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Blutsee-Schleim *PIC*

Hans-Jürgen, (vor 7312 Tagen)

Dass am Blutsee nicht bloß Röhrlinge wachsen, wissen ja manche von Euch aus eigener Anschauung. Heute geht's mal wieder um Schleimiges.

So sah das Gebilde vor einer Woche aus:

[image]

In diesem Frühstadium der Fruktifikation ist noch keine eindeutige Bestimmung möglich - aber vermutet haben wir schon damals eine Stemonitis-Art. Heute musste ich dann (trotz laufender Nase und Schweißattacken) hinaus und nachschauen. Und so sahen die ehemals weißen Büschelchen heute aus:

[image]

[image]

(Wer sich für die Reifungsstadien im einzelnen interessiert, kann sie übrigens bei Neubert/Nowotny/Baumann im Band 3 der Myxomyceten auf S.279 studieren).

Ohne Mikroskopie geht allerdings auch bei Stemonitis nix. Also: Mikro anwerfen und schniefend auf Sporen und Capillitium schauen.

Die Spitze des Sporocarpiums:

[image]

Als Schatten sieht man unscharf die Columella, die als Fortsetzung des Stiels fast bis an die Spitze reicht. Auf Details des netzigen Gewebes gehe ich mal nicht ein - außer auf die typischen dornartigen Auswüchse, die man z.B. hier ganz gut sehen kann:

[image]

Die Sporen tragen ein aus Stacheln zusammengesetztes Netz:

[image]

[image]

Damit bleiben nur noch Stemonitis fusca und S. foliicola übrig. Da unsere Sporocarpien (Gesamtlänge) ca. 10 bis 13 mm lang waren, scheidet die kürzere foliicola aus.

Jede Art von Einspruch oder Belehrung nimmt wie immer gerne entgegen:
Hans-Jürgen

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Re: Blutsee-Schleim

oefff, (vor 7312 Tagen) @ Hans-Jürgen

Dass am Blutsee nicht bloß Röhrlinge wachsen, wissen ja manche von Euch aus
eigener Anschauung. Heute geht's mal wieder um Schleimiges.
So sah das Gebilde vor einer Woche aus:
In diesem Frühstadium der Fruktifikation ist noch keine eindeutige Bestimmung
möglich - aber vermutet haben wir schon damals eine Stemonitis-Art. Heute
musste ich dann (trotz laufender Nase und Schweißattacken) hinaus und
nachschauen. Und so sahen die ehemals weißen Büschelchen heute aus:

(Wer sich für die Reifungsstadien im einzelnen interessiert, kann sie
übrigens bei Neubert/Nowotny/Baumann im Band 3 der Myxomyceten auf S.279
studieren).
Ohne Mikroskopie geht allerdings auch bei Stemonitis nix. Also: Mikro
anwerfen und schniefend auf Sporen und Capillitium schauen.
Die Spitze des Sporocarpiums:
Als Schatten sieht man unscharf die Columella, die als Fortsetzung des Stiels
fast bis an die Spitze reicht. Auf Details des netzigen Gewebes gehe ich
mal nicht ein - außer auf die typischen dornartigen Auswüchse, die man
z.B. hier ganz gut sehen kann:
Die Sporen tragen ein aus Stacheln zusammengesetztes Netz:

Damit bleiben nur noch Stemonitis fusca und S. foliicola übrig. Da unsere
Sporocarpien (Gesamtlänge) ca. 10 bis 13 mm lang waren, scheidet die
kürzere foliicola aus.
Jede Art von Einspruch oder Belehrung nimmt wie immer gerne entgegen:
Hans-Jürgen

tolle bilder hans-jürgen! wüsste gerne, welche fotoausrüstung du benutzt.
lg patrick

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Schöne Dokumentation! *oT*

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7312 Tagen) @ Hans-Jürgen

- kein Text -

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Re: Blutsee-Schleim

Michael Schneider, (vor 7312 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

sehr schöne fotos die du da gemacht hast, einfach wunderschön!!

ich bin in letzer zeit auch, fotografisch hinter den myxo`s her.

hier noch ein tipp, eine seite mit (auch) sehr schönen myxo-bildern:

http://www.sanamyan.com/myxomycetes/index.php

mit freundlichen grüssen michi

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Re: Blutsee-Schleim

Hans-Jürgen, (vor 7311 Tagen) @ oefff

tolle bilder hans-jürgen! wüsste gerne, welche fotoausrüstung du benutzt.
lg patrick

Hallo Patrick,

hätte Dir gerne schon früher geantwortet, aber DSL war für anderthalb Tage leider nicht zugänglich.

Fotoausrüstung in Kürze: Nikon D200, Makro Nikkor 60/2.8, Stativ [logisch! Ein Gitzo, mit dem ich bis zum Boden komme, aber auch einen Phellinus in zwei Meter Höhe standfest aufs Bild kriege], Blitz SB-800 mit einer kleinen, faltbaren Softbox (den steuere ich kabellos vom kameraeigenen Blitz aus als Slave an). Aufheller nach Wunsch und Laune. Nicht zu vergessen: Kodak Graukarte (weil der automatische Weißausgleich zwar sehr gut arbeitet, mein Auge und die Graukarte aber immer noch besser sind).

Für die Mikroskopie schraube ich den Nikon-Body einfach auf mein Mikroskop (Trinokular). Für das einfache Mikroskop, das ich benutze (das gibt es z.B. auch bei Walter Pätzold in Hornberg!) existiert leider nur ein 2,3-fach-Projektiv, was für Kleinbild richtig, für Digi-Sensoren ein wenig zu üppig ist (Bildausschnitt Okular größer als Bildausschnitt Foto). Die Programmautomatik belichtet übrigens auf dem Mikroskop auch ganz ohne Objektivdaten perfekt. Fernauslöser (falls nicht Ansteuerung per Laptop und Nikon Capture).

Bildnachbearbeitung mit Nikon Capture (Perfektes, unübertroffenes Tool zum Finetuning von Nikon RAW-Daten) und, je nach Aufgabe, Photoshop, Corel Photopaint oder (zum Skalieren ideal) Irfanview.

Schluck. Ist jetzt doch ein wenig angeberisch viel geworden. Aber Du wolltest es ja wissen.

Gruß
Hans-Jürgen

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Re: Blutsee-Schleim

Hans-Jürgen, (vor 7311 Tagen) @ Michael Schneider

Danke für den Hinweis, Michi. Wirklich SEHR schöne Aufnahmen.

Gruß
Hans-Jürgen