefernwald habe ich am Wochenende dann doch noch heimgesucht. Es war
ganz lustig,
wenn man denn ein dickes Fell hat. Da wir in den letzten Wochen kaum
Luftfeuchtigkeit hatten,
standen noch etliche Dörrpilze herum. So versuchten wir einfach
herauszufinden, um welche
Arten es sich bei den Wracks handelte. Bei einigen Täublingen, wie dem
schwarzroten Speitäubling
und dem Apfeltäubling, gelang das sogar ganz gut.
Wie der Zufall so spielt, machten wir dann aber auch an diesem Wochenende
unseren Exotenfund.
Nicht auf dem Campingkompost! Der hatte bereits vor einer Woche komplett den
Betrieb eingestellt.
Zuhause wuchsen sie! Nicht im Tiefkühlschrank, sondern im Blumentopf am
abgestorbenen Bambus.
Zum ersten mal wurden nun auch wir von den mysteriösen Blumentopfpilzen
heimgesucht, die hier
seit geraumer Zeit im Forum herumgeistern.
Ich wage gar nicht erst zu fragen, ob sie uns irgendwie schaden könnten und
wie man sie am besten
entsorgt. Ein Bild von gestern Abend möchte ich aber dennoch zeigen:
Wie man sieht, sind es keine birnbaumii und auch keine, der üblichen, weißen
Faltenschirmlinge.
Ich würde hier eher zu Tintlingen tendieren, zumal sie auch direkt auf dem
Holz fruktizieren.
Gestern dachte ich noch für einen kurzen Moment, dass es sich um Schirmlinge
handeln könnte.
Das sollte sich dann aber heute als falsch erweisen, wie man beim aktuellen
Foto erkennen kann.

Kein Fruchtkörper hatte sich aufgeschirmt. Sie sind allesamt so
“eingebrochen“, wie man es von
Tintlingen erwarten kann.
Nun weiß ich, dass es hier im Forum einige ausgemachte Tintlingsexperten
gibt. Allerdings sollte es
sich hier vermutlich um einen reinen Tropenvertreter handeln, der hierzulande
sicher nicht so bekannt ist.
Ich hoffe aber, dass ich mich im Irrtum befinde, und trotzdem jemand etwas
zum Fund sagen kann.
Übrigens, die Hutgröße bei den ausgewachsenen Exemplaren betrug etwa 5 mm.
Letztendlich bleibe ich dabei, dass es das wohl war mit der Freilandsaison in
unserer Region.
Von den Niederschlägen der Vorwoche ist hier nichts angekommen, und auch
diesmal sieht es nicht
so aus, dass etwas durchkommt. Ich hoffe, dass es wenigstens in anderen
Regionen wieder etwas
besser wird, so dass ich mich hier wenigstens noch eine Weile an schönen
Bildern erfreuen kann.
Nebenbei! Zum Teleskoptreffen bin ich dann doch nicht gefahren. Ich hatte
einfach keinen Bock, bei
knapp 30°C fünf Stunden über Land zu gurken. Ich habe dann aber die super
Gelegenheit genutzt, mein
eigenes Teleskoptreffen zu veranstalten. Auf dem Bild sieht man mich mit
meinem “Chinaböller“,
einem 6 – Zoll Linsenteleskop (Refraktor) mit 1200 mm Brennweite.:
Damit lässt sich bei guten Bedingungen schon was anfangen. Und die hatte ich
in der Nacht zum
Samstag. Einen superklaren Himmel mit einer Durchsicht, wie man sie sonst nur
in den Bergen
erleben kann. Dazu noch die warmen Temperaturen und keine Spur von Tau. So
tolle Bedingungen
hatte ich bisher noch nie. Zumindest nicht im Herbst. Im Frühjahr gab es in
den vergangenen 10 Jahren
schon so 2 – 3 Beobachtungsnächte, die an diese herankamen. Nur war es da
immer bitterkalt.
Übrigens, wer jetzt über die Größenverhältnisse rätselt. Meine Bauhöhe ist
192 cm.
Ich hoffe, dieser kleine Abstecher war nicht zuviel des OT. Pilze sind ja
bekanntlich nicht alles, vor
allem wenn es kaum welche gibt.
Beste Grüße! Ingo

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Re: Hallimsch, Tintlinge und etwas OT

pilzmel ⌂, (vor 7342 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
ich habe hier ja nicht mal Pilzleichen im Wald. Ach ja, einen Wald ja auch nicht. Es sollte gestern regnen, es sollte heute regnen usw. usf.
Die neueste Meldung sagt allerhöchstens ein paar Tröpfchen voraus, und die werden ganz sicher wer weiß wo runterkommen.
Dein Tintling muß nicht unbedingt was Exotisches sein. Es kommen da einige (wenige) Kleine Weiße (mit ockerlicher Mitte?) in Betracht. Mikroskopisch dürften die sich ganz gut outen. Jochen hat ja schon den friesii in Spiel gebracht. Der hat noch ein paar ähnliche Brüder und Neffen.
Wenn´s dich interessiert, schaue ich mir das Dingens gerne näher an.
Beste Grüße! Andreas

PS.: Zu deinem Riesen-Samthäubchen erwarte ich dieser Tage den endgültigen Richterspruch.

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etwas OT

Thomas Pruss, (vor 7342 Tagen) @ Ingo

Moin Ingo,
Du hast ein Bresser-Teleskop. Ich habe ein Mikroskop von Bresser. Die Firma macht sehr gute und preiswerte optische Instrumente – finde ich.
Grüßlis
Thomas

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Re: etwas OT

Ingo, (vor 7342 Tagen) @ Thomas Pruss

Moin Ingo,
Du hast ein Bresser-Teleskop. Ich habe ein Mikroskop von Bresser. Die Firma
macht sehr gute und preiswerte optische Instrumente – finde ich.
Grüßlis
Thomas

Moin moin!

Schön, dass Du mit Deinem Bresser-Mikro zufrieden bist. Das mit der
Preiswertigkeit scheint ja für nahezu alle Bresser Produkte zu gelten.
Allerdings produziert die Firma davon meines Wissens nichts selbst.
Bresser ist (oder war) eigentlich ein Händler bzw. Importeur, der
verschiedenste Geräte unter seinem Label verkaufte bzw. nach eigenen
Vorgaben fertigen ließ. Hauptsächlich in Fernost, kurz vor Japan.

Mein Teleskop wurde von einer chinesischen Fabrikation namens Syntha
hergestellt. Das gleiche Gerät ist auch bei anderen Händlern erhältlich,
dort natürlich unter anderen Bezeichnungen.
Ich denke, dass es sich bei den Mikros genau so verhält. Da scheinen
aber einige der besseren Podukte immerhin aus Russland zu stammen.

Entscheidend ist wie immer das Preis-Leistungsverhältnis. Was nützt einem
das schönste Mikro- oder Teleskop, wenn man damit keine akzeptablen
Ergebnisse erzielt. Beim Teleskop bin ich schon einen Kompromiss gegangen.
Da die Optik bei nur teilweise korrigiert wurde, entstehen bei höheren
Vergrößerungen störende Farbsäume. Ein optisch perfekt korrigiertes System
kostet bei gleicher Baugröße allerdings locker mal über Faktor 10 mehr!

Bei den Mikroskopen kann man ja auch eine Menge Geld in apochromatisch
korrigierte Objektive stecken, oder sich mit den einfachen Achromaten begnügen.
Hier treten nämlich die gleichen (glaube ich zumindest) physikalischen Effekte
auf.

Zu all diesen Themen gibt es immer wieder ausgiebige Diskussionen
in den betreffenden Foren:

http://www.mikroskopie-forum.de/list.php?1
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/postlist.php/Cat/0/Board/Teleskope

Übrigens: Die Firma Bresser wurde vor einiger Zeit vom amerikanischen
Optikkonzern Meade aufgekauft. Dieser nutzt natürlich den Markennamen
und die Vertriebswege von Bresser weiter.

Ich hoffe, es war nicht allzu ausschweifend

Schönen Abend noch! Ingo

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Re: Hallimsch, Tintlinge und etwas OT

Ingo, (vor 7342 Tagen) @ Ingo

Hallo nochmal,
schönen Dank für die Hinweise. Leider werden aus den
Tintlingen keine Exsikkate mehr - sie haben sich nun
komplett verabschiedet. Je kleiner sie sind, desto
schneller scheint das zu gehen.

p.s. Die Hallimasch mögen in einigen Regionen früh
dran gewesen zu sein. Bei uns brauchen sie erst einen
Kälteschub. Normalerweise fangen die jetzt erst an.
Manchmal mußte ich auch bis Ende Oktober warten.

Beste Grüße! Ingo