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Reetdach-Sterben und Pilze

Klaus Anders, (vor 7161 Tagen)

Liebe Pilzgemeinschaft, lieber Peter, lieber Ulrich !

Bei der Internetseite www.reetdach-sterben.de wäre ich extrem vorsichtig. Da stecken ausschließlich kommerzielle Interessen dahinter.
Der Verfasser und Betreiber der Internetseite behauptet, dass angeblich hochgezüchtete Pilze bzw. „Killerpilzen“ aus der zelluloseverarbeitenden Industrie das Problem der verkürzten Haltbarkeit verursachen. Das ist Unsinn. Der Betreiber der Internetseite www.reetdach-sterben.de will eigentlich nur sein ominöses "Behandlungsmittel" verkaufen und Serviceverträge abschließen. Die Aussagen die gemacht werden, sind sehr schwammig, da wird von "neuen - Reet-Zellulose zerstörende Pilzen" geredet. Aber auf der Seite wird nicht ein Pilz benannt, der für das angebliche Reetdachsterben verantwortlich ist...

Die Medien haben sich dem Thema auch schnell angenommnen. Wer genauer hinschaut sieht, dass der größte Teil der Zeitungen und Zeitschriften, die über dieses Thema berichten immer nur ein vermeintlicher "Experte" benennen. Und dieser Herr ist zufällig der Betreiber der Internetseite www.reetdach-sterben.de und www.reetdach-sanierung.de ist. Das ist nichts anderes als geschicktes Öffentlichkeitsarbeit und Verkaufen: Zuerst schaffe ich ein Problem und verkaufe dann allen die Lösung.

Das ist moderne Bauernfängerei und hat mehr mit Geldgier zu tun, als mit der objektiven Betrachtung des Problems !

Ob Ihr, liebe Pilzgemeinde euch für so einen Zweck einspannen lasst bleibt natürlich Euch überlassen. Wer wirkliches Interesse an der Problematik hat, sollte jedoch auf der Seite www.reetdachdeckung.de
nachschauen und nachfragen, wer für die laufenden Forschungsprojekte zuständig ist.

Zum Abschluss noch eine intelligentere Sichtweise:

Natürlich sind im Reet Pilze enthalten, wie in jedem anderen Naturbaustoff auch. Jeder Pilz und Schimmelpilz wächst dort, wo Temperatur und Feuchtigkeit dies zulassen. Wer das beim Bau seines Reetdachhauses berücksichtigt, der wird auch kein Problem mit den Pilzen haben.

Schöne Grüße aus dem hohen Norden

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Re: Reetdach-Sterben und Pilze

PeterK, (vor 7160 Tagen) @ Klaus Anders

Lieber Klaus,

vielen Dank für deine sachliche Darstellung und die Bestätigung der von mir im DGFM-Phorum schon angedeuteten Kommerzausrichtung der Webseiten Reetdachsterben...., vor deren Karren ich mich in keinster Weise spannen lassen möchte. Ich werde meine Bekannten mit dem Schaddach aus Barchel nun gerne an www.reetdachdeckung.de und deren Profi's verweisen.

Man stelle sich vor, man selbst hat vor > 10 Jahren an einen Fachbetrieb über 60.000 DM überwiesen und nun ein verottendes Dach. Der aktuelle Informations- (=Forschungs?)stand zu dem Thema ist für mich jedenfalls nicht so Vertrauen einflössend, dass ich dazu raten könnte, das Dach neu mit Reet einzudecken. (Es sei denn, die ausführenden Fachbetriebe gäben 30 Jahre Gewährleistung- kaum denkbar).

Na denn schaun mer mal, wie sich das weiter entwickelt.

Beste Grüße aus dem Süden, Peter

Liebe Pilzgemeinschaft, lieber Peter, lieber Ulrich !
Bei der Internetseite www.reetdach-sterben.de wäre ich extrem vorsichtig.
Da stecken ausschließlich kommerzielle Interessen dahinter.
Der Verfasser und Betreiber der Internetseite behauptet, dass angeblich
hochgezüchtete Pilze bzw. „Killerpilzen“ aus der zelluloseverarbeitenden
Industrie das Problem der verkürzten Haltbarkeit verursachen. Das ist
Unsinn. Der Betreiber der Internetseite www.reetdach-sterben.de will
eigentlich nur sein ominöses "Behandlungsmittel" verkaufen und
Serviceverträge abschließen. Die Aussagen die gemacht werden, sind sehr
schwammig, da wird von "neuen - Reet-Zellulose zerstörende
Pilzen" geredet. Aber auf der Seite wird nicht ein Pilz benannt, der
für das angebliche Reetdachsterben verantwortlich ist...
Die Medien haben sich dem Thema auch schnell angenommnen. Wer genauer
hinschaut sieht, dass der größte Teil der Zeitungen und Zeitschriften, die
über dieses Thema berichten immer nur ein vermeintlicher
"Experte" benennen. Und dieser Herr ist zufällig der Betreiber
der Internetseite www.reetdach-sterben.de und www.reetdach-sanierung.de
ist. Das ist nichts anderes als geschicktes Öffentlichkeitsarbeit und
Verkaufen: Zuerst schaffe ich ein Problem und verkaufe dann allen die
Lösung.
Das ist moderne Bauernfängerei und hat mehr mit Geldgier zu tun, als mit der
objektiven Betrachtung des Problems !
Ob Ihr, liebe Pilzgemeinde euch für so einen Zweck einspannen lasst bleibt
natürlich Euch überlassen. Wer wirkliches Interesse an der Problematik
hat, sollte jedoch auf der Seite www.reetdachdeckung.de
nachschauen und nachfragen, wer für die laufenden Forschungsprojekte
zuständig ist.
Zum Abschluss noch eine intelligentere Sichtweise: Natürlich sind im Reet
Pilze enthalten, wie in jedem anderen Naturbaustoff auch. Jeder Pilz und
Schimmelpilz wächst dort, wo Temperatur und Feuchtigkeit dies zulassen.
Wer das beim Bau seines Reetdachhauses berücksichtigt, der wird auch kein
Problem mit den Pilzen haben.
Schöne Grüße aus dem hohen Norden

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Re: Reetdach-Sterben und Pilze Neues dazu

Thomas Pruss, (vor 7160 Tagen) @ Klaus Anders

Moin zusammen,
ich habe mich letzthin mal mit einem Reetdachdecker über dieses Problem unterhalten. Das ist den Dachdeckern wohlbekannt, aber es hat rein gar nichts mit irgendwelchen ominösen Pilzen zu tun.
Vielmehr handelt es sich bei allen befallenen Reetdach-Häusern um solche, bei denen die Wärme-Isolierung nicht fachgerecht ausgeführt war. D. h. eigentlich sie war es schon, denn sie funktionierte super. Zu super: Diese Isolierung ließ nämlich neben keiner Wärme auch keine Feuchtigkeit mehr durch. Und die sammelte sich im Innern des Daches, wo sie natürlich Grundlage war für Mikroorganismen (auch Pilzen) die das Reet zersetzen.
Oft wurden diese Häuser in der 70er und 80er Jahren renoviert und isoliert, zu einer Zeit also, wo man enthusiastisch neue Isolationsmaterialien verwendete, ohne aber deren Langzeitwirkungen zu kennen. Und irgendwann jetzt ist einfach die Zeit gekommen, wo die Zerstörungen am Reetdach sichtbar werden und immer schneller um sich greifen.
Auf jeden Fall sind den Reetdachdeckern, die kurzfristig auch an irgendwelche eingeschleppte Reetfresserpilze dachten, solche Pilze nicht bekannt. Es handelt sich dabei ganz viele Faktoren, die zusammenwirken.
Die kleinen Helmlinge, die man oft auf älteren Reetdächern sieht (gibt es eigentlich den Schilfhelmling, Mycena phragmitophilus ,-) ?) schadet dem Dach nicht.
Grüßlis
Thomas