Pilze Pilze Forum
Erweitert

Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Eiche?

Fachwerkhaus, (vor 7226 Tagen)

Moin an alle Pilzspezialisten!

Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.

Ich besitze ein 330 Jahre altes Eiche-Fachwerkhaus.
Vor rund 30 Jahren wurde der Lehm der Decke zum ehemaligen Dachboden entfernt und die Balkenunterseiten gestrichen, bzw. mit Gipskartonplatten verkleidet.
Vor 20 Jahren wurden die Balken vollständig freigelegt, gesäubert, geschliffen und mit Klarlack behandelt.
Die eigentliche Zimmerdecke wurde darüber installiert.

Vor ca. zwei Wochen bemerkte ich, dass aus der Verbindungsstelle zweier Balken eine braune, klebrige Flüssigkeit tropfte und sich im Spalt ein Pilz entwickelte.
Innerhalb kurzer Zeit breitete der sich an der Unterseite offen aus und hatte gestern die Maße von ca. 15cm Durchmesser und 2cm Dicke angenommen.
Vor drei Tagen war der Durchmesser höchstens 5cm gewesen!

Der Pilz (Bilder aufgrund der Grösse als Link):
http://img103.imageshack.us/img103/9121/dcp2543tf9.jpg
http://img182.imageshack.us/img182/6559/dcp2544fu0.jpg

Die betroffene Stelle von unten:
http://img288.imageshack.us/img288/4666/dcp2546wb3.jpg

Der Pilz schien nur innerhalb des roten Kreises zu sitzen, die anderen weissen Stellen sind Farbreste in Holzrissen.
Aber gerade gesehen:

Der Balken von hinten:
http://img103.imageshack.us/img103/4465/dcp2548vu7.jpg

Hier ist der Pilz also auch und führt in die von innen isolierte Aussenwand (Nordseite), wobei in dieser Nut wohl rund 15 cm Pilzfrei sind.

Meine Fragen sind nun:

Was ist das für ein Pilz?
Wie gefährlich ist der für das Holz?
Was mache ich gegen den?

Für alle Tips bin ich jetzt schon dankbar.

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

pilzmel ⌂, (vor 7226 Tagen) @ Fachwerkhaus

Hallo,
das sieht aber verdammt nach dem Echten Hausschwamm aus! Serpula lacrymans = tränend, weil Wasser absondernd. Gibs mal bei Google ein, aber setzt dich vorher stabil hin.
Beste Grüße! Pilzmel

Eintrag gesperrt
12 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

Heinz Ebert ⌂, (vor 7226 Tagen) @ pilzmel

Ich denke nicht, dass es der Hausschwamm ist, der hat eine stark gerunzelte Oberfläche, sieht schon anders aus. Und Flüssigkeiten sondern etliche Porlinge ab.
Ein gutes Bild vom Hausschwamm ist hier:
http://www.dgfm-ev.de/www/de/projekte/pdj2004.php3
Ich empfehle, Fruchtkörperstücke einem Porlingsexperten (zB Werner2) zu schicken.
Gruß, Heinz Ebert

Hallo,
das sieht aber verdammt nach dem Echten Hausschwamm aus! Serpula lacrymans =
tränend, weil Wasser absondernd. Gibs mal bei Google ein, aber setzt dich
vorher stabil hin.
Beste Grüße! Pilzmel

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

Peter S., (vor 7226 Tagen) @ Fachwerkhaus

Hallo,

nein, wie H. Ebert schon vermutete ist es ganz sicher nicht der Echte Hausschwamm, der hätte eine mehr meruloide Oberfläche und keine Poren - also ganz sicher nicht.

Ich denke, das ist Donkioporia expansa - zu deutsch "Ausgebreiteter Hausporling", in den westlichen Bundesländern traditionell eher "Eichenporling" genannt.Ein typischer Bauholzpilz, der noch nie in Mitteleuropa im Freiland nachgewiesen wurde.
Zu Deiner Beruhigung also lange nicht so schlimm wie Echter Hausschwamm, aber auch zu bekämpfen. Im Gegensatz zum E. Hausschwamm verursacht der hier keine Braunfäule sondern eine Weißfäule.
Das Problem scheint mir hier aber nicht der frei liegende Balken zu sein, denn irgendwo anders im Fachwerk muß das Gebäude Feuchte "ziehen".
Du solltest also jemanden vom Fach ran lassen und dein Objekt und den Schaden von einem Bauholzsachverständigen untersuchen lassen.
Unser Büro ist drauf spezialisiert, aber sicher gibt es auch in Deiner Nähe jemanden der sich damit auskennt.

Peter

Die betroffene Stelle von unten:
http://img288.imageshack.us/img288/4666/dcp2546wb3.jpg
Der Pilz schien nur innerhalb des roten Kreises zu sitzen, die anderen
weissen Stellen sind Farbreste in Holzrissen.
Aber gerade gesehen: Der Balken von hinten:
http://img103.imageshack.us/img103/4465/dcp2548vu7.jpg
Hier ist der Pilz also auch und führt in die von innen isolierte Aussenwand
(Nordseite), wobei in dieser Nut wohl rund 15 cm Pilzfrei sind.
Meine Fragen sind nun: Was ist das für ein Pilz?
Wie gefährlich ist der für das Holz?
Was mache ich gegen den?
Für alle Tips bin ich jetzt schon dankbar.

Eintrag gesperrt
20 Aufrufe

Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Eiche?

Fachwerkhaus, (vor 7226 Tagen) @ Heinz Ebert

Ich danke schon mal für das Interesse, auch wenn ich ja mit negativen Nachrichten rechne.
Ist ja ein erfreulich schnelles Forum hier :-)

Vom Hausschwamm hatte ich schon früher gehört, aber nie damit gerechnet, dass sowas wie ein "normaler" Baumpilz" aussehen kann.

Und nachdem ich vorhin gesehen hab, dass das Zeugs von "Draussen" kommt, möchte ich garnicht wissen, wie es hinter der Isolierung aussieht, wenn ich daran denke, wie schnell es sich hier drinnen ausgebreitet und vergrössert hat.

Natürlich habe ich jetzt grade auch mal weiter gegoogelt...
So kam ich ja auch in dieses Forum.
Ändert wohl nichts daran, dass erst einmal der Pilz bestimmt werden muss, um die Sache zu beurteilen, wie eilig weitere Massnahmen sind.
(Statik scheint noch ok)

@Heinz Ebert

kannst Du mir Infos zu Werner2 geben?
Oder ist der öfters hier?
Als Frischling will ich ja nicht einfach ungefragt mit der Tür ins Haus fallen. *gg

LG Fachwerkhaus

Ich denke nicht, dass es der Hausschwamm ist, der hat eine stark gerunzelte
Oberfläche, sieht schon anders aus. Und Flüssigkeiten sondern etliche
Porlinge ab.
Ein gutes Bild vom Hausschwamm ist hier:
http://www.dgfm-ev.de/www/de/projekte/pdj2004.php3
Ich empfehle, Fruchtkörperstücke einem Porlingsexperten (zB Werner2) zu
schicken.
Gruß, Heinz Ebert

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Eiche?

Fachwerkhaus, (vor 7226 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

ich danke für jede Beruhigung.

Wie im EP geschrieben, hatte ich eben erst die Verbindung zur Aussenwand gesehen und dass sich Pilze sehr unsichtbar ausbreiten, war mir an sich auch bekannt, aber ich hatte es wohl vergessen...

Und nun muss ich gleich erst einmal schauen, was Braun- und Weissfäule unterscheidet.

Zur weiteren Info: Der Dachstuhl ist mal vor ?? 100 Jahren mit Fichte/Tanne aufgeständert worden und bestand bis vor dem Ausbau auch aus (relativ/scheinbar)gesundem Holz.
Beim Ausbau wurde allerdings natürlich "Bauholz" eingefügt.
Das waren vor 20 Jahren die neuen Deckenbalken, Unterkonstruktion für die Isolierung der Wand und vor ca. 5 Jahren Konstruktionslatten und Pressspanplatten fürs Dachgeschoss.

Mir ist schon jetzt klar, dass ich die Wand im betroffenen Raum öffnen muss und ebenso die Feuchtequelle suchen muss.
Könnte gut das Dachfenster sein...

Folgende neue Fragen haben sich für mich ergeben (Sorry, wenn ich nicht alles selber ergoogle):

1. Wie schnell breitet sich der Befall aus?
Klar, dass der schon weit sein kann und man das erst nach Wand und Dachöffnung sehen kann.
Aber ändert sich da viel dran, wenn ich damit bis zum Frühjahr warte?
Die "offensichtliche" Ausbreitung hat mich ja nun einmal sehr erschreckt.

2. Wie sollte ich Pilzproben aufbewahren/verschicken, damit sie analysiert werden können?

Hallo,
nein, wie H. Ebert schon vermutete ist es ganz sicher nicht der Echte
Hausschwamm, der hätte eine mehr meruloide Oberfläche und keine Poren -
also ganz sicher nicht.
Ich denke, das ist Donkioporia expansa - zu deutsch "Ausgebreiteter
Hausporling", in den westlichen Bundesländern traditionell eher
"Eichenporling" genannt.Ein typischer Bauholzpilz, der noch nie
in Mitteleuropa im Freiland nachgewiesen wurde.
Zu Deiner Beruhigung also lange nicht so schlimm wie Echter Hausschwamm, aber
auch zu bekämpfen. Im Gegensatz zum E. Hausschwamm verursacht der hier
keine Braunfäule sondern eine Weißfäule.
Das Problem scheint mir hier aber nicht der frei liegende Balken zu sein,
denn irgendwo anders im Fachwerk muß das Gebäude Feuchte
"ziehen".
Du solltest also jemanden vom Fach ran lassen und dein Objekt und den Schaden
von einem Bauholzsachverständigen untersuchen lassen.
Unser Büro ist drauf spezialisiert, aber sicher gibt es auch in Deiner Nähe
jemanden der sich damit auskennt.
Peter

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Eiche?

Fachwerkhaus, (vor 7226 Tagen) @ Fachwerkhaus

Kann ich an den Fotos noch etwas für eine Ferndiagnose verbessern oder ändern?

Spricht etwas, ausser der Brandgefahr dagegen, dass ich im Innenbereich eine Heissluftpistole einsetze?

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

AK_CCM, (vor 7226 Tagen) @ Fachwerkhaus

Hallo Fachwerkhaus,

@Heinz Ebert
kannst Du mir Infos zu Werner2 geben?
Oder ist der öfters hier?
Als Frischling will ich ja nicht einfach ungefragt mit der Tür ins Haus
fallen. *gg

bin zwar nicht Heinz Ebert, aber wirf doch Mal einen Blick in werner2s Profil.

Gruß, Andreas

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

AK_CCM, (vor 7226 Tagen) @ Fachwerkhaus

Kann ich an den Fotos noch etwas für eine Ferndiagnose verbessern oder
ändern?

Interessant wäre vielleicht noch ein Fruchtkörper-Querschnitt. Verfärben sich die Poren an der Unterseite auf Druck? Ist der Geruch auffällig bzw. wie würdest Du ihn beschreiben?

Ich kann Dir zwar nicht weiterhelfen, aber vielleicht ein Mitleser. Etliche gute Tipps hast Du ja schon bekommen.

Gruß, Andreas

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

AK_CCM, (vor 7226 Tagen) @ AK_CCM

Nachtrag: Bei der Bestimmung von Porlingen wird oftmals abgefragt, wieviele Poren pro Millimeter vorhanden sind - vielleicht kannst Du diese Information noch nachliefern.

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Eiche?

Fachwerkhaus, (vor 7226 Tagen) @ AK_CCM

Danke Andreas!
So ein Tip ist in einem Forum immer angebracht.

Ich habe aber schon geschaut, aber nicht sofort alles über Werner2 recherchiert.
Aber zumindest bringt es mich dazu, aufgrund der bisher schon empfangenen Hilfe darüber nachzudenken, was ich in mein Profil schreibe.
Damit meine ich jetzt nicht nur das in diesem Forum.

Eine andere Sache ist die, dass ich eine gewisse Erfahrung habe, wie das ist, wenn sich zuviele bei mir melden, ohne dass ich weiss, worum es tatsächlich geht.
Und da verhalte ich mich "vermittelten" Addys lieber etwas zaghaft.
Aber bekommen wir hin. *gg

LG Ralf

Hallo Fachwerkhaus,
bin zwar nicht Heinz Ebert, aber wirf doch Mal einen Blick in werner2s
Profil .
Gruß, Andreas

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Eiche?

Fachwerkhaus, (vor 7226 Tagen) @ AK_CCM

getrennt...
http://img288.imageshack.us/img288/8522/dcp2549vf7.jpg

nochmal..
http://img182.imageshack.us/img182/36/dcp2550ix3.jpg

von unten:
http://img182.imageshack.us/img182/156/dcp2551gm0.jpg

Bei Druck verfärbt sich die Unterseite fast sofort braun.

Ich habe weder ein Mikroskop, noch andere adhoc-Möglichkeiten, Poren zu zählen.

Sorry

Nachtrag: Bei der Bestimmung von Porlingen wird oftmals abgefragt, wieviele
Poren pro Millimeter vorhanden sind - vielleicht kannst Du diese
Information noch nachliefern.

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

phragmobasidie, (vor 7226 Tagen) @ Fachwerkhaus

Hallo,

http://www.holzfragen.de/

der Link flog bei mir noch rum, vielleicht irgendwann mal ganz brauchbar

schöne Grüße
Robin

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

AK_CCM, (vor 7226 Tagen) @ Fachwerkhaus

Hallo Ralf,

nochmal..
http://img182.imageshack.us/img182/36/dcp2550ix3.jpg

hier kann man gut erkennen, dass die Trama braun gefärbt ist und kein Mycelialkern zu sehen ist, spräche also schon Mal nicht gegen Peters Vermutung, der Ausgebreitete Hausporling.

von unten: http://img182.imageshack.us/img182/156/dcp2551gm0.jpg
Bei Druck verfärbt sich die Unterseite fast sofort braun.

Ließen sich die Fruchtkörper leicht oder eher schwer ablösen? An einem Eichenfeuerschwamm kann man beispielsweise Klimmzüge machen, das wäre dann "schwer ablösbar". Für die Pilzausstellung 2005 in Augsburg musste ich tatsächlich mit Hammer und Meißel in den Wald...

Ich habe weder ein Mikroskop, noch andere adhoc-Möglichkeiten, Poren zu
zählen.

Um die Poren, sprich Röhrenmündungen, auf der Unterseite der Fruchtkörper zu zählen, brauchst Du lediglich ein Lineal, Maßband o.ä. und falls die Poren sehr klein sind ein Vergrößerungsglas.

Gruß, Andreas

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Eiche?

Fachwerkhaus, (vor 7226 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Ralf,
hier kann man gut erkennen, dass die Trama braun gefärbt ist und kein
Mycelialkern zu sehen ist, spräche also schon Mal nicht gegen Peters
Vermutung, der Ausgebreitete Hausporling.

Sorry, soweit bin ich mit den Fachbegriffen noch nicht...

Ließen sich die Fruchtkörper leicht oder eher schwer ablösen? An einem
Eichenfeuerschwamm kann man beispielsweise Klimmzüge machen, das wäre dann
"schwer ablösbar". Für die Pilzausstellung 2005 in Augsburg
musste ich tatsächlich mit Hammer und Meißel in den Wald...

Die fotografierten Fruchtkörper habe ich ganz simpel mit einem Spachtel abgelöst.
Aber da war ja auch die Holzoberfgläche lackiert und ich denke, die "Nahrung" Kommt eher aus dem unlackierten Bereich, an den weder ein Spachtel, noch ein Pinsel hinkommen.

Um die Poren, sprich Röhrenmündungen, auf der Unterseite der Fruchtkörper zu
zählen, brauchst Du lediglich ein Lineal, Maßband o.ä. und falls die Poren
sehr klein sind ein Vergrößerungsglas.

Von der Unterseite sind absolut keine Poren zu erkennen.
Auch nicht so, als hätte ich da was abgeschnitten.
Von der Oberseite sieht es anders aus:
Bin zwar etwas sehgeschädigt, aber es dürften ca. 30???? +/- Poren pro Zentimeter sein.

LG Ralf

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Eiche?

Fachwerkhaus, (vor 7226 Tagen) @ Boletus

Hallo Sepp!

Ich bin über jeden Hinweis dankbar.

Ich hoffe, dass es nicht falsch ist, hier auch ein wenig Kritik zu üben, auch wenn ich hier quasi nur als Gast mit einem eigenen Problem bin und mich ansonsten nur für Pilze interessiere, wenn ich sie in die Bratpfanne lege...
..und das Danach.. *sfg

In Foren hasse ich pdf-Dateien.
Man kann nichts anklicken oder kopieren, ohne die kostenpflichtige SW zu haben.
Noch ein wenig bedauerlicher ist es, wenn bei einem Für & Wider unterschiedliche Begriffe oder Definitionen benutzt werden.

Vielleicht ist das ein Anreiz, die Seite mal zu überarbeiten?
(Ja, ich habe auch die Startseite und einige andere gelesen)

*Smile

LG Ralf

Hallo,
Wir haben das Thema vor ein paar Jahren im Verein behandelt. Schau mal hier:
http://www.pilz-baden.ch/pdf/faule.pdf
Beste Grüsse
Sepp

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

werner2, (vor 7226 Tagen) @ Fachwerkhaus

Hallo - ich lese erst gerade jetzt Deine Mails und die Antworten.
Danke für die Blumen, aber wenn man sich lange für Porlinge interessiert heisst das nicht, dass man viel Erfahrung mit dem Echten Hausschwamm haben muss, da dieser doch ziemlich selten ist, und einem zumindest in Wald und Flur kaum begegnet.
Ich habe in den vielen Jahren erst einmal einen sehr umfangreichen Hausschwammbefall in einem Fachwerkhaus begutachten müssen, und der war heftig.
Bei Dir besteht Handlungsbedarf, und zwar schnell, denn der Pilz wird sich weiter über die Holzbalken ausbreiten. Einen Echten Hausschwamm möchte ich nicht ausschließen. Richtige, typische Poren erkenne ich bisher auf den Bildern nicht. Einen Tipp will ich auch nicht abgeben. Ich rate Dir aber zweigleisig vorzugehen.
Ich bin gerne bereit, von Dir Fruchtkörperproben zu untersuchen. Schicke mir mehrere kleine Stücke zu, möglichst auch von eine Stelle, die vielleicht faltig zusammengenotet ist; dies ist der fertile Teil. Absolut korrekt wird man (bzw. werde ich) die Art aber nur anhand der Sporen bestimmen können, und dazu benötigt man halt fertile Fruchtkörper.
Maile mich an, dann erfährst Du meine Adresse.
Unabhängig davon würde ich mich schnell nach einem Bauholzexperten umsehen, da
eine Braun- oder Würfelfäule die Tragfähigkeit der Eichenbalken stark beeinträchtigt und dadurch im schlimmsten Falle die Decke einstürzen kann.
Letztendlich ist es eine Frage der Last, die diese Balken tragen. Bauholzpilze entstehen übrigens nicht einfach so, sondern haben immer eine Feuchtigkeitsquelle. Die must Du (oder eine Fachfirma) finden. Es kann durchaus sein, dass diese 3, 5 oder 10 Meter entfernt liegt und der Pilz von dort sich über feine Mycelstränge die notwendige Feuchtigkeit holt. Also vielleicht die Balken mal absprießen.
.
Gruß Werner.
.

Moin an alle Pilzspezialisten!
Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.
Ich besitze ein 330 Jahre altes Eiche-Fachwerkhaus.
Vor rund 30 Jahren wurde der Lehm der Decke zum ehemaligen Dachboden entfernt
und die Balkenunterseiten gestrichen, bzw. mit Gipskartonplatten
verkleidet.
Vor 20 Jahren wurden die Balken vollständig freigelegt, gesäubert,
geschliffen und mit Klarlack behandelt.
Die eigentliche Zimmerdecke wurde darüber installiert.
Vor ca. zwei Wochen bemerkte ich, dass aus der Verbindungsstelle zweier
Balken eine braune, klebrige Flüssigkeit tropfte und sich im Spalt ein
Pilz entwickelte.
Innerhalb kurzer Zeit breitete der sich an der Unterseite offen aus und hatte
gestern die Maße von ca. 15cm Durchmesser und 2cm Dicke angenommen.
Vor drei Tagen war der Durchmesser höchstens 5cm gewesen!
Der Pilz (Bilder aufgrund der Grösse als Link):
http://img103.imageshack.us/img103/9121/dcp2543tf9.jpg
http://img182.imageshack.us/img182/6559/dcp2544fu0.jpg
Die betroffene Stelle von unten:
http://img288.imageshack.us/img288/4666/dcp2546wb3.jpg
Der Pilz schien nur innerhalb des roten Kreises zu sitzen, die anderen
weissen Stellen sind Farbreste in Holzrissen.
Aber gerade gesehen: Der Balken von hinten:
http://img103.imageshack.us/img103/4465/dcp2548vu7.jpg
Hier ist der Pilz also auch und führt in die von innen isolierte Aussenwand
(Nordseite), wobei in dieser Nut wohl rund 15 cm Pilzfrei sind.
Meine Fragen sind nun: Was ist das für ein Pilz?
Wie gefährlich ist der für das Holz?
Was mache ich gegen den?
Für alle Tips bin ich jetzt schon dankbar.

Eintrag gesperrt
16 Aufrufe

Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Eiche?

Fachwerkhaus, (vor 7226 Tagen) @ werner2

Hallo Werner!

Ich melde mich bei Dir per Mail und danke Dir schon jetzt für Deine rasche Antwort hier.
Echt klasse Forum!

Ein paar Dinge mag ich selber gerne auch einfach "intern" bereden, andere Dinge mögen der Öffentlichkeit zu ergooglen sein.

Bis gleich

LG Ralf

Hallo - ich lese erst gerade jetzt Deine Mails und die Antworten.
Danke für die Blumen, aber wenn man sich lange für Porlinge interessiert
heisst das nicht, dass man viel Erfahrung mit dem Echten Hausschwamm haben
muss, da dieser doch ziemlich selten ist, und einem zumindest in Wald und
Flur kaum begegnet.
Ich habe in den vielen Jahren erst einmal einen sehr umfangreichen
Hausschwammbefall in einem Fachwerkhaus begutachten müssen, und der war
heftig.
Bei Dir besteht Handlungsbedarf, und zwar schnell, denn der Pilz wird sich
weiter über die Holzbalken ausbreiten. Einen Echten Hausschwamm möchte ich
nicht ausschließen. Richtige, typische Poren erkenne ich bisher auf den
Bildern nicht. Einen Tipp will ich auch nicht abgeben. Ich rate Dir aber
zweigleisig vorzugehen.
Ich bin gerne bereit, von Dir Fruchtkörperproben zu untersuchen. Schicke mir
mehrere kleine Stücke zu, möglichst auch von eine Stelle, die vielleicht
faltig zusammengenotet ist; dies ist der fertile Teil. Absolut korrekt
wird man (bzw. werde ich) die Art aber nur anhand der Sporen bestimmen
können, und dazu benötigt man halt fertile Fruchtkörper.
Maile mich an, dann erfährst Du meine Adresse.
Unabhängig davon würde ich mich schnell nach einem Bauholzexperten umsehen,
da
eine Braun- oder Würfelfäule die Tragfähigkeit der Eichenbalken stark
beeinträchtigt und dadurch im schlimmsten Falle die Decke einstürzen kann.
Letztendlich ist es eine Frage der Last, die diese Balken tragen.
Bauholzpilze entstehen übrigens nicht einfach so, sondern haben immer eine
Feuchtigkeitsquelle. Die must Du (oder eine Fachfirma) finden. Es kann
durchaus sein, dass diese 3, 5 oder 10 Meter entfernt liegt und der Pilz
von dort sich über feine Mycelstränge die notwendige Feuchtigkeit holt.
Also vielleicht die Balken mal absprießen.
.
Gruß Werner.
.

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Re: Baumpilz im Innenbereich an 300 Jahre alter Ei

zuehli ⌂, (vor 7226 Tagen) @ Fachwerkhaus

In Foren hasse ich pdf-Dateien.
Man kann nichts anklicken oder kopieren, ohne die kostenpflichtige SW zu
haben.

Hallo Ralf,

wo ist das Problem bei der angeführten pdf-Datei?? Mit dem Adobe Reader kannst Du die Datei sowohl herunterladen (kopieren) als auch ausdrucken.

Gruß Harald

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: PDFs

42, (vor 7226 Tagen) @ zuehli

wo ist das Problem bei der angeführten pdf-Datei?? Mit dem Adobe Reader
kannst Du die Datei sowohl herunterladen (kopieren) als auch ausdrucken.

Der Adobe-READER ist absolut kostenloas (allerdings ein inzwischen
sehr gewichtiges (= großes) Programm, das sich obendrein teilweise beim
Windowsstart in den Arbeitsspeicher drängt).
Alternativ, sehr klein und sehr schnell, wäre der Foxitreader zu nennen;
ebenfalls kostenlos. Hier steht näheres dazu (incl. Downloadlink):

http://de.wikipedia.org/wiki/Foxit_Reader

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner