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Frische Pfifferlinge zu Weihnachten ?? *PIC*

rowi, (vor 7263 Tagen)

Aber ja !Man muss nur am rechten Ort sein...
Da, wo die Leute noch wie im Mittelalter leben, in Ein-Raum Haeusern mit
offener Feuerstelle:
[image]
Und wo Senora Augusta (78 Jahre) lebt. im Alentejo bei Odemira/Portugal,
knapp noerdlich der Algarve.
Sie lachte ueber meine 2 gefundenen Pfiffis, hatte sie doch eine ganze Schale
voll
[image]
und dann gingen wir gemeinsam in den Korkeichenwald, wo es allerdings sehr
krueppelig und dornig zuging
[image]
und da standen sie, schwer zu sehen im Gebuesch
[image]
Baum-Erdbeeren (Medronho), aus denen ein vorzueglicher Schnaps gebrannt wird,
gab es auch:
[image]
und als der Eimer voll war, wurden die Pfiffis noch geputzt, bevor wir
sie im Auto verpackten.
[image]
Reiche Beute !!
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Im Feinkostladen Apollonia in Almancil kosteten heute 1 Kilo franz.
halbverdorbene Pfifferlinge 29,95 Euro.
Gruss Rolf

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Interessanter Beitrag! Gruss, Marcel *oT*

Abt, (vor 7263 Tagen) @ rowi

- kein Text -

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Hallo Rolf,danke für den sehr schönen Beitrag ....

Hans hurter, (vor 7263 Tagen) @ rowi

etwa so wie bei uns halbverdorbene stoppeli+steini.Das gleiche habe ich auch vor Jahren in Süditalien erlebt und vor nicht zu langer Zeit in Griechenland und der Türkei wo die Landleute noch im Zelt hausen. Was mich immer wieder beeindruckt ist die Zufriedenheit ,die stolze Haltung und das Lachen der Leute die noch wenig mit dem Tourismus in Berührung gekommen sind.Gruss Hans

Aber ja !Man muss nur am rechten Ort sein...
Da, wo die Leute noch wie im Mittelalter leben, in Ein-Raum Haeusern mit
offener Feuerstelle:
Und wo Senora Augusta (78 Jahre) lebt. im Alentejo bei Odemira/Portugal,
knapp noerdlich der Algarve.
Sie lachte ueber meine 2 gefundenen Pfiffis, hatte sie doch eine ganze Schale
voll

und dann gingen wir gemeinsam in den Korkeichenwald, wo es allerdings sehr
krueppelig und dornig zuging

und da standen sie, schwer zu sehen im Gebuesch

Baum-Erdbeeren (Medronho), aus denen ein vorzueglicher Schnaps gebrannt wird,
gab es auch:
und als der Eimer voll war, wurden die Pfiffis noch geputzt, bevor wir
sie im Auto verpackten.

Reiche Beute !!

Im Feinkostladen Apollonia in Almancil kosteten heute 1 Kilo franz.
halbverdorbene Pfifferlinge 29,95 Euro.
Gruss Rolf

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Re: Hallo Rolf,danke für den sehr schönen Beitrag

Heinz Ebert ⌂, (vor 7263 Tagen) @ Hans hurter

Nun, das wird im Rahmen des Klimawandels auch bald bei uns so sein. Ich selbst fand vor zwei Jahren (also 2004) Pfifferlinge noch am 14. Dezember. Auch jetzt steht der Wald in der Eifel noch voller Pilze, weil einfach noch kein Winter einkehren will. Gute Voraussetzungen für unsre Vereinsexkursion (APV) am kommenden Samstag. Die Pilze sind zwar hochintelligent, aber sie kennen keinen Kalender. Sie merken, ob die Bedingungen zur Fruchtkörperbildung (=Fortpflanzung) passen oder nicht. Daher der dezemberliche Pilzreichtum.
Aber trotzdem macht mir der Klimawandel Gedanken. Was wird "es" wohl für Folgen haben *grübel*
Beste Grüße, Heinz Ebert

etwa so wie bei uns halbverdorbene stoppeli+steini.Das gleiche habe ich auch
vor Jahren in Süditalien erlebt und vor nicht zu langer Zeit in
Griechenland und der Türkei wo die Landleute noch im Zelt hausen. Was mich
immer wieder beeindruckt ist die Zufriedenheit ,die stolze Haltung und das
Lachen der Leute die noch wenig mit dem Tourismus in Berührung gekommen
sind.Gruss Hans

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Welche Pfifferlingsart?

Andreas ⌂, (vor 7263 Tagen) @ rowi

Hallo Rolf,

interessanter Beitrag, wirklich!

Ich war auch schon zwischen Korkeichen und in der Macchia Pfifferlinge finden, allerdings in Südfrankreich (Nähe Marseille). Alle Pfifferlinge die wir dort fanden waren recht blass, vor allem jung, grad so etwa wie unser "Laubwald-Pfifferling". Allerdings fleckten sie bei Berührung mit der Zeit auffallend rostgelb. Diese Pfifferlingart heißt Cantharellus alborufescens. Sie kann manchmal ganz leichte rosa Töne auf dem Hut haben, ein bischen ähnlich unserem Violettschuppigen Pfifferling. Es wurde damals noch diskutiert, ob Cantharellus ferruginascens dasselbe sein könnte wie C. alborufescens, aber das wurde letztlich doch einstimmig abgestritten. Warum weiß ich nicht mehr.
Geschmackt haben sie wie einheimische ;-)

beste Grüße,
Andreas

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Re: Welche Pfifferlingsart?

Hans aus ED, (vor 7262 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Geschmackt haben sie wie einheimische ;-)
beste Grüße,
Andreas

hab ichs doch geahnt - Du Mykophage :)

Gruß Hans

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Re: Welche Pfifferlingsart?

rowi, (vor 7261 Tagen) @ Andreas

Hallo Rolf,
interessanter Beitrag, wirklich!
Ich war auch schon zwischen Korkeichen und in der Macchia Pfifferlinge
finden, allerdings in Südfrankreich (Nähe Marseille). Alle Pfifferlinge
die wir dort fanden waren recht blass, vor allem jung, grad so etwa wie
unser "Laubwald-Pfifferling". Allerdings fleckten sie bei
Berührung mit der Zeit auffallend rostgelb. Diese Pfifferlingart heißt
Cantharellus alborufescens. Sie kann manchmal ganz leichte rosa Töne auf
dem Hut haben, ein bischen ähnlich unserem Violettschuppigen Pfifferling.
Es wurde damals noch diskutiert, ob Cantharellus ferruginascens dasselbe
sein könnte wie C. alborufescens, aber das wurde letztlich doch einstimmig
abgestritten. Warum weiß ich nicht mehr.
Geschmackt haben sie wie einheimische ;-)
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
da hast Du mich aber kalt erwischt: Was das fuer ne Sorte Pfifferlinge sein soll...? Du weisst, dass ich ziemlich ahnungslos bin...
Zunaechst mal: Sie sind schon aufgegessen und ich kann sie auf Deine Fragestellung hin nicht mehr untersuchen.
Also, sie waren schon sehr eigelb. Zwei bis drei auch sehr schoen grosse waren am Schirm tatsaechlich ziemlich hell bis fast weiss. Und ob nachgefaerbt Richtung roetlich habe ich nicht sehen koennen. Aber am bemerkenswertesten fand ich eigentlich die Groesse. So gross habe ich Pfifferlinge weder in Masuren noch zu Haus in D. gesehen. Auch die Stiele, insbesondere wenn zwei "siamesisch" zusammengewachsen waren, waren eindrucksvoll dick und schoen fest...

Das Abschlussphoto von der Beute habe ich abends mit Blitzlicht gemacht. Die Qualitaet war miserabel...
Aber leuchtende Oelbaumpilze werden es wohl nicht gewesen sein. Dazu haben sie zu gut geschmeckt...

Generell ist wohl das Pilzesammeln in Portugal nicht sehr verbreitet.

Im deutschsprachigen Portugalforum, wo ich u.a. alles verfolge, was ueber Pfifferlinge berichtet wird, stand geschrieben, dass es nicht mal einen portug. Namen fuer Pfifferlinge gaebe. Und in normalen Kaufhaeusern einschliesslich LIDL gibt es wohl ganzjaehrig keine Pfiffis im Angebot. Darueber klagen alle deutschen Residenten, die hier leben. Bislang habe ich lediglich im Apolonia, einem teuren FeinkostMarkt in Almancil, der ganzjaehrig alles fuehrt, was es irgendwo in der Welt gibt (Kirschen, Brombeeren, Johannesbeeren, gruenen und weissen Spargel, kurz alles, was man so staendig braucht.!), Pfifferlinge finden koennen. Die kamen aus Francia und waren ziemlich ueberteuert und verdorben...Da gab´s auch Pilze, die so aehnlich wie Pfifferlinge ausssahen; die kamen aber aus Thailand und waren noch bisschen teurer und verdorbener.

Deutsche Urlauber und solche, die hier staendig leben, jammern; andere aber berichten auch seit Jahren, dass sie Pfifferlinge
von Dez bis Febr. in den Waeldern insbesondere um Monchique gefunden haben, dass es aber nach den grossen Waldbraenden
viel weniger geworden seien.

Unsere Freunde aus dem Alentejo, durch die wir Senora Augusta kennengelernt haben, behaupten sogar, dass S.Augusta selbst
keine Pilze isst, weil sie sie fuer giftig haelt. Sie sammelt Pfiffis nur ihren deutschen Freunden zuliebe, weil die
immer in Freudentaumel verfallen, wenn sie sowas Leckeres sehen. Aber ihr Sohn hat inzwischen gelernt, dass man damit
Geld verdienen kann und liefert sie jetzt an deutsche Residenten fuer 4 Euro/Kilo.

Senora Augusta hat uebrigens eine sagenhafte Suchtechnik. Sie kennt scheint´s genau den Baum, wo es Pfiffis gibt, steuert den an und hebt das undurchsichtige Unterholz, --- und da haben sie sich dann versteckt, so 5,6,7 .- einer groesser als der andere. Der AUsflug ins Unterholz war jedenfalls sehr lehrreich.
Weil es mir nach Odemira zu weit ist, werde ich mal naechste Woche in den Korkeichenwaeldern hinter Loule suchen und dann
berichten.
Beste Gruesse von Haus zu Haus
Rolf