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Fototechnik - langer Beitrag - 9 Bilder (2 MB) *PIC*

42, (vor 7270 Tagen)

Hallo alle,

am letzten Wochenende war ich ja mit Rudi und Hans-Jürgen wieder mal auf der Pilzjagd.
Nicht nur, dass ich wieder einige für mich neue Pilzarten kennenlernen durfte - mir ist auch
fototechnisch ein Licht aufgegegangen! Aber vielleicht sollte ich einfach mal von vorne
anfangen und ein wenig ausführlicher erzählen:

Also, fotografieren tu ich praktisch schon immer, eben seit meiner Kindheit. Erst mit einer
billigen Kassettenkamera, dann Umstieg auf eine Praktika-Spiegelreflex. Später hatte
ich dann leihweise eine Mittelformatkamera (Rollfilm) und vor ca. 10 Jahren leistete ich
mir meine erste digitale Knipse (Olympus mit 1024x768), die gruselige Bilder machte und
für Makroaufnahmen denkbar ungeeignet war (trotzdem fotografierte ich damit meinen
ersten Pilz, einen großen Schwefelporling, der dann sogar im 'Tintling' als erstes
Digitalfoto veröffentlicht wurde).

Später kam dann mit der Nikon CP 950 die erste wirklich makrotaugliche Digikamera, gefolgt
von der CP 990 und der CP 4500. Seit wenigen Monaten habe ich die CP 4500 mit Herzschmerz
an Rudi abgegeben und bin auf eine dig. Spiegelreflex (Canon 400D) umgestiegen. Wie
ich hier schon schrieb, waren meine Erfahrungen dann etwas zwiespältig und irgendwie war
ich mit der Qualität meiner Bilder nicht so ganz zufrieden.

Vielleicht sollte ich hier auch noch beschreiben, wie ich fototechnisch meine Pilzfotografie
im Laufe der Zeit geändert/verbessert habe.

a) In der 'Gründerzeit' habe ich einfach nur 'geknipst' (mehr oder weniger im Automatikmodus
der Kamera)
b) Dann bin ich daraufgekommen, dass Tiefenschärfe etwas Feines ist und fotografierte ab
da mit einer entsprechend geschlossenen Blende
c) Irgendwann gefielen mir die Blitzlichtbilder nicht mehr und ich versuchte mein Glück
fortan ohne dieses Feature
d) Da die Formel 'Blende zu + ohne Blitz' dazu führte, dass die meisten Bilder verwackelt
waren, kam jetzt noch ein Stativ hinzu
e) Da die Belichtung trotz der exakten Lichtmessung nicht immer stimmte, erstellte ich
nun immer drei Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungszeiten und suchte mir später am PC
das bestmögliche Bild aus
f) Weitere Experimente mit Led-Beleuchtung und Reflektoren waren dann der letzte Stand

Tja, da war ich nun also auf einem recht ordentlichen Niveau angelangt, aber mit meinen
Fotos immer noch nicht so ganz zufrieden. Dabei hatte ich doch alles getan, um ein
bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Alles? Nein, ein beiläufig geführtes Gespräch mit
Hans-Jürgen am Wochenende führte zu einem neuen Verbesserungsversuch. Hans-Jürgen erwähnte,
dass er nur im RAW-Modus fotografiere (das hatte ich auch schon versucht, aber keinen
nennenswerten Erfolg damit erzielen können) und anschließend jedes Bild EINZELN mit der
Konvertierungssoftware ins JPG-Format umwandeln würde. EINZELN - das hatte ich bisher nicht
gemacht, sondern einfach in einem Rutsch per Batchprozess alle Bilder auf einmal gewandelt.

Nun, gestern bin ich Hans-Jürgens Empfehlung gefolgt und hier könnt ihr das Ergebnis sehen (alle Bilder von
Trockenrasenflächen oberhalb des Maines bei Karlstadt und Thüngersheim):

Ein namenloser Stäubling:
[image]

Häublinge (marginata?) farbig wie Saftlinge:
[image]

Psilocybe montana:
[image]

Ein namenloser Dungfreund auf Hasenknöddeln:
[image]

Nochmal ein Stäubling - ich denke ein schwärzender:
[image]

Dann zeigte mir Hans-Jürgen den Fundort des Wilden Hausschwammes mit seinen Schleimpilzbegleitern:
[image]
[image]

Es folgt Cantharellus aurora:
[image]

Hier wird die Frage beantwortet, wer schneller ist: eine Schnecke oder ein Zaunblättling:
[image]

Mir gefallen die Geröllnabelinge besonders gut:
[image]

Und hier noch ein Stielbovist:
[image]

So, das war's erstmal - wirklich ein längerer Beitrag von mir.
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Fototechnik - langer Beitrag - 9 Bilder (2 MB)

Hans-Jürgen, (vor 7270 Tagen) @ 42

Super, Thomas! Die Mühe hat sich gelohnt.

Wenn Du jetzt noch nach jeder Niederwerfung eine kleine Prise Straubinger Schmalzler zu Dir nimmst, wird Dein Glück vollkommen sein ;-)

Lichtmalerische Grüße
Hans-Jürgen

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Re: Fototechnik - langer Beitrag -EXIF Info

hansuwe, (vor 7270 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,
ich hatte lange keinen Kontakt hier. Dein Beitrag zur digitalen Fotografie veranlasst mich zu der Frage warum die EXIF Informationen in Deinen und in anderen Bildbeiträgen des Forums verlorengehen und wie man sie erhalten könnte nach der Verkleinerung auf Web Format.
Gerade bei Deinen soeben ins Forum gstellten Bildern wären die EXIF Infos interessant gewesen.
Pilzige Grüsse
hansuwe

Hallo alle,
am letzten Wochenende war ich ja mit Rudi und Hans-Jürgen wieder mal auf der
Pilzjagd.
Nicht nur, dass ich wieder einige für mich neue Pilzarten kennenlernen durfte
- mir ist auch
fototechnisch ein Licht aufgegegangen! Aber vielleicht sollte ich einfach mal
von vorne

---usw. usw. sehr interessant!

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Und das nun ausgerechnet Dir, Thomas ;-)

Hans-Jürgen, (vor 7270 Tagen) @ hansuwe

Wir hatten uns am Wochenende auch darüber unterhalten, warum meine Bilder keine EXIFs enthalten. Thomas hatte noch gemeint, da würden doch viele nützliche Informationen drinstecken, und es wäre wirklich schade, dass die EXIFs fehlen.

Hihihinterlistig
Hans-Jürgen

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Re: Fototechnik - langer Beitrag -EXIF Info

42, (vor 7270 Tagen) @ hansuwe

Hallo Hansuwe,

[...] warum die EXIF Informationen in Deinen und in
anderen Bildbeiträgen des Forums verlorengehen und wie man sie erhalten
könnte nach der Verkleinerung auf Web Format.

Also, da gerade ich immer sehr neugierig auf die Fotodaten (Exif) bin, lege
ich Wert darauf, diese Infos nicht zu löschen. In meinen Beiträgen bleiben
die Exifs unangetastet - auch in meinem obigen (teste mal mit folgendem
Programm: http://ak.no-ip.com/EXIF/index_en.htm )

Weshalb bei anderen Beiträgen diese Informationen fehlen, hat verschiedene
Gründe. Meist werden sie vom Bildbearbeitungsprogramm beim Verkleinern auf
'Webgröße' gelöscht; manchmal möchte aber auch der Fotograf bewußt nicht,
dass die Exifs ausgelesen werden können.

Gerade bei Deinen soeben ins Forum gstellten Bildern wären die EXIF Infos
interessant gewesen.

Wie gesagt - die Exifs sind dabei! Du mußt sie 'übersehen' haben ...

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Fototechnik - langer Beitrag - 9 Bilder (2 MB)

Werner, (vor 7270 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

Hans-Jürgen erwähnte,
dass er nur im RAW-Modus fotografiere (das hatte ich auch schon versucht,
aber keinen
nennenswerten Erfolg damit erzielen können) und anschließend jedes Bild
EINZELN mit der
Konvertierungssoftware ins JPG-Format umwandeln würde. EINZELN - das hatte
ich bisher nicht
gemacht, sondern einfach in einem Rutsch per Batchprozess alle Bilder auf
einmal gewandelt.

Der Punkt würde mich interessieren. Ich fotografiere mit meiner Canon Powershot G2 auch im besten .jpg-Modus, weil ich mit Raw keine wesentliche Verbesserung erkennen konnte. Gut, die G2 ist wohl mit einer EOS 400D kaum vergleichbar, allein die Software (ZoomBrowser) dürfte wohl die gleiche sein?

Frage nun: wenn Du die gleichen Bilder von RAW auf JPG im Batch umwandelst und dann einzeln -- ist da ein Unterschied? Und wie sieht dieser Unterschied aus? Technisch ist mir das zwar unverständlich, aber wer weiß schon, was in den Tiefen der Software alles verborgen ist...

Gruß,

Werner

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Re: Fototechnik - langer Beitrag - 9 Bilder (2 MB)

42, (vor 7270 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

Frage nun: wenn Du die gleichen Bilder von RAW auf JPG im Batch umwandelst
und dann einzeln -- ist da ein Unterschied? Und wie sieht dieser
Unterschied aus? Technisch ist mir das zwar unverständlich, aber wer weiß
schon, was in den Tiefen der Software alles verborgen ist...

Nun, wenn ich die Bilder in einem Rutsch umwandle, werden für jedes Bild die
GLEICHEN Einstellungen für Schärfung, Lichter, Farbanpassung, Weißabgleich
etc. vorgenommen. Nehme ich mir die Bilder aber einzeln vor, werde ich bei
jedem Bild andere Einstellungen für die genannten Punkte vornehmen - eben wie
es das aktuelle Bild gerade benötigt.
Wenn ich das Ergebnis eines Batchprozesses mit einer individuellen
Umwandlung vergleiche, so stehen da Welten dazwischen. Bei Gelegenheit kann
ich ja mal zwei Vergleichsbilder einstellen.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Extrembeispiel *PIC*

Hans-Jürgen, (vor 7270 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

mal an einem extremen Beispiel vorgeführt: Diese vollkommen fehlbelichtete Aufnahme habe ich von einem Lactarius gemacht:

[image]

Hallo Thomas,
Der Punkt würde mich interessieren. Ich fotografiere mit meiner Canon
Powershot G2 auch im besten .jpg-Modus, weil ich mit Raw keine wesentliche
Verbesserung erkennen konnte. Gut, die G2 ist wohl mit einer EOS 400D kaum
vergleichbar, allein die Software (ZoomBrowser) dürfte wohl die gleiche
sein?
Frage nun: wenn Du die gleichen Bilder von RAW auf JPG im Batch umwandelst
und dann einzeln -- ist da ein Unterschied? Und wie sieht dieser
Unterschied aus? Technisch ist mir das zwar unverständlich, aber wer weiß
schon, was in den Tiefen der Software alles verborgen ist...
Gruß,
Werner

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Re: Fototechnik - langer Beitrag -EXIF Info

hansuwe, (vor 7270 Tagen) @ 42

Sorry Thomas,
(Sorry für schlechtes Deutsch)
trotz Öffnen mit anderen Programmen kann ich EXIF zwar öffnen, aber die Tafel ist immer leer.
Ich benutze Windows Explorer, nicht Firefox, vielleicht liegt es daran.
Ich möchte ungern ein neues EXIF Programm auf den Compi laden.
Macht nix, Deine Fotos sind auch ohne EXIF immer super, die Anfrage daher eher von technischem Interesse für Fotoexperten.
Pilzige Grüsse
hansuwe

Hallo Hansuwe,
Also, da gerade ich immer sehr neugierig auf die Fotodaten (Exif) bin, lege
ich Wert darauf, diese Infos nicht zu löschen. In meinen Beiträgen bleiben
die Exifs unangetastet - auch in meinem obigen (teste mal mit folgendem
Programm: http://ak.no-ip.com/EXIF/index_en.htm )
Weshalb bei anderen Beiträgen diese Informationen fehlen, hat verschiedene
Gründe. Meist werden sie vom Bildbearbeitungsprogramm beim Verkleinern auf
'Webgröße' gelöscht; manchmal möchte aber auch der Fotograf bewußt nicht,
dass die Exifs ausgelesen werden können.
Wie gesagt - die Exifs sind dabei! Du mußt sie 'übersehen' haben ...
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Hier kommt der Rest *PIC*

Hans-Jürgen, (vor 7270 Tagen) @ Hans-Jürgen

Mit Photoshop (Tiefen/Lichter) ist aus dem JPG nichts herauszuholen, weil die Tiefen hoffnungslos verloren sind:

[image]

Mit dem RAW-Tool (Nikon Capture) kann ich anhand der Rohdaten nachträglich die Belichtung um bis zu zwei Blendenstufen korrigieren (muss dabei natürlich eine gewisse Anhebung des Bildrauschens in Kauf nehmen) und kann auch alle anderen Parameter, die üblicherweise sonst VOR der jpg-Erstellung in der Kamera ablaufen, manuell beeinflussen. Das Ergebnis ist deutlich besser als bei der JPG-Bearbeitung:

[image]

Das Foto ist noch immer nicht hervorragend, aber doch deutlich besser als das modifizierte JPG.

Nun kommt ins Spiel, was Thomas schon vollkommen richtig beschrieben hat: Wenn ich nun alle anderen Fotos auch mit den Einstellungen dieses einen Fotos durch den Batcher schiebe, werden alle viel zu hell, der Weißabgleich stimmt nicht usw. Wenn ich umgekehrt einen gewissen mittleren Standard auf dieses Foto per Batch anwende, hole ich nicht das Maximum an Information aus den Rohdaten.

Macht Mühe. Aber lohnt sich, wie man an Thomas' Fotos, finde ich, eindrücklich bestätigt sieht.

Gruß nach München
Hans-Jürgen

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Re: Fototechnik - langer Beitrag -EXIF Info

42, (vor 7270 Tagen) @ hansuwe

Hallo Hansuwe,

trotz Öffnen mit anderen Programmen kann ich EXIF zwar öffnen, aber die Tafel
ist immer leer.
Ich benutze Windows Explorer, nicht Firefox, vielleicht liegt es daran.
Ich möchte ungern ein neues EXIF Programm auf den Compi laden.

Dann speichere doch mal eines meiner Bilder auf Deiner lokalen Platte ab
(rechte Maustaste -> Grafik speichern) und schau es Dir dann im Windows-
Exploer genauer an (Rechte Maustaste -> Eigenschaften -> Dateiinfo ->
erweitert). Dort solltest Du die gesuchten Exifs finden.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Hier kommt der Rest

Werner, (vor 7270 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen, Thomas,

Mit dem RAW-Tool (Nikon Capture)

Ah so - Nikon Capture - ist jetzt wieder was anderes. Ich dachte, Ihr arbeitet beide mit Canon Software.

Nun kommt ins Spiel, was Thomas schon vollkommen richtig beschrieben hat:
Wenn ich nun alle anderen Fotos auch mit den Einstellungen dieses einen
Fotos durch den Batcher schiebe, werden alle viel zu hell, der
Weißabgleich stimmt nicht usw. Wenn ich umgekehrt einen gewissen mittleren
Standard auf dieses Foto per Batch anwende, hole ich nicht das Maximum an
Information aus den Rohdaten.

Ok. Das ist schon klar. Ich meinte jetzt eigentlich was anderes. Wenn man Bilder vorher noch bearbeiten muß/bearbeitet, dann ist das völlig klar.

Was mich jetzt - speziell bei Canon - noch interessieren würde: seht Ihr einen deutlichen Unterschied in JPG und RAW bei der Kameraeinstellung? Oder - wenn ich das richtig verstanden haben sollte - bezieht sich das Vorteilhafte an der RAW-Einstellung primär darauf, daß man die Bilder besser nachbearbeiten kann?

Ich muß zugeben, daß ich meine Bilder bisher immer unbearbeitet gelassen habe. Bin in der Beziehung noch irgendwie zu altmodisch. Allerdings stinkt es mir schon manchmal, wenn Bilder eines seltenen Pilzes "verhunzt" sind. Bei nicht so seltenen warte ich halt meist einfach, bis ich den wieder vor die Linse kriege.

Das würde dann wohl im Endeffekt heißen, daß ich, wenn ich auf eine mögliche Nachbearbeitung Wert lege, die Bilder künftig besser im RAW-Modus machen sollte?

Gruß,

Werner

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Re: Hier kommt der Rest

42, (vor 7270 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

Ah so - Nikon Capture - ist jetzt wieder was anderes. Ich dachte, Ihr
arbeitet beide mit Canon Software.

Canon's und Nikon's RAW-Converter sind funktional sehr ähnlich.

Was mich jetzt - speziell bei Canon - noch interessieren würde: seht Ihr
einen deutlichen Unterschied in JPG und RAW bei der Kameraeinstellung?
Oder - wenn ich das richtig verstanden haben sollte - bezieht sich das
Vorteilhafte an der RAW-Einstellung primär darauf, daß man die Bilder
besser nachbearbeiten kann?

Also: da scheint es in der Canon-Firmware noch so etwas wie einen kleinen
BUG zu geben: wenn ich ein Bild einmal als direktes JPG fotografiere und mit
einem aus RAW erstellten JPG vergleiche (OHNE jegliche sonstige Bearbeitung),
dann ist das direkte JPG ungleich 'flauer' (schlicht: schlechter).
Der Hauptvorteil der RAW-Bilder ist aber in der Tat die weitaus bessere
und verlustlose Nachbearbeitungmöglichkeit!

Ich muß zugeben, daß ich meine Bilder bisher immer unbearbeitet gelassen
habe. Bin in der Beziehung noch irgendwie zu altmodisch.

Genauso dachte ich bis vorgestern auch ;-)

Das würde dann wohl im Endeffekt heißen, daß ich, wenn ich auf eine mögliche
Nachbearbeitung Wert lege, die Bilder künftig besser im RAW-Modus machen
sollte?

Absolut!

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Tolle Fotos!!! Gruss,Marcel *oT*

Abt, (vor 7270 Tagen) @ 42

- kein Text -

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Re: Hier kommt der Rest

AK_CCM, (vor 7270 Tagen) @ Werner

Servus Werner,

zum Thema RAW kann ich Dir die mit Beispielen illustrierte Einführung auf traumflieger.de empfehlen.

Gruß, Andreas

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Genial!

Werner, (vor 7270 Tagen) @ AK_CCM

zum Thema RAW kann ich Dir die mit Beispielen illustrierte Einführung auf
traumflieger.de
empfehlen.

Danke, Andreas. Richtig genial. Das hilft weiter. Hab mir gleich den RawShooter runtergeladen und wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mal damit experimentieren. Dank auch an Hans-Jürgen und Thomas für die Tips. Werde mal demnächst damit experimentieren. Blöderweise habe ich damit noch eine Baustelle aufgerissen ... naja.

Viele Grüße,

Werner

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Re: Genial!

Hans-Jürgen, (vor 7270 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

wenn Du schon eine neue Baustelle aufmachst: Ich halte die auf der angegebenen Seite ausgesprochene Empfehlung, Bilder generell ÜBERzubelichten (noch dazu derart grausig, wie es die Bilder zeigen) für einen gefährlichen Unsinn, auch wenn die zugrundeliegende Auskunft stimmt, dass bei RAWs weitaus mehr Informationen in den Lichtern stecken als in den Schatten. Denn: Wo keinerlei Bildinformation mehr vorhanden ist (klassisch gesprochen: wo die Lichter ausgefressen sind), lässt sich auch mit keinem RAW-Konverter der Welt mehr Information beibringen. Ich könnte das an Beispielen belegen. Aber Du kannst das sicher auch so nachvollziehen.

Meine Kamera hat glücklicherweise eine Anzeigeoption, die mir im Display anzeigt, wo Bereiche ausgefressen sind (will heißen: in keinem Farbbereich mehr eine Information enthalten). Ich belichte grundsätzlich so nahe als möglich an diesen Punkt heran (so weit würde ich dem beschriebenen Verfahren zustimmen, aber nicht einen Deut weiter). Das habe ich aber auch schon bei Filmmaterial so gehalten und würde ich grundsätzlich auch bei JPGs so machen, weil man nur so den Dynamikumfang von Film/Sensor optimal ausnutzen kann. Insofern gibt es für mich keinerlei Unterschied bei der Kameraeinstellung zwischen RAW- und JPG-Fotografie - mit dem einen feinen Unterschied halt, dass ich bei RAWs genau weiß, dass im Zweifelsfalle auch aus einer mäßigen Aufnahme (Belichtung, Kontrast, Sättigung, Weißabgleich, ...) noch ein ganz ansehnliches Foto werden kann. Mit RAW sind einfach viele Möglichkeiten aus der Dunkelkammer wieder verfügbar geworden :-)

Ein weiterer Vorzug von RAWs, der hier noch gar nicht angesprochen worden ist: Man kann sie ohne jeden Kompressionsverlust und ohne geringste JPG-Artefakte auch in TIFs umwandeln (was das klassische Vorlagen-Format für den Druck ist).

Schließlich noch ein Wort zu den Datenmengen, zu Speichervolumina und Aufnahmegeschwindigkeiten. Bei meiner Kamera (bei Canon wird es nicht viel anders sein) belegt ein JPG mit den Abmessungen 3872 x 2592 px in niedrigster Qualität/höchster Kompression etwa 1,2 MB. Das gleiche Bild in RAW frisst zwischen 8 und 10 MB (und zwar bereits im - verlustfrei - komprimierten Modus, sonst knapp das Doppelte). Würde ich das Bild lediglich als gering komprimiertes JPG abspeichern, würde es auch zwischen 8 und 10 MB benötigen. Ich speichere grundsätzlich das RAW und dazu ein JPG in einfachster Qualität (zum schnellen Ankucken und wenn man mal fix Bilder weitergeben will). Auf einer 4 GB-Karte bringe ich damit rund 400 Aufnahmen unter. Das entspricht 11 36-Filmen, die haben früher mal für einen ganzen Urlaub gereicht ;-)

Die Speichergeschwindigkeit auf der CF-Karte hängt nach meiner Erfahrung zu einem ganz erheblichen Teil von der Karte ab (in c't war unlängst dazu ein ausführlicher Praxisbericht und Test). Die Sandisk extreme irgendwas, die ich benutze, erlegt mir da keinerlei Beschränkungen auf. Die Kamere schießt damit bis zu 19 Bilder (bei 5 Bilder/sek) in Folge. Bei Pilzen, selbst bei plasmodialen Schleimpilzen auf Hungertour, reicht das allemal.

Gruß
Hans-Jürgen

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Speicherkartenkapazität

AK_CCM, (vor 7270 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

also ich würde mir lieber 2x 2-GB-Karten zulegen, dann tut's nicht so weh, falls Mal eine über den Jordan geht. Ein weiterer Vorteil: Ich lasse bisweilen meine Speicherkarte Zuhause liegen, da sich jedoch die zweite Karte im Kamerarucksuck befindet, kann ich trotzdem fotografieren. Idealerweise nimmt man natürlich seine komplette Ausrüstung mit! ;-)

Gruß, Andreas

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Re: Genial!

Werner, (vor 7270 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

wenn Du schon eine neue Baustelle aufmachst: Ich halte die auf der
angegebenen Seite ausgesprochene Empfehlung, Bilder generell
ÜBERzubelichten (noch dazu derart grausig, wie es die Bilder zeigen) für
einen gefährlichen Unsinn, auch wenn die zugrundeliegende Auskunft stimmt,
dass bei RAWs weitaus mehr Informationen in den Lichtern stecken als in
den Schatten. Denn: Wo keinerlei Bildinformation mehr vorhanden ist
(klassisch gesprochen: wo die Lichter ausgefressen sind), lässt sich auch
mit keinem RAW-Konverter der Welt mehr Information beibringen. Ich könnte
das an Beispielen belegen. Aber Du kannst das sicher auch so
nachvollziehen.

Keine Angst. So schnell schießen die Preussen nicht :-) Ich werde auch weiterhin versuchen, optimal zu belichten und höchstens in Notfällen korrigieren. Ich muß auch erst mal so einiges abchecken. IIRC kann ich dann auch keine Belichtungsreihen (also +1, 0 und -1 z.B.) mehr schießen, wenn ich auf RAW umstelle. Mir ist zwar aus dem Gelesenen klar, daß ich das dann nicht mehr brauche, allerdings muß ich dann viel mehr Bilder bearbeiten - denke ich zumindest. Ob mir das dann schmeckt, weiß ich jetzt noch nicht. Es kommt drauf an, was an Plus- und Minuspunkten dabei rauskommt.

Schließlich noch ein Wort zu den Datenmengen, zu Speichervolumina und
Aufnahmegeschwindigkeiten. Bei meiner Kamera (bei Canon wird es nicht viel
anders sein) belegt ein JPG mit den Abmessungen 3872 x 2592 px in
niedrigster Qualität/höchster Kompression etwa 1,2 MB. Das gleiche Bild in
RAW frisst zwischen 8 und 10 MB (und zwar bereits im - verlustfrei -
komprimierten Modus, sonst knapp das Doppelte). Würde ich das Bild
lediglich als gering komprimiertes JPG abspeichern, würde es auch zwischen
8 und 10 MB benötigen. Ich speichere grundsätzlich das RAW und dazu ein
JPG in einfachster Qualität (zum schnellen Ankucken und wenn man mal fix
Bilder weitergeben will). Auf einer 4 GB-Karte bringe ich damit rund 400
Aufnahmen unter. Das entspricht 11 36-Filmen, die haben früher mal für
einen ganzen Urlaub gereicht ;-)

Ich weiß jetzt grade nicht auswendig, wieviel ein RAW bei meiner Kamera frißt. Bisher bin ich mit ~2Mb für JPGs in bester Qualität und Auflösung ausgekommen. Ich habe nur eine 1 GB IBM-Festplatte für die Camera - hat mich damals ja noch 300 Euronen gekostet. Aber an einer weiteren Karte soll es ja nicht scheitern, wenn die Verbesserung sichtbar ist und ich mich wirklich mit dem ganzen Gepfriemel (Bearbeiten usw.) dauerhaft anfreunden kann.

Die Speichergeschwindigkeit auf der CF-Karte hängt nach meiner Erfahrung zu
einem ganz erheblichen Teil von der Karte ab (in c't war unlängst dazu ein
ausführlicher Praxisbericht und Test). Die Sandisk extreme irgendwas, die
ich benutze, erlegt mir da keinerlei Beschränkungen auf. Die Kamere
schießt damit bis zu 19 Bilder (bei 5 Bilder/sek) in Folge. Bei Pilzen,
selbst bei plasmodialen Schleimpilzen auf Hungertour, reicht das allemal.

Mal sehen. Die alte IBM ist da wohl sicher langsamer. Aber mein Datenvolumen ist ja wohl auch geringer - 4 MPixel. Ne Neue kommt mir erst ins Haus, wenn so was wie die EOS 1Ds Mark II bezahlbar ist - oder die alte den Geist aufgibt. Also noch 2-3 Jahre warten ...

Gruß,

Werner

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Re: Speicherkartenkapazität

Hans-Jürgen, (vor 7270 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

clevere Idee. Weil ich womöglich noch konfuser bin als Du, habe ich gleich drei Karten. Irgendeine ist dann meistens dabei, wenn ich sie brauche ;-)

Gruß nach Augsburg
Hans-Jürgen

A propos: Kannst Du Deinen Kamerarucksack für pilzkundliche Zwecke empfehlen? Ist auch noch Platz für die diversen Funde? Ich schleppe dazu immer kleine Urinbecherchen mit Schnappdeckel aus Plastik mit mir herum, keine Schraubensortimentsschachteln. Die Becher und die Deckel lassen sich leer ineinanderstapeln, aber benutzt brauchen Sie natürlich Platz. Und fällt einem auch nicht alles entgegen, wenn man den Rucksack aufmacht? Bin auf der Suche nach einer guten Lösung. Derzeit benutze ich einen alten Wanderrucksack. Der ist orange. Das hat den Vorteil, dass ich nicht so schnell verlorengehe, wenn ich mich unter Kiefern eingegraben habe *g*

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Re: Genial!

42, (vor 7270 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

IIRC kann ich
dann auch keine Belichtungsreihen (also +1, 0 und -1 z.B.) mehr schießen,
wenn ich auf RAW umstelle. Mir ist zwar aus dem Gelesenen klar, daß ich
das dann nicht mehr brauche, allerdings muß ich dann viel mehr Bilder
bearbeiten - denke ich zumindest.

Wie Du sagst: Belichtungsreihen sind dann ziemlich unnötig ... es sei denn,
Du willst es auf die Spitze treiben (DRI):

http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamic_Range_Increase

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Fotorucksack

AK_CCM, (vor 7269 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

mir war wichtig, dass ich den Rucksack nicht auf dem Boden abstellen muss, wenn ich etwas aus- oder einpacke, weil ich ungern Zecken-Taxi spiele. ;-)

Deshalb habe ich mich für den Lowepro SlingShot 100 AW entschieden. Bisweilen wünsche ich mir, ich hätte den größeren 200 AW genommen, da könnte man vlt. noch Schwammerln für eine Mahlzeit darin verstauen ohne die Hände mit Körben, Beuteln etc. voll zu haben - das Stativ und die Kamera reichen ja schon. :-)

Schade, dass es die Modelle nicht in anderen Farben, wie z.B. Terracota o.ä. gibt. Andererseits braucht man ihn ja nicht mehr abnehmen und lässt ihn deshalb auch nicht so leicht stehen, dass man ihn wieder finden müsste. :-)

Gruß, Andreas

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Re: Fotorucksack II

42, (vor 7269 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

Empfehlungen abgeben kann ich keine, aber ich kaufe gerne bei Foto-Koch
und der hat gerade ein Sonderangebot (ein Cullmann-Fotorucksack statt
119,95 für 39,90 Euro):

http://www.fotokoch.de/newsletter/751278.shtml

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Vielen Dank, ...

Hans-Jürgen, (vor 7269 Tagen) @ 42

... Matthias und Thomas, für Eure Tipps.

Schon von den Bildschirmbildern her habe ich Zweifel, ob die beiden Modelle meinen Zwecken taugen. Matthias' 100er wäre mir sicher zu klein, aber auch der 200er und das von Thomas ins Gespräch gebrachte Modell sehen nicht danach aus, als ob ich meine Urinbecherchen darin unterbrächte, von den noch nicht erwähnten zwei Aufhellern (der größere zusammengefaltet Durchmesser ca. 35 cm) ganz zu schweigen. Diese Modelle sind alle doch sehr von der klassischen SLR-Ausrüstung her gedacht, also ideale Fotorucksäcke (wobei ich die Möglichkeit, Matthias' Rucksack offenbar mit rascher Handbewegung vom Rücken auf die Brust zu befördern, schon sehr charmant finde), aber nicht "expandibel" genug für mein Durcheinander.

Jetzt kommt ja erst mal Winterpause. Dann gehe ich das Thema vielleicht noch mal neu an.

Also: Danke noch mal.

Grüße
Hans-Jürgen

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Re: Vielen Dank, ...

AK_CCM, (vor 7268 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

Danke für den neuen Namen, aber ich bleibe lieber bei Andreas... ;-)

Viel Erfolg bei der Rucksackrecherche und ein schönes Wochenende!

Gruß, Andreas

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oops,

Hans-Jürgen, (vor 7268 Tagen) @ AK_CCM

sorry, das kommt davon, wenn man immer 7 Sachen gleichzeitig macht.

Ich bitte um Entschuldigung.

Grüße
Hans-Jürgen