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2 Problempilze, wer kann helfen ? *PIC*

Ufo, (vor 7284 Tagen)

Hallo zusammen,

heute gefunden im Buchenwald
Diese Gruppe von Ritterlingen
Grösse: ca. 5-8cm
Hut: keglig zugespitzt, in der Mitte deutlich grün-oliv, radialfasrig gestreift
ein Exemplar fast komplett ausgebleicht, nur leicht bräunliche Mitte
Stiel: weisslich 1cm, zylindrisch
Fleisch: weisslich
Lamellen: weiss , dicht , mit Burggraben
Geruch: leicht nach Mehl
Geschmack: stark nach Mehl , nicht bitter

Ich habe diese Exemplare in die Gruppe T. Sejunctum spec. ( grün-gelber, Ritterling ) gesteckt.
Liege ich da in etwa richtig oder hat jemand eine bessere Idee
Was micht stört ist das Fehlern der gelben Farbe und der nicht bittere Geschmack.

Das ausgeblasste Exemplar erinnert mich allerdings stark an T. columbetta.
Gibt es T. columbetta auch mit grüner Mitte.

[image]

Mein zweiter Problemfall ist ein Schneckling ebenfalls aus dem Buchenwald.
kräftige Exemplare mit 5-8cm Durchmesser und mit zum Hut hin dicker werdendem Stiel.
Hut: halbkugelig, orange-rosa, in der Mitte dunkler, dickfleischig, Hutrand stark eingerollt
Lamellen: cremeorange-rosa, nicht herablaufend, angewachsen
Stiel: längsfasrig,etwas heller wie der Hut gefärbt
Fleisch: cremefarben
Geruch. leicht mehlig
Meine Vermutung vor allem wegen dem markanten Stiel ist
H. penarius davon soll es gemäss "BW- Pilze" eine Variation var. fagi ( Rosa Schneckling ) geben.
Was meint ihr dazu ?

[image]

Vielen Dank für eure Hilfe

Gruss vom Bodensee

Uwe

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Re: 2 Problempilze, wer kann helfen ?

Rudi, (vor 7284 Tagen) @ Ufo

Grüß dich, Uwe

der Ritterling kann m.M.n. schon zu der Gruppe um sejunctum gehören, die blassen - gerade bei den niedrigen Temperaturen gern aus.
An den seidigen R. glaub ich wegen dem Buckel und der Größe ( und der Farbe) nicht so ganz.
Der Schneckling könnte doch gut auch zum Hainschneckling gehören, oder?

Grüße vom Blutsee
Rudi

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Danke, Rudi !!!

Ufo, (vor 7284 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,

Hab mir gerade mal den Hainschneckling angeschaut.
In PDS wird der Mehlgeruch erwähnt, das hatte ich übersehen.
Mit diesem Merkmal passt das dann schon ziemlich gut.
In den üblichen Büchern werden die Lamellen immer als herablaufend beschrieben und das tun sie bei meinen Exemplaren wirklich nicht, das ist im Augenblick das einzige Merkmal was nicht so passt.
Den Hainschneckling habe ich bisher bewusst noch nicht gefunden.
Auf H. penarius spec. bin ich wegen dem Bild in den BW-Pilzen gekommen, dort ist ein penarius Exemplar mit genau derselben "speziellen" Stielform abgebildet.

nochmal Danke und bis bald mal
Uwe

PS: T. columbetta war nur eine Notlösung für das ausgeblasste Exemplar.

Grüß dich, Uwe
der Ritterling kann m.M.n. schon zu der Gruppe um sejunctum gehören, die
blassen - gerade bei den niedrigen Temperaturen gern aus.
An den seidigen R. glaub ich wegen dem Buckel und der Größe ( und der Farbe)
nicht so ganz.
Der Schneckling könnte doch gut auch zum Hainschneckling gehören, oder?
Grüße vom Blutsee
Rudi

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Re: 2 Problempilze, wer kann helfen ?

Andreas ⌂, (vor 7283 Tagen) @ Ufo

Hallo zusammen,
heute gefunden im Buchenwald
Diese Gruppe von Ritterlingen
Grösse: ca. 5-8cm
Hut: keglig zugespitzt, in der Mitte deutlich grün-oliv, radialfasrig
gestreift
ein Exemplar fast komplett ausgebleicht, nur leicht bräunliche Mitte
Stiel: weisslich 1cm, zylindrisch
Fleisch: weisslich
Lamellen: weiss , dicht , mit Burggraben
Geruch: leicht nach Mehl
Geschmack: stark nach Mehl , nicht bitter
Ich habe diese Exemplare in die Gruppe T. Sejunctum spec. ( grün-gelber,
Ritterling ) gesteckt.
Liege ich da in etwa richtig oder hat jemand eine bessere Idee
Was micht stört ist das Fehlern der gelben Farbe und der nicht bittere
Geschmack.
Das ausgeblasste Exemplar erinnert mich allerdings stark an T. columbetta.
Gibt es T. columbetta auch mit grüner Mitte.

Hallo Uwe,

was mich außer dem milden Geschmack und dem Fehlen jeglicher Gelbtönung weiterhin stört ist erstens der auffallende, fast spitze Buckel und dass die Hüte keinerlei Tendenz zeigen, etwas rostig-faserig zu werden. Überhaupt sehen sie viel weniger deutlich eingewachsen-faserig aus, als ich das für sejunctum agg. erwarten würde.
Ich würde bei Deinem Pilz mal auf Tricholoma umbontaum tippen, habe den aber noch nie selbst gesehen.
Die Ökologie (Kalk-Buchenwald gegenüber den eher neutralen Böden bei sejunctum) spricht auch für T. umbonatum ...

beste Grüße,
Andreas

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T. umbonatum (Seidig grauer Buckelritterling)

Ufo, (vor 7283 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

ich sag mal das ist ein Volltreffer.
Ich hab gerade mal nach Bildern gegoogelt und hab dieses schöne Bild von
Markus Wilhelm gefunden
http://www.pilze-Basel.ch/Markus_Wilhelm/fuer_homepage_raritaeten_m._wilhelm/tricholoma...

Genauso sah die meine Gruppe von Pilzen auch aus, hatte ich vorher noch nie gesehen, scheint was Seltenes zu sein.
Hast du eine Idee in welchen Büchern dieser Pilz beschrieben ist ?

Danke und viele Grüsse nach Thüringen
Uwe

Hallo Uwe,
was mich außer dem milden Geschmack und dem Fehlen jeglicher Gelbtönung
weiterhin stört ist erstens der auffallende, fast spitze Buckel und dass
die Hüte keinerlei Tendenz zeigen, etwas rostig-faserig zu werden.
Überhaupt sehen sie viel weniger deutlich eingewachsen-faserig aus, als
ich das für sejunctum agg. erwarten würde.
Ich würde bei Deinem Pilz mal auf Tricholoma umbontaum tippen, habe den aber
noch nie selbst gesehen.
Die Ökologie (Kalk-Buchenwald gegenüber den eher neutralen Böden bei
sejunctum) spricht auch für T. umbonatum ...
beste Grüße,
Andreas

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Re: T. umbonatum (Seidig grauer Buckelritterling)

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7283 Tagen) @ Ufo

Hallo zusammen,

das ist ja nett, dass da mein Bild von T. umbonatum kommt! Ich wollte nämlich diese Art vorschlagen, es dürfte sie schon sein! Ich fand T. umbonatum schon mehrmals, ich vermute, die Art ist häufiger geworden.
Bei Schneckling vemute ich H. arbustivus (Mehlstiel-Schneckling) der kommt oft sehr spät, ebenfalls auf Kalk bei Eiche, Buche.

Mit Grüssen, Markus