Letztes Aufbäumen Teil 1 - mit Fragen *PIC*
Hallo Forum,
nach dem ich am Dienstag meine Diplomarbeit erfolgreich verteidigt habe und mich nun offiziell Dipl. Ing. nennen darf, bin ich heute meiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen. Der wahrscheinlich letzte Schub ist nun auch nach Erfurt durchgedrungen und die Herbstpilze zeigen sich.
Neben vielen Steinpilzen, Violetten Rötelritterlingen, Nebelkappen und Parasolen gab es auch einige für mich aus mykologischer Sicht interessante Arten abzulichten. Im Laubwald auf Kalk tut sich leider so gut wie nix mehr, dafür blüht der Nadelwald noch einmal auf. Unmengen an Fliegenpilzen, Mehlräslingen und Pfefferröhrlingen prägten die Prärie.
Hier der einzige Vertreter den ich im Laubwald (Buche) gefunden habe.
Ich denke er gehört zu den Ritterlingen:
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/102006/WR1.jpg)
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/102006/WR2.jpg)
Hut: weißlich, beim großen Exemplar in der Mitte blaß ledergelblich etwas wie rostfleckig
Lamellen: wie der hut gefärbt, an der Scheide leicht rostfleckig, "Burggraben"
Stiel: weiß, leicht flockig überhaucht, weißes Myzelfilz an der Basis
Geruch: wie Lepista nuda oder Nebelkappe mit einer mehligen Komponente
Geschmack: nicht getestet
Mein Tipp: Tricholoma lascivum - wäre ein Erstfund
Einen weiteren Ritterling fand ich im Nadelwald unter Fichte / Lärche:
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/102006/BR1.jpg)
![[image]](/archiv/extern/felix_hampe/102006/BR2.jpg)
Er erinnert mich an Tricholoma vaccineum, nur war mir die gefundene Kollektion nicht "zottig" oder "bärtig" genug, kommen da noch ähnliche Arten in Betracht?
Hut: braunrot, leicht filzig, längsfaserig aufreißend aber nicht schuppig, Rand nicht oder ganz schwach eingerollt
Lamellen: weiß/creme, ohne gelbliche Töne
Stiel: Spitze wie Lamellen, zur Basis hin längsstreifig wie der Hut gefärbt
Geschmack: nicht getestet
Geruch: unbedeutend
Danke für eure Hilfe.
to be continued
))