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Unbekannte Gesellen *PIC*

Andreas W, (vor 7140 Tagen)

Hallo,

mangels Regen gehen bei mir die Pilze schon wieder in Trockenpilze (steinhart) über. Ein guter Zeitpunkt, um meine Neufunde begutachten zu lassen (natürlich nur die unklaren). :-)

[image]
Foto 1: Dürfte ein Rötling sein? Läßt sich die Art ohne Mikroskop genauer bestimmen?
Funddatum: 08.01.07
Fundort: Mischwald mit Kiefer, Buchen, Birken und Holunder in der näheren Umgebung

[image]
Foto 2: Gehört dies Geflecht zu einem Pilz?
Funddatum: 23.02.07
Fundort: Fichtenwald

[image]
Foto 3: Ich konnte nichts finden, was dem entspricht, vor allem nichts, was so früh im Jahr kommt. Vielleicht hat ja von Euch jemand den passenden Namen parat?
Hut-Durchmesser: 2,5 cm
Funddatum: 11.03.07
Fundort: Waldweg mit beiderseits Mischwald (Kiefer, Fichte, Birke)

[image]
Foto 4: wohl dieselbe Art, wie beim vorherigen Foto
Hut-Durchmesser: ca. 1,5 cm
Funddatum: 12.04.07
Fundort: Waldlehrpfad, an Kiefer

[image]
Foto 5: Helvella leucomelaena ?
Durchmesser: 3,7 cm
Funddatum: 12.04.07
Fundort: Kiefernwald

[image]
Foto 6: Helvella leucomelaena ?
Durchmesser: bis 6 cm
Funddatum: 13.04.07
Fundort: Kiefernwald (derselbe wie beim vorherigen Foto, nur 50 m entfernt)

liebe Grüße

Andreas

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Re: Unbekannte Gesellen

Rudi, (vor 7140 Tagen) @ Andreas W

Hallo Andreas

Der erste könnte natürlich ein Rötling sein. Mehr sag i net.

Das zweite Bild zeigt ein Myzel. Dito

Bild 3 und vier zeigen Helmlinge. Vermutlich haben sie nach Schwimmbad gerochen. Hast du deine Nase drangehalten?

Die letzten beiden Bilder hast du gut erkannt. Es handelt sich um die schwarzweiße Becherlorchel. Schöner Fund!

Grüße Rudi

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Re: Unbekannte Gesellen

Andreas W, (vor 7139 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,

die Helmlinge hatten keinen angenehmen Geruch.

Du meinst, Mycena leptocephala ? Der fehlt in meiner Literatur, aber bei Helmling und Schwimmbad sagt mir Google den.

liebe Grüße

Andreas

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Re: Unbekannte Gesellen

Waldschrat, (vor 7140 Tagen) @ Andreas W

Hallo Andreas und Rudi,
zugegeben, Nr. 1 sieht ja aus wie ein Rötling. Auch wenn der Winter keiner war, aber welcher Rötling außer E. hiemale verirrt sich gleich in den Januar?. Der kommt lt. Cetto aber nur jenseits der Alpen in bella Italia vor. Näher liegt meiner Meinung Hebeloma hiemale.
Gruß - Waldschrat

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Re: Unbekannte Gesellen

Andreas W, (vor 7139 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Andreas und Rudi,
zugegeben, Nr. 1 sieht ja aus wie ein Rötling. Auch wenn der Winter keiner
war, aber welcher Rötling außer E. hiemale verirrt sich gleich in den
Januar?. Der kommt lt. Cetto aber nur jenseits der Alpen in bella Italia
vor. Näher liegt meiner Meinung Hebeloma hiemale.
Gruß - Waldschrat

Hallo Waldschrat,

sind ja nur 1200 km bis Meran. :-) und der E. hiemale sieht doch bißchen anders aus. Auch gibt es kaum Ähnlichkeiten insbesondere vom Stiel her zu den Rötlingen, die in meiner Literatur vorkommen. Daher hatte ich den Verdacht, daß man ihn auf Grund dessen vielleicht bestimmen kann. Eine Suche über Google bringt bei Rötlingen allerdings nicht allzuoft Fotos zu Tage.

liebe Grüße

Andreas

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Re: Unbekannte Gesellen

Andreas ⌂, (vor 7139 Tagen) @ Andreas W

Hallo Andreas,

ich würde den vermeintlichen Rötling eher für einen Ackerling halten. Habe allerdings einen recht dunklen Bildschirm. Am besten lässt Du mal einen Sporenabwurf ausfallen, dann wirst Du bescheid wissen.

Bilder 3 und 4 zeigen Helmlinge, sehr wahrscheinlich einen alkalisch riechenden, wie Rudi ja schon sagt. Allerdings sicher nicht M. leptocephala, der kommt eher einzeln, eher +/- auf dem Erdboden bzw. Holzstückchen und hat kaum je so dunkle Lamellen. Ich denke, es dürfte Mycena silvae-nigrae sein, eines der Drittel der alten Sammelart Mycena alcalina.

Die Helvella leucomelaena hätte ich anhand der Bilder nicht erkannt, die wäre mir zu braun gewesen. Aber da ich die nicht besonders gut kenne, will ich nicht wirklich widersprechen.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Unbekannte Gesellen

Andreas W, (vor 7138 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,
ich würde den vermeintlichen Rötling eher für einen Ackerling halten. Habe
allerdings einen recht dunklen Bildschirm. Am besten lässt Du mal einen
Sporenabwurf ausfallen, dann wirst Du bescheid wissen.
Bilder 3 und 4 zeigen Helmlinge, sehr wahrscheinlich einen alkalisch
riechenden, wie Rudi ja schon sagt. Allerdings sicher nicht M.
leptocephala, der kommt eher einzeln, eher +/- auf dem Erdboden bzw.
Holzstückchen und hat kaum je so dunkle Lamellen. Ich denke, es dürfte
Mycena silvae-nigrae sein, eines der Drittel der alten Sammelart Mycena
alcalina.
Die Helvella leucomelaena hätte ich anhand der Bilder nicht erkannt, die wäre
mir zu braun gewesen. Aber da ich die nicht besonders gut kenne, will ich
nicht wirklich widersprechen.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,

Aussporen wird nicht mehr gehen, denn ich habe kein Exemplar davon getrocknet.
Aber auch bei Ackerlingen wüßte ich makroskopisch keinen, der passen könnte.

Ich habe mal wieder die Mycena-Seite aus Norwegen durchgesehen und demnach dürftest Du mit Mycena silvae-nigrae richtig liegen.

Helvella leucomelaena wäre für mich ebenfalls ein Erstfund (und dann gleich so viele - ca. 40 davon an 5 Fundstellen im selben Wald). Deswegen habe ich sie ja hier auch reingestellt. Ich habe auch noch ein Exemplar gefunden, daß innen braun und zum Rand hin fast schwarz gefärbt war. Die meisten waren aber eher mit einem Grauton innen und bei denen meine ich, daß die Bestimmung richtig ist. Ich kann natürlich nicht ausschließen, daß ich hier vielleicht zwei verschiedene Arten gefunden habe (sind aber nur am Stiel gerippt und nicht drüber hinaus), wüßte bei der innen braunen Variante dann allerdings nicht, welche das sein sollte. Sicher ist, daß es sich nicht um Kalkuntergrund handeln wird, auf dem Helvella leucomelaena lt. Laux vorkommen soll.

Im selben Wald fand ich nur folgende Arten, die wohl eher auf Sandböden vorkommen:
Auriscalpium vulgare, Chroogomphus rutilus, Coprinus comatus, Cortinarius croceus, Cortinarius mucosus, Hygrophorus hypothejus, Macrolepiota rhacodes, Rhizopogon luteolus, Rhodocollybia butyracea f.asema, Strobilurus stephanocystis, Suillus granulatus, Suillus luteus, Suillus variegatus, Thelephora caryophyllea, Tricholoma equestre, Tricholomopsis rutilans und Tricholoma terreum.

liebe Grüße

Andreas

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Re: Unbekannte Gesellen

Roswitha, (vor 7138 Tagen) @ Andreas W

Helvella leucomelaena wäre für mich ebenfalls ein Erstfund (und dann gleich
so viele - ca. 40 davon an 5 Fundstellen im selben Wald). Deswegen habe
ich sie ja hier auch reingestellt. Ich habe auch noch ein Exemplar
gefunden, daß innen braun und zum Rand hin fast schwarz gefärbt war. Die
meisten waren aber eher mit einem Grauton innen und bei denen meine ich,
daß die Bestimmung richtig ist. Ich kann natürlich nicht ausschließen, daß
ich hier vielleicht zwei verschiedene Arten gefunden habe (sind aber nur
am Stiel gerippt und nicht drüber hinaus), wüßte bei der innen braunen
Variante dann allerdings nicht, welche das sein sollte. Sicher ist, daß es
sich nicht um Kalkuntergrund handeln wird, auf dem Helvella leucomelaena
lt. Laux vorkommen soll.

Hallo Anreas,

in meinem Garten wuchsen Ende Februar bis März an mehreren Stellen unter Kiefern Helvella leucomelaena. (Von Uschi mikroskopisch bestätigt). Die waren auch alle eher braun als schwarz innendrin und Kalk ist hier auch Fehlanzeige.

Liebe Grüße
Roswitha

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Re: Unbekannte Gesellen

Werner2, (vor 7138 Tagen) @ Andreas W

Hallo - ich halte den ersten Pilz für einen Faserling, und zwar für eine blasseren P. spadicea oder auch P. sarcocephala.
Den habe ich hin und wieder mal so blassbraun an Holz gefunden.
Ist nicht sehr häufig. Einen Rötling oder Ackerling ist es eher nicht.
.
Gruß Werner

Hallo,

mangels Regen gehen bei mir die Pilze schon wieder in Trockenpilze
(steinhart) über. Ein guter Zeitpunkt, um meine Neufunde begutachten zu
lassen (natürlich nur die unklaren). :-)

Foto 1: Dürfte ein Rötling sein? Läßt sich die Art ohne Mikroskop genauer
bestimmen?
Funddatum: 08.01.07
Fundort: Mischwald mit Kiefer, Buchen, Birken und Holunder in der näheren
Umgebung

Foto 2: Gehört dies Geflecht zu einem Pilz?
Funddatum: 23.02.07
Fundort: Fichtenwald

Foto 3: Ich konnte nichts finden, was dem entspricht, vor allem nichts, was
so früh im Jahr kommt. Vielleicht hat ja von Euch jemand den passenden
Namen parat?
Hut-Durchmesser: 2,5 cm
Funddatum: 11.03.07
Fundort: Waldweg mit beiderseits Mischwald (Kiefer, Fichte, Birke)

Foto 4: wohl dieselbe Art, wie beim vorherigen Foto
Hut-Durchmesser: ca. 1,5 cm
Funddatum: 12.04.07
Fundort: Waldlehrpfad, an Kiefer

Foto 5: Helvella leucomelaena ?
Durchmesser: 3,7 cm
Funddatum: 12.04.07
Fundort: Kiefernwald

Foto 6: Helvella leucomelaena ?
Durchmesser: bis 6 cm
Funddatum: 13.04.07
Fundort: Kiefernwald (derselbe wie beim vorherigen Foto, nur 50 m entfernt)
liebe Grüße
Andreas

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Re: Unbekannte Gesellen *PIC*

Andreas ⌂, (vor 7138 Tagen) @ Werner2

Hallo - ich halte den ersten Pilz für einen Faserling, und zwar für eine
blasseren P. spadicea oder auch P. sarcocephala.
Den habe ich hin und wieder mal so blassbraun an Holz gefunden.
Ist nicht sehr häufig. Einen Rötling oder Ackerling ist es eher nicht.
.
Gruß Werner

Hallo,

ja, das ist in der tat die beste Idee.
Zum Vergleich ein Bild von vorletztem Jahr aus Westfrankreich. Nicht durch die runzelige Hutoberfläche irriteren lassen, die ist eher untypisch. Aber der liegende Fruchtkörper sieht doch ganz gut wie Andreas' Fund aus, oder?.

[image]
[image]

beste Grüße,
Andreas

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Re: Unbekannte Gesellen

Gernot Friebes, (vor 7138 Tagen) @ Andreas W

Hallo an alle,

Das mit den Pilzen ist ja wirklich wie verhext. Am Anfang als ich die Bilder gesehen hab` (vor allem die der Helmlinge) dachte ich dass das mit ein bisschen Stöbern in der Literatur keine schwierige Aufgabe sein kann. Doch das erwies sich als falsch gedacht.

Also hier mal meine Gedanken:

1. Bild: Zugegeben hatte ich Anfangs auch keine Ahnung bis ich dann in "Dähnckes 1200 Pilze in Farbfotos" eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Lilablättrigen Tausendblatt erkannte. Angefangen vom Hut (2-2.5 cm. Durchmesser, dünnfleischig, schon früh münzförmig flach, Rand furchig-wellig nach unten gebogen) über die Lamellen (fleischfarben-rosalich, dünn, schmal, sehr dicht, kurz vor dem Stiel ausgebuchtet) und über den Stiel (fleischfarben, glatt, kahl, knorpelig) passen alle Merkmale. In der Jahreszeit gibt es sonst auch nicht viele Pilze die schon wachsen. Andererseit ist in diesem verrückten Jahr ohne echten Winter fast alles möglich. So hab` ich schon Anfang April den Nadelholzhäubling gefunden der z.B. bei Gerhardt erst ab September angeführt ist.

2. Bild: Wie schon angesprochen das Myzel eines Pilzes.

3. und 4. Bild: Hab` ich ausser dass es sich um einen Helmling handelt keine Ahnung. Ich glaube allerdings nicht dass es ein Mycena silvae-nigrae ist, dieser hat meiner Meinung nach einen rötlicheren Hut und nicht so dunkle Lamellen.

5. und 6. Bild: Wie schon genannt eine Helvella leucomelaena.

Schöne Grüsse und viel Regen wünscht
Gernot

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Re: Unbekannte Gesellen

Andreas W, (vor 7138 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo an alle,
Das mit den Pilzen ist ja wirklich wie verhext. Am Anfang als ich die Bilder
gesehen hab` (vor allem die der Helmlinge) dachte ich dass das mit ein
bisschen Stöbern in der Literatur keine schwierige Aufgabe sein kann. Doch
das erwies sich als falsch gedacht.
Also hier mal meine Gedanken: 1. Bild: Zugegeben hatte ich Anfangs auch keine
Ahnung bis ich dann in "Dähnckes 1200 Pilze in Farbfotos" eine
verblüffende Ähnlichkeit mit dem Lilablättrigen Tausendblatt erkannte.
Angefangen vom Hut (2-2.5 cm. Durchmesser, dünnfleischig, schon früh
münzförmig flach, Rand furchig-wellig nach unten gebogen) über die
Lamellen (fleischfarben-rosalich, dünn, schmal, sehr dicht, kurz vor dem
Stiel ausgebuchtet) und über den Stiel (fleischfarben, glatt, kahl,
knorpelig) passen alle Merkmale. In der Jahreszeit gibt es sonst auch
nicht viele Pilze die schon wachsen. Andererseit ist in diesem verrückten
Jahr ohne echten Winter fast alles möglich. So hab` ich schon Anfang April
den Nadelholzhäubling gefunden der z.B. bei Gerhardt erst ab September
angeführt ist.
2. Bild: Wie schon angesprochen das Myzel eines Pilzes.
3. und 4. Bild: Hab` ich ausser dass es sich um einen Helmling handelt keine
Ahnung. Ich glaube allerdings nicht dass es ein Mycena silvae-nigrae ist,
dieser hat meiner Meinung nach einen rötlicheren Hut und nicht so dunkle
Lamellen.
5. und 6. Bild: Wie schon genannt eine Helvella leucomelaena.
Schöne Grüsse und viel Regen wünscht
Gernot

Hallo Gernot,

1. zu dem Tausendblatt:
ich sehe kein Violett, das ist eher ein leichter rosa Hauch. Außerdem steht im Laux: Fehlt in Norddeutschland! Ich befürchte, dieser Pilz wird nur auf Grund des Fotos nicht mehr bestimmen lassen. Psathyrella spadicea könnte sein, vielleicht aber auch nicht.

3.+ 4. das was auf der norwegischen Mycena-Seite

http://home.online.no/~araronse/Mycenakey/silvaenigrae.htm

steht trifft zu, jung sehr dunkel, nur die Lamellen wirken bei meinen Fotos kräftiger als beim Norweger. Farben zunehmend aufhellend. Ich hatte auch gedacht, daß ich die in meinen Büchern schon mal gesehen habe, aber so ganz kamen sie nicht hin.

6. Die Zweifel wegen der Brauntöne haben sich wohl erledigt, denn heute waren die Brauntöne einem schwarzgrau gewichen. :-) Uschi hat sich bereit erklärt, diese Pilze zu mikroskopieren und danach hoffe ich, werden alle Zweifel beseitigt sein.

Ohne Regen gibt es nur noch Trockenpilze wie im letzten Spätsommer und neue kommen keine mehr dazu - seit mehr als 3 Wochen nun nicht ein Tropfen Regen. :-(

liebe Grüße

Andreas

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Re: Unbekannte Gesellen

Gernot Friebes, (vor 7138 Tagen) @ Andreas W

Hallo Andreas,

zu Bild 1: Falls du das mit dem fehlenden Violett auf die Lamellen bezogen hast, steht im Dähncke dass die Lamellen "fleischfarben-rosalich, selten(!) kräftiger Violett" sind und gerade die jungen Pilze auf dem Foto (im Dähncke) haben kaum bis gar nicht Violett gefärbte Lamellen.
Zu Psathyrella spadicea: In meinen Büchern hab ich nur Fotos mit alten Exemplaren, die allerdings ganz anders aussehen. Vielleicht sehen die Jungen aber wieder ganz anders aus. Gegen Psathyrella spadicea spricht jedoch das Vorkommen im Herbst.
Dass der Pilz in Norddeutschland nicht vorkommt hab` in meinem Laux übersehen, aber der eine oder andere wird sich schon dorthin verirren ;)
Vielleicht erfahren wir ja wirklich nie um welchen Pilz es sich handelt...

zu Bild 3und 4: Die Fotos auf der Homepage kommen schon eher hin als die in "Pilze der Schweiz" allerdings sind die Lamellen immer noch sehr hell.

Schöne Grüsse
Gernot

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Mikroskopische Ergebnisse *PIC*

Gelbfieber, (vor 7127 Tagen) @ Andreas W

Hallo und guten Tag Andreas,

die Pilzchen sind wohlbehalten bei mir angekommen. Die mikroskopischen Ergebnisse sind folgende:

Sporen: Hyalin, elliptisch, glatt, ein großer Tropfen, 20,5-23 x 10,5-14µm.
Asci: Achtsporig, 280-340 x 14-15µm
Paraphysen: Zylindrisch, leicht kopfig mit braunem Inhalt.

Paxina acetabulum den hochgerippten Becherling möchte ich ausschließen da die Sporen deines Fundes größer sind. Makro- und mikroskopisch kommt für mich nur P. leucomelaena der schwarzweiße Becherling in betracht aber das sollten besser die Experten hier im Forum entscheiden. Die angefügten Bildchen zeigen die Fruchtkörper die du mir zugeschickt hast, denen ich etwas „Leben eingehaucht" habe. Weiterhin 2 Bildchen der Sporen bzw. der Paraphysen bei 1000 facher Vergrößerung. Außerdem ein Vermessungsprotokoll der vermessenen Sporen (1000x)

Eine gute Zeit und einen Gruß nach Lüneburg
Gelbfieber

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

[image] http://www.naturfoto-kontor.de/mikroservice.html

[image] http://www.naturfoto-kontor.de/mikroservice.html

[image] http://www.naturfoto-kontor.de/mikroservice.html

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Re: Mikroskopische Ergebnisse

Wolfgang P., (vor 7127 Tagen) @ Gelbfieber

Paxina acetabulum den hochgerippten Becherling möchte ich ausschließen da die
Sporen deines Fundes größer sind. Makro- und mikroskopisch kommt für mich
nur P. leucomelaena der schwarzweiße Becherling in betracht aber das
sollten besser die Experten hier im Forum entscheiden.

Hallo Gelbfieber,

auf die Sporengröße würde ich mich in diesem Fall nicht verlassen.

Mikroskopisch kann man acetabulum und leucomelaena am besten an der Ascus-Basis unterscheiden: ob "aporhynch" (also ohne Haken, sowas wie Schnallen) bei leucomelaena oder "pleurorhynch" (also mit 2 "Füßen", einer davon ist ein Haken) bei acetabulum.

Wenn Du diese Detail noch nachliefern könntest, würdest Du der Wissenschaft wieder mal einen großen Dienst erweisen ;-)

Viele liebe Grüße,

Wolfgang

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Nachlieferung *PIC*

Gelbfieber, (vor 7126 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo und guten Tag Wolfgang,

eine Nachlieferung von Detailbildern ist kein Problem.
Leider habe ich über Helvella nur PDS und den Schlüssel von J. Häffner aus 1987 und somit keinen Kenntnis darüber, das H. leucomelaena und H. acetabulum u.a. auch an der Ascus-Basis zu unterscheiden sind.
Ob nun „ohne Haken oder mit 2 Füßen“ …….. die Interpretation meiner angefügten Bildchen überlasse ich dir ;-)

Eine gute Zeit
Gelbfieber

[image] http://www.naturfoto-kontor.de/mikroservice.html

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Re: Nachlieferung

Wolfgang P., (vor 7125 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Gelbfieber,

Danke für die Bilder.

Da man keine Haken entdecken kann, ist die Bestimmung als leucomelaena wohl gesichert. Passt von den Sporen ja auch besser.

Die Unterscheidung "aporhynch" oder "pleurorhynch" findest Du aber auch in Deinem "Haeffner", und zwar schon auf Seite 4 in Schlüsselfrage 2 (also direkt nach dem Vorwort), denn damit werden die kurz gestielten Arten in 2 Untergruppen eingeteilt. Die Erklärung der Begriffe ist auf Seite 8 zu finden, aber zugegeben recht versteckt, so dass ich diesen Punkt auch einige Jahre überlesen/ignoriert habe.

Viele Grüße,

Wolfgang

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Re: Unbekannte Gesellen

Wolfgang P., (vor 7138 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo Gernot,

welchen Pilz bezeichnet denn Frau Dähncke als "Lilablättriges Tausendblatt"?? Hast Du einen lateinischen Namen?

Ich habe nur ihre 700 Pilze, und kenne die deutsche Bezeichnung "Tausendblatt" nur für die Gattung Baeospora, und das ist ein Weißsporer.

Der gezeigte Pilz ist nach dem Foto aber vermutlich ein Dunkelsporer (auch kein Rosasporer, also auch kein Rötling).

Gruß,

Wolfgang

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Re: Unbekannte Gesellen

Gernot Friebes, (vor 7137 Tagen) @ Wolfgang P.

welchen Pilz bezeichnet denn Frau Dähncke als "Lilablättriges
Tausendblatt"?? Hast Du einen lateinischen Namen?

Hallo Wolfgang,

Tut mir leid, den hab` ich vergessen, hier der lateinische Name: Baeospora myriadophylla.
Wenn du mit dem dunklen Sporenpulver die Bilder von Andreas aus Frankreich meinst gebe ich dir recht, aber wenn du die Pilze auf dem Foto von Andreas W meinst, sehen die nicht unbedingt so aus als ob sie dunkles Spornenpulver haben.

Schöne Grüsse
Gernot

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Re: Unbekannte Gesellen

Andreas ⌂, (vor 7137 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo Wolfgang,
Tut mir leid, den hab` ich vergessen, hier der lateinische Name: Baeospora
myriadophylla.
Wenn du mit dem dunklen Sporenpulver die Bilder von Andreas aus Frankreich
meinst gebe ich dir recht, aber wenn du die Pilze auf dem Foto von Andreas
W meinst, sehen die nicht unbedingt so aus als ob sie dunkles
Spornenpulver haben.
Schöne Grüsse
Gernot

Hallo,

doch doch, das Bild von Andreas W ist mit Sicherheit ein Braunsporer mit erd- bis schokobraunem, aber nicht rostbraunem Sporenpulver.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Unbekannte Gesellen

Gernot Friebes, (vor 7137 Tagen) @ Andreas

Ich gebe mich geschlagen... ;)