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Erste Spitzmorchel

Manfred, (vor 7188 Tagen)

Hallo zusammen

Eigentlich wollte ich gestern nur Bärlauch ernten, aber
nach diesem wärmsten Winter seit Menschengedenken habe ich gleich auch noch
meine 1. Spitzmorchel '07 entdeckt - so früh wie nie zuvor. Noch ganz hellgrau,
mass sie gerade mal 3-4 cm, und ich habe sie zugedeckt, sollen sich ja
erst mal Brüderchen und Schwesterchen dazugesellen. Ort der Handlung:
Flussau, so um die 450 m NN, wo jedes Jahr einige Exemplare erscheinen.
Begleitbäume Weisstanne, Esche und Buche.
Etwa 2 km weiter flussaufwärts traf mich dann fast der Schlag: auf
rund 200 m Länge ist die ganze Uferböschung frisch abgeholzt,
mit all den schönen alten Weisstannen. Ausgerechnet an einer
weiteren Stelle, wo alljährlich einige Spitzis erscheinen. Das hat
nun wohl ein Ende. Ich sage Euch, ich könnte die Kerle erschiessen.....
Leider habe ich momentan keinen Webspace, Fotos gibts daher später mal.

LG
Manfred

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Re: Erste Spitzmorchel

Heinz Ebert ⌂, (vor 7188 Tagen) @ Manfred

Hallo Manfred Goldboy,
ich verstehe zwar, dass Du zornig über einen gewohnten Morchelstandort bist, den die Naturschützer, Landespfleger oder wer auch immer durch einen solchen Einfriff ge- oder zer-stört haben. Aber Weißtannen sind nun mal nicht der natürliche Bewuchs einer Uferböschung. Möglicherweise hat man diese (an nicht natürlichem Standort "angebauten") Gehölze entfernt, um der Natur die Gelegenheit zu geben, einen standortgemäßen (vmtl. Erlenbruchwald) zu entwickeln. Vielleicht waren die Weißtannen auch "nur erntereif". Ich rate, den Standort weiterhin aufzusuchen, denn Morcheln sind erstens nicht an die Weißtanne gebunden, und zweitens könnte er dadurch interessant werden, dass sich eine reichhaltigere Funga und Flora ausbildet, wenn man die Natur sich selbst überlässt.
Das "Nachhelfen" durch Einbringen von standorttypischen Pflanzen ist zwar bei gewissen (keineswegs weltfremden) Mitmenschen zwar grundsätzlich verpönt, aber das ist immer noch besser als das Anbauen von standortfremden NUTZpflanzen.
Also bitte beobachte die Entwicklung des Standortes mal in den nächsten
Jahr(zehnt)en, und denke nicht weiter über das Erschießen von irgendwem nach. Ich müsste mit solchen Gedanken schon ein Massenmörder sein, bin ich aber nicht. Vielleicht kannst Du auch in Erfahrung bringen, WARUM dieser Eingriff erfolgt ist. Vielleicht ist ja dort was ganz vernünftiges passiert.
Beste Grüße, Heinz Ebert

Hallo zusammen
Eigentlich wollte ich gestern nur Bärlauch ernten, aber
nach diesem wärmsten Winter seit Menschengedenken habe ich gleich auch noch
meine 1. Spitzmorchel '07 entdeckt - so früh wie nie zuvor. Noch ganz
hellgrau,
mass sie gerade mal 3-4 cm, und ich habe sie zugedeckt, sollen sich ja
erst mal Brüderchen und Schwesterchen dazugesellen. Ort der Handlung:
Flussau, so um die 450 m NN, wo jedes Jahr einige Exemplare erscheinen.
Begleitbäume Weisstanne, Esche und Buche.
Etwa 2 km weiter flussaufwärts traf mich dann fast der Schlag: auf
rund 200 m Länge ist die ganze Uferböschung frisch abgeholzt,
mit all den schönen alten Weisstannen. Ausgerechnet an einer
weiteren Stelle, wo alljährlich einige Spitzis erscheinen. Das hat
nun wohl ein Ende. Ich sage Euch, ich könnte die Kerle erschiessen.....
Leider habe ich momentan keinen Webspace, Fotos gibts daher später mal.
LG
Manfred

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Re: Erste Spitzmorchel *PIC*

elfi ⌂, (vor 7188 Tagen) @ Manfred

Hallo Manfred,
gratuliere, also geht es bei Dir auch los.
Ein Leser meiner HP hat mir ein Bild
von frischen Morcheln gesendet (Schweiz).
Gräme Dich nicht wegen der Abholzerei,
Morcheln mögen durchwühlte Böden!
Grüße
elfi [image]

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Re: Erste Spitzmorchel

42, (vor 7187 Tagen) @ Manfred

Hallo Manfred,

Eigentlich wollte ich gestern nur Bärlauch ernten, aber [...]

Und, gab's denn schon Bärlauch?

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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bärlauch

coco, (vor 7187 Tagen) @ 42

Und, gab's denn schon Bärlauch?

hallo thomas,

am freiag, 16.2. traf ich zu meiner überraschung im schwetzinger schlosspark auf riesige bärlauchbestände. teils schon 20 cm lang, teils gerade am spriessen, jedenfalls sechs wochen vor der zeit. becherlinge leider fehlanzeige.

gruss von coco

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Re: bärlauch

Christoph G, (vor 7187 Tagen) @ coco

Hallo coco,

da haett ich dir zuwinken koennen, als ich am Schlosspark vorbeigefahren bin ;-))

LG Christoph

hallo thomas,
am freiag, 16.2. traf ich zu meiner überraschung im schwetzinger schlosspark
auf riesige bärlauchbestände. teils schon 20 cm lang, teils gerade am
spriessen, jedenfalls sechs wochen vor der zeit. becherlinge leider
fehlanzeige.
gruss von coco

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Re: Erste Spitzmorchel

Manfred, (vor 7187 Tagen) @ 42

Hallo Manfred,
Und, gab's denn schon Bärlauch?
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

Hi Thomas

Ja klar, und das nicht zu knapp, die grössten Blätter massen
schon 15 cm!!!

Grüssli
Manfred

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Keine Weisstannen?

Manfred, (vor 7187 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Manfred Goldboy,
ich verstehe zwar, dass Du zornig über einen gewohnten Morchelstandort bist,
den die Naturschützer, Landespfleger oder wer auch immer durch einen
solchen Einfriff ge- oder zer-stört haben. Aber Weißtannen sind nun mal
nicht der natürliche Bewuchs einer Uferböschung. Möglicherweise hat man
diese (an nicht natürlichem Standort "angebauten") Gehölze
entfernt, um der Natur die Gelegenheit zu geben, einen standortgemäßen
(vmtl. Erlenbruchwald) zu entwickeln. Vielleicht waren die Weißtannen auch
"nur erntereif". Ich rate, den Standort weiterhin aufzusuchen,
denn Morcheln sind erstens nicht an die Weißtanne gebunden, und zweitens
könnte er dadurch interessant werden, dass sich eine reichhaltigere Funga
und Flora ausbildet, wenn man die Natur sich selbst überlässt.
Das "Nachhelfen" durch Einbringen von standorttypischen Pflanzen
ist zwar bei gewissen (keineswegs weltfremden) Mitmenschen zwar
grundsätzlich verpönt, aber das ist immer noch besser als das Anbauen von
standortfremden NUTZpflanzen.
Also bitte beobachte die Entwicklung des Standortes mal in den nächsten
Jahr(zehnt)en, und denke nicht weiter über das Erschießen von irgendwem nach.
Ich müsste mit solchen Gedanken schon ein Massenmörder sein, bin ich aber
nicht. Vielleicht kannst Du auch in Erfahrung bringen, WARUM dieser
Eingriff erfolgt ist. Vielleicht ist ja dort was ganz vernünftiges
passiert.
Beste Grüße, Heinz Ebert

Hallo Heinz
Die Natur sich selbst überlassen, wäre ja schon toll, aber so was kann
man hier (im Grossraum Zürich) wohl vergessen, und sei der Flecken
noch so klein. Da wird ja ständig alles umgeackert bzw. verbetoniert, was nicht niet- und nagelfest ist.
Doch sag mal, was macht Dich so sicher, dass die Spitzmorchel nicht an die Weisstanne gebunden
sein kann? Bei meinen Funden sind fast immer welche in der Nähe. Nur selten finde ich Spitzis
ohne einen Nadelbaum in der Nähe, und dann sind es meist Eschen. Bekannte von mir sagen übrigens
dasselbe. Und in den Alpen sind stets Fichten dabei.
Sende Dir eine Foto an Deine E-Mail Adresse.

Lieber Gruss
Manfred

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Re: Keine Weisstannen?

Werner, (vor 7187 Tagen) @ Manfred

Hallo Manfred,

bin zwar nicht Heinz, aber das kann ich Dir auch beantworten

Doch sag mal, was macht Dich so sicher, dass die Spitzmorchel nicht an die
Weisstanne gebunden sein kann? Bei meinen Funden sind fast immer welche in der
Nähe. Nur selten
finde ich Spitzis
ohne einen Nadelbaum in der Nähe, und dann sind es meist Eschen. Bekannte von
mir sagen übrigens
dasselbe. Und in den Alpen sind stets Fichten dabei.
Sende Dir eine Foto an Deine E-Mail Adresse.

Das ist ganz einfach - Morcheln sind keine Mykhorrizapilze. Spitzmorcheln findet man deshalb auch gerne auf Rindenmulch - ohne irgendeinen lebenden Baum in der Nähe - z.B. auf Supermarktparkplätzen in den angrenzenden Mulchbeeten.

Wenn Du welche bei Eschen findest, sind das wohl meist Speisemorcheln. Die haben eine Präferenz für Eschen und Obstbäume - der Grund hierfür sind wohl zuckerhaltige Ausscheidungen der Wurzeln dieser Bäume.

Gruß,

Werner

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Re: Keine Weisstannen?

Waldschrat, (vor 7187 Tagen) @ Werner

Wenn Du welche bei Eschen findest, sind das wohl meist Speisemorcheln. Die
haben eine Präferenz für Eschen und Obstbäume - der Grund hierfür sind
wohl zuckerhaltige Ausscheidungen der Wurzeln dieser Bäume.
Gruß, Werner

Hallo Werner,
sehr interessant, ich werd´ mir´s gewiß merken.
Gruß - Waldschrat

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Morcheln und ihre "Mykorrhiza"

AK_CCM, (vor 7187 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

Morcheln sind keine Mykhorrizapilze. Spitzmorcheln
findet man deshalb auch gerne auf Rindenmulch - ohne irgendeinen lebenden
Baum in der Nähe - z.B. auf Supermarktparkplätzen in den angrenzenden
Mulchbeeten.
Wenn Du welche bei Eschen findest, sind das wohl meist Speisemorcheln. Die
haben eine Präferenz für Eschen und Obstbäume - der Grund hierfür sind
wohl zuckerhaltige Ausscheidungen der Wurzeln dieser Bäume.

das möchte ich so nicht stehen lassen. Es sind wohl mikorrhizaähnliche Verbindungen zwischen Morcheln und Nadelbäumen dokumentiert worden - siehe hierzu auch den Thread Sind Morcheln Mykorrhiza-Pilze? im DGfM-Forum.

Neben Weißtannen, wie hier berichtet, kenne ich Morcheln persönlich unter Fichten. Interessant: Elfi beobachtet und dokumentiert seit Jahrzehnten standorttreue Morchelpopulationen an Rotem Pestwurz - habe ich mit eigenen Augen gesehen. Hier gibt es anscheinend noch Einiges zu erforschen.

Gruß, Andreas

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Re: Morcheln und ihre "Mykorrhiza"

Werner, (vor 7187 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

das möchte ich so nicht stehen lassen. Es sind wohl mikorrhizaähnliche
Verbindungen zwischen Morcheln und Nadelbäumen dokumentiert worden - siehe
hierzu auch den Thread Sind Morcheln Mykorrhiza-Pilze? im DGfM-Forum.
Neben Weißtannen, wie hier berichtet, kenne ich Morcheln persönlich unter
Fichten. Interessant: Elfi beobachtet und dokumentiert seit Jahrzehnten
standorttreue Morchelpopulationen an Rotem Pestwurz - habe ich mit eigenen
Augen gesehen. Hier gibt es anscheinend noch Einiges zu erforschen.

Du hast natürlich soweit recht. In der Kürze wollte ich das nicht näher ausführen, denn sonst hätte ich einen mehrseitigen Artikel ohne Endergebnis schreiben müssen - so wie es ja auch der Thread im DGfM-Forum belegt.

Mir widerstrebt es allerdings, von Mykhorriza bei Morcheln zu sprechen. Denn jeder mir ansonsten bekannte Mykhorriza-Pilz kann ja absolut nicht ohne Bäume. Morcheln dagegen sehr wohl. http://www.google.com/search?hl=en&client=firefox-a&channel=s&rls=org.mozilla:en-US:off...
sind nur mal schnell aus dem Web gezogene Definitionen von Mykhorriza, die zumindest größtenteils mit dem übereinstimmen, was ich bisher mit diesem Ausdruck verband. Und der Kern davon ist halt, daß der Pilz eine "Zwangs-"vergesellschaftung mit einer höheren Pflanze eingehen muß. Dem widersprechen aber u.a. die Funde auf reinem Mulch.

Ich will dabei keinesfalls bestreiten, daß die Wissenschaft nicht doch mal eine entsprechende Bindung bei einzelnen Morcheln finden wird. Im bisherigen Sinne war aber Mykhorriza "mandatory", also "Pflicht"-Vergesellschaftung mit höheren Pflanzen. Es ist zumindest mir kein anderer Mykhorriza-Pilz bekannt, der ohne Pflanzenpartner fruktifiziert. Vielleicht habe ich da ja noch eine Wissenslücke.

Wie auch immer - mit einer Mykhorriza-RiMuMo täte ich mich schon sehr schwer.

Gruß,

Werner

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Definition einer Mykorrhiza

AK_CCM, (vor 7186 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

Mir widerstrebt es allerdings, von Mykhorriza bei Morcheln zu sprechen. Denn
jeder mir ansonsten bekannte Mykhorriza-Pilz kann ja absolut nicht ohne
Bäume. Morcheln dagegen sehr wohl.

Im DÖRFELT, H. & JETSCHKE, G. (2001): Wörterbuch der Mycologie steht unter "Mycorrhiza (Pilzwurzel)" folgendes: "Symbiose zwischen Pilzen und Kormophyten, bei der es im Wurzelbereich der Pflanzen zum Stoffaustausch zwischen den Symbionten kommt."

-> Ob Morcheln dem "Pflanzenpartner" auch Stoffe zukommen lassen, weiß ich nicht. Deshalb habe ich in meinem Beitrag den Begriff Mykorrhiza in Anführungszeichen gesetzt und mykorrhizaähnliche Verbindungen geschrieben. Mal sehen, vielleicht kann ich die von Eric im DGfM-Forum erwähnte Arbeit auftreiben und diesbezüglich etwas in Erfahrung bringen.

sind nur mal schnell aus dem Web gezogene Definitionen von Mykhorriza, die
zumindest größtenteils mit dem übereinstimmen, was ich bisher mit diesem
Ausdruck verband. Und der Kern davon ist halt, daß der Pilz eine
"Zwangs-"vergesellschaftung mit einer höheren Pflanze eingehen
muß. Dem widersprechen aber u.a. die Funde auf reinem Mulch.
Ich will dabei keinesfalls bestreiten, daß die Wissenschaft nicht doch mal
eine entsprechende Bindung bei einzelnen Morcheln finden wird. Im
bisherigen Sinne war aber Mykhorriza "mandatory", also
"Pflicht"-Vergesellschaftung mit höheren Pflanzen. Es ist
zumindest mir kein anderer Mykhorriza-Pilz bekannt, der ohne
Pflanzenpartner fruktifiziert.

Hierzu schreibt DÖRFELT: "Die M. spielt bei der Ernährung vieler Pflanzen eine wichtige Rolle. Für zahlreiche Gehölze und viele Pilze ist sie ökologisch obligat."

->"Viele Pilze" interpretiere ich als "nicht alle Pilze", stellt demzufolge also kein zwingendes Kennzeichen einer Mykorrhiza dar. Leider führt der Autor keine Beispiele für nicht obligate Pilze auf.

Gruß, Andreas

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Re: Definition einer Mykorrhiza

Werner, (vor 7186 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

Im DÖRFELT, H. & JETSCHKE, G. (2001): Wörterbuch der Mycologie steht
unter "Mycorrhiza (Pilzwurzel)" folgendes: "Symbiose
zwischen Pilzen und Kormophyten, bei der es im Wurzelbereich der Pflanzen
zum Stoffaustausch zwischen den Symbionten kommt."

D'accord.

Verbindungen geschrieben. Mal sehen, vielleicht kann ich die von Eric im
DGfM-Forum erwähnte Arbeit auftreiben und diesbezüglich etwas in Erfahrung
bringen.

Die würde mich auch interessieren - frag doch Eric, ob er mir auch eine Kopie schickt.

Hierzu schreibt DÖRFELT: "Die M. spielt bei der Ernährung vieler
Pflanzen eine wichtige Rolle. Für zahlreiche Gehölze und viele Pilze ist
sie ökologisch obligat."
->"Viele Pilze" interpretiere ich als "nicht alle
Pilze", stellt demzufolge also kein zwingendes Kennzeichen einer
Mykorrhiza dar. Leider führt der Autor keine Beispiele für nicht obligate
Pilze auf.

Ja, aber das sagt doch nur aus, daß es andere Pilze auch noch gibt - z.B. Saprobionten, Parasiten usw.

Gruß,

Werner

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Ihr habt Post *oT*

EricS ⌂, (vor 7186 Tagen) @ Werner

- kein Text -

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Vielen Dank, Eric und Anmerkungen zum Artikel

Werner, (vor 7186 Tagen) @ EricS

Erst mal vielen Dank für den Artikel. War ja blitzschnell. Der Artikel selbst ist in Englisch, hochinteressant und beschäftigt sich - außer einer Randnotiz - praktisch ausschließlich mit nordamerikanischer Baumflora - Arbutus menziesii (als einziger ohne jegliche Anzeichen von Mykhorrizabildung in Rein-Kultur), Larix occidentalis, Pinus contorta, Pinus ponderosa und Pseudotsuga menziesii.

Von diesen Bäumen ist leider nur die Douglasie bei uns häufiger in freier Natur anzutreffen und es ist ja hinreichend bekannt, daß Douglasienforste hier merkwürdigerweise nur sehr wenige Mykhorrizapilze fruktifizieren lassen, obwohl viele der Pilzarten sowohl hier als auch in den USA heimisch sind und dort sehr wohl fruktifizieren.

Also sind die Ergebnisse nur beschränkt auf D übertragbar. Weiterhin wird angemerkt, daß zwar in Reinkultur (also im Labor - Petrischale etc.) sehr viele Mykhorrizen gebildet werden - auch bei anderen Pilzen - die aber in der Natur offensichtlich nicht vorkommen oder zumindest nicht nachgewiesen werden können. Da schlagen die Authoren weitere Studien von Mykhorrizen in der Natur vor. Weiterhin stellt der Artikel dar, daß in Kultur nur Pinus ponderosa zu 100% mit den 2 getesteten Morchelarten M. elata ss. lato und M. esculenta ss. lato Mykhorrizen bildete, die anderen 3 Bäume alle so um die 70-80%.

Es werden weiterhin Versuche (wohl aus Europa) mit Fraxinus excelsior und Picea abies erwähnt, die wohl ebenfalls zu Mykhorrizabildung in Kultur mit M. esculenta gekommen sind. Die Autoren selbst haben diese Bäume allerdings selbst nicht in ihren Versuchsaufbau einbezogen.

Fazit bleibt damit, daß zumindest Mykhorriza-ähnliche Bindungen in Kultur eindeutig nachweisbar sind. Leider geht nicht sehr gut aus dem Artikel hervor, in wie weit die Morchel-"Mykhorriza" sich von der regulären unterscheidet. Es wird aber immer wieder darauf hingewiesen, daß die Ausformung der Hartig'schen Netze und der Ummantelung (Übersetzung: mantle ?)meist wohl erheblich breitmaschiger, loser und schwächer ist, als dies wohl bei bekannten Mykhorrizen der Fall ist.

Das nur mal als Zusammenfassung mit Anmerkungen von mir.

Viele Grüße,

Werner

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Hätte ich auch gerne ...

Rainer_aus_AC, (vor 7186 Tagen) @ EricS

Hallo Eric,

ginge das ... ? ;-)

Meine Email-Adresse findest Du im Profil.

LG Rainer.

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Re: Vielen Dank, Eric und Anmerkungen zum Artikel

coco, (vor 7186 Tagen) @ Werner

danke, werner,

für deine sehr interessanten erläuterungen!

coco

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Re: Morcheln und ihre "Mykorrhiza"

Ingo, (vor 7186 Tagen) @ AK_CCM

Neben Weißtannen, wie hier berichtet, kenne ich Morcheln persönlich unter
Fichten. Interessant: Elfi beobachtet und dokumentiert seit Jahrzehnten
standorttreue Morchelpopulationen an Rotem Pestwurz - habe ich mit eigenen
Augen gesehen. Hier gibt es anscheinend noch Einiges zu erforschen.

Hallo Allerseits,

ich möchte an dieser Stelle auch noch mal auf meine jährlichen
Morchelfunde im Kiefernwald hinweisen. Fichten und Tannen sind
dort komplett Fehlanzeige. Vielleicht bilden die Morcheln dort ja
Gemeinschaften mit Waldkiefern. Allerdings handelt es sich nicht um die
typischen Sandböden mit Moos- und Flechtenbewuchs, sondern um Böden, die
vermutlich oberflächennahe Lehmschichten aufweisen.
Bei näheren Interesse, schaut doch nochmal nach meinen Beiträgen vom letzten
Frühjahr. Bin gespannt, wann es dieses Jahr losgeht.
Hoffentlich aber nicht vor Mitte März, denn...

..viele Grüße von den Kanaren

Ingo

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Re: Pilzler und ihre "Mykorrhiza"

phragmobasidie, (vor 7186 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

..viele Grüße von den Kanaren

lasse er es sich wohlergehen :)
bin auch urlaubsreif...

schöne Grüße
Robin