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Hohenbuehelia auriscalpium (8 Fotos) *PIC*

interhias ⌂, (vor 7209 Tagen)

Servus,

Diese kleinen Muschelinge fand ich im August vergangenen Jahres auf sehr morschem Buchenholz:

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Mit den Schlüsseln in Horak und Großpilze BW sowie den Beschreibungen in Ludwigs Kompendium bin ich auf Hohenbuehelia auriscalpium, den Späne-Muscheling, gekommen. Abweichend zur Beschreibung im Kompendium habe ich allerdings beim Geschmack "unangenehm bitterlich" notiert. H. petaloides kann wohl ähnlich aussehen, soll aber zumindest nach Ludwig Metuloide in der HDS aufweisen. Vielleicht gibt's hier ja noch andere Ideen zur Bestimmung?

Beschreibung und Mikros:
Funddaten: [/b]04.08.2006; Fundort: MTB 7934/4/4/1, 620 m Oberdill, am ersten Stachelbartplatz, auf sehr morschem Holz (höchstwahrscheinlich Buchenholz); gesellig; Hut: FK: 2-2,5 cm lang, 1,5-2 cm breit; Hut: abgerundet spatelförmig, graubraun, matt, stellenweise hellgrau breift bis beflockt, Randzone heller ockerbraun; Exsikkat kalkweiß bis hellgrau; Stiel: lateral, fast nahtlos in den Hut übergehend, ca. 0,5-0,8 cm breit, bis 0,4 cm dick, cremeweiß; Lamellen: weißlich bis cremefarben, dicht stehend, Schneiden +/- glatt; Fleisch: über den Lamellen wässerig grau, im Stiel weiß; Geruch: mehlig wie Maipilz; Geschmack: bitterlich, unangenehm; Lamellentrama: -; Basidien: -; Cheilozystiden: spindelig, spitz zulaufend und mit Kristallschopf, ca. 70-90 x 10-15, sehr dickwandig (2-3 µm am Zystidenbauch) = Metuloide; dazu eigenartig geformte Zellen mit abseptiertem zylindrischem Fortsatz, der mit einem Tropfen behangen ist ("Nematodenfänger"); Pleurozystiden: Metuloide wie an der L-Schneide; Kaulozystiden: -; HDS (am Exsikkat untersucht): Oberste Schicht (ca. 25 µm dick) eine Cutis aus ca. 3 µm dicken Hyphen, keine Zystiden oder Metuloide beobachtet; darunter gelatinöse Schicht (ca. 100-150 µm breit) mit trichodermartig angeordneten ca. 3 µm breiten Hyphen, Septen mit Schnallen, darunter eine Schicht aus schmalen (ca. 2 µm breit) liegenden Hyphen, schwach gelbbraun pigmentiert; Sporen: 6,1 x 4,6 (5-7 x 4-5), Q=1,34 (1,2-1,6), elliptisch, hyalin, mit Tropfen, Apiculus sehr gut ausgeprägt; Chemie: -; Sporenpulver: cremeweiß (Ib)

Metuloide:
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"Nematodenfänger":
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HDS, Radialschnitt
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Sporen:
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Gruß aus München
Hias

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Re: Hohenbuehelia auriscalpium (8 Fotos)

Krötenhocker, (vor 7209 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,
H. petaloides var. amara ist vielleicht auch noch eine Idee. Die Metuloide waren lt. Ludwig am Exsikkat (vielleicht erst durch Trocknung usw. entstanden?)
Immerhin beschreibt Ludwig aber damit eine bittere Varietät.

Gruß,
Jens

Servus,
Diese kleinen Muschelinge fand ich im August vergangenen Jahres auf sehr
morschem Buchenholz:

Mit den Schlüsseln in Horak und Großpilze BW sowie den Beschreibungen in
Ludwigs Kompendium bin ich auf Hohenbuehelia auriscalpium, den
Späne-Muscheling, gekommen. Abweichend zur Beschreibung im Kompendium habe
ich allerdings beim Geschmack "unangenehm bitterlich" notiert.
H. petaloides kann wohl ähnlich aussehen, soll aber zumindest nach Ludwig
Metuloide in der HDS aufweisen. Vielleicht gibt's hier ja noch andere
Ideen zur Bestimmung?
Beschreibung und Mikros: Funddaten: 04.08.2006; Fundort: MTB 7934/4/4/1, 620
m Oberdill, am ersten Stachelbartplatz, auf sehr morschem Holz
(höchstwahrscheinlich Buchenholz); gesellig; Hut: FK: 2-2,5 cm lang,
1,5-2 cm breit; Hut: abgerundet spatelförmig, graubraun, matt,
stellenweise hellgrau breift bis beflockt, Randzone heller ockerbraun;
Exsikkat kalkweiß bis hellgrau; Stiel: lateral, fast nahtlos in den Hut
übergehend, ca. 0,5-0,8 cm breit, bis 0,4 cm dick, cremeweiß; Lamellen:
weißlich bis cremefarben, dicht stehend, Schneiden +/- glatt; Fleisch:
über den Lamellen wässerig grau, im Stiel weiß; Geruch: mehlig wie
Maipilz; Geschmack: bitterlich, unangenehm; Lamellentrama: -;
Basidien: -; Cheilozystiden: spindelig, spitz zulaufend und mit
Kristallschopf, ca. 70-90 x 10-15, sehr dickwandig (2-3 µm am
Zystidenbauch) = Metuloide; dazu eigenartig geformte Zellen mit
abseptiertem zylindrischem Fortsatz, der mit einem Tropfen behangen ist
("Nematodenfänger"); Pleurozystiden: Metuloide wie an der
L-Schneide; Kaulozystiden: -; HDS (am Exsikkat untersucht): Oberste
Schicht (ca. 25 µm dick) eine Cutis aus ca. 3 µm dicken Hyphen, keine
Zystiden oder Metuloide beobachtet; darunter gelatinöse Schicht (ca.
100-150 µm breit) mit trichodermartig angeordneten ca. 3 µm breiten
Hyphen, Septen mit Schnallen, darunter eine Schicht aus schmalen (ca. 2 µm
breit) liegenden Hyphen, schwach gelbbraun pigmentiert; Sporen: 6,1 x
4,6 (5-7 x 4-5), Q=1,34 (1,2-1,6), elliptisch, hyalin, mit Tropfen,
Apiculus sehr gut ausgeprägt; Chemie: -; Sporenpulver: cremeweiß (Ib)
Metuloide:

"Nematodenfänger":
HDS, Radialschnitt

Sporen:

Gruß aus München
Hias

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Re: Hohenbuehelia auriscalpium (8 Fotos)

interhias ⌂, (vor 7208 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Hias,
H. petaloides var. amara ist vielleicht auch noch eine Idee. Die Metuloide
waren lt. Ludwig am Exsikkat (vielleicht erst durch Trocknung usw.
entstanden?)
Immerhin beschreibt Ludwig aber damit eine bittere Varietät.
Gruß,
Jens

Servus Jens,

die Beschreibung der bitteren Kollektion von E. Ludwig habe ich mir angeschaut.

Inzwischen habe ich mir noch die Ausführungen zu diesem Artenkomplex in der FloraAgarNeerl/Bd. 3 durchgelesen und bleibe letztlich bei der Bestimmung als H. auriscalpium.
Die H. petaloides scheint vom Habitus her viel größer und kräftiger, sollte eine dickere gelatinöse Schicht unter der HDS und Metuloide in derselben aufweisen.

Beste Grüße
Hias

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Re: Hohenbuehelia auriscalpium (8 Fotos)

Krötenhocker, (vor 7207 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,
vielleicht kannst Du ja mit dieser Seite http://www.bioimages.org.uk/HTML/T52963.HTM Deine Mikrobestimmung optisch noch untermauern.
Die Seite enthält eine Menge Mikrofotos des Pilzes (speziell die zweite Fotosammlung).
Oder mach doch auch eine "var. amara" draus, wie Ludwig. Vielleicht haben die Pilze aber auch selbst nur bittere Nematoden verspeist ;-)

Viele Grüße,
Jens

Servus Jens,
die Beschreibung der bitteren Kollektion von E. Ludwig habe ich mir
angeschaut.
Inzwischen habe ich mir noch die Ausführungen zu diesem Artenkomplex in der
FloraAgarNeerl/Bd. 3 durchgelesen und bleibe letztlich bei der Bestimmung
als H. auriscalpium.
Die H. petaloides scheint vom Habitus her viel größer und kräftiger, sollte
eine dickere gelatinöse Schicht unter der HDS und Metuloide in derselben
aufweisen.
Beste Grüße
Hias

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Re: Hohenbuehelia auriscalpium (8 Fotos)

interhias ⌂, (vor 7207 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Hias,
vielleicht kannst Du ja mit dieser Seite
http://www.bioimages.org.uk/HTML/T52963.HTM Deine Mikrobestimmung optisch
noch untermauern.
Die Seite enthält eine Menge Mikrofotos des Pilzes (speziell die zweite
Fotosammlung).
Oder mach doch auch eine "var. amara" draus, wie Ludwig. Vielleicht
haben die Pilze aber auch selbst nur bittere Nematoden verspeist ;-)
Viele Grüße,
Jens

Hallo Jens,

danke für den Link.
Wenn, dann müsste ich eine var. amarella draus machen, war ja nur ein bisserl bitter;-)

Grüße
Hias