Re: Inocybe phaeodisca?
Hallo Andreas,
I. phaeodisca var. geophylloides kann sicherlich in Betracht gezogen werden. Allerdings ist mir der Hut zu homogen hell, ohne deutlich dunklere Scheibe. Wenn die Sporen mehrheitlich apikal so konisch wie bei Dir gezeichnet, schließe ich mich Deiner Vermutung an. Sollten sie aber eher rund ausfallen, müsste auch noch eine etwas untypische I. geophylla in die engere Wahl gezogen werden. Die Hymenialzyst. passen einfach so schön dazu.
Gruß Andreas
Hallo Pilzfreunde,
am 17.10. habe ich unter einer Linde einen Rißpilz erspäht, bzw. eine ganze
Gruppe davon. Boden ziemlich feucht, weil in Gewässernähe.
Hut: Bis 4,5 cm aufgeschirmt, mit deutlichem Buckel. Nicht einreißend,
radialfilzig, blaß bräunlich mit dunklerer Mitte. Cortina deutlich.
Stiel: Bis 6,5 x 0,6 cm, ebenfalls blaß bräunlich mit hellerer Spitze. Nicht
bereift, sondern faserig-filzig.
Lamellen: Chreme bis braun, Schneiden weiß bewimpert.Mikroskopie:
Sporen: 8,7-11,2 x 5,6-6,2 µm.
Cheilozystiden: 33-55 x 14-22 µm, mäßig dickwandig, gewaltiger
Kristallschopf. Sehr häufig blasenförmige Elemente 19-44 x 10-27 µm,
größere mit leicht verdickten Wänden.
Pleurozystiden: Wie Cheilozystiden.
Stielbekleidung: Im Prinzip nur Gefussel, aber apikal selten einige große,
dünnwandige, z.T. inkrustierte Zystiden bis 100 x 13 µm.
Nun bin ich bei Inocybe phaeodisca kleben geblieben. Für jede weitere
Anregung wie immer dankbar!
Beste Grüße!
Pilzmel