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Aldi-Mikroskop missbraucht *PIC*

Hans-Jürgen, (vor 7274 Tagen)

Von den Mikroskop-Offerten der Billigheimer war hier, wenn ich mich recht entsinne, schon verschiedentlich die Rede. Bei Aldi Süd ist derzeit wieder so ein Ding im Angebot, für 49,99 Öre.

Nun will ich mir partout kein neues Mikroskop kaufen. Aber die USB-Kamera hat mich interessiert. Einfach so zum Aufstecken, mit - per Datenstream - ständiger Kontrolle vom Laptop aus. Das wär' doch eigentlich ein günstiger Weg zur Mikrofotografie, dacht ich mir. Und hab mir so ein Ding besorgt.

Das Mikroskop und den Zierrat drum herum (inkl. "Mikrotom") habe ich gleich beiseitegelegt. Von der CD den Treiber installiert (ohne die Grafik-Software, die muss man nicht haben), Okular raus, Aldi-Kamera rein (dürfte bei den meisten Mikroskopen passen, da 23,2 mm Standardmaß). Und schon geht's los. Naja: beinahe. Erst noch Bildbearbeitungssoftware starten (ich habe Corel PhotoPaint benutzt, jede andere tut's auch), die Kamera als Quelle auswählen und "Bild holen" anklicken. Dann geht das Treiberfensterchen auf und man sieht ein zappeliges Bildchen. Dem Zappeln kann man relativ einfach abhelfen: Der Treiber ist auf die US-amerikanischen 60 Hertz Netzfrequenz eingestellt. Bei 50 Hertz ist Ruhe. Aber alles ist unscharf. Parfokalität von Okular und Kamera ist also nicht. Macht aber nix. Man kann ja am Monitor wunderbar verfolgen, wanns scharf ist.

Zum Testen habe ich ein Dauerpräparat von Heinz Clemencon genommen (6 µ stark übrigens): Coprinopsis sclerotiorum (für Traditionsverbundene gerne auch Coprinus sc.) Ein Querschnitt durch den Hut eines unreifen Basidioms (übrigens ein Fund von Peter Karasch). Als Mikroobjektiv kam ein NoName-40er-Planobjektiv zum Einsatz. Und jetzt nur noch "snap" anklicken, schon ist das erste Bild im Kasten. Das Kameraobjektiv/Projektiv hat offenbar eine starke Vergrößerung. Denn gesehen habe ich nur das:

[image]

Das kann man per Software, wenn man mag, noch ein wenig aufhübschen, meinetwegen so:

[image]

Und jetzt wäre natürlich der Vergleich mit dem Standardverfahren interessant (also meine SLR auf dem Trinotubus). Weil ich faul bin, habe ich ein hingehuschtes Foto aus dem MikroKurs mit H. Clemencon genommen (gleiches Präparat, gleiches Mikroskop, gleiches Objektiv).

Da sieht der Bildausschnitt (naja, nicht ganz der gleiche, aber ein ähnlicher) so aus (auf 640 x 480 verkleinert, wohlgemerkt):

[image]

Wenn man einen Ausschnitt ähnlich dem oben dargestellten wählt (und das Foto immer noch auf 640 x 480 verkleinert), bekommt man in etwa dieses Ergebnis:

[image]

Fazit: Zum Dokumentieren der Sporenornamentik bei Russulae taugt die Kamera möglicherweise nix. Aber wenn man bloß mal schnell festhalten will, wie die verdammten Zystiden ausgesehen haben, dann kann man sie schon einsetzen. Für knapp 50 Euros ein jedenfalls ziemlich billiger Weg zur Mikrofotografie für alle, die schon ein Mikro haben.

Vielleicht lege ich das Präparat auch noch mal unter das Aldi-Mikroskop und teste die "Originalkonfiguration". Interesse?

Gruß
Hans-Jürgen

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ja *oT*

bert, (vor 7274 Tagen) @ Hans-Jürgen

- kein Text -

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Re: Aldi-Mikroskop missbraucht

zuehli ⌂, (vor 7274 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

prima! Da dieses Mikro mit dem geschilderten Zubehör schon ein- oder zweimal bei Aldi (Lidl?) angeboten wurde, hatte ich mich auch schon mal mit dem Gedanken beschäftigt das auszuprobieren.
Schön, daß es jetzt einen "Test" gibt.

Gruß Harald

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Re: Aldi-Mikroskop missbraucht

Werner, (vor 7274 Tagen) @ zuehli

Hallo Hans-Jürgen,
prima! Da dieses Mikro mit dem geschilderten Zubehör schon ein- oder zweimal
bei Aldi (Lidl?) angeboten wurde, hatte ich mich auch schon mal mit dem
Gedanken beschäftigt das auszuprobieren.
Schön, daß es jetzt einen "Test" gibt.

Ich habe mir vor ein-zwei Jahren ein ähnliches Billigheimer-Mikro vom Lidl gekauft, da war auch das Bresser Mikrokular dabei. Ich verwende das seitdem zum Sporenmessen in Kombination mit AxioVisionLE (Freeware von Zeiss). Funktioniert ganz prächtig und ich habe auch mehrfach mit dem Meßokular/Objektmikrometer nachgemessen und alles paßt bestens. Der Vorteil dieser Anordnung ist, daß man das Bild gleich "live" übernehmen kann und eigentlich genauer mißt, als mit dem Meßokular - weil sich nichts bewegt. Zum Fotos machen nehme ich es allerdings nicht her.

Gruß,

Werner

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Re: Aldi-Mikroskop missbraucht

Heinz Ebert ⌂, (vor 7274 Tagen) @ Werner

Den Kölnern wird der Ausspruch nachgesagt: "Wat nix koss - dat iss nix." Ich rate, die 50 Euronen besser für den Kauf eines guten Pilzbuches anzulegen, z.B. ein Band der Pilzflora Baden-Württembergs. Ich hab nix gegen ALDI und kauf gern dort ein, aber das billigste BRAUCHBARE Mikroskop gab es mal bei Neckermann für 599,- DM (!). Wenn's das heute noch gibt, dann müsste es also - mit Binokular ausgestattet - etwa 300 EURO kosten.
Eine Bekannte von mir hat das Gerät damals gekauft und war mit mir auf einer Wochentagung, ich hatte also ausgiebig Gelegenheit, das Ding zu testen und es war wirklich brauchbar. Alles was billiger ist, kann nach meiner Erfahrung nicht brauchbar sein. Und das Neckermann-Gerät ist sicher auch verbesserungsfähig, was dann natürlich auch wieder was kostet.
Beste Grüße, Heinz Ebert

Ich habe mir vor ein-zwei Jahren ein ähnliches Billigheimer-Mikro vom Lidl
gekauft, da war auch das Bresser Mikrokular dabei. Ich verwende das
seitdem zum Sporenmessen in Kombination mit AxioVisionLE (Freeware von
Zeiss). Funktioniert ganz prächtig und ich habe auch mehrfach mit dem
Meßokular/Objektmikrometer nachgemessen und alles paßt bestens. Der
Vorteil dieser Anordnung ist, daß man das Bild gleich "live"
übernehmen kann und eigentlich genauer mißt, als mit dem Meßokular - weil
sich nichts bewegt. Zum Fotos machen nehme ich es allerdings nicht her.
Gruß,
Werner

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Re: Aldi-Mikroskop missbraucht

Werner, (vor 7274 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz,

ich sprach auch nicht von dem Mikroskop - das ist wohl für die Tonne. Aber das Bresser Mikrokular ist am "richtigen" Mikroskop durchaus brauchbar - wie in meinem Fall zum Sporenmessen. Dabei handelt es sich um eine Billigstkamera zum stecken in den Fototubus. Und da man damit mit dem mitgelieferten Twain-Treiber "Live"-Bilder absolut einfach auf den Computer übertragen kann, halte ich die 49,95 für nicht rausgeschmissen.

Gruß,

Werner

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Re: Aldi-Mikroskop missbraucht

Wolfgang P., (vor 7272 Tagen) @ Heinz Ebert

Den Kölnern wird der Ausspruch nachgesagt: "Wat nix koss - dat iss
nix." Ich rate, die 50 Euronen besser für den Kauf eines guten
Pilzbuches anzulegen, z.B. ein Band der Pilzflora Baden-Württembergs. Ich
hab nix gegen ALDI und kauf gern dort ein, aber das billigste BRAUCHBARE
Mikroskop gab es mal bei Neckermann für 599,- DM (!). Wenn's das heute
noch gibt, dann müsste es also - mit Binokular ausgestattet - etwa 300
EURO kosten.
Eine Bekannte von mir hat das Gerät damals gekauft und war mit mir auf einer
Wochentagung, ich hatte also ausgiebig Gelegenheit, das Ding zu testen und
es war wirklich brauchbar. Alles was billiger ist, kann nach meiner
Erfahrung nicht brauchbar sein. Und das Neckermann-Gerät ist sicher auch
verbesserungsfähig, was dann natürlich auch wieder was kostet.
Beste Grüße, Heinz Ebert

Es ging ja nicht um das Mikroskop, sondern um die CCD-Kamera. Und da ist das Problem, dass es zwischen "dazugeschenkt" (ALDI), 1000 EUR (Motic) und 3500 EURO (Olympus) so eklatante Preisunterschiede gibt, wie sie für ein elektronische Bauteil aus Korea ohne eigene Optik definitiv nicht zu rechtfertigen sind.

Ich habe mich bei der Wahl zwischen diesen dreien noch nicht entschieden, und hoffe und bete, dass meine C5050 noch solange den Dienst am Mikroskop tun kann, bis sich der Preisverfall bei CCD's bis zu Olympus herumgesprochen hat. Jedenfalls ärgert es mich maßlos, dass Olympus die international schon lange erhältliche 5-Megapixel-Mikroskopkamera vom deutschen Markt fernhält, um die technologisch fossilen 1 Megapixel-CCDs immer noch zu Wucherpreisen (s.o.) verkaufen zu können. Natürlich braucht niemand 5 Megapixel am Mikroskop, aber der Fortschritt könnte schon mehr Preisdruck auf die Hersteller erzeugen...

Kennt jemand noch weitere Alternativen??

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Digicam-Adaption

AK_CCM, (vor 7272 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Wolfgang,

...hoffe und bete, dass meine C5050 noch solange den Dienst am Mikroskop tun
kann...

Du hast vermutlich einen Fototubus am Mikroskop und die Digicam mit einem speziellen Adapter darauf befestigt? Ich frage nur, da ich eine 5060 habe und für dieses Modell einen Adapter für die Okularöffnung suche...

Gruß, Andreas

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Re: Digicam-Adaption

Wolfgang P., (vor 7271 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Wolfgang,
Du hast vermutlich einen Fototubus am Mikroskop und die Digicam mit einem
speziellen Adapter darauf befestigt? I

So ist es. Und dieser Adapter hat doppelt so viel gekostet wie eine ganze Digicam, und dann hat Olympus beschlossen, keine Consumer-Kameras mehr an Mikroskopen zu unterstützen und für Nachfolgemodelle der C5050 keine Treiber für meine Olympus-Mess-Software (analySIS) mehr zu erstellen.

Außerdem wurde nach der C5050 der Linsendurchmesser der Frontlinse nochmal erhöht, so dass es immer schwieriger wird, an den kleinen Durchmesser der Okularstutzen zu adaptieren. Mein Adapter hat schon eine eigene Optik für diesen Zweck.

Die Zukunft am Mikroskop sind sicher CCD's ohne viel eigene Optik, denn die Optik des Mikroskops ist im Allgemeinen sowieso weitaus hochwertiger als die blöden gepressten Plastiklinsen, die heute vor eine Digicam geschraubt werden. Und der CCD ist mit seinem halben Inch Durchmesser wie geschaffen dafür, direkt an's Okular oder an den Fototubus geklemmt zu werden.

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Re: Digicam-Adaption

AK_CCM, (vor 7271 Tagen) @ Wolfgang P.

So ist es. Und dieser Adapter hat doppelt so viel gekostet wie eine ganze
Digicam, und dann hat Olympus beschlossen, keine Consumer-Kameras mehr an
Mikroskopen zu unterstützen und für Nachfolgemodelle der C5050 keine
Treiber für meine Olympus-Mess-Software (analySIS) mehr zu erstellen.

Das Produktfeld war wohl nicht lukrativ genug. Oder stammte die Software nicht von einer anderen Firma, die Olympus vom Markt weggekauft hatte..?

Außerdem wurde nach der C5050 der Linsendurchmesser der Frontlinse nochmal
erhöht, so dass es immer schwieriger wird, an den kleinen Durchmesser der
Okularstutzen zu adaptieren. Mein Adapter hat schon eine eigene Optik für
diesen Zweck.

Kürzlich hat sich jemand bei mir gemeldet, der einen Adapter für die C-5060WZ mit einer integrierten -10-Dioptrin-Linse im Einsatz hat. Nächste Woche rufe ich die Firma, die den Adapter seinerzeit herstellte, an und frage nach, ob sie mir solch einen Adapter für einen humanen Preis fertigen können.

Die Zukunft am Mikroskop sind sicher CCD's ohne viel eigene Optik, denn die
Optik des Mikroskops ist im Allgemeinen sowieso weitaus hochwertiger als
die blöden gepressten Plastiklinsen, die heute vor eine Digicam geschraubt
werden. Und der CCD ist mit seinem halben Inch Durchmesser wie geschaffen
dafür, direkt an's Okular oder an den Fototubus geklemmt zu werden.

Das hört sich aber nach kostenintensiven Speziallösungen an. Eine Digicam-Adaption ist trotz der manchmal unverschämten Preise meist günstiger, soweit ich mich bisher informieren konnte.

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Re: Aldi-Mikroskop missbraucht

Hans-Jürgen, (vor 7272 Tagen) @ Wolfgang P.

ein elektronische Bauteil aus Korea ohne eigene Optik

Ganz ohne Optik ist das Ding nicht. Es hat zumindest eine Sammellinse. Aber im Prinzip hast Du - wie stets - recht.

Gruß
Hans-Jürgen

PS: Die Flora Agaricina ist nicht vergessen. Ich habe auch schon angefangen, aber solange es draußen noch immer Pilze gibt, bin ich in der Freizeit lieber draußen. Ich vertraue auf die Weihnachtszeit!

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Korrektur

Wolfgang P., (vor 7271 Tagen) @ Wolfgang P.

...Und da ist das
Problem, dass es zwischen "dazugeschenkt" (ALDI), 1000 EUR
(Motic) und 3500 EURO (Olympus) so eklatante Preisunterschiede gibt...

Ich muss mich selbst korrigieren.

Von Motic gibt es ein Einsteigermodell Moticam 1000 für nur 464 Euro incl. MwST und incl. Software. Wer überlegt, nur für Mikrofotografie eine Digicam zu kaufen, ist damit sicher besser bedient und hat keinen Ärger mit der Adaption.

Opympus hat mir keine 1Megapixel, sondern immerhin eine 2Megapixel-Kamera als billigstes Modell angeboten, für 3931 Euro plus MwST und nochmal 515 Euro + MwST für den Update meiner zwei Jahre alten Software, damit ich die CCD 'dranhängen kann.

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Re: Korrektur

AK_CCM, (vor 7271 Tagen) @ Wolfgang P.

Von Motic gibt es ein Einsteigermodell Moticam 1000 für nur 464 Euro incl.
MwST und incl. Software. Wer überlegt, nur für Mikrofotografie eine
Digicam zu kaufen, ist damit sicher besser bedient und hat keinen Ärger
mit der Adaption.

Interessant - Danke für die Info. Ich persönlich möchte jedoch meine C-5060WZ, die ich seinerzeit extra für diesen Zweck aufgehoben habe, als Kamera für Mikrofotos nutzen.

Zur Zeit probiere ich diverse Programme zur Fernsteuerung der Kamera vom PC via USB-Verbindung aus. Schade nur, dass sich kein halbwegs großes Livebild auf dem Bildschirm des PCs darstellen lässt, sonst könnte man am Feintrieb drehen und die exakte Schärfeebene justieren ohne die Kamera vor dem Mikroskop entfernen und danach wieder platzieren zu müssen. Ach, was wäre ein Fototubus praktisch.

Ebenfalls spannend: An Messsoftware gibt es mit Jens' Aufmaßprogramm und Zeiss AxioVision LE kostenlose Software zum Vermessen am PC - doch dafür brauche ich erst den Adapter, so dass ich die Kamera stets mit gleichem Abstand ans Mikroskop adaptieren kann. Ansonsten machen Referenzbilder eines Mikrometers unter den Objektiven keinen Sinn.

Opympus hat mir keine 1Megapixel, sondern immerhin eine 2Megapixel-Kamera als
billigstes Modell angeboten, für 3931 Euro plus MwST und nochmal 515 Euro
+ MwST für den Update meiner zwei Jahre alten Software, damit ich die CCD
'dranhängen kann.

Autsch. Deftige Preise. Ist Deine alte Software so gut, dass sich das Festhalten daran rechnet?

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Re: Korrektur

Wolfgang P., (vor 7270 Tagen) @ AK_CCM

Autsch. Deftige Preise. Ist Deine alte Software so gut, dass sich das
Festhalten daran rechnet?

Die analySIS-Software ist schon sehr ausgereift, und bietet einige Features, die ich gerne nutze. Aber letzlich ist alles Spielerei. Der entscheidende Faktor ist, dass sich die C5050 in die Software mit einer eigenen Menüleiste eingeklinkt hat, so dass Bilder einlesen und Belichtungskorrektur jeweils nur einen Mausklick gekostet hat. Das war der entscheidende Pluspunkt.

Der entscheidende Nachteil ist, dass winzige, bei normalem Licht völlig unsichtbare Kratzer in der Frontlinse einer Kamera bei streng parallelem Licht aus dem Mikroskop zu hässlichen Schatten führen. Da ich meine C5050 auch für Urlaubsbilder benutzt habe, lassen sich solche Gebrauchsspuren fast nicht vermeiden. Ich muss in Zukunft also zwei Digicams haben - eine nur für's Mikroskop und eine für den Urlaub. Aber an's Mikro muss die neue, aber wegen den Software-Treibern kein neues Modell... wenn jemand noch eine C5050 fabrikneu eingepackt im Schrank hat, zahle ich Höchstpreise... oder ich verabschiede mich aus Kostengründen von der "alles-aus-einer-Hand"-Strategie und kaufe eine Moticam incl. Software, und bei bestimmten Operationen muss ich halt in einem Fenster das Bild als jpg speichern und im anderen Fenster wieder öffnen. Ich kenn mich aber, ich bin faul, und mich ärgern Software-Defizite - immerhin bin ich Programmierer.

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Originalkonfiguration *PIC*

Hans-Jürgen, (vor 7274 Tagen) @ Hans-Jürgen

Eigentlich hatte ich ja nicht zum Mikroskopkauf geraten, sondern bloß zum Kauf des Fotookulars (das es halt nur mit dem Mikroskop zu 49,90 gibt).

Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn habe ich jetzt das Präparat spaßeshalber auch mal unter das Originalmikroskop gelegt. Da kann man nur sagen: Finger weg. Grausig! Das Ding hat 3 Objektive (4x/10x/40x), und mit dem 40er kann man nicht scharfstellen (durchs normale Okular), weil das Objektiv vorher auf dem Deckglas aufsitzt. Fotografieren kann man damit, aber es lohnt sich wirklich nicht, weil es schlicht an allem hapert.

Beispiel 1: 4x-Objektiv:

[image]

10x-Objektiv:

[image]

Und das 40x-Objektiv:

[image]

Zum Vergleich nochmal eine reguläre Aufnahme mit meiner Standardkonfiguration (auf 640 x 480 verkleinert):

[image]

und ein Ausschnitt daraus (den ich in der Praxis NIE machen würde, weil: Wozu hat man schließlich ein scharf zeichnendes 100er-Immersions-Objektiv?):

[image]

Also nochmals zusammenfassend und für alle zum Mitdenken: Von dem Mikroskop rate ich mit Nachdruck für mykologische Zwecke ab. Wer aber schon ein Mikro (mit 23,2 mm Okularstutzen) hat und gerne auf billigem Wege zu Fotos kommen möchte, der kann sich das Teil gerne kaufen, das Mikroskop wegwerfen und die Okularkamera behalten (Hoffentlich habe ich jetzt nicht auch noch alle ökologisch denkenden Menschen gegen mich aufgebracht.

Man kann aber die 50 Euro auch in ein gutes Pilzbuch investieren. Nur fotografiert sich damit halt schlecht.

Gruß
Hans-Jürgen

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Re: Originalkonfiguration

42, (vor 7273 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

das Mikroskop wegwerfen und die Okularkamera behalten

Ein echter Schwabe/Schotte/... wird das Mikroskop natürlich nicht
wegwerfen, sondern nach Entnahme der Kamera 'originalverpackt, neuwertig,
unbenutzt ...' bei Epray (oder so ähnlich) versteigern (mit Sofortkauf für
75,99 Euro).

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

P.S.: Was machst Du und Rudi am WE? Ich möchte wieder mal einen langen
Pilz(foto)tag machen ...

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Re: Originalkonfiguration

Hans-Jürgen, (vor 7273 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

Du hast doch immer die besten Ideen. Dabei hab ich gehört, Du hättest Dein Mikroskop erst unlängst verkauft. Wohl bei ebay, alter Schlingel? (A propos: Ich hätte da ein erstklassiges Instrument anzubieten, praktisch ungebraucht, originalverpackt ;-)

Rudi und ich haben den Sonntag fest im Visier. 11 Uhr war im Gespräch. Sinntal und Ramersberg würden locken. Näheres telefonisch.

Gruß
Hans-Jürgen