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Re: Mikrotom

Heinz Ebert ⌂, (vor 7328 Tagen) 968 Beiträge @ Werner

Das Fixieren mit Paraffin ist natürlich umständlich zumal die Wachsreste stören, aber es gibt einfachere Methoden. In einer der DGfM-Mitteilungen von Anfang bis Mitte der 90-er Jahre berichtete ich über ein einfaches - von unsrem Mitglied Peter Keth entwickeltes - Gerät, mit dem einfache Objekte sowohl erhitzt (bei Porlingsuntersuchungen manchmal erforderlich aber auch bei Ascomyceten), als auch gekühlt werden können. Mit diesem Gerät können kleine Objekte in einem Wassertropfen eingefroren und fein geschnitten werden. Ein (teures) Mikrotom ist dabei nicht unbedingt erforderlich, sondern bei genügend Sorgfalt reicht auch eine einfache Rasierklinge. Damit ist es freilich nicht möglich, einen Schnitt GENAU z. B. 50 µm dick auszuführen, aber das ist bei Routine-Schnitten auch nicht erforderlich.
Ein Mikrotom ist bekanntlich sehr teuer und für "für Otto-Normal-Pilzfreund" nicht anschaffenswert.
Das kleine Gefrier-/Erhitzungsgerät von Peter Keth benutze ich seither gerne, wenn ich Mikropilze untersuchen möchte.
Was es heute kostet, weiß ich nicht, ich schätze jedoch dass es im Bereich von ca. 100 Euronen liegen dürfte, wenn P. Keth sowas überhaupt noch baut.
Beste Grüße, Heinz Ebert

Hallo,
in Hornberg wird immer davon abgeraten - da Du ja für ein Mikrotom dann auch
noch fixieren mußt - z.B. mit Paraffin. Da wird das Ganze aber dann
schnell aufwendig. Wofür man es - bei entsprechendem Messerverbrauch - gut
verwenden könnte, wären harte Pilze (Trameten u. dgl.) und Hölzer. Für die
normalen Huthaut-, Lamellen- und Stielschnitte bei "normalen"
Pilzen wäre mir aber der Aufwand doch zu hoch.
Gruß,
Werner

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