neues Pilzbuch
Hallo,
kürzlich wurde hier doch auf ein neuerschienenes Pilzbuch hingewiesen -hab Titel und Autorin verjessen -wer kann helfen?
Danke,
Marcel
Abt, (vor 7297 Tagen)
Hallo,
kürzlich wurde hier doch auf ein neuerschienenes Pilzbuch hingewiesen -hab Titel und Autorin verjessen -wer kann helfen?
Danke,
Marcel
Hallo Marcel
Von Rita Lüder war das, Grundkurs Pilzbestimmung.
Viele Grüße,
Tanja
Hermann, (vor 7297 Tagen) @ Huperzia
Von Rita Lüder war das, Grundkurs Pilzbestimmung.
Hab ich hier liegen. Nun..
+ viel drin, auch allg. Infos über Pilze etc.
+ Abbildungen von typischen Merkmalen und Sporen
- m.E. etwas chaotischer/gewöhnungsbedürftiger Aufbau
- kleine Photos
Hab so meine Probleme mit dem Buch. Zwar gibt es eine Art Bestimmungsschlüssel, aber man muss sich erst mal daran gewöhnen. Die Bilder sind.. nicht gerade besonders groß, wer sich sehr nach Photos orientiert, sollte noch ein anderes (z.B. den Laux) zur Hand haben. Auf der einen Seite ein echt großer Teil mit Einführungen für Anfänger, auf der anderen Seite ein.. naja, nicht so wirklich einfacher Bestimmungschlüssel und z.B. auch Photos von Sporen. Irgendwie ein Zwitter.
IMHO ein nettes Buch, aber man sollte es sich wo anschauen, ob man damit klar kommt.
Piwo, (vor 7297 Tagen) @ Hermann
Hab ich hier liegen. Nun..
+ viel drin, auch allg. Infos über Pilze etc.
+ Abbildungen von typischen Merkmalen und Sporen
- m.E. etwas chaotischer/gewöhnungsbedürftiger Aufbau
- kleine Photos
Hab so meine Probleme mit dem Buch. Zwar gibt es eine Art
Bestimmungsschlüssel, aber man muss sich erst mal daran gewöhnen. Die
Bilder sind.. nicht gerade besonders groß, wer sich sehr nach Photos
orientiert, sollte noch ein anderes (z.B. den Laux) zur Hand haben. Auf
der einen Seite ein echt großer Teil mit Einführungen für Anfänger, auf
der anderen Seite ein.. naja, nicht so wirklich einfacher
Bestimmungschlüssel und z.B. auch Photos von Sporen. Irgendwie ein
Zwitter.
IMHO ein nettes Buch, aber man sollte es sich wo anschauen, ob man damit klar
kommt.
hallo,
an Bestimmungsschlüssel muß man sich immer erst gewöhnen. Ich habe das Buch in meinen beiden Pilzkursen benutzt und getestet. Die Teilnehmer waren von dem Buch sehr angetan. Daß es durch mindestens ein "Bilderbuch" ergänzt werden sollte stimmt. Den Laux mit seinen schlechten Farben würde ich allerdings weniger empfehlen.
Gruß
Piwo
florian31, (vor 7297 Tagen) @ Hermann
ich hab's auch (aufgrund der vielen positiven kommentare hier im forum gekauft!) und da muss ich doch mit einer lobeshymne "dagegenhalten" - nun ja, ganz zerrissen hast du es ja auch nicht.
- m.E. etwas chaotischer/gewöhnungsbedürftiger Aufbau
das finde ich eigentlich gerade nicht! erst der allgemeine einführungsteil, dann der bestimmungsteil, dann nochmal ausführlicher zu einigen ausgewählten speise- und giftpilzen...
das einzige, was ich für ein BISSCHEN verbesserungsfähig halte, ist das layout - aber nur bei einem bestimmten punkt. und zwar sind bei den übersichtsseiten zu den einzelnen....mhmm.....habs grad nicht zur hand....aber ja, es waren die ordnungen, glaube ich - also da sollten manche kästen sich optisch besser abheben von anderen. das hat mich eine zeitlang etwas verwirrt. wenn man aber dann die systematik verstanden hat - was zwar mühe kostet, aber ohne geht's ja eh nicht;) -, dann stört das nicht mehr so sehr.
- kleine Photos
finde ich nicht schlimm. was ich vor allem sehr sehr gut finde an dem buch, ist die mischung aus zeichnungen und fotos. so hat man von beidem die vorteile. sonst gibt's doch meistens nur das eine oder das andere.
Hab so meine Probleme mit dem Buch. Zwar gibt es eine Art
Bestimmungsschlüssel, aber man muss sich erst mal daran gewöhnen.
also...ich bin noch ziemlich neu als pilze-bestimmer und meine frage daher in keinster weise ironisch: gibt es denn schlüssel, an die man sich nicht gewöhnen muss? ich finde den sehr handlich. vor allem, weil bei einigen schwierigen stellen noch - teilweise bebildert - auf mögliche irrtümer eingegangen wird.
Bilder sind.. nicht gerade besonders groß, wer sich sehr nach Photos
orientiert, sollte noch ein anderes (z.B. den Laux) zur Hand haben.
mhm...soll man das nicht ohnehin gerade NICHT - sich nach bildern orientieren? ich finde die bilder da genau richtig, sie verleiten nicht allzu sehr dazu, sich nur nach ihnen orientieren zu wollen und gleichzeitig geben sie aber auch gute, "anschauliche" hilfestellungen.
der einen Seite ein echt großer Teil mit Einführungen für Anfänger, auf
der anderen Seite ein.. naja, nicht so wirklich einfacher
Bestimmungschlüssel und z.B. auch Photos von Sporen.
das foto enthält ja laut eigenauskunft das grundwissen für PSVs. da gehts doch gar nicht ohne sporen, oder? sie sind ja aber auch nicht so dominant, dass sie stören würden, finde ich. vor allem finde ich die abbildungen der sporenabdrücke sehr praktisch. bei den ganzen unterschieden zwischen weiß....creme....usw.
IMHO ein nettes Buch, aber man sollte es sich wo anschauen, ob man damit klar
kommt.
ja, das stimmt. ich denke, es ist etwas für etwa ambitioniertere anfänger. wer keinerlei lust hat, sich mit familienmerkmalen usw zu befassen, der könnte das buch nicht mögen.
aber für mich zb - gerade feuer gefangen, will weiter einsteigen, aber ohne profiambitionen - ist es absolut das richtige buch, kam genau im richtigen moment auf den markt, und hat eine lücke gefüllt...
so, zum schluss noch der wiederholte, ausdrückliche hinweis: ich bin ANFÄNGER! also es ist gut möglich, dass der eine oder andere profi hier meine einschätzungen zum gebrauchswert des buches korrigieren will / wird / muss.
Gruß, Florian
PS: sorry etwas länger geworden mein beitrag, wollte auch nicht in erster linie gegen deine meinung schreiben, sondern endlich meiner begeisterung für dieses buch ausdruck verleihen!*g
hier übrigens der thread dazu hier im forum:
Hermann, (vor 7297 Tagen) @ florian31
nun ja, ganz zerrissen hast du es ja auch nicht.
Jo - es hat einige Vor- und ein paar Nachteile. Wer es praktisch wirklich nutzen will, sollte es sich aber erst mal wo anschauen.
das einzige, was ich für ein BISSCHEN verbesserungsfähig halte, ist das
layout - aber nur bei einem bestimmten punkt.
Gerade das Layout ist IMHO ziemlich übel. So gut die Informationen im Buch auch sind, es zu lesen/nutzen ist echt gewöhnungsbedürftig.
Es ist richtig, daß "Bilderbücher" für ambitionierte Sammler eher ein nice-to-have sein sollten. Aber dennoch ist ein optischer Gesamteindruck nicht unwichtig - zumindest für mich. Gut, in manchen Büchern sind die Farben.. nicht immer die, die man so im Wald auch findet. Aber diese Problematik (ja auch hier grade öfters diskutiert) hat man immer bei Printmedien/Computermonitoren/Realität. Das Problem von additiver und substraktiver Farberzeugung contra gehirntypischer automatischen Farbkorrektur ist so alt wie das Medium Bild. Auch die Variationsbreite vieler Pilze ist ja erstaunlich und man wird viele Pilze nie in all ihren gängigsten Farben in Büchern finden. Trotzdem helfen mir "Bilderbücher" immer mal wieder weiter. Call me a n00b.. ;) *schulterzuck*
florian31, (vor 7297 Tagen) @ Hermann
Gerade das Layout ist IMHO ziemlich übel. So gut die Informationen im Buch
auch sind, es zu lesen/nutzen ist echt gewöhnungsbedürftig.
gut, das haben andere auch schon angemerkt. es könnte sicher alles etwas größer sein - da hab ich dann glück, dass mir das nichts macht.
Es ist richtig, daß "Bilderbücher" für ambitionierte Sammler eher
ein nice-to-have sein sollten. Aber dennoch ist ein optischer
Gesamteindruck nicht unwichtig - zumindest für mich.
gut, ja, für mich schon auch!
Das Problem von
additiver und substraktiver Farberzeugung contra gehirntypischer
automatischen Farbkorrektur ist so alt wie das Medium Bild.
das sagt mir nichts, aber klingt interessant. werd mal googlen bei gelegenheit.
nie in all ihren gängigsten Farben in Büchern finden. Trotzdem helfen mir
"Bilderbücher" immer mal wieder weiter. Call me a n00b.. ;)
da fällt mir ein, dass ich letztens stunden damit verbracht habe, irgendeinem schlüssel zu folgen und schließlich hab ich gemerkt: es wäre viel schneller gegangen, wenn ich mir einfach die bilder angesehen hätte*g . kam mir erst sehr blöd vor, aber dannn dachte ich: nun ja, wenigstens was gelernt...also an theorie und "schlüsselbenutzungsübung".
Gruß, Florian
phragmobasidie, (vor 7297 Tagen) @ florian31
Hallo Florian,
als PSV muss man nicht mikroskopieren, man muss die Pilze aus der Hand bestimmen oder
eben sagen: Den kenne ich nicht oder der gehört in diese Gruppe, Familie etc.
Mikroskopieren ist zum Weiterkommen irgendwann sehr praktisch. Wenn zwei identisch
ausschauende Arten z.B. deutlich unterschiedliche Sporengrößen haben -> ein einfacher Blick
durchs Mikro und alles ist klar.
Kann aber auch anders sein, ich habe die letzten Tage ca.10 Arten mikroskopiert und war mir
nur bei einer danach sicher. Bin aber auch Mikroskopier-Anfänger.
Um Schlüssel habe ich mich lange gedrückt, die meisten wollen bei mir nicht so ganz rein.
Letztens erzählte mir eine gestandene Pilz-Expertin, dass sie von Schlüsseln nicht viel hält,
andere schwören darauf.
Ich finds eigentlich gut, wie es in Krieglsteiner / Pilze BW gemacht ist, lauter Teilschlüssel.
Mir bringt es nichts, wenn bei einer Gattung mit zig Arten bereits am Anfang Fragen gestellt
werden wie: Sporen im Mittel 0,5 mü kleiner, selten größer und in der nächsten Frage: unter Nadelbäumen,
selten auch unter Laubbäumen usf. Da kann ich mir auch ein Buch nehmen und gleich alle Arten studieren,
anstatt subjektiv interpretiertes Schlüssel-Pingpong zu spielen und letztlich landet man noch bei einer
schlohweißen Art, obwohl der zu bestimmende Pilz knallrot ist. Für meinen Eindruck sind viele
Schlüsselfragen insbesondere auch in der Art der Formulierung ausgemachter Blödsinn,
obwohl ich natürlich vieles noch nicht verstehe und oder noch nie gesehen habe, daher auch gar
nicht beurteilen kann, geschweige denn die Mikroskopier-Techniken beherrsche.
schöne Grüße
Robin
Hans-Jürgen, (vor 7297 Tagen) @ phragmobasidie
Hallo Robin,
ich teile Deine Erfahrungen und Einschätzungen. Sehr gut brauchbar und wirklich hilfreich finde ich vor allem synoptische Schlüssel, wie sie beispielsweise in den Myxomyceten-Büchern von Neumann/Nowotny/... benutzt werden. Dabei werden (z.B.) alle Arten einer Gattung numeriert und dann werden Kriterien benannt (z.B. Standort: Laubwald/Nadelwald/... Mykorrhiza-Partner: Eiche/Buche/Erle/... Hutfarbe weiß/beige/grau/... auch mikroskopische Kriterien Sporen = 10µ ...) und unter jedem Kriterium jeweils alle einschlägigen Nummern aufgeführt. So kommt man meist relativ fix zumindest zu einer Gruppe, oft sogar direkt zur Art.
Taxonomische Schlüssel sind ein Erbe des Strukturalismus und im Grunde in Zeiten von EDV (=Verknüpfbarkeit von Information) ein Antagonismus (in my very humble opinion). Ich möchte aber nicht schon wieder einen Grundlagenstreit anzetteln, in dessen Verlauf man mir Dummheiten unterstellt, wie sie mir im Traum nicht einfielen ...
Denn umgekehrt lässt sich durchaus sagen, dass man an Schlüsseln auch lernen kann: Worauf schon im Feld zu achten ist (Beispiel: Ist ein Öhrling ganz oder nur teilweise geschlitzt?).
Gruß
Hans-Jürgen
Huperzia , (vor 7297 Tagen) @ Hans-Jürgen
Hallo,
Ich möchte auf Schlüssel nicht verzichten. Es gibt einen sehr tollen Nebeneffekt beim Schlüsseln, der durch mißverständliche Schlüsselstellen (und den Zwang zwei, drei und mehr Wege zu gehen) eher noch gefördert wird. Man lernt die Bereiche in denen man schlüsselt mehr und mehr und besser und besser kennen und es fällt dann leichter im Gelände zu einem völlig unbekannten Pilz ziemlich sicher "ah, das ist der und der, den wollte ich schon immer mal sehen" zu sagen.
Viele Grüße,
Tanja
phragmobasidie, (vor 7297 Tagen) @ Huperzia
Hallo Tanja,
stimmt, klar, ich gebe Euch allen recht.
Wie Hermann allerdings weiter unten bemerkt: Was nützt es mir, wenn man meilenweit entfernt
vom richtigen Pilz rauskommt, weil in der ersten oder einer der ersten Fragen der zu gehende Weg schon
Interpretationssache ist, ich denke Beispiele dafür gäbe es genug. Bei vielen Gruppen geht es bestimmt
nicht anders bzw. besser, das vermag ich überhaupt nicht zu beurteilen.
schönen Gruß
Robin
phragmobasidie, (vor 7297 Tagen) @ Hans-Jürgen
Hallo Hans-Jürgen,
ich teile Deine Erfahrungen und Einschätzungen. Sehr gut brauchbar und
wirklich hilfreich finde ich vor allem synoptische Schlüssel, wie sie
beispielsweise in den Myxomyceten-Büchern von Neumann/Nowotny/... benutzt
werden. Dabei werden (z.B.) alle Arten einer Gattung numeriert und dann
werden Kriterien benannt (z.B. Standort: Laubwald/Nadelwald/...
Mykorrhiza-Partner: Eiche/Buche/Erle/... Hutfarbe weiß/beige/grau/... auch
mikroskopische Kriterien Sporen = 10µ ...) und unter jedem Kriterium
jeweils alle einschlägigen Nummern aufgeführt. So kommt man meist relativ
fix zumindest zu einer Gruppe, oft sogar direkt zur Art.
das Konzept kannte ich noch nicht, muss ich mir bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen,
wenn ich die Bände mal in den Fingern habe.
Taxonomische Schlüssel sind ein Erbe des Strukturalismus und im Grunde in
Zeiten von EDV (=Verknüpfbarkeit von Information) ein Antagonismus (in my
very humble opinion). Ich möchte aber nicht schon wieder einen
Grundlagenstreit anzetteln, in dessen Verlauf man mir Dummheiten
unterstellt, wie sie mir im Traum nicht einfielen ...
schön auch, dass das hier letzthin fast inflationär benutzte IMHO in den Zeiten von AKÜFI
sich mal in ausgeschriebenen Worten sehen lassen darf :)
Hat aber dazu geführt, dass ich mir mal die Wikipedia-Seiten
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Abk%C3%BCrzungen_%28Netzjargon%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Netzjargon
in die Favoriten gepackt habe. Nützlich, wenn man sich vom hinterwäldlerischen Fortschritts-Skeptiker
zum fett coolen ROFL-Hacker mausern möchte.
Denn umgekehrt lässt sich durchaus sagen, dass man an Schlüsseln auch lernen
kann: Worauf schon im Feld zu achten ist (Beispiel: Ist ein Öhrling ganz
oder nur teilweise geschlitzt?).
Da hast Du absolut recht - sehr sehr hilfreich, um zu sehen, welches überhaupt die studierenswerten
Abgrenzungskriterien innerhalb von Gattungen oder Familien sind.
schöne Grüße
Robin
Hans-Jürgen, (vor 7297 Tagen) @ phragmobasidie
wenn man sich vom
hinterwäldlerischen Fortschritts-Skeptiker
zum fett coolen ROFL-Hacker mausern möchte.
Wenn Du da erst mal angekommen bist, Robin, mache ich bei der nächsten Kneipenrunde in Hornberg mit. Mit oder ohne Werner. Versprochen.
Gruß
Hans-Jürgen
phragmobasidie, (vor 7297 Tagen) @ Hans-Jürgen
Wenn ich da erst mal angekommen bist, werde ich mich selbstverständlich nur noch in virtuellen
Bars rumtreiben :)
Werner, (vor 7297 Tagen) @ Hans-Jürgen
Wenn Du da erst mal angekommen bist, Robin, mache ich bei der nächsten
Kneipenrunde in Hornberg mit. Mit oder ohne Werner. Versprochen.
Ui, ui, bin ich verpetzt worden - als der 2.schlimmste Kneipenhocker von Hornberg?

Gruß,
Werner
florian31, (vor 7297 Tagen) @ Hans-Jürgen
Hallo Hans-Jürgen,
Denn umgekehrt lässt sich durchaus sagen, dass man an Schlüsseln auch lernen
kann: Worauf schon im Feld zu achten ist (Beispiel: Ist ein Öhrling ganz
oder nur teilweise geschlitzt?).
als Anfänger hab ich sogar das Gefühl, mit Schlüsseln ganz besonders viel zu lernen, kann ich also nur bestätigen. Bestimmte Schritte und Weggabelungen, an denen man sich die Zähne ausgebissen hat, prägen sich so gut ein, dass man sich das nächste Mal im Wald dran erinnert.
Gruß, Florian
florian31, (vor 7297 Tagen) @ phragmobasidie
Hallo Robin,
als PSV muss man nicht mikroskopieren, man muss die Pilze aus der Hand
bestimmen ...
ach so, also dass die arbeit eines PSVs, wenn ihm pilze vorgelegt werden, aus der hand erfolgt, das wusste / dachte ich auch. ich hatte nur geglaubt, wenn man sich auf dem niveau bewegt, also etwa die PSV-prüfung machen will, dann müsste man auch mikroskopieren!? aber deiner antwort nach zu urteilen ist auch das nicht nötig?
nun gut...
Um Schlüssel habe ich mich lange gedrückt, die meisten wollen bei mir nicht
so ganz rein.
mir persönlich macht es spaß, ich mag systematiken*g bzw mir kommt's dann vor wie auf einer schnitzeljagd für erwachsene. allerdings spreche ich von anfängerschlüssel, wie lüder zb. bei den anderen kann ich natürlich nicht mitreden.
Letztens erzählte mir eine gestandene Pilz-Expertin, dass sie von Schlüsseln
nicht viel hält
interessant.....dachte, das wäre allgemein anerkannt und überall verbreitet!
schlohweißen Art, obwohl der zu bestimmende Pilz knallrot ist.
schön zu hören, dass das auch anderen passiert.
danke für die erläuterungen.........viele grüße!
Florian
Hermann, (vor 7297 Tagen) @ florian31
interessant.....dachte, das wäre allgemein anerkannt und überall verbreitet!
Ist es ja auch.. irgendwie. Aber es ist doch was anderes, wenn man bekannte Pilze, also welche, die man oft und in allen Wuchsformen und Farben jahrelang selber in der Hand hatte, fast automatisch richtig im Gehirn zuordnet. Außerdem - und das ist glaube ich das Hauptproblem (auch meins): viele Beschreibungen in den Schlüsseln versteht man wohl erst richtig, wenn man entsprechende Exemplare auch mal live in der Hand hatte. Beim Geruch ist das ja noch viel problematischer.
Mir geht es oft genug so, daß wenn ich mich streng an die Schlüssel zu halten versuche, ich meilenweit von dem richtigen Pilz entfernt strande.. Dann blätter ich mal eben durch den Laux o.ä. und suche mir erst mal "passende bunte Bilder".. *g*
florian31, (vor 7296 Tagen) @ Hermann
Mir geht es oft genug so, daß wenn ich mich streng an die Schlüssel zu halten
versuche, ich meilenweit von dem richtigen Pilz entfernt strande.. Dann
blätter ich mal eben durch den Laux o.ä. und suche mir erst mal
"passende bunte Bilder".. *g*
schön, dass das auch anderen so geht ;)
phragmobasidie, (vor 7297 Tagen) @ florian31
ach so, also dass die arbeit eines PSVs, wenn ihm pilze vorgelegt werden, aus
der hand erfolgt, das wusste / dachte ich auch. ich hatte nur geglaubt,
wenn man sich auf dem niveau bewegt, also etwa die PSV-prüfung machen
will, dann müsste man auch mikroskopieren!? aber deiner antwort nach zu
urteilen ist auch das nicht nötig?
nein, wirklich nicht. Das Allereinzige, was wir in unserem Prüfungsseminar gesagt bekommen haben, war,
dass man wissen muss, dass Galerina-Sporen mit irgendeinem Reagenz irgendeine deutliche Färbung
bekommen, die Galerina z.B. vom Stockschwämmchen unterscheiden (sie sind dextrinoid, d.h.
sie verfärben sich mit Jod rotbräunlich, im Mikroskop zu sehen)
mir persönlich macht es spaß, ich mag systematiken*g bzw mir kommt's dann vor
wie auf einer schnitzeljagd für erwachsene. allerdings spreche ich von
anfängerschlüssel, wie lüder zb. bei den anderen kann ich natürlich nicht
mitreden.
Ich finde die "Schnitzeljagd für Erwachsene" auch oft prima, verstehe allerdings nicht,
warum dieser Weg das Credo für viele darstellt. Noch eine Annekdote: Ich habe mal einen
Holzbestimmungskurs mitgemacht, in der einzig verfügbaren Literatur waren die Merkmale bspw.
von ca. 6 popeligen Nadelhölzern tabellarisch übersichtlich auf einer Seite gegenübergestellt.
Und es wurde von einem Kursteilnehmer der fehlende Schlüssel bemängelt, man sei doch so dran gewöhnt.
???
Muss ich für so etwas lange rumblättern oder, ketzerisch ausgedrückt, muss ich mich für so
hochgradig wissenschaftlich halten, wenn ich weiss, dass man Steinpilz und Fliegenpilz am
allersichersten durch die Form irgendwelcher Mikrostrukturen auseinanderhalten kann ?
Den Eindruck hat manch ein Schlüssel schon bei mir erweckt.
Aber nichtsdestotrotz, ich nehme mir nach und nach auch immer mehr Schlüssel zur Hand
und finds super, dass es die in solch umfangreichen Maße gibt. Und ich lerne dazu, mag sein,
dass ich meine Meinung künftig in einigen Punkten revidieren muss.
Gruß
Robin
Werner, (vor 7297 Tagen) @ phragmobasidie
Hallo Schlüssler,
Ich finde die "Schnitzeljagd für Erwachsene" auch oft prima,
verstehe allerdings nicht,
warum dieser Weg das Credo für viele darstellt. Noch eine Annekdote: Ich habe
mal einen
Holzbestimmungskurs mitgemacht, in der einzig verfügbaren Literatur waren die
Merkmale bspw.
von ca. 6 popeligen Nadelhölzern tabellarisch übersichtlich auf einer Seite
gegenübergestellt.
Und es wurde von einem Kursteilnehmer der fehlende Schlüssel bemängelt, man
sei doch so dran gewöhnt.
???
Da hast Du wohl recht. Kleinere Gattungen lassen sich tabellarisch viel übersichtlicher darstellen --> synoptischer Schlüssel.
Muss ich für so etwas lange rumblättern oder, ketzerisch ausgedrückt, muss
ich mich für so
hochgradig wissenschaftlich halten, wenn ich weiss, dass man Steinpilz und
Fliegenpilz am
allersichersten durch die Form irgendwelcher Mikrostrukturen
auseinanderhalten kann ?
Nö. Aber versuch mal Inocyben, Telamonien, Entolomen oder auch bloß Clavulinopsis ohne Schlüssel. Klar, wenn man 3/4 der vorhandenen Arten aus dem effeff kennt, geht's auch ohne.
Was ich etwas traurig finde, ist daß die Computerschlüssel nicht viel weiter kommen. Denn die wären eine echte Alternative. Den Winkler muß ich mir allerdings erst noch ansehen, hier liegt er bereits rum.
Apropos Anfänger-Schlüssel: der einfachste für VIELE Arten ist m.E. im Winkler - also im alten Buch 2000 Pilze - drin. Manche Schlüssel sind schlicht fast unbrauchbar, so z.B. die Inocybe und Telamonia-Schlüssel von BK. Andere sind dagegen richtig gut - m.E. gehört Nordic Macromycetes dazu, der sich zu meinem Lieblingsschlüssel gemausert hat. Der Moser ist bei schwierigen Gattungen oft .. naja, schwierig, aber trotzdem eine Hilfe. Und in Monografien sind teils sehr gute Schlüssel drin - z.B. im Boertmann, Hygrocybe. Die Qualität der Schlüssel ist halt sehr unterschiedlich und hängt auch arg von der Gattung ab. Telamonia oder Inocybe vernünftig zu schlüsseln ist halt verdammt viel schwerer als Hygrophorus. Was ich manchmal - die Puristen werden mich jetzt steinigen - an Schlüsseln unnötig schwer finde, ist, daß viele versuchen, mit Gewalt große Gattungen in die Sektionen und Subsektionen aufzuschlüsseln. Manchmal wäre es halt einfacher, erst mal die sonnenklaren - makroskopisch gut definierten Arten - wegzuschlüsseln. Wenn aber etwas - so wie Robin sagte - erst mal mit "Sporengröße unter 10 vs über 10" anfängt, dabei aber etliche Arten um die 10 liegen, ist es halt doof, wenn man dahinter noch 200 Arten stehen hat.
Wie gesagt, ich verspreche mir viel von zukünftigen Computerschlüsseln. Leider steckt das meiste davon noch arg in den Kinderschuhen. Es ist halt schön, daß ich nicht unbedingt eine Baumart eingeben muß, wenn am Fundort 10 verschiedene waren. Oder eine Zystidenform, die ich nicht 100%ig zu irgendeinem Begriff zuordnen kann.
Den Eindruck hat manch ein Schlüssel schon bei mir erweckt.
Aber nichtsdestotrotz, ich nehme mir nach und nach auch immer mehr Schlüssel
zur Hand
und finds super, dass es die in solch umfangreichen Maße gibt. Und ich lerne
dazu, mag sein,
dass ich meine Meinung künftig in einigen Punkten revidieren muss.
Jo, sicher. Ich merke das immer an Büchern ohne Schlüssel. Das nervt dann schon - wie die Amanitas aus Italien. Wenn man 10 mögliche Arten durchackern muß, weil man keinen Schlüssel hat, ist das halt schon blöd, wenn sich bei 8 davon rausstellt, daß die z.B. makroskopisch oder mikroskopisch völlig daneben sind.
Gute Schlüssel führen halt manchmal doch schneller zum Ziel und mit weniger Verwirrung - weil man sich nach 10 durchgelesenen Arten ja nicht die Merkmale der ersten bis zur letzten merken kann und dann permanent am Blättern ist.
Klar, die Blätterei kommt nach dem Schlüsseln dann doch noch, aber viel Unnützes fällt doch vorher weg.
Gruß,
Werner
Hans-Jürgen, (vor 7296 Tagen) @ Werner
m.E. gehört Nordic Macromycetes
dazu, der sich zu meinem Lieblingsschlüssel gemausert hat.
(in Hornberg) bin ich Dir dauerhaft dankbar. Hilft sehr und quer durchs Pilzebeet!
Gruß
Hans-Jürgen
phragmobasidie, (vor 7296 Tagen) @ Werner
ohne meinerseits noch weiter darauf rumzureiten - ich gebe Dir im Prinzip bei allen Deinen Punkten recht.
Nur eines noch, wo Du mich grade drauf bringst: Die von Dir angesprochene unterschiedliche Qualität
der Schlüssel. Da muss man erstmal jemanden haben, der einem dazu etwas sagen kann.
Wer schlüsselgewohnt in kleinem Kreise vor sich hinmuckelt und kein Vollprofi ist, woher soll diejenige
Person wissen, welche Schlüssel im Moser z.B. gut und welche nicht gut sind ? Ok, das Problem gibts
für die Beschreibungen in Büchern auch, aber da kommt man leichter in der Beurteilung voran, weil man
sich wiedersprechende Aussagen, also Fehler, leichter entdeckt (vielleicht wär das irgendwann mal was
für Pilzbestimmung.de, die allgemeine Brauchbarkeit einzelner Schlüssel aufzulisten).
(Stöhn)...was für ein Hobby habe ich mir da bloß ausgesucht.
Trüffel, (vor 7296 Tagen) @ phragmobasidie
Was versteht man denn unter solchen Schlüsseln und wie funktionieren die?
Hans-Jürgen, (vor 7296 Tagen) @ Trüffel
Keine dumme, nur ne ehrliche Frage. Bestimmungsschlüssel helfen bei der Identifizierung einer Pilzart, indem man sich für eine von meist zwei, manchmal auch mehr beschreibenden Alternativen entscheidet und dann zur angegebenen nächsten Frage-Antwort-Alternative weitergeht. Wie das im Detail funktioniert, ist in vielen Bestimmungsbüchern mit Schlüsseln beschrieben (z.B. Marcel Bon, Pareys Buch der Pilze, S.20, oder Pätzold/Laux, 1 x 1 des Pilzesammelns, S.272).
Auf die Schnelle ein komplexeres (aber nicht auf Qualität geprüftes) Beispiel zu den Tintlingen (auf Englisch):
http://www.grzyby.pl/coprinus-site-Kees-Uljee/species/Coprinus.htm
Gruß
Hans-Jürgen
Trüffel, (vor 7296 Tagen) @ Hans-Jürgen
Hallo Hans-Jürgen,
damit hast du mir sehr weiter geholfen. Dieser englische Tintenschlüssel ist dann wohl dieser "Computerschlüssel"?
Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich den Parey ja auch habe, aber ich habe mich bisher immer nur an den Bildern orientiert. Aber den Schlüssel werde ich jetzt mal ausprobieren. Also, vielen Dank!
Micha
Hans-Jürgen, (vor 7296 Tagen) @ Trüffel
Hallo Micha,
ich arbeite gerne immer mal wieder mit dem Parey. Der Onlineschlüssel ist allerdings KEIN Computerschlüssel, sondern lediglich ein ins Internet gestellter herkömmlicher Schlüssel. Onlineschlüssel sind im Internet verfügbare oder auf Deinem Rechner zu installierende Programme, die Eigenschaften abfragen und so zum richtigen Pilz führen sollen.
Ich schieße mal ein paar Beispiele/Hinweise aus der Hüfte:
Andere Forumer mögen ergänzen.
Als Erklärung zu Schlüsseln möchte ich gerne noch nachtragen:
http://www.mykonet.ch/bestimmungsschluessel.htm
Gruß
Hans-Jürgen
Hallo Micha,
damit hast du mir sehr weiter geholfen. Dieser englische Tintenschlüssel ist
dann wohl dieser "Computerschlüssel"?
Nein, das ist ein ganz normaler dichotomer Schlüssel. Dichotome Schlüssel verzweigen immer weiter mit meist 2, manchmal 3 oder mehr Alternativen. "Computer-" oder synoptische Schlüssel erlauben die Eingabe der Merkmale, die man sicher beurteilen kann unter Auslassung derer, die man nicht sicher weiß.
Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich den Parey ja auch habe, aber ich
habe mich bisher immer nur an den Bildern orientiert. Aber den Schlüssel
werde ich jetzt mal ausprobieren. Also, vielen Dank!
Gute Idee. Laß Dich aber am Anfang nicht frustrieren. Der ist für den Anfänger etwas heftig, weil man sich halt über zu viele Sachen nicht im Klaren ist. Mit steigender Erfahrung wirst Du aber solche Schlüssel nicht missen wollen. Der Parey ist allerdings nur für kurze Zeit gut, nämlich im "anfänglichen Fortgeschrittenenstadium". Über kurz oder lang steigt man dann auf Moser, Horak, Nordic Macromycetes und monographische Schlüssel um.
Am besten experimentierst Du anfangs mal mit Dir gut bekannten Arten, z.B. einer Marone. Dann kannst Du Dich in das "Schlüsseln" besser einlesen.
Gruß,
Werner
Trüffel, (vor 7296 Tagen) @ Werner
- kein Text -
Werner, (vor 7296 Tagen) @ phragmobasidie
Hallo Robin,
Nur eines noch, wo Du mich grade drauf bringst: Die von Dir angesprochene
unterschiedliche Qualität
der Schlüssel. Da muss man erstmal jemanden haben, der einem dazu etwas sagen
kann.
Nö. Du mußt die Schlüssel bloß öfters benutzen. Dann merkst Du z.B., daß ein Schlüssel beispielsweise Sporen >10 oder gelbe Lamellen ausschlüsselt. Wenn Du mit Deinen 14µ-Sporen oder gelben Lamellen dann richtig abbiegst und gegen die Wand läufst ... o.k. Wenn Du dann über einen anderen Schlüssel oder durch "Buchblättern" dann die richtige Art rausfindest und die genaue Beschreibung des Pilzes durchliest - anschließend wieder in den fehlerhaften Schlüssel schaust und siehst, daß der Pilz im Schlüssel drin ist (und das mit korrekter Sporengröße oder Lamellenfarbe in der Artbeschreibung), allerdings vorher bei Sporen 10 - selten auch größer ....) raus. Da finde ich dann die späteren Querverweise meist besser.
Du siehst also, daß man Schlüsselfehler eigentlich sogar noch leichter entdecken kann, als Fehler in der Beschreibung. Wichtig ist halt immer, daß man nach dem "gegen die Wand-fahren" einen anderen Schlüssel benutzt oder Artbeschreibungen liest UND dann nochmal nachvollzieht, wo der Schlüssel abgebogen ist. Oft hat ja auch der Doofi vor dem Schlüssel was überlesen - auch das ist oft lehrreich 
Gruß,
Werner
phragmobasidie, (vor 7296 Tagen) @ Werner
Nö. Du mußt die Schlüssel bloß öfters benutzen. Dann merkst Du z.B., daß ein Schlüssel beispielsweise Sporen >10 oder gelbe Lamellen ausschlüsselt. Wenn Du mit Deinen 14µ-Sporen oder gelben Lamellen dann richtig abbiegst und gegen die Wand läufst ... o.k. Wenn Du dann über einen anderen Schlüssel oder durch "Buchblättern" dann die richtige Art rausfindest und die genaue Beschreibung des Pilzes durchliest - anschließend wieder in den fehlerhaften Schlüssel schaust und siehst, daß der Pilz im Schlüssel drin ist (und das mit korrekter Sporengröße oder Lamellenfarbe in der Artbeschreibung), allerdings vorher bei Sporen das klingt alles enleuchtend
Ich habe halt oft den Eindruck, daß manche Authoren vielleicht den Pilz gut kennen, aber den Pilz einfach irgendwo in ihren Schlüssel reinklatschen, dabei aber gar nicht bedenken, daß sie wichtige Merkmale des Pilzes viel weiter oben im Schlüssel bereits ausgeschlossen haben. Häufig ist das auch bei variablen Pilzen so. Denn ein Pilz, der schon mal ausnahmsweise weiße Lamellen haben kann, sollte natürlich über beide Wege zu erschlüsseln sein.
-> das denke ich auch
Oft hat ja auch der Doofi vor dem Schlüssel was überlesen
-> den kenn ich ja nun gar nicht 
florian31, (vor 7296 Tagen) @ Werner
Apropos Anfänger-Schlüssel: der einfachste für VIELE Arten ist m.E. im
Winkler - also im alten Buch 2000 Pilze - drin.
dann würde sich das buch also noch zur anschaffung lohnen? oder ist das in anderen punkten schon zu sehr veraltet?
viele grüße, florian
Werner, (vor 7296 Tagen) @ florian31
dann würde sich das buch also noch zur anschaffung lohnen? oder ist das in
anderen punkten schon zu sehr veraltet?
Nö, ich war als Anfänger - und auch heute selten noch manchmal - richtig begeistert davon. Veraltet ist der Winkler nicht (jedenfalls nicht mehr, als viele andere Bücher auf diesem Niveau). Er war damals allerdings recht teuer - im Vergleich zu so Sachen wie Gerhardt, Bon, Laux etc. Dafür ist es ein richtiges Buch (kein Paperback) mit wenigen, kleinen Fotos, dafür aber ein Gattungsschlüssel (synoptisch) auf Disk sowie den wohl am einfachsten zu benutzenden (von denen die ich kenne und die einigermaßen umfangreich sind) Artschlüsseln im Buch.
Problem wird sein, das Ding noch zu bekommen. Habe es mal auf Ebay gesehen, war aber recht teuer. Ich finde das Buch sehr gut - für den ambitionierten Anfänger, der weitermachen will.
Gruß,
Werner
EUR 170 - also nee, das kostete in DM weniger und nagelneu war's auch. Das wäre mir dann doch erheblich zu viel. Vielleicht findest Du ja einen Verein in der Nähe, der es hat. Dann kurz in den Copyshop und voila ... die Bilder sind eh woanders besser.
Gruß,
Werner
florian31, (vor 7289 Tagen) @ Werner
Gute Idee! bzw ich werds in der uni-bib per fernleihe bestellen...aber vielleicht erst, wenn ich das lüder-buch durchgearbeitet habe, mal sehen. das wird dann wohl meine nächste lektüre werden, danke nochmals für den tipp!
gruß, Florian
EUR 170 - also nee, das kostete in DM weniger und nagelneu war's auch. Das
wäre mir dann doch erheblich zu viel. Vielleicht findest Du ja einen
Verein in der Nähe, der es hat. Dann kurz in den Copyshop und voila ...
die Bilder sind eh woanders besser.
Gruß,
Werner
Andi S. aus V., (vor 7293 Tagen) @ Werner
Was ich etwas traurig finde, ist daß die Computerschlüssel nicht viel weiter
kommen. Denn die wären eine echte Alternative. Den Winkler muß ich mir
allerdings erst noch ansehen, hier liegt er bereits rum.
Apropos Anfänger-Schlüssel: der einfachste für VIELE Arten ist m.E. im
Winkler - also im alten Buch 2000 Pilze - drin.
Wie gesagt, ich verspreche mir viel von zukünftigen Computerschlüsseln.
Dazu zwei Anmerkungen:
1.) Das Winkler-Buch 2000 Pilze ist für meine Begriffe das beste Anfänger-Schlüssel-Buch, ganz einfach deshalb, weil es mit einem synoptischen Schlüssel arbeitet, d.h. die Reihenfolge der zu unterscheidenden Merkmale spielt keine Rolle.
2.) Mit dem Buch wurde auch ein Computerprogramm (damals auf Diskette) geliefert, das das Schlüsseln sehr erleichtert. Außerdem kann das Programm auch so bedient werden, dass man Merkmale selektiert und dann die dafür in Frage kommenen Gattungen angezeigt bekommt. Besser kann man Gattungen denke ich überhaupt nicht lernen. Im Programm sind zusätzlich mikroskopische Merkmale enthalten (die im Buch fehlen).
Gruß Andi S. aus V.
PS: Das gesamte Werk hat damals 148,- DEM gekostet.
Wanderer, (vor 7293 Tagen) @ Andi S. aus V.
2.) Mit dem Buch wurde auch ein Computerprogramm (damals auf Diskette)
geliefert, das das Schlüsseln sehr erleichtert. Außerdem kann das Programm
auch so bedient werden, dass man Merkmale selektiert und dann die dafür in
Frage kommenen Gattungen angezeigt bekommt. Besser kann man Gattungen
denke ich überhaupt nicht lernen. Im Programm sind zusätzlich
mikroskopische Merkmale enthalten (die im Buch fehlen).
Das hört sich interessant an. Von dem Buch habe ich bisher noch nichts gehört. Sind Buch und/oder Programm irgendwo zu kriegen? Ebay und ZVAB geben nichts her. Wäre nett, wenn da jemand weiterhelfen könnte
Gruß Gerd aus dem Norden
hoennetaler, (vor 7292 Tagen) @ Wanderer
Hallo Gerd!
Das Buch gibt's ab und zu bei Ebay, aber dann zu horrenden Preisen bis über 100 €! Das Programm auf CD-Rom bekommst Du direkt bei Herrn Winkler unter www.pilze.ch.
Gruß
Jürgen
Helmut Schludermann, (vor 7292 Tagen) @ Wanderer
Das hört sich interessant an. Von dem Buch habe ich bisher noch nichts
gehört. Sind Buch und/oder Programm irgendwo zu kriegen? Ebay und ZVAB
geben nichts her. Wäre nett, wenn da jemand weiterhelfen könnte
Gruß Gerd aus dem Norden
Den Winkler gibt's jetzt als CD :
http://www.pilze.ch/Pilzbestimmung/cd-2000pilze.htm
Gruß
Helmut
florian31, (vor 7296 Tagen) @ phragmobasidie
nein, wirklich nicht. Das Allereinzige, was wir in unserem Prüfungsseminar
gesagt bekommen haben, war,
dass man wissen muss, dass Galerina-Sporen mit irgendeinem Reagenz irgendeine
deutliche Färbung
bekommen, die Galerina z.B. vom Stockschwämmchen unterscheiden
ah...ist ja interessant. dann geht das lüder-buch ja teilweise schon über psv-niveau hinaus?
dazu noch eine frage: stimmt es denn, dass das buch das grundwissen für psvs enthält? kann ich das so verstehen, dass ich, wenn ich alles aus dem buch gelernt und auch verstanden hätte, die psv-prüfung bestehen könnte?
Und es wurde von einem Kursteilnehmer der fehlende Schlüssel bemängelt, man
sei doch so dran gewöhnt.
???
ja, nun gut....;) sicher übertrieben.
Muss ich für so etwas lange rumblättern oder, ketzerisch ausgedrückt, muss
ich mich für so
hochgradig wissenschaftlich halten, wenn ich weiss, dass man Steinpilz und
Fliegenpilz am
allersichersten durch die Form irgendwelcher Mikrostrukturen
auseinanderhalten kann ?
wäre EVTL etwas übertrieben....
gruß, florian
Werner, (vor 7296 Tagen) @ florian31
ah...ist ja interessant. dann geht das lüder-buch ja teilweise schon über
psv-niveau hinaus?
Es ist halt die Frage, was man als PSV-Niveau definiert. Wenn Du das absolute Minimum meinst, das ein PSV wissen und können sollte, sicherlich. Andererseits denke ich, daß die meisten PSV durchaus ein Mikroskop haben und damit auch umgehen können. Andererseits gibt es immer noch Dinge, die einem kein Buch der Welt vermitteln kann - z.B. der praktische Teil - d.h., ein Pilz, den man in die Hand gedrückt bekommt, muß vom PSV bestimmt werden. Und nicht jeder hält sich strikt an die Bücher. Das ist sogar das Wesentliche an einer PSV-Prüfung.
dazu noch eine frage: stimmt es denn, dass das buch das grundwissen für psvs
enthält? kann ich das so verstehen, dass ich, wenn ich alles aus dem buch
gelernt und auch verstanden hätte, die psv-prüfung bestehen könnte?
Wenn Du ALLES draus gelernt hast, hast Du mehr als PSV-Grundwissen. Nur ist es halt so, daß Du - siehe oben - das theoretisch Gelernte auch praktisch umsetzen können mußt. In der Prüfung ist aber alles halb so schlimm - so umfangreiches theoretisches Wissen brauchst Du da nicht. Du mußt nur eine gewisse Sicherheit im Bestimmen Dir vorgelegter Pilze zeigen - was nicht heißt, daß Du jeden gezeigten Pilz benamsen mußt. Eine Falschbezeichnung eines Giftpilzes oder einer gängigen Art sollte allerdings nicht unterlaufen.
Wichtig ist halt, daß man der "Prüfungskommission" zeigt, daß man sich einigermaßen auskennt und keine Giftpilze oder grob unverträgliche Exemplare zum Verspeisen freigibt.
Gruß,
Werner
florian31, (vor 7289 Tagen) @ Werner
Andererseits denke ich, daß die meisten PSV durchaus ein Mikroskop haben
und damit auch umgehen können.
gut, klar, ansonsten würde das ja zeigen, dass sie sich kaum dafür interessieren...
einem kein Buch der Welt vermitteln kann - z.B. der praktische Teil -
d.h., ein Pilz, den man in die Hand gedrückt bekommt, muß vom PSV bestimmt
werden. Und nicht jeder hält sich strikt an die Bücher. Das ist sogar das
Wesentliche an einer PSV-Prüfung.
ah....könnte man die prüfung auch bestehen, wenn man die pilze richtig bestimmt, ohne dabei sagen zu können, woran man sich genau hält? nicht, an welches buch, nicht, an welchen schlüssel? wahrscheinlich muss man dann die hauptmerkmale nennen, damit die prüfer sehen, dass man nicht mit viel glück richtig geraten hat?
umfangreiches theoretisches Wissen brauchst Du da nicht. Du mußt nur eine
gewisse Sicherheit im Bestimmen Dir vorgelegter Pilze zeigen - was nicht
heißt, daß Du jeden gezeigten Pilz benamsen mußt. Eine Falschbezeichnung
eines Giftpilzes oder einer gängigen Art sollte allerdings nicht
unterlaufen.
ok...das hört sich ja schaffbar an. ich glaube, mich würde das tatsächlich interessieren, das mal zu machen. nicht jetzt, aber in ein oder zwei jahren vielleicht, wenn ich mal zeit gehabt habe, einen kurs in hornberg oder bad laasphe oder bei andreas zu machen...
Wichtig ist halt, daß man der "Prüfungskommission" zeigt, daß man
sich einigermaßen auskennt und keine Giftpilze oder grob unverträgliche
Exemplare zum Verspeisen freigibt.
vielen dank für die wieder schön ausführlichen erklärungen! kam leider erst heute dazu, zu antworten...
viele grüße!
Florian
Werner, (vor 7289 Tagen) @ florian31
Hallo,
ah....könnte man die prüfung auch bestehen, wenn man die pilze richtig
bestimmt, ohne dabei sagen zu können, woran man sich genau hält? nicht, an
welches buch, nicht, an welchen schlüssel? wahrscheinlich muss man dann
die hauptmerkmale nennen, damit die prüfer sehen, dass man nicht mit viel
glück richtig geraten hat?
Nein, warum und wie Du die Pilze bestimmst, mußt Du nicht sagen. Du hast ja in der Prüfung überhaupt keine Literatur zur Hand. Das sind in der Regel alles makroskopisch erkennbare Pilze. Wenn dann doch einer dabei ist, der nicht so einfach ist, sagst Du nur, daß Du den so nicht bestimmen kannst. Völlig falsch ist es dagegen, geratene oder 50%-Wahrscheinlichkeiten in so einem Fall zu nennen. Auf Nachfrage, was es denn sein könnte, darf man das mit der genügenden Vorsicht eventuell mal sagen - dann muß man aber definitiv dazusagen, daß man den Pilz nicht zum Essen freigibt. Trotzdem ist es immer besser zu sagen, daß man etwas einfach nicht sicher weiß. Die Zahl der vorgelegten Arten (bei mir waren es ca. 20-30, IIRC) schließt ein glückliches Raten eigentlich aus, denn sowas geht sicherlich irgendwann schief. Wie schon vorher erwähnt - Raten sollte man generell unterlassen. Es ist kein Beinbruch, zu sagen, daß man einen Pilz nicht kennt. Es ist aber schon einer, Pilze falsch zu benamsen.
ok...das hört sich ja schaffbar an. ich glaube, mich würde das tatsächlich
interessieren, das mal zu machen. nicht jetzt, aber in ein oder zwei
jahren vielleicht, wenn ich mal zeit gehabt habe, einen kurs in hornberg
oder bad laasphe oder bei andreas zu machen...
Genau. Und in dem vor der Prüfung stattfindenden Kurs siehst Du eh praktisch alle Arten, die Dir dann zur Prüfung vorgelegt werden. Insofern kann ich auch keinesfalls empfehlen, die Prüfung ohne den vorher stattfindenden Kurs zu machen.
Viele Grüße,
Werner
florian31, (vor 7289 Tagen) @ Werner
Hi Werner,
leuchtet alles ein. ich finde, das hört sich durchaus machbar an, vor ein paar monaten hätte ich gedacht, von so was bin ich noch jahre entfernt ;) jetzt bin ich noch viele viele lernstunden davon entfernt, aber immerhin kann ich's mir vorstellen.
auch keinesfalls empfehlen, die Prüfung ohne den vorher stattfindenden
Kurs zu machen.
nein, ich würde auch die praxusluft mit einem kompetenten lehrer schnuppern wollen...
merci - Florian
phragmobasidie, (vor 7296 Tagen) @ florian31
Hallo Florian,
war ja auch bewusst übertrieben. Im Prinzip meine ich das, was Werner etwas gesitteter ausdrückt mit
"...an Schlüsseln unnötig schwer finde, ist, daß viele versuchen, mit Gewalt große Gattungen in die Sektionen und Subsektionen aufzuschlüsseln. Manchmal wäre es halt einfacher, erst mal die sonnenklaren - makroskopisch gut definierten Arten - wegzuschlüsseln. Wenn aber etwas - so wie Robin sagte - erst mal mit "Sporengröße unter 10 vs über 10" anfängt, dabei aber etliche Arten um die 10 liegen, ist es halt doof, wenn man dahinter noch 200 Arten stehen hat."
Systematik finde ich immer erstrebens- und wünschenswert, aber Praktikabilität halt auch.
Grüße
Robin
Heinz Ebert , (vor 7297 Tagen) @ Hermann
Ich war kürzlich eine Woche in Frankreich und hab mir vorher ein paar Bücher gekauft für abends. Darunter war auch das hier besprochene von Dr. Rita Lüder, das ich in dieser Woche dann auch aufmerksam und kritisch durchgesehen habe.
Ergebnisse meiner Meinungsbildung:
-keine schwerwiegenden Fehler, höchstens Meinungsabweichungen bei wenigen nicht so wichtigen Dingen
-Aufbau gut und für Angänger besser geeignet als bei anderen Pilzbüchern dieser Preislage
-wer noch gar kein Pilzbuch hat, kann mit diesem einen guten Einstieg finden
-die wichtigsten Speise- und Giftpilze sind fehlerfrei behandelt
-die wichtigsten Gattungen sind gut erläutert (jedoch nicht vergleichbar mit den guten Gattungsbeschreibungen der - freilich etwas teureren - ersten Bücher von Ewald Gerhardt)
-kein Bestimmungsbuch, sondern Einführung in die Pilzkunde
Der Inhalt des Buches ist damit dem Preis gut angemessen. Der in diesem Forum geäußerte Vergleich mit anderen Bestimmungsbüchern (zB den drei Myxomycetenbänden) ist völlig unangemessen, den wenn man den Preis von rund 15 Euronen mit den beispielhaft genannten drei Bänden vergleicht, die rund das 20-fache kosten, dann werden die unterschiedlichen Dimensionen klar, aber auch die unterschiedlichen Zielgruppen.
Wer fortgeschritten ist, tut sich mit diesem neuen Buch keinen Gefallen, es ist für absolute Anfänger gedacht, und diesem Zweck wird es auch gerecht. Dem Fortgeschrittenen wird ein richtiges Bestimmungsbuch wie zB der Gattungsschlüssel im Band 11 der "Regensburgischen Mykologischen Schriften" für den etwa gleichen Preis, aber freilich ohne Farbfotos, wesentlich bessere Dienste leisten, weil manche Funde allein schon bei der Gattungsbestimmung höchste Schwierigkeiten bereiten, die mit dem Schlüssel von Bresinsky und Besl besser gelöst werden können.
Aber für absolute Anfänger bietet das Buch von Frau Dr. Lüder nicht nur einen guten Einstieg, sondern ist mit den vielen Hinweisen und Abbildungen mikroskopischer Merkmale ein guter Wegweiser in Richtung wissenschaftliche Pilzkunde, so dass dem fortbildungs-unwilligen Anfänger auch die Grenzen der makroskopischen Pilzbestimmung klar werden können.
Beste Grüße, Heinz Ebert
Hab ich hier liegen. Nun..
+ viel drin, auch allg. Infos über Pilze etc.
+ Abbildungen von typischen Merkmalen und Sporen
- m.E. etwas chaotischer/gewöhnungsbedürftiger Aufbau
- kleine Photos
Hab so meine Probleme mit dem Buch. Zwar gibt es eine Art
Bestimmungsschlüssel, aber man muss sich erst mal daran gewöhnen. Die
Bilder sind.. nicht gerade besonders groß, wer sich sehr nach Photos
orientiert, sollte noch ein anderes (z.B. den Laux) zur Hand haben. Auf
der einen Seite ein echt großer Teil mit Einführungen für Anfänger, auf
der anderen Seite ein.. naja, nicht so wirklich einfacher
Bestimmungschlüssel und z.B. auch Photos von Sporen. Irgendwie ein
Zwitter.
IMHO ein nettes Buch, aber man sollte es sich wo anschauen, ob man damit klar
kommt.
Hans-Jürgen, (vor 7296 Tagen) @ Heinz Ebert
Hallo Heinz,
mit den Myxomyceten meinst Du wohl mich. Ich kann mich aber nicht erinnern, diese 3-bändige Monographie mit Lüder oder sonstwem verglichen zu haben. Ich habe lediglich gesagt, dass dort ein synoptischer Schlüssel verwendet wird, und dass ich diese Form der Schlüsselung sehr hilfreich finde. Zu Lüder kann ich partout nix sagen, weil ich das Buch gar nicht kenne.
Nix für ungut und herzliche Grüße
Hans-Jürgen
florian31, (vor 7296 Tagen) @ Heinz Ebert
Hallo Heinz-Ebert,
-Aufbau gut und für Angänger besser geeignet als bei anderen Pilzbüchern
dieser Preislage
gibt's denn auch Anfänger-Bücher höherer Preislagen, die dann noch besser wären als das Lüder-Buch? Bin damit grad sehr zufrieden, aber falls es für die nächste Saison noch etwas anderes gibt...
-die wichtigsten Gattungen sind gut erläutert (jedoch nicht vergleichbar mit
den guten Gattungsbeschreibungen der - freilich etwas teureren - ersten
Bücher von Ewald Gerhardt)
sind die auch für Anfänger geeignet? falls ja: ich finde bei den aktuellen büchern bei amazon nur titel von ihm, die ungefähr in der lüder-preisklasse liegen, nehme also an, dass du andere titel / ausgaben meinst. oder meinst du:
Ewald Gerhardt // Der große BLV-Pilzführer für unterwegs
der liegt im mom bei 20 euro, also ähnlicher preis.
gruß, Florian
Heinz Ebert , (vor 7296 Tagen) @ florian31
Das was ich gemeint habe, hieß einfach "Pilze" und ist in zwei Bänden erschienen. Möglicherweise sind diese beiden Bände inzwischen als ein Buch erschien, das kann ich nicht beurteilen, weil ich die neueren Gerhardt-Bücher nicht besitze. Auf folgender Übersicht sind die beiden Bücher weiter unten abgebildet: http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.giftpflanzen.com/urheberrecht_bei_gift...%24gerhardt_pilzeband1.jpg&imgrefurl=http://www.giftpflanzen.com/literatur_pilze6.htm&h=213&w=150&sz=17&hl=de&start=9&tbnid=HonxX_ZNMiAouM:&tbnh=106&tbnw=75&prev=/images%3Fq%3DEwald%2BGerhardt%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26lr%3D%26sa%3DN
Gruß, Heinz Ebert
Hallo Heinz-Ebert,
gibt's denn auch Anfänger-Bücher höherer Preislagen, die dann noch besser
wären als das Lüder-Buch? Bin damit grad sehr zufrieden, aber falls es für
die nächste Saison noch etwas anderes gibt...
sind die auch für Anfänger geeignet? falls ja: ich finde bei den aktuellen
büchern bei amazon nur titel von ihm, die ungefähr in der
lüder-preisklasse liegen, nehme also an, dass du andere titel / ausgaben
meinst. oder meinst du: Ewald Gerhardt // Der große BLV-Pilzführer für
unterwegs
der liegt im mom bei 20 euro, also ähnlicher preis.
gruß, Florian
florian31, (vor 7296 Tagen) @ Heinz Ebert
Das was ich gemeint habe, hieß einfach "Pilze" und ist in zwei
Bänden erschienen. Möglicherweise sind diese beiden Bände inzwischen als
ein Buch erschien, das kann ich nicht beurteilen, weil ich die neueren
Gerhardt-Bücher nicht besitze. Auf folgender Übersicht sind die beiden
Bücher weiter unten abgebildet:
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.giftpflanzen.com/urheberrecht_bei_gift...
%24gerhardt_pilzeband1.jpg&imgrefurl=http://www.giftpflanzen.com/literatur_pilze6.htm&h=213&w=150&sz=17&hl=de&start=9&tbnid=HonxX_ZNMiAouM:&tbnh=106&tbnw=75&prev=/images%3Fq%3DEwald%2BGerhardt%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26lr%3D%26sa%3DN
Gruß, Heinz Ebert
phragmobasidie, (vor 7296 Tagen) @ florian31
Hier sind ein paar Bücher
http://www.pilzarbeitskreis.de/
unter Buchempfehlungen
ich neige immer sehr dazu, das erstgenannte Gerhardt-Buch zu empfehlen.
Ist allerdings als Exkursionsbuch schon fast zu unhandlich (Hardcover, etwas größeres Format).
Es sind weniger Arten drin als im anderen Gerhardt oder im Laux aber es werden immer wieder die
enthaltenen Gattungsbeschreibungen gelobt, es macht sehr viel Spaß beim Darinherumstöbern und
erschlägt einen nicht mit allzu vielen Arten. Die Wahnsinnigen (wir) haben sowieso alle
Titel rumstehen und dann wird halt zwischen den Büchern verglichen. Welche auch immer, mehr als eines
wird bald zum absoluten Muss.
Hinzufügen möchte ich natürlich noch die 4 Bände von Pilze Baden-Würtembergs von Krieglsteiner,
eine 4-bändige Pilzbibel zum vergleichsweise unschlagbaren Preis.
Das erstgenannte Gerhardt-Buch gibt es gerade im gelben Hardcover, habs vor ca. 2 Monaten nochmals
gekauft zum Verlags-Jubiläumspreis von 12,95
florian31, (vor 7289 Tagen) @ phragmobasidie
vielen dank für deine buchempfehlungen...werde ich mir bei gelegenheit das eine oder andere von besorgen.
erschlägt einen nicht mit allzu vielen Arten. Die Wahnsinnigen (wir) haben
sowieso alle
Titel rumstehen und dann wird halt zwischen den Büchern verglichen.
hehe :) nun ja das mach ich in meinem kleinen maßstab mit meinen paar büchern auch schon...
Hinzufügen möchte ich natürlich noch die 4 Bände von Pilze Baden-Würtembergs
von Krieglsteiner,
eine 4-bändige Pilzbibel zum vergleichsweise unschlagbaren Preis.
ich glaub das ist noch eine stufe zu hoch für mich, aber nächstes jahr evtl könnte das auch für mich was sein...
viele grüße!
Florian
phragmobasidie, (vor 7289 Tagen) @ florian31
Hallo Florian,
hehe :) nun ja das mach ich in meinem kleinen maßstab mit meinen paar büchern
auch schon...
ja, klar, das war aus einem anderen Deiner Postings auch ersichtlich
ich glaub das ist noch eine stufe zu hoch für mich, aber nächstes jahr evtl
könnte das auch für mich was sein...
...zum vergleichsweise unschlagbaren Preis.
-> man könnte fast sagen: vergleichsweise spottbillig.
Sind halt die Mehrzahl der Arten ohne Bild, aber da ist schon sehr, sehr viel drin.
ah....könnte man die prüfung auch bestehen, wenn man die pilze richtig
bestimmt, ohne dabei sagen zu können, woran man sich genau hält? nicht, an
welches buch, nicht, an welchen schlüssel? wahrscheinlich muss man dann die
hauptmerkmale nennen, damit die prüfer sehen, dass man nicht mit viel glück
richtig geraten hat?
Nein, muss man nicht sagen. Und klar, die bohren nach oder versuchen einen ein wenig zu verunsichern
mit Fragen wie sie von Leuten in einer Pilzberatungs-Situation kommen könnten.
Man kann den Prüfungskurs auch machen, ohne gleich die Prüfung abzulegen. Dann kriegt man das
gleiche an systematischer Vorbereitung verpasst wie die Prüflinge. Also auch ohne Prüfung wertvoll.
Die Prüfungsvorbereitung in Hornberg ist aufgeteilt in einen Fortgeschrittenen-Kurs I
und einen Fortgeschrittenen-Kurs II (= Prüfungskurs). Walter Pätzold könnte den Interessierten
kurz daraufhin "interviewen", ob es sinnvoll wäre, zunächst Kurs I zu absolvieren,
oder ob man den auslassen könnte, weil man so weit schon fit genug ist.
Denke, das bringt etwas Licht ins Dunkel.
Nochmals, diese Art von Kursen sind auch ohne Prüfungs-Ambitionen wertvoll, ob in Hornberg oder
woanders.
schöne Grüße
Robin
florian31, (vor 7289 Tagen) @ phragmobasidie
-> man könnte fast sagen: vergleichsweise spottbillig.
Sind halt die Mehrzahl der Arten ohne Bild, aber da ist schon sehr, sehr viel
drin.
gut, die bilder kann man sich ja auch woanders holen...
Die Prüfungsvorbereitung in Hornberg ist aufgeteilt in einen
Fortgeschrittenen-Kurs I
und einen Fortgeschrittenen-Kurs II (= Prüfungskurs).
ich denke, im mom wäre ich in dem 1er-kurs richtig, es sei denn, ich bin sogar noch auf anfängerniveau. aber ich habe hier so ein paar postings von vor einem jahr gelesen, bei denen jemand genau die frage gestellt hat. und den antworten würde ich entnehmen, dass ich in den f1-kurs gehöre. aber da werde ich dann zu gegebener zeit hier nochmal nachfragen.
Denke, das bringt etwas Licht ins Dunkel.
Nochmals, diese Art von Kursen sind auch ohne Prüfungs-Ambitionen wertvoll,
ob in Hornberg oder
woanders.
ja, mit sicherheit...freu mich schon, das mal zu machen.
danke für deine erklärunge....und viele grüße.
Florian
Werner, (vor 7289 Tagen) @ florian31
Hallo,
ich denke, im mom wäre ich in dem 1er-kurs richtig, es sei denn, ich bin
sogar noch auf anfängerniveau. aber ich habe hier so ein paar postings von
vor einem jahr gelesen, bei denen jemand genau die frage gestellt hat. und
den antworten würde ich entnehmen, dass ich in den f1-kurs gehöre. aber da
werde ich dann zu gegebener zeit hier nochmal nachfragen.
Jo, auf jeden Fall. F1 ist für alle, die einen Täubling von einem Röhrling unterscheiden können
Nee, aber im Ernst, F1 kriegt fast jeder hin. Und der ist auch dann besser geeignet als ein Anfängerkurs, der eigentlich nur für Leute mit fast puren Speisepilzambitionen geeignet ist - oder solchen, die halt wirklich nur 3 Pilze kennen.
Gruß,
Werner
florian31, (vor 7289 Tagen) @ Werner
schön, dann bin ich definitiv F1*g. immerhin weiß ich aus dem stegreif, dass russulaceae die familie ist, und die russulae und lactarii wiederum die beiden gattungen der familie...und sag jetzt nicht, dass das falsch ist bitte ;)
ok, danke, also brauch ich dann eigentlich nicht mehr nachfragen!
gruß, florian
Hallo,
Jo, auf jeden Fall. F1 ist für alle, die einen Täubling von einem Röhrling
unterscheiden könnenNee, aber im Ernst, F1 kriegt fast jeder hin. Und
der ist auch dann besser geeignet als ein Anfängerkurs, der eigentlich nur
für Leute mit fast puren Speisepilzambitionen geeignet ist - oder solchen,
die halt wirklich nur 3 Pilze kennen.
Gruß,
Werner
Wanderer, (vor 7289 Tagen) @ phragmobasidie
Mich würde interessieren, WO solche Kurse laufen. Besonders deshalb, weil ich in Schleswig-Holstein wohne und plane, an einem solchen Kurs teilzunehmen. Das würde ich natürlich am liebsten an einem Ort, der nicht 900 km entfernt ist.
Also kürzer: Wo gibt es Vorbereitungskurs für die PSV-Prüfung?
Gruß Gerd
phragmobasidie, (vor 7289 Tagen) @ Wanderer
Hallo Gerd,
Also kürzer: Wo gibt es Vorbereitungskurs für die PSV-Prüfung?
in Thüringen bei Andreas Gminder und ich glaube doch auch bei Heinz Ebert in der Eifel (?, kleines Fragezeichen, weiss ich nicht 100pro), wobei Thüringen dann wohl noch etwas näher ist. Bin aber schlecht in deutscher Topographie :)
schönen Gruß
Robin
Werner, (vor 7288 Tagen) @ phragmobasidie
Hallo
in Thüringen bei Andreas Gminder und ich glaube doch auch bei Heinz Ebert in
der Eifel (?, kleines Fragezeichen, weiss ich nicht 100pro), wobei
Thüringen dann wohl noch etwas näher ist. Bin aber schlecht in deutscher
Topographie :)
Nicht zu vergessen - Bad Laasphe. Tja, ich meß aber jetzt die km nicht nach - kannst Du selbst auf web.de erledigen. Würde aber so aus dem Handgelenk raus meinen, daß B. Laasphe mit Abstand am nähesten sein müßte.
Gruß,
Werner
phragmobasidie, (vor 7288 Tagen) @ Werner
Moin Werner,
wo liegtn das ?
Dachte immer, das wär auch Süddeutschland
wie gehts wie stehts ?
Grüße
Robin
Werner, (vor 7288 Tagen) @ phragmobasidie
Hi Robin,
wo liegtn das ?
Dachte immer, das wär auch Süddeutschland
Also bitte, verschieb' ja nicht unseren Weißwurschtäquator! Guckst Du hier:
http://www.bad-laasphe.de/standard/page.sys/17.htm
wie gehts wie stehts ?
Bestens. Nur in die Pilze komme ich die letzten 2 Wochen weniger. Auch alles Roger?
Gruß,
Werner
phragmobasidie, (vor 7288 Tagen) @ Werner
ich sags ja, ich und deutsche Topographie
Also bitte, verschieb' ja nicht unseren Weißwurschtäquator!
Alles relativ; war Köln für Euch nicht Norddeutschland ?
Grüße von der Küste :)
Robin
Werner, (vor 7288 Tagen) @ phragmobasidie
Alles relativ; war Köln für Euch nicht Norddeutschland ?
Aber schon sowas von ... Norddeutschland fängt bei uns hinter Aschaffenburg an 
Grüße von der Küste :)
Käse aus Bayern ... äh ... Grüße aus Bayern,
Werner
Hallo,
dieses Jahr gabs meines Wissens nach auch erstmals PSV-Kurse von Herbert Boyle in der Oberlausitz von der AG Mykologie Oberlausitz (s. dort: http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/gs_952_clubs.php3?orga=1&lang=de&hl=Mykologi...%2FVereine+Deutschland&mtyp=2). Da dort keine eMailadresse angegeben ist, muß man halt mal googeln um die Mailadresse zu finden ,um bei Herrn Boyle nachzufragen. Die AUsbildungsstätten werden auf der DGfM-Seite auch bald aktualisiert, ich warte nur noch auf die genauen Texte.
Liebe Grüße
Birgit
Hallo Hermann,
Wer nur an ein paar leicht kenntlichen Arten für den Kochtopf interessiert ist braucht natürlich kein gutes Buch und dieses Buch ist für diesen Personenkreis sicher eine Zumutung.
Als Quereinsteiger in die Mykologie (bin eigentlich Entomologe = Insektenforscher) habe ich mich immer über die didaktisch katastrophale Qualität nahezu sämtlicher Pilzbücher gewundert. Bei der riesigen Artenzahl, die ja von keinem Buch abgedeckt werden kann, sowie den oft subtilen und zugleich häufig variablen Unterscheidungsmerkmalen sind Bücher á la Dähncke oder Laux m.E. ganz ungeeignet, um sich effizient Kenntnisse anzueignen. Zwar sind gute Abbildungen zur Bestimmung von Pilzen außerordentlich hilfreich. Der Anfänger, der ja noch keinen guten Überblick hat, tut sich aber sicher schwer, wenn er einen Pilz nur nach der Bilderbuchmethode richtig bestimmen möchte. Bekanntlich heißen die Blätterpilze so, weil man so viel blättern muss 
Das Buch von Frau Lüder sticht doch gerade durch das tolle didaktische Konzept aus der Masse der Pilzbücher hervor! Das ziemlich überladene Layout ist das Einzige, was mir an dem Buch nicht so gut gefällt. Die gelungene Darstellung der für die Bestimmung wichtigen Merkmale, insbesondere die Gegenüberstellung von Zeichnungen und Fotos bzw. bei den Sporen lichtmikroskopischer und rasterelektronenmikroskopischer Aufnahmen sind didaktisch einfach genial. Dazu die vielen praktischen Tips, die gelungene Darstellung der Lebensräume von Pilzen und und und ... Hier wird nicht die falsche Illusion erweckt, Pilze bestimmen sei ja ganz einfach und jeder könne das mühelos lernen. Als Biologe und - bei Insekten - selbst taxonomisch tätig kann ich sagen: Pilze bestimmen ist richtig schwer! Dank Frau Lüder werden sich von jetzt an viele Anfänger leichter tun, einen Zugang zu diesem interessanten Gebiet zu finden. Und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass es bei vielen Pilzen unsinnig ist, sie nur nach der Bildermuchmethode bestimmen zu wollen. Dass es am Anfang eine hohe Hürde darstellt, sich mit den vielen neuen Begriffen und Untersuchungstechniken zu befassen ist ja nicht überraschend. Auch Auto fahren oder eine Fremdsprache lernen kostet einige Mühe und Zeit. Bestimmungsschlüssel dienen ja nur dazu, durch den Wust von Merkmalen einen Pfad zu bahnen, auf dem man schneller zum Ziel kommt. (O.k., in der Praxis funktioniert das oft nicht so gut, aber es gibt halt gute Schlüssel und schlechte, manche Pilze sind zu jung oder zu alt oder irgendwie atypisch oder sonstwas...) Der Anfänger, der sich nicht scheut, Pilze mit Schlüsseln zu bestimmen, wird schneller einen guten Überblick über die Pilze haben als ein Schlüssel-Verweigerer. Mein Fazit: der "Grundkurs Pilzbestimmung" setzt neue Massstäbe und leistet genau was der Titel verspricht. Er eignet sich als "Bibel" jeden Anfängers!
LG
Dieter
Hermann, (vor 7296 Tagen) @ Saftling
Wer nur an ein paar leicht kenntlichen Arten für den Kochtopf interessiert
ist braucht natürlich kein gutes Buch und dieses Buch ist für diesen
Personenkreis sicher eine Zumutung.
Ja und nein. Der allgemeine Teil ist sicher auch für diesen Nur-zum-kochen-Sammler sinnvoll. Nicht alle haben noch ihren alten Lindner im Regal. Ich tippe mal grob, daß sicher 80% der Leute nicht mal wissen, daß Pilze keine Pflanzen sind.. ^^
Als Quereinsteiger in die Mykologie (bin eigentlich Entomologe =
Insektenforscher) habe ich mich immer über die didaktisch katastrophale
Qualität nahezu sämtlicher Pilzbücher gewundert.
Damit hast du aber einen ganz anderen Background als >90% der Hobbysammler. Systematiken sind dir vertraut und Bestimmungsschlüssel vermutlich genauso.
Bei der riesigen
Artenzahl, die ja von keinem Buch abgedeckt werden kann, sowie den oft
subtilen und zugleich häufig variablen Unterscheidungsmerkmalen sind
Bücher á la Dähncke oder Laux m.E. ganz ungeeignet, um sich effizient
Kenntnisse anzueignen.
Dort wird ja auch irgendwie eher auf die optische Gesamterscheinung eingegangen, oder auf spezifische Merkmale (Milchlinge, Röhren usw.). Zum Bestimmen eines nichtssagenden bräunlichen Etwas mit Lamellen natürlich ungeeignet.
Das Buch von Frau Lüder sticht doch gerade durch das tolle didaktische
Konzept aus der Masse der Pilzbücher hervor! Das ziemlich überladene
Layout ist das Einzige, was mir an dem Buch nicht so gut gefällt.
Nichts gegen didaktische Konzepte, aber das Layout ist eine ziemliche Zumutung. Sicher, wer das Buch regelmäßig nutzt, den stört es vielleicht irgendwann nicht mehr. Aber eine Glanzleistung ist das beileibe nicht.
Die gelungene Darstellung der für die Bestimmung wichtigen Merkmale,
insbesondere die Gegenüberstellung von Zeichnungen und Fotos bzw. bei den
Sporen lichtmikroskopischer und rasterelektronenmikroskopischer Aufnahmen
sind didaktisch einfach genial.
Da kann man ja durchaus geteilter Meinung sein. Für mich bleibt das Buch ein Zwitter aus "für Anfänger" und "Leute mit PSV-Ambitionen". 95% der Leser wird mit den Sporenbildern nichts anfangen können - weil schlicht ein Mikroskop fehlt und auch keins angeschafft werden wird. Und selbst wenn - Bemaßungen im µm-Bereich bekommt man nicht mit einen Aldi-Mikroskop. Und was in so einem Buch REM-Aufnahmen zu suchen haben, wird wohl das Geheimnis der Authoren bleiben. Oder bietet Lidl demnächst REMs für den Heim- und Hobbybereich an? ;)
Zudem - die Bilder sind teils so klein, daß auch ein LM-Vergleich öfters mal zur Raterei werden dürfte.
Mir drängt sich der Verdacht auf, daß hier 250% Stoff in 100% Buch gepackt werden sollte. Anstatt zu selektieren, wurde halt verkleinert - Schrift, Layout, Bilder..
Mein Fazit: der "Grundkurs
Pilzbestimmung" setzt neue Massstäbe und leistet genau was der Titel
verspricht. Er eignet sich als "Bibel" jeden Anfängers!
Als Biologe würde ich dich _nicht_ als Anfänger bezeichnen. Dein allgemeines Wissen und der ständige Umgang mit Lehrmitteln aller Art und Natur disqualifiziert dich als Anfänger.. ;P
Da kann man ja durchaus geteilter Meinung sein. Für mich bleibt das Buch ein
Zwitter aus "für Anfänger" und "Leute mit
PSV-Ambitionen". 95% der Leser wird mit den Sporenbildern nichts
anfangen können - weil schlicht ein Mikroskop fehlt und auch keins
angeschafft werden wird. Und selbst wenn - Bemaßungen im µm-Bereich
bekommt man nicht mit einen Aldi-Mikroskop. Und was in so einem Buch
REM-Aufnahmen zu suchen haben, wird wohl das Geheimnis der Authoren
bleiben. Oder bietet Lidl demnächst REMs für den Heim- und Hobbybereich
an? ;)
Zudem - die Bilder sind teils so klein, daß auch ein LM-Vergleich öfters mal
zur Raterei werden dürfte.
Gegen zu kleine Bilder kann man notfalls eine Lupe nehmen
. Ich finde gerade daß 250% Pilz in 100% Buch gestopft sind kann es zu einer Art "Pilzbibel" machen - man weiß eben nicht alles, wenn man alles durchgelesen hat und es soll ja auch kein Lehrbuch sein, was einen bestimmten Stoff abhandelt, der dann gewußt wird. Man wird immer mal wieder etwas suchen und in dem Buch dann zweieinhalb mal soviel Info darüber finden.
Daß Sporenbilder/-angaben für Nichtmikroskopierer wertlos sind bezweifel ich sehr. Die meisten, die mikroskopieren haben sich schon vor dem Kauf für Sporen interessiert ....und sich eben deshalb das Mikroskop gekauft. Es soll ja sicher auch kein Buch für Anfänger sein, die Anfänger bleiben wollen, sondern zu weiterer Neugierde anregen. Und da sind auch die REM-Bilder sehr interessant. Sicher wird sich kaum jemand so ein gerät hertun, aber man will ja mitreden können, verstehen, was diejenigen, die REMs nutzen (und deren Literatur) da sehen und machen.
Viele Grüße,
Tanja
Piwo, (vor 7296 Tagen) @ Hermann
Ja und nein. Der allgemeine Teil ist sicher auch für diesen
Nur-zum-kochen-Sammler sinnvoll. Nicht alle haben noch ihren alten Lindner
im Regal. Ich tippe mal grob, daß sicher 80% der Leute nicht mal wissen,
daß Pilze keine Pflanzen sind.. ^^
Damit hast du aber einen ganz anderen Background als >90% der
Hobbysammler. Systematiken sind dir vertraut und Bestimmungsschlüssel
vermutlich genauso.
Dort wird ja auch irgendwie eher auf die optische Gesamterscheinung
eingegangen, oder auf spezifische Merkmale (Milchlinge, Röhren usw.). Zum
Bestimmen eines nichtssagenden bräunlichen Etwas mit Lamellen natürlich
ungeeignet.
Nichts gegen didaktische Konzepte, aber das Layout ist eine ziemliche
Zumutung. Sicher, wer das Buch regelmäßig nutzt, den stört es vielleicht
irgendwann nicht mehr. Aber eine Glanzleistung ist das beileibe nicht.
Da kann man ja durchaus geteilter Meinung sein. Für mich bleibt das Buch ein
Zwitter aus "für Anfänger" und "Leute mit
PSV-Ambitionen". 95% der Leser wird mit den Sporenbildern nichts
anfangen können - weil schlicht ein Mikroskop fehlt und auch keins
angeschafft werden wird. Und selbst wenn - Bemaßungen im µm-Bereich
bekommt man nicht mit einen Aldi-Mikroskop. Und was in so einem Buch
REM-Aufnahmen zu suchen haben, wird wohl das Geheimnis der Authoren
bleiben. Oder bietet Lidl demnächst REMs für den Heim- und Hobbybereich
an? ;)
Zudem - die Bilder sind teils so klein, daß auch ein LM-Vergleich öfters mal
zur Raterei werden dürfte.
Mir drängt sich der Verdacht auf, daß hier 250% Stoff in 100% Buch gepackt
werden sollte. Anstatt zu selektieren, wurde halt verkleinert - Schrift,
Layout, Bilder..
Als Biologe würde ich dich _nicht_ als Anfänger bezeichnen. Dein allgemeines
Wissen und der ständige Umgang mit Lehrmitteln aller Art und Natur
disqualifiziert dich als Anfänger.. ;P
hallo Hermann,
zu dem was Dieter (Saftling) geschrieben hat, ist nichts hinzuzufügen. Ich bin kein Biologe sondern Autodidakt und blicke auf eine über 60jährige Erfahrung zurück. Was wäre ich froh gewesen, wenn mir damals ein solches Buch zur Verfügung gestanden hätte und wie war ich froh, als ich "Pilze rundum" von Jahn mein eigen nennen konnte. Ein Buch übrigens, das ich fast als einen einfachen Vorläufer vom "Grundkurs Pilzbestimmung" bezeichnen möchte.
Gruß
Piwo
Heinz Ebert , (vor 7295 Tagen) @ Piwo
Da hat Piwo recht! "Pilze rundum" war zur damaligen Zeit (und vielleicht auch noch heute - wenn man die nomenklatorischen Änderungen vernachlässigt) das beste Pilzlehrbuch für Anfänger. Es kann übrigens kostenlos hier heruntergeladen werden: http://www.pilzbriefe.de/pilze_rundum/
Ihr tut Euch übrigens auch einen Gefallen, wenn Ihr vom gleichen Autor das Buch "Wir sammeln Pilze" kauft. Es ist manchmal in Antiquariaten zu bekommen. Das enthält auf kleinstem Raum viele Informationen, die damals in gängigen Pilzbüchern nicht enthalten waren. Da es MEIN allererstes Pilzbuch war, mit dem ich auch viel gelernt habe, liebe ich es natürlich auch ganz innig *schmunzel*
Bei dem vorgenannten Link lassen sich auch alle wissenschaftlichen Artikel der "Westfälische Pilzbriefe" herunterladen, einer Zeitschrift, die hochgradige und wertvolle wissenschaftliche Artikel über Pilze von hochgradigen Autoren bietet, und für die ich zu Lebzeiten der Witwe von Dr. Jahn noch 180 DM bezahlt habe. Und diese Zeitschrift war das Geld richtig wert.
Viel Spaß (und Geduld) beim Runterladen.
Beste Grüße, Heinz Ebert
hallo Hermann,
zu dem was Dieter (Saftling) geschrieben hat, ist nichts hinzuzufügen. Ich
bin kein Biologe sondern Autodidakt und blicke auf eine über 60jährige
Erfahrung zurück. Was wäre ich froh gewesen, wenn mir damals ein solches
Buch zur Verfügung gestanden hätte und wie war ich froh, als ich
"Pilze rundum" von Jahn mein eigen nennen konnte. Ein Buch
übrigens, das ich fast als einen einfachen Vorläufer vom "Grundkurs
Pilzbestimmung" bezeichnen möchte.
Gruß
Piwo
Hallo,
wie Tanja so treffend geschrieben hat ist das ein Buch für Anfänger, die keine Anfänger bleiben wollen. Das heißt, gewisse Ambitionen, etwas Neues zu lernen werden vorausgesetzt. So wie die Autorin den Stoff präsentiert ist das m.E. eine sehr gelungene Vereinfachung wissenschaftlicher Erkenntnisse für den interessierten Laien. Mag sein, dass der biologisch nicht vorgebildete Leser den Stoff nicht im Halbschlaf bewältigen kann, aber mit Pilzen vertraut zu werden ist eben ein anspruchsvolles Unterfangen. Daran führt kein Weg vorbei. Bestimmungsschlüssel sind auch keine hochgestochene Wissenschaft sondern einfach eine Methode, die zur Unterscheidung von Gattungen, Arten etc. verfügbaren Merkmale zu ordnen. Was den Anfänger zunächst zur Verzweiflung treiben kann, dass nämlich ein Merkmal nach dem anderen abgefragt wird, bei dem man als Anfänger oft nicht sofort sagen kann, welche Alternative zutrifft, ist ja genau das Wertvolle an den Schlüsseln: sie führen einen dazu, sich mit den entscheidenden Merkmalen vertraut zu machen. Wer das umgehen will, hat schlechte Karten, rasch über das Pfifferling+Steinpilz-Niveau hinaus zu kommen. Gerade die Bilderbücher sind für einen Anfänger eine zweischneidige Hilfe, denn das Erscheinungsbild (der berüchtigte "Habitus") ist wohl das variabelste an den Pilzen.
Die Sporenbilder sind gerade für den Anfänger wertvoll. Sie zeigen nämlich Merkmale, die für die Unterscheidung vieler Arten sehr hilfreich, manchmal sogar ausschlaggebend sind. Auch wer sich selbst kein Mikroskop leisten will/kann sollte doch wenigstens eine Ahnung davon bekommen, welche Einschränkungen das für das Bestimmen von Pilzen zur Folge hat. Auch die rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen sind nützlich, sogar für die Profis, weil sie nämlich deutlich zeigen, was man im Lichtmikroskop oft nur erahnen kann. Sie erleichtern dadurch ganz beträchtlich die Interpretation dessen, was man im Lichtmikroskop erkennen kann. Ein dickes Lob an Frau Lüder!
Natürlich ist kein Anfänger gezwungen, sich auf diesem Niveau mit Pilzen zu beschäftigen. Er/sie sollte dann aber wenigstens zu der Einsicht kommen, dass bei Verzicht auf das Erlernen der anspruchsvolleren Merkmale und Methoden bestenfalls ein paar Hundert von den ca. 5000 mitteleuropäischen Großpilzen bestimmbar sind. Nach meinem Geschmack hätte Frau Lüder gerade im Einführungsteil noch ausführlicher sein können, denn das hilft letztlich weiter als noch so viele Bilder einzelner Arten. Wie ein kluger Mensch einmal sagte: "Nichts ist praktischer als eine gute Theorie."
LG
Dieter
Hermann, (vor 7295 Tagen) @ Saftling
Nach meinem Geschmack hätte Frau Lüder gerade
im Einführungsteil noch ausführlicher sein können,
Genau das sehe ich aber als größtes Problem bei dem Buch. Entweder die Masse an Informationen gut lesbar und strukturiert in ein fettes Buch rein, oder eben gezielt selektieren und in ein kleines Buch. So ist halt sehr viel Info in ein kleines Buch rein gekommen - was dann der Lesbarkeit durchaus abträglich geworden ist. Ich will gar nicht wissen, wie viel aus dem Ursprungsmanuskript sogar noch gestrichen wurde.. ^^
Zu den Sporen - nun gut. Man sollte aber nicht vergessen, daß die Sporenbilder viel Platz wegnehmen und dabei nur wenigen wirklich nützen werden. Als Buch der unteren Preiskategorie ist es für Laien gedacht und kein Fachbuch. Daher meine Kritik. Es bleibt für mich ein Zwitter aus Sach- und Fachbuch.
Ich hab ja nie gesagt, daß das ein schlechtes Buch ist - hab's ja selber und nutze es inkl. der Schlüssel. Aber wer es sich kaufen will, sollte es sich besser erst mal anschauen.
denn das hilft
letztlich weiter als noch so viele Bilder einzelner Arten.
Da kann man aber durchaus geteilter Meinung sein. Nur wer die beschriebenen Pilze auch mal in der Hand hatte, kann mit vielen Beschreibungen wirklich etwas anfangen. Da helfen dann gute, einigermaßen farbechte und scharfe Bilder Laien wie mir schon erheblich weiter. IMHO sollte man beides zur Hand haben. Für unterwegs ist das Buch auch nur bedingt geeignet (schon wegen des Einbandes), da finde ich den PB-Kosmos-Laux besser.
Als Buch der unteren Preiskategorie ist es für Laien gedacht und
kein Fachbuch. Daher meine Kritik. Es bleibt für mich ein Zwitter aus
Sach- und Fachbuch.
Hmm, hast du vielleicht schon mal daran gedacht, daß es GENAU DAS sein soll? Ein Übergang von den üblichen Speisebüchern zu den richtigen Fachbüchern und im Grunde mehr eine Anregung in alle Richtungen. Es hat doch gar nicht den Anspruch irgendwas so "richtig" abzuhandeln, sondern will denen, die etwas weiter schauen wollen, Wege und Richtungen weisen, in die man sich weiter interessieren könnte. Und es bietet Anfängern wie Fortgeschrittenen etwas - Anfänger lassen aus, was sie (noch) nicht interessiert und die Fortgeschrittenen, was sie schon wissen.
Viele Grüße,
Tanja