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Mikroskop: das leidige Thema

Krötenhocker, (vor 7246 Tagen)

Hallo zusammen,
ich fasse mich kurz: die Recherche in diesem und in div. Mikroskopier-Foren hat mir aufgezeigt, dass mein Wunschmikroskop einfach zu teuer ist. (Ebay und dann Gebrauchtgerät ist mir zu kritisch in der Preisklasse, Lidl und Aldi wurde ja gerade hier diskutiert)
Und da ich wohl wirklich nicht drum rum komme, ich aber nicht viel mehr als 300 Euro ausgeben möchte, wollte ich Euch mal fragen, ob eine präzise Pilzbestimmung mit diesem hier wohl möglich ist. Klar, es ist ein Bresser, also wohl irgendein Import aus China oder so, aber es hat DIN-Objektive und Okulare und die Möglichkeit, parallel eine Okular-Kamera anzuschliessen. Also auch schnell mal ein Foto machen oder zum Ausmessen der Sporen und sonstigem.
Ich weiß, Ihr würdet mir raten, noch ein paar Jahre zu sparen, aber ich würde mich gerne im Frühling oder falls ich ein paar Samtfüsse(sollen zum üben ja klasse sein) finde, auch eher mit der Pilz-Mikroskopie befassen.

Vieleicht stand ja der/die eine oder andere vor einer ähnlichen Problematik und hat mit dieser Baureihe oder ähnlichem in dieser Preisklasse Erfahrungen gesammelt.

Viele Grüsse aus'm Pott,

Jens

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Heinz Ebert ⌂, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Also, wenn ich noch keins hätte, dann würde ich mir das Ding kaufen. Es hat zwar in der Grundausstattung keinen großen Komfort, aber Zubehör (zB Phasenkontrast-Einrichtung - sehr hilfreich) kannst du ja irgendwann dazukaufen. Wenn das alle stimmt, was in der Beschreibung steht, dann wirst du gut damit zurechtkommen. Die Abbildungen sehen vielversprechend aus.
Die DIN-Anschlüsse ermöglichen auch eine Ergänzung durch Zubehör besserer Hersteller (ich kenne z.B. ein Billig-Mikroskop, das mit Olympus-Objektiven unschlagbar-bessere Bilder ermöglicht).
Aber als "Einstieg" machst du bei dem Preis wahrscheinlich keinen schlechten Kauf. Die Entscheidung bleibt aber bei dir.
Beste Grüße, Heinz Ebert

Hallo zusammen,
ich fasse mich kurz: die Recherche in diesem und in div. Mikroskopier-Foren
hat mir aufgezeigt, dass mein Wunschmikroskop einfach zu teuer ist. (Ebay
und dann Gebrauchtgerät ist mir zu kritisch in der Preisklasse, Lidl und
Aldi wurde ja gerade hier diskutiert)
Und da ich wohl wirklich nicht drum rum komme, ich aber nicht viel mehr als
300 Euro ausgeben möchte, wollte ich Euch mal fragen, ob eine präzise
Pilzbestimmung mit diesem hier wohl möglich ist. Klar, es ist ein
Bresser, also wohl irgendein Import aus China oder so, aber es hat
DIN-Objektive und Okulare und die Möglichkeit, parallel eine Okular-Kamera
anzuschliessen. Also auch schnell mal ein Foto machen oder zum Ausmessen
der Sporen und sonstigem.
Ich weiß, Ihr würdet mir raten, noch ein paar Jahre zu sparen, aber ich würde
mich gerne im Frühling oder falls ich ein paar Samtfüsse(sollen zum üben
ja klasse sein) finde, auch eher mit der Pilz-Mikroskopie befassen.
Vieleicht stand ja der/die eine oder andere vor einer ähnlichen Problematik
und hat mit dieser Baureihe oder ähnlichem in dieser Preisklasse
Erfahrungen gesammelt.
Viele Grüsse aus'm Pott,
Jens

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Krötenhocker, (vor 7246 Tagen) @ Heinz Ebert

Also, wenn ich noch keins hätte, dann würde ich mir das Ding kaufen. Es hat
zwar in der Grundausstattung keinen großen Komfort, aber Zubehör (zB
Phasenkontrast-Einrichtung - sehr hilfreich) kannst du ja irgendwann
dazukaufen. Wenn das alle stimmt, was in der Beschreibung steht, dann
wirst du gut damit zurechtkommen. Die Abbildungen sehen vielversprechend
aus.
Die DIN-Anschlüsse ermöglichen auch eine Ergänzung durch Zubehör besserer
Hersteller (ich kenne z.B. ein Billig-Mikroskop, das mit
Olympus-Objektiven unschlagbar-bessere Bilder ermöglicht).
Aber als "Einstieg" machst du bei dem Preis wahrscheinlich keinen
schlechten Kauf. Die Entscheidung bleibt aber bei dir.
Beste Grüße, Heinz Ebert

Hallo Heinz,
das hört sich ja schon mal gar nicht nach der erwarteten Ablehnung an.
Unter der Wirkung von Phasenkontrastbeleuchtung kann ich mir zwar jetzt noch nichts vorstellen, aber kommt Zeit, kommt Geld und dann sitzt sowas womöglich auch mal drin.
Erstmal vielen Dank für Deine Begutachtung.
Beste Grüße zurück, Jens

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Ingo, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

warum eigentlich nicht das Bresser?
Ich habe von da mal mein Astro-Teleskop bezogen. Die Fabrikation dieser Optiken
findet zumeist in Fernost statt, wobei ich da Japan ausschließe.
Ein vergleichbares Teleskop eines japanischan Markensherstellers ist so um ein
5-faches teurer. Einen Vergleich mit Zeiss möchte ich hier gar nicht erst
anführen (Faktor 10..).
Der Unterschied in den qualitativen Datails beträgt oft keine 20%. Und die
sind nach meiner Ansicht kein 5-10 -faches an Anschaffungspreis wert, es sei
denn, man hat einen Fotokopierer, der....Naja. ;-)

Eine Alternative wäre noch ein etwas unbekannteres Markenmikro bei ebay & Co.,
mit allen damit verbundenen Risiken. Ich glaube, dort gerade ein Will/Wetzlar
gesehen zu haben - fällig am 01.01.2007. Die Teile sind noch in 160 mm Norm
gefertigt und sollten damit auch noch gut ausbaufähig sein.

Vielleicht gibt es ja noch den einen oder anderen Tip dazu.

Viele Grüße - Ingo

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Krötenhocker, (vor 7246 Tagen) @ Ingo

Hallo Jens,
warum eigentlich nicht das Bresser?
Ich habe von da mal mein Astro-Teleskop bezogen. Die Fabrikation dieser
Optiken
findet zumeist in Fernost statt, wobei ich da Japan ausschließe.
Ein vergleichbares Teleskop eines japanischan Markensherstellers ist so um
ein
5-faches teurer. Einen Vergleich mit Zeiss möchte ich hier gar nicht erst
anführen (Faktor 10..).
Der Unterschied in den qualitativen Datails beträgt oft keine 20%. Und die
sind nach meiner Ansicht kein 5-10 -faches an Anschaffungspreis wert, es sei
denn, man hat einen Fotokopierer, der....Naja. ;-)
Eine Alternative wäre noch ein etwas unbekannteres Markenmikro bei ebay &
Co.,
mit allen damit verbundenen Risiken. Ich glaube, dort gerade ein Will/Wetzlar
gesehen zu haben - fällig am 01.01.2007. Die Teile sind noch in 160 mm Norm
gefertigt und sollten damit auch noch gut ausbaufähig sein.
Vielleicht gibt es ja noch den einen oder anderen Tip dazu.
Viele Grüße - Ingo

Hallo Ingo,

Das Billigding von Lidl war ja auch ein Bresser, das hat mich bis jetzt ein wenig verunsichert.
Aber man kann ja sehr wahrscheinlich für mehr Geld dann auch ein höheres Qualitätsniveau erwarten.
Das Will/Wetzlar ist jetzt schon bei 130 EUR, bei 21 Bietern. Das wird in 3 Tagen zu teuer für mich sein. Und ich finde ja am Bresser auch den 3. Tubus oder wie das heißt, für z.B. eine Kamera-Anbindung sehr interessant.
Was ist denn die 160mm Norm? (Vielleicht DIN???)

Viele Grüße, Jens

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Werner, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo,

Das Will/Wetzlar ist jetzt schon bei 130 EUR, bei 21 Bietern. Das wird in 3
Tagen zu teuer für mich sein. Und ich finde ja am Bresser auch den 3.
Tubus oder wie das heißt, für z.B. eine Kamera-Anbindung sehr interessant.

Das wäre mir zu gefährlich, es sei denn, Du wohnst in der Nähe des Verkäufers und kannst es vorher besichtigen. Ich habe selbst ein Will/Wetzlar und bin sehr zufrieden damit. Aber bei diesem Mikroskop handelt es sich um eine "medizinisches" Gerät, das vermutlich einige Zeit in Arztpraxen etc. verbracht hat. Und da ist nicht gewährleistet, daß die Objektive nicht verkratzt und die Mechanik noch ok ist.

Was ist denn die 160mm Norm? (Vielleicht DIN???)

Vor dem Mikroskopkauf solltest Du unbedingt mal die Mikrofibel vorher lesen: http://www.mikroskopie-muenchen.de/fibeldown.html

Es gibt mehrere verschiedene Tubuslängen, 160mm ist Standard - siehe Mikrofibel. Außerdem gibt es auch verschiedene Objektivabgleichlängen - meist 37 oder 45 mm. Usw. usf. Wie gesagt, steht alles in der Fibel.

Ob man zu dem Bresser raten kann oder nicht, will ich nicht beurteilen. Richtig interessant wäre halt, ob das irgendjemand wirklich verwendet. Weiterhin wäre interessant, welche Numerischen Aperturen die größeren Objektive haben (40x, 100x). Weiterhin wäre interessant, ob man den Kondensor immergieren kann (Öl). Von Köhler-Beleuchtung steht auch nichts da, also wäre auch das zu recherchieren.

Ich weise immer wieder gerne auf Walter Pätzold hin, der ja auch Mikroskope für nicht allzuviel mehr verkauft (www.pilzzentrum.de). Auf der Webseite sind sie zwar momentan nicht - soweit ich das sehen kann. Aber wenn man bei Walter kauft, ist man halt sicher, daß man das auch für die Pilzmikroskopie wirklich brauchen kann. Ich habe damals meines gebraucht für 800 DM gekauft und bin hochzufrieden.

Viele Grüße,

Werner

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Krötenhocker, (vor 7246 Tagen) @ Werner

Hallo,
Das wäre mir zu gefährlich, es sei denn, Du wohnst in der Nähe des Verkäufers
und kannst es vorher besichtigen. Ich habe selbst ein Will/Wetzlar und bin
sehr zufrieden damit. Aber bei diesem Mikroskop handelt es sich um eine
"medizinisches" Gerät, das vermutlich einige Zeit in Arztpraxen
etc. verbracht hat. Und da ist nicht gewährleistet, daß die Objektive
nicht verkratzt und die Mechanik noch ok ist.
Vor dem Mikroskopkauf solltest Du unbedingt mal die Mikrofibel vorher lesen:
http://www.mikroskopie-muenchen.de/fibeldown.html
Es gibt mehrere verschiedene Tubuslängen, 160mm ist Standard - siehe
Mikrofibel. Außerdem gibt es auch verschiedene Objektivabgleichlängen -
meist 37 oder 45 mm. Usw. usf. Wie gesagt, steht alles in der Fibel.
Ob man zu dem Bresser raten kann oder nicht, will ich nicht beurteilen.
Richtig interessant wäre halt, ob das irgendjemand wirklich verwendet.
Weiterhin wäre interessant, welche Numerischen Aperturen die größeren
Objektive haben (40x, 100x). Weiterhin wäre interessant, ob man den
Kondensor immergieren kann (Öl). Von Köhler-Beleuchtung steht auch nichts
da, also wäre auch das zu recherchieren.
Ich weise immer wieder gerne auf Walter Pätzold hin, der ja auch Mikroskope
für nicht allzuviel mehr verkauft (www.pilzzentrum.de). Auf der Webseite
sind sie zwar momentan nicht - soweit ich das sehen kann. Aber wenn man
bei Walter kauft, ist man halt sicher, daß man das auch für die
Pilzmikroskopie wirklich brauchen kann. Ich habe damals meines gebraucht
für 800 DM gekauft und bin hochzufrieden.
Viele Grüße,
Werner

Hallo Werner,
die Microfibel habe ich mir eben heruntergeladen.
Es gibt einen Laden in Düsseldorf (ist nicht ganz so weit), da werde ich morgen(äh...heute) anrufen und wegen Köhlerscher Beleuchtung nachfragen, die sind mit dem gleichen Mikroskop auch günstiger. Und ich hab natürlich den rechtlichen Vorteil des Online-Geschäfts, die Ware wieder zurückschicken zu können, sollte sie nichts taugen.
Im Gegensatz zu Ebay-Gebrauchtartikeln.
Kondensor immergieren??? Ich schau erst nochmal in die Mikrofibel.
Aber erst nachdem ich schlafen war.

Vielen Dank und viele Grüße, Jens

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Axel Schilling ⌂, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,
das Bresser-Angebot sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus.
Die Beleuchtung ist allerdings etwas schmal ausgefallen. Was bleibt davon noch übrig wenn du auch den Fototubus benutzt ? Wie ist überhaupt die Lichtverteilung mit dem Fototubus geregelt, zwackt der immer Licht ab ?
Diese Fragen solltest du vorher noch klären.
Und denke daran dir ein Mikrometerokular zu besorgen, das ist auch nicht ganz billig.
Ich persönlich würde ein gebrauchtes Markengerät (Zeiss, Leitz, Will, Olympus) bevorzugen (vorher unbedingt ausgiebig testen !), weil dort Ausbaufähigkeit (eBay) und Service (Foren) besser gegeben sind.

Gruß
Axel

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

hoennetaler, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens!

Ich stimme Axel zu. Ob Du auf Dauer mit dem Bresser glücklich wirst?

Ich selbst habe mich bei Ebay versorgt. Zuzüglich der passenden Okulare (inkl. Okularmikrometer) hat mich mein Carl Zeiss Jena Mikro rd. 650 € gekostet. Ein Restrisiko verbleibt bei Ebay aber natürlich auch immer. Ich beobachte den Markt bei Ebay jetzt fast ein Jahr. Hier ein paar Mitglieder, die regelmäßig Mikroskope verkaufen und vertrauenswürdig sind: prof.angler (gewährt bei seinen Artikeln Rückgaberecht!), frosch11 (dahinter verbirgt sich Thomas Woitzik von mikroskop-online.de), microklaus (Klaus Herrman aus dem Mikroskopie.de-Forum, mikro-bild (Olaf Jaurich, jaurich-online.de).

Achte darauf, dass die angebotenen Mikroskope (egal ob neu oder gebraucht) in der Regel kein Okularmikrometer zum Ausmessen der Sporen, Zystiden etc. haben. Das sind Extra-Kosten, die Du berücksichtigen musst. Ein Objektivmikrometer zum "Eichen" des Okularmikrometers leiht man sich normalerweise aus. Wenn Du da niemanden hast, wären auch das zusätzliche Kosten.

Du kannst auch im Mikro-Markt (www.mikroskopie.de) eine Suchanzeige aufzugeben.
Im Mikro-Markt wird derzeit ein monokulares Olympus CH für 200 € VB angeboten. Ein Binotubus ist für dieses weit verbreitete Modell evtl. noch zu kriegen. Die Mechanik und Optik soll sehr gut sein. Wichtig wäre, dass das Okular aufschraubbar ist und somit ein Mikrometerplättchen eingelegt werden kann. Das Risiko halte ich für gering, da der Wiederverkaufswert bei Ebay nicht viel unter den 200 € liegen dürfte.

Viel Glück bei der Suche
Gruß
Jürgen

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Axel Schilling ⌂, (vor 7246 Tagen) @ hoennetaler

Hallo Jürgen,
danke für die Insider-Infos. Frosch11 hat mir mal einen Satz Plan-Objektive für mein Leitz vor der Nase weggeschnappt.

Gruß
Axel

... Ich
beobachte den Markt bei Ebay jetzt fast ein Jahr. Hier ein paar
Mitglieder, die regelmäßig Mikroskope verkaufen und vertrauenswürdig sind:
prof.angler (gewährt bei seinen Artikeln Rückgaberecht!), frosch11
(dahinter verbirgt sich Thomas Woitzik von mikroskop-online.de),
microklaus (Klaus Herrman aus dem Mikroskopie.de-Forum, mikro-bild (Olaf
Jaurich, jaurich-online.de). ...

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Thomas, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens
Ich glaube das dargestellte Mikroskop entspricht auf jeden Fall lange Zeit deinen Anforderungen als Mikroskopieranfänger und schliesse mich somit dem Heinz an.
Ein wenig verunsichert hat mich nur der Satz:
"wollte ich Euch mal fragen, ob eine präzise Pilzbestimmung mit diesem hier wohl möglich ist."
Hoffentlich sind deine Erwartungen da nicht zu hoch!
Zu einer präzisen Pilzbestimmung gehört mehr als ein Mikroskop (Literatur zB. auch mordsteuer), bzw. ist oft auch mit dem teuersten Mikroskop nicht möglich.

Viel Spass in der Micro-Welt
wünscht dir
Thomas

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Ingo, (vor 7246 Tagen) @ Thomas

Zu einer präzisen Pilzbestimmung gehört mehr als ein Mikroskop (Literatur zB.
auch mordsteuer), bzw. ist oft auch mit dem teuersten Mikroskop nicht
möglich.

@Jens

Das kann man nur unterstreichen!

Aber für den Anfang sind die SECHS Bände der "Pilze der Schweiz" doch nicht
so schlecht. Die gibt es als Komplettangebot immerhin schon für 550,- €.
Nein - Ernst beiseite. ;-))

Da du erst beginnst, dich mit der Materie auseinanderzusetzen, würde ich zum
Besuch eines Mikroskopierkurses raten.

Solltest du versuchen, in die Materie in Eigenregie einzusteigen, solltest
du unbedingt versuchen, das Buch "Pilzmikrokopie" von Erb & Matheis zu
zu bekommen. Bis vor Kurzem war es jedenfalls noch über die Pilzlehrschau
Hornberg (W. Pätzold) für unter 30,-€ zu beziehen.

Angaben zu Sporenformen und -größen kann man bereits im Parey's (Bon) finden.
Einzelne Gattungsmonographien kannst du dir auch kostenlos im Netz runterladen.

Eine Anmerkung nochmal zu Bresser:
Es ist sicher richtig, dass unter der Marke auch Billigstgeräte vertrieben
werden. Bresser ist halt ein Vertriebs- und Handelsunternehmen und kein
Hersteller.

Im Bereich der Astrogeräte gab es mal drei Produktlinien.
Die erste war für Einsteiger, dann gab es die Medium Produkte und letztlich
auch eine "Professionel Line". Die wirklich brauchbaren Astrogeräte waren
in letzterer Gruppe zu finden, und hatten auch ihren Preis.

Ich denke mal, bei den Mikoskopen wird es ähnlich sein.

Beste Grüße Ingo

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

winerius, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

eines der wichtigsten Dinge bevor man aktiv auf Mikroskop suche geht, ist sich erst einmal ausführlich mit der Thematik Mikroskop auseinander zusetzten und da gibt es nichts besseres, als die schon erwähnte Mikrofibel von Klaus Henkel. Du solltest ruhig einige Tage für ein gründliches Studium verwenden und gegebenenfalls die wichtigen Kapitel mehrmals lesen viele Fragen sollten dann schon beantwortet sein.
Wenn Du einen Laden in Deiner Nähe findest der Mikroskope verkauft hast Du doch schon gewonnen, einen ausführlichen Test des Gerätes sollte dann ja nichts mehr im Wege stehen.
Aber damit Du ordentlich testen kannst, musst du wissen was es überhaupt zu testen gibt und da kommt dann wieder die Mikrofibel ins Spiel, also erst lesen dann zum Händler gehen.
Der Umgang der Verkäufer mit potentiellen Kunden hängt nach meiner Erfahrung auch stark davon ab inwieweit sie einen nur als unwissendes Opfer oder als ebenbürtigen Verhandlungspartner sehen, bei unwissenden Käufern neigen manche doch stark dazu diesen die Sonne in die Tasche zu stecken.
Zu den technischen Daten noch folgendes: Sie sind trügerisch, und bei der Kaufentscheidung nicht unbedingt hilfreich. Dein Immersionsobjektiv von Bresser wird vermutlich ein Achromat mit einer numerischen Apertur von 1,25sein und ungefähr geschätzte 30 Euro im Handel kosten ein Objektiv mit denselben Daten von Zeiss oder Olympus wird das 10 fache und mehr kosten. Wer nun hofft mit dem Bresser das gleiche zusehen wie mit dem Zeiss, weil ja die Leistungsdaten identisch sind, der irrt der Unterschied wird mehr als deutlich sein.
Aber das alles kann Dich nicht irritieren weil Du ja, Dank der Mikrofibel mit solidem Basiswissen ausgerüstet, in den Laden gehst und das Bresser ausführlich testest, am besten natürlich mit Sporen denn um die geht es ja in Zukunft für Dich. Am besten würden sich feinwarzige eignen weil allein die Sporen zu sehen nicht reicht, was nützt einem ein großer brauner Fleck im Okular wenn man nicht die Oberfläche also die Stachel und Grate eindeutig beurteilen kann.
Und da wird sich dann entscheiden ob das Bresser für die Pilzmikroskopie taugt oder nicht, ich befürchte wohl eher nicht, aber da ich dieses Gerät nicht kenne ist das natürlich reine Spekulation.
Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit, oder anders ausgedrückt: was nützen die tollen technischen Leistungsdaten wenn man am Ende nichts sieht?
Was auch schon erwähnt wurde ist der Rattenschwanz an Kosten der nach dem Mikroskopkauf noch kommt: Literatur, Messokular, Reagenzien usw.
Alles Kosten die nicht unerheblich sind, aber man muss ja nicht alles auf einmal kaufen.
Noch ein Wort zum Trinokulartubus: so was ist durchaus praktisch und wenn man lebende Wasserorganismen fotografieren will sogar fast unentbehrlich, aber für die Pilzmikroskopie würde ich an Deiner Stelle darauf verzichten. Bei Deinen geringen Budget musst Du Dich auf das wesentliche konzentrieren und ein Trinokulartubus kostet um einiges mehr als ein Binokularer ( bei meinen Hund sind dafür stolze 600Euro fällig) und das Geld solltest Du lieber in bessere Optik investieren zumal sich brauchbare Bilder auch durchs Okular knipsen
lassen.
Nun viel Spaß beim lesen, testen und verzweifeln.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Reinke

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Entschuldigung

Krötenhocker, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo zusammen,
Erstmal vielen Dank für die ganzen Antworten.
Leider hat mich ein Magen-Darm-Virus(Bakterie)heute nacht erfolgreich erledigt.
Deshalb saß ich auch heute nicht vor dem Computer, sondern mehr woanders.
Ich werde mir den Thread morgen oder so in Ruhe durchlesen und durcharbeiten, genau wie die Mikrofibel.
Und erstmal nichts überstürzen.

Nochmal vielen Dank und einen Gruß an Alle,
Jens

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

tomate, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo,
hier ein Link zu einem Posting von Sabine Melcher, die mit einem ähnlichen Mikroskop arbeitet. Sie hat allerdings die schwachbrüstige Beleuchtung ausgetaucht. Es ist sicher nicht uninteressant zu sehen, was für Bilder mit solch einem Gerät möglich sind.

Alles Gute

Tomate

http://www.mikroskopie-forum.de/read.php?1,14240,14281#msg-14281
Forum zur Mikroskopie & Mikrofotografie - Re: Bresser Researcher

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Stopp *PIC*

Gelbfieber, (vor 7246 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo und guten Abend Jens,

einiges wurde ja schon über das Bresser Trino Researcher gesagt eine Kleinigkeit möchte ich noch hinzufügen. Gesagt wird häufig viel – ich möchte dir auch etwas zeigen.
Für ca. 380,-€ gibt dir Bresser 2 x 2 Okulare! Ist Bresser so großzugig oder taugen die Okulare, die bei anderen „guten“ Firmen sehr teuer sind, nichts? Jens, ich möchte dir jetzt etwas zeigen. Das nachfolgende Bild zeigt die Bresser Okulare 12x. Bei diesen Okularen hast du ein Sehfeld von ca. 6mm !!!.
Ein kleiner Vergleich: Die Stecknadeln mit den bunten Köpfchen haben einen Köpfchendurchmesser von 3mm. Ein gescheites Okular hat ein Sehfeld von 16-20mm.
Aus eigener Erfahrung (mit einem Bresser) kann ich sagen das du bei dieser sehr kleinen „Okularöffnung“ schon Kopfschmerzen hast, ehe du nur eine Spore gesichtet hast! Mit diesen Okularen, ich nenne sie Hühnerkieken, kannst du bei der Pilzmikroskopie nichts anfangen, die sind schlichtweg gesagt murks.

[image]

Auf dem nächsten Bild zeige ich dir Okulare. Links die Hühnerkieken von Bresser mit kleinem Sehfeld, die in der Mitte bitte auslassen (Fotookulare), rechts ein Okular mit ordentlichem Sehfeld.

[image]

Bei 380,-€ hast du noch kein Okular mit Meßeinteilung oder eine Messplatte zum einlegen ins Okular. Gibt es eines von beiden überhaupt für dieses Gerät?
Wer borgt dir ein Objektmikrometer zum eichen?
Hast du eigentlich genug Licht mit 6Watt (gescheite Mikroskope haben 20-30W) ?

Und dann noch …….. knipsen durch den dritten Tubus. Stell dir das nicht so einfach vor denn dazu benötigst du einen Adapter der aus eigener Erfahrung in etwa so viel kosten kann wie dieses Mikroskop.
Nun habe ich einige negative Sache aufgezählt es gibt aber auch etwas Positives:
Versandfertig in 24 Stunden

Fazit: Dieses Mikroskop ist aus meiner Sicht, so wie es angeboten wird, für die Pilzmikroskopie völlig ungeeignet.
Jens, wenn du einen grünen Schein drauflegst bekommst du Markengeräte (gebraucht) Nikon, Zeiss, Olympus …… schreib ne Mail oder ruf an.

Eine gute Zeit und natürlich Mikrogrüße
Gelbfieber

PS.: Bereiten Hyphen, Paraphysen oder Sporen Stress – kontaktiere PMS

[image] http://www.naturfoto-kontor.de/mikroservice.html

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Kompetent und wertvoll! *oT*

Waldschrat, (vor 7246 Tagen) @ Gelbfieber

- kein Text -

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Der Juergen, (vor 7245 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

viel und Hilfreiches ist schon geschrieben worden. Ich möchte dazu noch eine etwas andere Perspektive liefern: Lehrgeld bezahlt man am besten, indem man vor dem Kauf einen Mikroskopier-Kurs macht: Dieses Geld ist nämlich nicht rausgeschmissen! Alles andere kann kostspielig werden. Wenn man Investitionen scheut und sich für das Billige entscheidet, zieht das meistens noch mehr Investition nach sich, weil nach einiger Zeit etwas "besseres" hermuss:-) Es geht nichts über das Ausprobieren, und das kann man nur, wenn man ein wenig Ahnung davon hat (praktische Ahnung!).

Grüßle
Juergen

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Werner, (vor 7245 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

viel und Hilfreiches ist schon geschrieben worden. Ich möchte dazu noch eine
etwas andere Perspektive liefern: Lehrgeld bezahlt man am besten, indem
man vor dem Kauf einen Mikroskopier-Kurs macht: Dieses Geld ist nämlich
nicht rausgeschmissen! Alles andere kann kostspielig werden. Wenn man
Investitionen scheut und sich für das Billige entscheidet, zieht das
meistens noch mehr Investition nach sich, weil nach einiger Zeit etwas
"besseres" hermuss:-) Es geht nichts über das Ausprobieren, und
das kann man nur, wenn man ein wenig Ahnung davon hat (praktische
Ahnung!).

Ich gebe Dir eigentlich voll recht. Als oberste Priorität würde ich eine Mikroskopierkurs sehen, es sei denn, man hat einen "Privatlehrer".

Auch was das Sparen am Mikroskop angeht, gebe ich Dir recht. Allerdings würde ich das etwas abschwächen: wenn man sicher ist, in den nächsten z.B. 3 Jahren einfach nicht das Geld für was Besseres herzubringen, würde ich schon zu einer günstigen Lösung raten. So mag für einen Schüler beispielsweise ein Aldi-Mikroskop durchaus viel Freude bereiten, weil er damit üben kann und manches wenigstens erkennen kann. Für einen, der 300 Euro grad so zusammenkratzen kann, mag ein Bresser das richtige sein. Ich würde als Minimum eines der chinesischen Mikroskope, die Walter Pätzold vertreibt, sehen. Und ein Gutverdienender mag wohl unterhalb von Zeiss und Olympus nicht nachdenken.

Wenn man allerdings in Betracht zieht, 300 Euro auszugeben, sollte man gleichzeitig drüber nachdenken, ob man nicht noch eventuell 1-3 Monate sparen kann, um dann entweder mit Hilfe eines Bewanderten ein gutes gebrauchtes Mikroskop zu kaufen oder halt in die nächsthöhere Neukaufkategorie einsteigt. Ich denke, der Unterschied von 300 zu 500-600 Euro ist nicht so riesig, daß das für die meisten nicht zu machen ist. Der Unterschied von einem 600 Euro Mikro zu einem Zeiss-Neukauf ist allerdings so gewaltig, daß er für die meisten wohl eher ein Traum bleibt.

Ich sehe es halt so: mit einem Aldi-Mikroskop kann man vielleicht 50% dessen sehen, was man zur Pilzbestimmung braucht (keine Sporenornamente, messen von Sporen eher kaum, Hutdeckschichten von z.B. Mycenas auch Ausfall usw.).

Mit der nächsten Kategorie kommt man auf etwa 90% des Möglichen. Man wird wg. des schlechten Auflösungsvermögens immer noch einiges nicht wirklich hinkriegen - z.B. die HDS von Mycenas oder auch feine Unterschiede in Sporenornamenten.

In der 500-600 Euro Preisklasse müßte dann 99% des Erreichbaren drin sein. Lediglich am Komfort und an der Schnelligkeit der Beurteilung muß man noch mit Einbussen rechnen. So muß man u.U. noch manches anfärben, was derjenige, der zusätzlich Phasenkontrast hat, nicht muß. Auch 100% optimale Fotos sind wohl eher schwer zu bewerkstelligen. Aber damit hat man alles, womit man leben kann.

Und wenn man dann ein Zeiss mit Apochromaten und vielleicht sogar noch ein Zweitmikroskop mit Phasenkontrast hat, dann wünscht man sich halt, man hätte ein REM.

Fazit: egal was man hat - mehr würde man sich immer wünschen. Was man aber nie vergessen sollte - andere haben das ja schon gesagt - die Literatur schlägt tiefer in die Tasche als ein mittleres Mikroskop. Meine Literatur dürfte langsam an den Wert eines guten Zeiss-Mikroskops mit dem nötigen Zubehör heranreichen. Und da stellt sich dann schon die Frage, ob man ausgerechnet am Mikroskop arg sparen sollte. Denn ohne zumindest ein Drittel dieser Literatur kann man praktisch auch bloß wieder so viel bestimmen, wie man mit einem Aldi-Mikroskop mit der vollen Literatur bestimmen kann.

Die Katze beißt sich irgendwie in den Schwanz und das schwächste Glied (Literatur Mikroskop) bestimmt den Erfolg und die Freude. Auch wenn man im Internet manche Hilfe erhalten kann, die härteren Nüsse muß man meist selber knacken oder zumindest vorbereitet vorstellen können.

Der Irrglaube, mit dem Mikroskop könnte man nun alles problemlos bestimmen, geistert immer noch durch viele Makroskopiker-Köpfe. Auch bei mir war das teilweise so. Jetzt sehe ich, daß sich nur die Grenzen verschoben haben. Es stellen sich halt jetzt andere Probleme - siehe dazu auch Interhias' neuen Beitrag. Ohne Mikroskop ist es eine Entoloma spec. Mit Mikroskop ist schon mal klar, daß es keine ist. Oft ist es aber so, daß selbst mit dem Mikroskop diverse Inocyben, Entolomas, Cortinarien etc. nur als Cortinarius cf. xy bestimmbar sind. Sonst gäbe es ja auch nicht so viele Fehler in den Büchern.

Und das stellt sich dann wieder die Frage: wenn das Fakt ist, sollte man dann nicht warten, bis man sich ein Mikroskop leisten kann, das zumindest für die nächsten 5-10 Jahre mit einiger Sicherheit zufriedenstellt.

Und ich sage es noch einmal - wenn ich jetzt Schüler wäre und hätte nur 100 Euro in absehbarer Zeit zur Verfügung - ich würde mir ein Aldi-Mikroskop kaufen. Wenn ich dann in 3 oder 5 Jahren gutes Geld verdienen würde, würde ich in der 99%-Klasse zuschlagen. Wenn ich 300 Euro maximal in den nächsten 2-3 Jahren auf einen Haufen bringen kann, dann würde ich wohl zu so was wie dem Bresser greifen.

Gruß,

Werner

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Der Juergen, (vor 7245 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

Du hast natürlich Recht; nicht jeder Mensch ist gleich; der einer arbeitet sich am Minderwertigen hoch, bis er sein Equipment zusammen hat (ich befürchte, bei mir ist das umgekehrt:-), der Andere gibt sofort auf und kehrt der Mikroskopie den Rücken. Ich würde mir z.B. als Schüler, jetzt im konkreten Falle bei Jule aus dem pilzbestimmungs-forum, kein Aldi-Mikroskop hertun. Ich weiß auch nicht genau warum, aber ich habe bei Jule das Gefühl, dass sie einfach was G'scheites haben sollte. Es mag dumm klingen, aber ich fürchte, dass soviel Enthusiasmus und Engagement durch Billigheimer-Scheiß kaputt gemacht werden könnte:-)

Grüßle
Juergen

p.s.: Es gibt kaum etwas schöneres, als im Mikroskop gestochen scharfe Strukturen zu sehen. Gut, man kann auch mit Nebeligem, Unscharfem arbeiten (mit viel Kongorot:-) aber macht das Spaß? Nee!

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Werner, (vor 7245 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

Du hast natürlich Recht; nicht jeder Mensch ist gleich; der einer arbeitet
sich am Minderwertigen hoch, bis er sein Equipment zusammen hat (ich
befürchte, bei mir ist das umgekehrt:-), der Andere gibt sofort auf und
kehrt der Mikroskopie den Rücken.

Bei mir ist es auch eher so. Nur manchmal reicht halt der Geldbeutel nicht für alles. Was die Mikroskopie angeht - ich hatte zwar mal als Jugendlicher so ein Schülermikroskop, aber das hat mich nicht richtig fasziniert. Allerdings war ich damals noch kein "Pilz-Fetischist" :-)

Ich würde mir z.B. als Schüler, jetzt im
konkreten Falle bei Jule aus dem pilzbestimmungs-forum, kein
Aldi-Mikroskop hertun. Ich weiß auch nicht genau warum, aber ich habe bei
Jule das Gefühl, dass sie einfach was G'scheites haben sollte. Es mag dumm
klingen, aber ich fürchte, dass soviel Enthusiasmus und Engagement durch
Billigheimer-Scheiß kaputt gemacht werden könnte:-)

Was Jule angeht, hast Du völlig recht. Die ist wirklich voll begeistert und weiß ja auch, was sie tut. Sie hält es ja auch ohne Aldi-Mikroskop gut aus :-) Für manchen anderen mag es aber schon frustrierend sein, hier permanent was über Zystiden, Hyphen etc. zu lesen, ohne jemals so was "live" gesehen zu haben. Nur so war das gemeint. Ich kenne auch Leute, die begeistert mit einem Billig-Fotoapparat die wunderschönsten Bilder machen, bis sie sich mal was Gutes leisten können. Und denen gingen u.U. Jahre von Spaß verloren, hätten sie sich nicht zuerst die Billig-Knipse geleistet.

p.s.: Es gibt kaum etwas schöneres, als im Mikroskop gestochen scharfe
Strukturen zu sehen. Gut, man kann auch mit Nebeligem, Unscharfem arbeiten
(mit viel Kongorot:-) aber macht das Spaß? Nee!

Sehe ich auch so.

Servus,

Werner

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Re: Mikroskop: das leidige Thema

Krötenhocker, (vor 7244 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo,
ich befinde mich auf dem steilen Weg der Besserung und habe mir jetzt nochmal alle Beiträge dieses Threads durchgelesen.
Aufgrund vorhandener Fachliteratur (Moser, Horak, GPBW, Ludwig, Ryman/Holmåsen, Paray, Michael/Henning)(Pilze der Schweiz waren mir bis jetzt zu teuer) habe ich auch ein paar lit. Grundlagen.
Ich gehe keinesfalls davon aus, als relativer (aber begeisterter) Laie auf dem fungiziden Gebiet, alle Pilze mit oder nur mit dem Mikroskop bestimmen zu können, aber ich hätte die Möglichkeit dazu.
Die Quintesszenz für mich:
Ich werde wohl doch ein ausbaubares Markengerät ersteigern und dabei die von Euch angebrachten "Muss es haben", "Wäre schön" und "Kann man nachrüsten" beachten und abwägen was davon finanziell von Anfang an drin steckt.
Einen Pilzmikroskopierkurs möchte ich persönlich erst dann machen, wenn ich mich in die Materie eingearbeitet habe und ohne fachliche Hilfe nicht mehr weiterkomme.
Noch eine kurze Frage:
Ihr hattet ja geschrieben, dass das Ausmessen von Sporen, etc. mit Software und USB-Kamera unaufwendiger ist.(Ist klar, muss ich erst alles eichen), aber
kann man denn die Kamera beim Binokular dann einfach in eine Okular-Öffnung einsetzen und durch das andere Okular weiter mikroskopieren? Sozusagen mit einem Auge, oder ist es sogar sinnvoll, ein nur Monokulares Mikroskop zu ersteigern und nur mit einer Okular-USB-Kamera zu arbeiten? Also weg von diesen teueren Trinokularen?
Ansonsten vielen Dank für alle diese für mich äußerst lehrreichen Beiträge und Euch allen einen guten Rutsch und ein tolles neues Jahr,

Jens