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oT Artenschutz

Waldschrat, (vor 7248 Tagen)

Hallo Freunde der Schöpfung,
welchen beschränkten Sinn Artenschutz hat, ist drastisch beim Thema Eisbären zu sehen. Sie sterben aus, weil das Eis, ihr Jagdrevier, wegschmilzt. Deshalb sollen sie künftig unter Schutz gestellt werden. Ein absurdes Feigenblatt.
Gruß - Waldschrat

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Re: oT Artenschutz

Der Juergen, (vor 7247 Tagen) @ Waldschrat

welchen beschränkten Sinn Artenschutz hat, ist drastisch beim Thema Eisbären
zu sehen. Sie sterben aus, weil das Eis, ihr Jagdrevier, wegschmilzt.
Deshalb sollen sie künftig unter Schutz gestellt werden. Ein absurdes
Feigenblatt.

Ja, wenn man es so sieht, ist Artenschutz grundsätzlich absurd: Warum überhaupt irgend etwas unter Schutz stellen, wenn die Erde wegen der Hyperraum-Umgehungsstraße von den Vogonen eh gesprengt werden wird.

Weihnachtliche Neujahrs-Grüßle
Juergen

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OT Hyperraumumgehungsstrasse

42, (vor 7247 Tagen) @ Der Juergen

Ja, wenn man es so sieht, ist Artenschutz grundsätzlich absurd: Warum
überhaupt irgend etwas unter Schutz stellen, wenn die Erde wegen der
Hyperraum-Umgehungsstraße von den Vogonen eh gesprengt werden wird.

Seltsamerweise hat keiner Einspruch gegen die geplante Baumaßnahme
erhoben, obwohl eine großzügige Widerspruchsfrist von 50 Jahren angesetzt war.
Solange liegen die Planungsentwürfe für die Hyperraum-Umgehungsstraße und die
entsprechenden Zerstörungsanweisungen schon zur Einsichtnahme vor. Auf Alpha
Centauri.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: OT Planungsentwürfe auf alpha Centauri

Ingo, (vor 7247 Tagen) @ 42

Solange liegen die Planungsentwürfe für die Hyperraum-Umgehungsstraße und die
entsprechenden Zerstörungsanweisungen schon zur Einsichtnahme vor. Auf Alpha
Centauri.

Das wäre sicher alles nur halb so wild, wenn nicht unsere beiden einzigen
Hyperraumschiffe immer in Richtung Pegasus-Galaxie unterwegs wären; zumal
es auf alpha Centauri auch kein Stargate gibt.....
Obwohl...,ich glaube, ich bin gerade auf dem falschen Kahn. ;-))

Zumindest die Delphine wissen doch schon Bescheid, oder?

Beste Grüße
Ingo

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Re: OT Planungsentwürfe auf alpha Centauri

Werner, (vor 7247 Tagen) @ Ingo

Das wäre sicher alles nur halb so wild, wenn nicht unsere beiden einzigen
Hyperraumschiffe immer in Richtung Pegasus-Galaxie unterwegs wären; zumal
es auf alpha Centauri auch kein Stargate gibt.....
Obwohl...,ich glaube, ich bin gerade auf dem falschen Kahn. ;-))

Macht nix, steigst Du einfach bei Zahphod Beeblebrox ein und feierst im "Restaurant at the End of the Universe", da ist eh jeden Tag Weltuntergang :-)

Werner

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Bei euch gibts wohl keine Pilze mehr? *oT*

Rudi, (vor 7247 Tagen) @ 42

- kein Text -

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Es ist längst nicht mehr ...

Waldschrat, (vor 7247 Tagen) @ 42

an der Zeit, zu scherzen. Wer es dennoch tut, verkennt die Situation.
Gruß - besorgter Waldschrat

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Der Juergen, (vor 7247 Tagen) @ Waldschrat

an der Zeit, zu scherzen. Wer es dennoch tut, verkennt die Situation.
Gruß - besorgter Waldschrat

Klimakatastrophen-Mythos? Das ist hier die Frage! Es gibt EINIGE Klimaforscher, die in den allgemeinen Schwanengesang gar nicht mit einstimmen, der sich seit einiger Zeit "groß-medial" etabliert hat. Im NOVO-Magazin z.B. ist seit Sommer ein Dossier (Serie) zu lesen gewesen, in dem sich internationale Meteorologen zu Wort gemeldet haben, die eine signifikante Erderwärmung (also nicht nur lokal!) nicht bestätigen konnten. Ebenso hält sich der in Deutschland tätige Klimaforscher Mojib Latif "seltsam bedeckt" und in zum Teil suggestiv geführten Interviews ("Wie schlimme ist es jetzt wirklich!":-) überraschend optimistisch - seltsam dies alles! Und ständig werden wir von BIMS-BAMS-FOCUS-SPIEGEL und CO auf ein apokalyptisches Zeitalter "eingestimmt". Laut NOVO-Dossier soll es sogar zu einer Abkühlung der polaren Luftmassen gekommen sein - und nur in Mitteleuropa dadurch "induzierte" Warmphase .... und dies nicht vom Magazin verlautbart, sondern von Klimaforschern.

Grüßle
Juergen

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Waldschrat, (vor 7246 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,
bezüglich gewisser ´Klimaforscher´ gebe ich Dir recht. Fakt ist aber, daß der Atmosphäre innert hundert Jahren progressiv dieselbe Menge CO2 zurückgegeben wird, welche ihr über viele Millionen Jahre entzogen wurde. Das reduziert den Sauerstoffanteil um etwa 2/3 dieser Menge. Zudem wurde der Heizwert von 45 Milliarden Tonnen Erdöl in die Atmosphäre eingebracht, vom Feinstaub ganz zu schweigen. Macht man sich bewußt, wie dünn und verletzbar diese ist, bedarf die Leugnung von Auswirkungen aus all dem schon einer ordentlichen Portion optimistischen Wunderglaubens.
Gruß - Waldschrat

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Der Juergen, (vor 7246 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

bezüglich gewisser ´Klimaforscher´ gebe ich Dir recht. Fakt ist aber, daß der
Atmosphäre innert hundert Jahren progressiv dieselbe Menge CO2
zurückgegeben wird, welche ihr über viele Millionen Jahre entzogen wurde.
Das reduziert den Sauerstoffanteil um etwa 2/3 dieser Menge. Zudem wurde
der Heizwert von 45 Milliarden Tonnen Erdöl in die Atmosphäre eingebracht,
vom Feinstaub ganz zu schweigen. Macht man sich bewußt, wie dünn und
verletzbar diese ist, bedarf die Leugnung von Auswirkungen aus all dem
schon einer ordentlichen Portion optimistischen Wunderglaubens.

Die Klimaforscher haben es nicht leicht, Wirkung und Ursache auf den Grund zu gehen. Wenn zwei französische Klimaforscher ein Preisgeld ausgesetzt haben für den, der wissenschaftlich nachweisen kann, dass es überhaupt eine Klimaerwärmung gibt (global!), die außerhalb der normalen Schwankungen liegt - also zwischen der letzten und der noch kommenden Eiszeit:- - (dieses Preisgeld wurde bisher nicht einkassiert:-), dann zeigt das auch, wie komplex diese Wissenschaft ist. Neulich gelesen im Dossier von NOVO! Ich kann Dir den Artikel scannen wenn Du willst. An vielen apokalyptischen Weissagungen (Club of Rome, Global 2000) wird heute gezweifelt. Das mag zum Teil auch daran liegen, weil sich die "wichtigsten" Prophezeihungen nicht erfüllt haben, die es hätten längst sollen.

Gegen "optimistischen Wunderglauben" hilft nur die kritische Methode der Naturwissenschaft; machen wir eine (angeblich) bevorstehende und unbewiesene Klimakatastrophe nicht zu einer Religion - immer schön skeptisch bleiben! Es gibt viele "Stimmen" aus dem Fachbereich, die jenseits von Boulevard, Massen-TV und Kinoleinwand etwas anderes zu Sagen haben ... leider glauben wir aber immer das unbesehen, was uns oft und öfter und immer wieder ins Ohr gebrüllt wird, und das ist eben zur Zeit die Klimakatastrophe, der Feinstaub .... früher wars das Waldsterben. Jede Zeit hat ihre eigenen Untergangsphantasien denen sie huldigt.

Grüßle
Juergen

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Waldschrat, (vor 7246 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,
seltsam, Deine Argumentation gleicht fast auf´s Haar der meines Sohnes. Unser Disput in dieser Sache endet immer in betretenem Schweigen und erst ein Klang der Gerstenkaltschale beendet es. Keines Nachweises braucht allerdings die Tatsache, daß Alpengletscher zügig abschmelzen. Das belegen schon 30jährige Postkarten.
Gruß - Waldschrat

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Der Juergen, (vor 7245 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

seltsam, Deine Argumentation gleicht fast auf´s Haar der meines Sohnes. Unser
Disput in dieser Sache endet immer in betretenem Schweigen und erst ein
Klang der Gerstenkaltschale beendet es. Keines Nachweises braucht
allerdings die Tatsache, daß Alpengletscher zügig abschmelzen. Das belegen
schon 30jährige Postkarten.

Um Missverständnissen vorzubeugen; ich leugne keinesfalls die anthropogenen Veränderungen der Atmosphäre und den Raubbau der Kohlenstoff-Brennstoffe, ich bin nur sehr skeptisch, was das derzeitige Klima-Szenario anbelangt. Ich bin in der Hinsicht auch sehr verunsichert, weil mich die Thematik seit zwei Jahren interessiert, und je tiefer man sein Näschen wo reinsteckt, um so widersprüchlicher werden die Erkenntnisse. Der allseits bekannte Treibhauseffekt z.B. wird heute angezweifelt, im Gegenteil geht man davon aus, dass es zu einer Abkühlung kommt! Irrwitzig, gell? Die USA halten sich an die Aussagen ihrer Klimatologen, deshalb unterschreiben sie das Kyoto-Protokoll nicht. Den seltsamsten "Turn" in dieser Sache, machte wohl Michael Crichton, als er in seinem letzten "Science-Faction-Roman" die "apokalyptischen" und mafiösen Umweltschutz-Organisationen anprangerte und deren Phophezeihungen jegliche wissenschaftliche Realität absprach.

Grüßle
Juergen

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Waldschrat, (vor 7245 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,
es ist angenehm, mit Dir zu diskutieren. Wir könnten es noch lange tun und ich bin überzeugt, wir näherten uns asymptotisch. Guten, fröhlichen, nicht zu trockenen Rutsch über die Jahresschwelle, bekanntlich mindert Flüssigkeit die Reibung.
Gruß - Waldschrat

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Werner, (vor 7245 Tagen) @ Der Juergen

Hallo,

Der allseits
bekannte Treibhauseffekt z.B. wird heute angezweifelt, im Gegenteil geht
man davon aus, dass es zu einer Abkühlung kommt! Irrwitzig, gell? Die USA
halten sich an die Aussagen ihrer Klimatologen, deshalb unterschreiben sie
das Kyoto-Protokoll nicht. Den seltsamsten "Turn" in dieser
Sache, machte wohl Michael Crichton, als er in seinem letzten
"Science-Faction-Roman" die "apokalyptischen" und
mafiösen Umweltschutz-Organisationen anprangerte und deren Phophezeihungen
jegliche wissenschaftliche Realität absprach.

Michael Crichton würde ich jetzt nicht als letzte Autorität zum Thema sehen. Ich möchte dazu anmerken, daß das Thema mich zwar auch interessiert, ich aber gleichzeitig froh bin, schon 46 zu sein. Sicher wird auch von manchen Seiten immer wieder mal etwas übertrieben; nur leuchtet es eigentlich jedem Kind ein, daß das, was wir mit der Erde treiben, nicht folgenlos bleiben kann. Ob man nun das Ozonloch, die Gletscherabschmelzung (ebenso wie die Eiskappen an den Polen), die sich auffällig häufenden Hurricanes, Taifune etc., das Waldsterben oder sonstwas hernimmt - die Hinweise auf eine nachhaltige Zerstörung unserer Umwelt kann man einfach nicht leugnen. Gleichzeitig sollte es auch klar sein, daß das, was tagtäglich in der Welt an Wäldern abgeholzt wird, nicht ohne Folgen für die Atmosphäre bleiben kann. Das Aussterben vieler Arten und die damit verbundenen Gleichgewichtsverschiebungen sind ja auch evident. Warum jammern die Förster denn über zu viel Rotwildverbiß, wenn gleichzeitig alle natürlichen Feinde des selben Wildes ausgerottet wurden? Bruno, der Bär, war nur das Sahnehäubchen auf dieser ganzen Parodie. Trotzdem erregt viele Bruno viel mehr, als der viel gigantischere Wahnsinn, der dahintersteht bzw. der von Bruno lediglich versinnbildlicht wird.

Für mich bleibt als Fazit nur: wer die durch den Menschen verursachten massiven Schäden nicht sehen will, ist entweder einer derjenigen, die aus Geld- und Machtgier dafür verantwortlich sind, oder er ist einer der "Vogel-Strauß-Leute", die den Kopf in den Sand stecken. Man kann natürlich nach der Devise "nach mir die Sintflut" im wahrsten Sinne des Wortes leben, nur halte ich es für irrwitzig, diese Lebensphilosophie auch noch mit "wissenschaftlichen" Arbeiten begründen zu wollen, daß alles ja gar nicht so schlimm ist.

Ob wir nun eine Erderwärmung oder durch die Abschmelzung an den Polen eine neue Eiszeit kriegen, Tatsache bleibt, daß die Folgen für das dümmste aller Lebewesen
langfristig so gewaltig sein werden, daß es sich selber ausrottet. Es wird dann an den vorher gemachten Dollars, Euros etc. hungrig knabbern und die Ahnen verfluchen. Schlimm wäre allerdings, wenn es dem Menschen bis dahin gelingen würde, einen anderen bewohnbaren Planeten zu besiedeln, um den dann auch wieder plattzumachen.

Ich denke, es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis die Erde faktisch unbewohnbar für uns ist. Und weiterhin glaube ich, daß das keine 100 Jahre mehr dauert. Wenn es die Umweltzerstörung nicht schafft, wird bis dahin sicher ein Wahnsinniger mit Atom-, Bio- und Chemiewaffen zeigen, daß man das Ganze noch beschleunigen kann.

Servus,

Werner

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Sorry Werner,

Waldschrat, (vor 7245 Tagen) @ Werner

ich hab´s mir nicht getraut, so deutlich zu werden.
Gruß - Waldschrat

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Der Juergen, (vor 7245 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

dass wir alle Raubbau am Planeten betreiben ist mir so bewusst wie jedem anderen; ich möchte keiner Leugnung oder Ignoranz bezichtigt werden, allerdings lasse ich mir sehr gerne nachsagen, dass ich nicht an jeden Popanz glaube, der vor mir aufgeblasen wird. Was mir Unbehagen bereitet, ist der religöse Eifer, mit dem manche apokalyptische Visionen propagiert werden. Ob der Mensch gut oder schlecht ist, ist letztlich nicht Gegenstand der Naturwissenschaft; die soll nur rauskriegen was z.B. am "Waldsterben" wirklich dran ist (und da war damals schon nicht das dran, was propagiert worden ist). Tatsache ist eben auch, dass althergebrachte Phrophezeiungen mit der Zeit sang- und klanglos aus dem Bewusstsein der Gesellschaft verschwunden sind (Global 2000), weil sie sich nicht erfüllt haben. Da drängst sich jetzt die Frage auf: haben sie sich nicht erfüllt, weil der Mensch erfolgreich einlenkte, oder weil die wissenschaftlichen Prognosen auf falschen Fakten beruhten? Ist es tatsächlich so, dass die in letzter Zeit beobachteten Naturkatastrophen zunehmen? Oder nimmt nur die Berichterstattung darüber zu? Verdienen diejenigen, die solche Apokalypsen ausrufen und am Leben erhalten nicht auch Geld? Zum Schluß noch; Michael Crichton ist vielleicht keine Autorität auf dem Fachgebiet Klimatologie etc, aber ich glaube nicht, dass ein Politiker mehr Vertrauen genießt als dieser Autor, der es sich noch nie leicht gemacht hat, bei der Recherche für seine Romane. Zumindest wirft dieser Autor einen kritischen Blick auf die Angelegenheit und muss nicht mit der "Apokalypse" auf Wählerstimmen-Fang gehen, wie gewisse andere Filmemacher, die sich schamlos Politiker nennen:-)

Grüßle
Juergen

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Werner, (vor 7245 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

dass wir alle Raubbau am Planeten betreiben ist mir so bewusst wie jedem
anderen; ich möchte keiner Leugnung oder Ignoranz bezichtigt werden,
allerdings lasse ich mir sehr gerne nachsagen, dass ich nicht an jeden
Popanz glaube, der vor mir aufgeblasen wird.

Wollte Dir das auch gar nicht unterstellen, daß Du das nicht weißt. Ob nun der ein oder andere "Popanz aufgeblasen wird" oder nicht, man darf nie die Gesamtheit außer Betracht lassen. Wenn die Erde auch unheimlich leidensfähig ist und vieles grade so noch hinbiegt, die komplette Symptomatik halte ich für entscheidend. Und die einzelnen Faktoren multiplizieren langfristig die anderen, die momentan vielleicht noch ausgeglichen werden können.

Was mir Unbehagen bereitet,
ist der religöse Eifer, mit dem manche apokalyptische Visionen propagiert
werden.

Klar. Aber es beschwert sich ja niemand über den religiösen Eifer, mit dem die Fortschrittsgläubigen ihre Umweltzerstörung bewerben. Man sehe sich nur die Werbung der Auto-, Genmanipulations- oder gar der Rüstungsindustrie an. Wir nehmen das nur leider alle unreflektiert als normal hin, weil wir in einer Gesellschaft aufgewachsen sind, in der wir von klein auf schon mit diesem Zeugs "brainwashed" werden. Wenn nun eine diesem Weltbild widersprechende These nur ein klein wenig falsch ist, sehen wir das um so krasser.

Ob der Mensch gut oder schlecht ist, ist letztlich nicht
Gegenstand der Naturwissenschaft; die soll nur rauskriegen was z.B. am
"Waldsterben" wirklich dran ist (und da war damals schon nicht
das dran, was propagiert worden ist). Tatsache ist eben auch, dass
althergebrachte Phrophezeiungen mit der Zeit sang- und klanglos aus dem
Bewusstsein der Gesellschaft verschwunden sind (Global 2000), weil sie
sich nicht erfüllt haben. Da drängst sich jetzt die Frage auf: haben sie
sich nicht erfüllt, weil der Mensch erfolgreich einlenkte, oder weil die
wissenschaftlichen Prognosen auf falschen Fakten beruhten?

Wie immer man es auch sieht: das Waldsterben gibt es nach wie vor. Auch wenn manches nicht so drastisch und unmittelbar ausgefallen ist, wie es die sogenannten "religiösen Eiferer" dargestellt haben. Unter Waldsterben verstehe ich zusätzlich auch die Abholzung der Regenwälder und die Zubetonierung von Wäldern. Wie gesagt: auch eine kurzfristige Erholung mancher Wälder wird langfristig nicht daran rütteln, daß die Gesamtheit der Umweltzerstörung später zurückschlagen wird - nur dann plötzlich viel krasser, als jemals zuvor. Das ist wie mit manchen krebskranken Patienten. Der ursprüngliche Tumor wurde geheilt, die Krebszellen gibt es immer noch. Jahre später greifen sie plötzlich mehrere Organe gleichzeitig an und dann nützt die Operation von 1-2 Tumoren nichts mehr.

Ist es
tatsächlich so, dass die in letzter Zeit beobachteten Naturkatastrophen
zunehmen? Oder nimmt nur die Berichterstattung darüber zu?

Klar, die Berichterstattung nimmt zu. Nur - es ist schon auffällig, wie sehr schon im Kleinen viele Katastrophen passieren - z.B. Lawinenabgänge durch abgeholzte Wälder und Zubetonierung. Im Großen ist das auch so, nur wird es halt ungern wahrgenommen. Die begradigten Flüsse sind doch auch eindeutig schuld an vielen Überschwemmungen - klar, man kann da in weltweiter Sicht auch vom "Kleinen" sprechen. Ob man aber bei der permanenten Abnahme der Regenwälder und der Leerfischung der Meere noch vom "Kleinen" sprechen kann, würde ich mal bezweifeln. Und da gäbe es ja noch viele andere Beispiele.

Verdienen
diejenigen, die solche Apokalypsen ausrufen und am Leben erhalten nicht
auch Geld? Zum Schluß noch; Michael Crichton ist vielleicht keine
Autorität auf dem Fachgebiet Klimatologie etc, aber ich glaube nicht, dass
ein Politiker mehr Vertrauen genießt als dieser Autor, der es sich noch
nie leicht gemacht hat, bei der Recherche für seine Romane. Zumindest
wirft dieser Autor einen kritischen Blick auf die Angelegenheit und muss
nicht mit der "Apokalypse" auf Wählerstimmen-Fang gehen, wie
gewisse andere Filmemacher, die sich schamlos Politiker nennen:-)

Weiß jetzt gerade nicht, wen Du meinst. Klar, auch mit der Apokalypse wird "gemenschelt". Zu leugnen, daß ihre Vorzeichen nicht zu sehen wären, halt ich aber für verkehrt. Wie gesagt, ich freue mich, in 2006 zu leben und demnächst in 2007. Wenn ich jetzt allerdings 15 Jahre alt wäre, würde ich mir bedeutend mehr Sorgen um mein eigenes Wohl machen. Ich glaube halt, daß es in 50 Jahren nicht mehr allzuviel zu lachen gibt. Und - wie vorher schon angesprochen - ich glaube auch, daß ein Hauptproblem die Überbevölkerung und die damit verbundenen Verteilungskämpfe - sprich: Kriege - sein werden. Wenn ich betrachte, daß Wahnsinnige wie im Iran, Nordkorea etc. wohl bald Atomwaffen haben und daß schon ein Student in den 70ern oder 80ern in den USA mal den kompletten Bau einer A-Waffe in einem Magazin erläutert hat, dann kann ich mir ausmalen, wann ein Nachfolger Osamas sowas wild zündet. Und das nicht nur einmal. Und die bestehenden Atommächte wie USA, Frankreich, Israel, Rußland, China, GB usw. halte ich für moralisch nicht so hochwertig, daß ich denen nicht auch zutrauen würde, uns ins "Kingdom Come" zu blasen.

Trotz dieser "düsteren Prognosen" meinerseits, ein Gutes Neues Jahr 2007,

Werner

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Kleine Anmerkung

Der Juergen, (vor 7245 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

ich möchte folgende Argumentation noch etwas kommentieren:

wer die durch den Menschen verursachten
massiven Schäden nicht sehen will, ist entweder einer derjenigen, die aus
Geld- und Machtgier dafür verantwortlich sind, oder er ist einer der
"Vogel-Strauß-Leute", die den Kopf in den Sand stecken.

bei so wichtigen Fragen, wie der, nach der Kausalität von Umweltschäden, sollte man ausschließlich Wissenschaftler befragen. Also keine Schadproduzenten, Politiker oder Journalisten. Diese Thematik ist zu wichtig und verlangt die volle Aufmerksamkeit: Ideologien stören hier! Ich beziehe mein dürftiges Wissen darüber aus Fachmagazinen, in denen ebenfalls sehr konträr diskutiert wird. Bitte bezichtige mich nicht einer ideologischen Haltung, das würde mich sehr verletzen.

Grüßle
Juergen

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Epilog

Waldschrat, (vor 7245 Tagen) @ Der Juergen

Hallo miteinand,
irgendwann ist das Wesentliche gegessen und was dann noch gekaut wird, schmeckt bitter. Die meisten Pilzler interessiert es eh nicht und das ist verständlich. Also belassen wir es dabei und freuen uns auf den Zauber des Jahreswechsels.
Prosit Neujahr! - Waldschrat
P.S.: trotzdem liebe ich Gewitter und kann´s mir nicht verkneifen, dicke Luft zu machen.

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Re: Epilog

Der Juergen, (vor 7245 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

irgendwann ist das Wesentliche gegessen und was dann noch gekaut wird,
schmeckt bitter. Die meisten Pilzler interessiert es eh nicht und das ist
verständlich. Also belassen wir es dabei und freuen uns auf den Zauber des
Jahreswechsels.
Prosit Neujahr! - Waldschrat
P.S.: trotzdem liebe ich Gewitter und kann´s mir nicht verkneifen, dicke Luft
zu machen.

Ach, ich könnt ja noch viel Wesentliches schreiben, aber dieses kurzatmige Forum ist ja mit solchen Diskurs-Massen schnell überfordert. Nichtsdestotrotz möchte ich noch German Krieglsteiner zitieren: "Wer nur von Pilzen was versteht, versteht gar nichts" :-)

Grüßle
und eine guten Rutsch
Juergen

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Re: Kleine Anmerkung

Werner, (vor 7245 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

ich möchte folgende Argumentation noch etwas kommentieren: bei so wichtigen
Fragen, wie der, nach der Kausalität von Umweltschäden, sollte man
ausschließlich Wissenschaftler befragen. Also keine Schadproduzenten,
Politiker oder Journalisten. Diese Thematik ist zu wichtig und verlangt
die volle Aufmerksamkeit: Ideologien stören hier! Ich beziehe mein
dürftiges Wissen darüber aus Fachmagazinen, in denen ebenfalls sehr
konträr diskutiert wird. Bitte bezichtige mich nicht einer ideologischen
Haltung, das würde mich sehr verletzen.

Nein, ich bezichtige Dich nicht so einer ideologischen Haltung. Im Gegenteil, Du gehörst ja offensichtlich zu den Menschen, die sich immerhin für das Thema interessieren und auch darüber nachdenken.

Ich beziehe mein Wissen auch nur aus den allgemein zugänglichen Quellen. Was mich stutzig macht, sind nur die Häufung und das Ausmaß der Katastrophen, Kriege, Terror etc. Und ich sehe keinerlei Ansatz bei der Menschheit, diesen Katastrophen künftig entgegenzutreten.

Beispiel New Orleans: nach der Katastrophe hat man wieder Schutzdämme aufgebaut, die wieder nur einem "Category 3-Hurricane" standhalten. Das mal nur für ein Kleinbeispiel, das weltweit natürlich keinerlei Bedeutung hat und nur dafür steht, wie man mit den Problemen umgeht.

Beispiel Naher Osten: es ist schon ein Irrsinn, wie man permanent wieder irgendwelche Annäherungen preist um dann kurz darauf wieder voll auf die "Kacke zu hauen". Das Spiel geht nun schon einige Jahrzehnte so. Daraus erfolgt zwangsläufig ein Anstieg des weltweiten Terrors.

Oder - grade höre ich: Bush preist die Hinrichtung Saddams als Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie. Wie blöd und beschränkt kann man noch sein? Wenn das alles ist, was unsere Weltführer vorweisen - Prost Mahlzeit. Nicht daß es mir nicht schietegal ist, ob Saddam hingerichtet wurde oder nicht. Aber es ist schon merkwürdig, wenn man behaupten darf, eine Hinrichtung sei ein Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie. Ich weiß jetzt schon, mit welchem tiefen Schweigen dieser Spruch seitens unserer Bundeskanzlerin nicht kommentiert wird.

Alles nur winzige Beispiele. Aber davon gibt es Zigtausende. Die Rüstungsindustrie der Welt baut weiter Waffen um die Kriege von übermorgen zu beliefern. Die Chemie- und Bioindustrie baut weiter Chemikalien und genmanipulierte Pfanzen, um die Wirtschaftlichkeit z.B. der Landwirtschaft weiterhin zu gewährleisten. Usw. usf.

Im Angesicht all dessen frage ich mich, was der Unfug soll, uns das Rauchen, den Alkohol und die Drogen verbieten zu wollen. Wenn gleichzeitig Waffen und Chemie hergestellt werden, die ein vielfaches an Leid in der Zukunft auslösen werden. Das bleibt alles nur wegen unserem "Brainwashing" unwidersprochen.

Sorry, daß ich noch mal so ausführlich geschrieben habe. Aber ab und zu darf schon mal ein Exkurs sein, oder?

Ich bleibe trotzdem ein fröhlicher Mensch - ein bisserl muß ja jeder den Kopf in den Sand stecken :-)

Gruß,

Werner