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Pilzreisen nach Tibet & USA

Daniel Winkler, (vor 7059 Tagen)

Grossartiges Forum und wunderschoene Bilder HIER!

Ich wuenschte all meine Pilzbilder waeren so perfekt wie hier in der Photogalerie. Ich habe dutzende von Seiten und Photos ueber Pilze in Tibet (speziel den tibetischen Raupenkeulenpilz - Cordyceps sinensis) und auch eine Bilderserie zu Morchelmassenfruchtung nach Waldbrand in Washington State, die dieser Tage noch anhaelt.( siehe: danielwinkler.com)

Ich wollte auch auf Pilzreisen, die ich organisiere hinweisen. Zum einem organisiere ich Pilzreisen nach Tibet, wo ich seit Jahren ueber Pilzmaerkte und Pilze als Einkommensquelle forsche und veroeffentliche und zum anderen in meine Wahlheimat in Washington State, im pazifischen Nordwesten, gleich unter Vancouver, Kanada, eines der globalen Pilzexportzentren in Sachen Pfifferlinge, Matsutake und Morcheln.

Jeder weiss wie aufregend Pilzesuchen in der vertrauten Umwelt ist. In einem fremden Land ist noch aufregender. Zum einem findet man viele fremde und eigenartige Pilze, neue wunderschoene und wohlschmeckende Pilze wie zum Beispiel den Matsutake (Tricholoma matsutake in Tibet, Tricholoma magnivelare an der Westcoast), aber man stoesst auch auf viele alte vertraute Pilze, wie Steinpilze, Pfifferlinge, Morcheln etc. Auch ist Pilzesuchen mit gleichgesinnten und Einheimischen Tibetern eine grossartiger Einstieg in die Kultur und Natur diese einzigartigen Landes mit grosser Pilzkultur.

Fuer die Pilzreise diesen Sommer durch Tibet (21.7-9.8) gibt es sogar noch ein paar Plaetze fuer Schnellentschlossene.

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Re: Pilzreisen nach Tibet & USA

coco, (vor 7059 Tagen) @ Daniel Winkler

hallo daniel,

deine interessen in allen ehren, aber werbung in editorialer verpackung kommt hier nicht so gut an. ein kleiner link für reiseinteressierte reicht, wie unlängst schon geschehen, aus.
hier viele leute versammelt, die sich ehrenamtlich mykologisch engagieren. ehrenamtlich bedeutet z.b., hunderte von stunden im jahr mit etwas zu verbringen, wofür man nur wenig anerkennung und gar kein geld bekommt, nicht mal fördermittel für den guten zweck. da hat kommerzieller eifer, und sei er noch so legitim und nachvollziehbar, per se einen faden beigeschmack.

gruss von coco

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Re: Pilzreisen nach Tibet & USA

42, (vor 7059 Tagen) @ coco

Hallo Coco,

deine interessen in allen ehren, aber werbung in editorialer verpackung kommt
hier nicht so gut an.

Lieber Werbung 'in editorialer Verpackung' als ohne diese.
Klar ist das Werbung, aber Du mußt zugeben, dass dieselbige recht dezent und
obendrein informativ 'rübergekommen ist. Wenn Du hier Werbung ausschließen
wolltest, müßtest Du ja auch gegen die Werbung für div. Pilzkurse sein -
und wer will das schon?

ein kleiner link für reiseinteressierte reicht, wie
unlängst schon geschehen, aus.

Daniel hat ja nicht mal einen echten Link hinterlassen - lediglich den
(nicht anklickbaren) Hinweis auf 'danielwinkler.com'.

hier viele leute versammelt, die sich ehrenamtlich mykologisch engagieren.
ehrenamtlich bedeutet z.b., hunderte von stunden im jahr mit etwas zu
verbringen, wofür man nur wenig anerkennung und gar kein geld bekommt,
nicht mal fördermittel für den guten zweck.

Das mit dem 'guten Zweck' aus dem Munde eines Pilzfans? Für unsereinen ist
das 'natürlich' ein guter Zweck - aber auch für Otto Normalverbraucher?

da hat kommerzieller eifer, und sei er noch so legitim und nachvollziehbar,
per se einen faden beigeschmack.

So in etwa Richtung Breitblättriger Rübling? ;-)

Was ich eigentlich sagen will: selbstverständlich möchte ich auch keine
0815-Werbung im Forum sehen; solange evtl. Werbung aber mit Pilzen in
Zusammenhang steht, finde ich das noch ganz in Ordnung. Und, mal ehrlich,
wer von uns würde nicht gerne an einer der angebotenen Reisen teilnehmen
um sich exotische Pilze live vor Ort ansehen zu können (über den Preis
will ich dabei aber nicht nachdenken).

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Naja...

zuehli ⌂, (vor 7059 Tagen) @ coco

... so schlimm finde ich das aber auch nicht. Tut doch eigentlich keinem weh und ich finde das mal ganz interessant mit was sich Pilzleute so beschäftigen.

Gruß Harald

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Re: Pilzreisen nach Tibet & USA

coco, (vor 7059 Tagen) @ coco

also jungs,

ich weiss nicht, habe ich übertrieben oder übertreibt ihr jetzt?
daniel wollte ich weder anpflaumen, noch ihm irgendetwas verbieten, sonst hätte ich sein geschäftliches interesse nicht legitim und nachvollziehbar genannt.
ich dachte nur, wenn 150 oder mehr leute einen beitrag lesen, aber keiner antwortet, dann wäre es höflich, sich mal zu äussern. und ich für mich gesprochen, vielleicht vorhin zu allgemein formuliert, habe werbung lieber offen, als irgendwie verpackt, sei es noch so nett.
in einem habe ich, wie mir gerade klar wird, jedenfalls übertrieben: ich dachte, dies sei daniels zweiter beitrag zum thema, etwas offensiver als sein erster. auch deshalb meine antwort.
in wirklichkeit war das kürzlich in einem anderen pilzforum. bei uns nur heute dieser beitrag, von aufdringlichkeit also keine spur. insofern entschuldigung, werter daniel.

beste grüsse

coco

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Don´t worry... :-) *oT*

zuehli ⌂, (vor 7059 Tagen) @ coco

- kein Text -

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Re: Pilzreisen nach Tibet & USA

Gunni, (vor 7059 Tagen) @ coco

Hallo Ihr Lieben,
mir hat der "Beitrag" von Daniel auch nicht so gefallen. Ich finde Werbung hier auch nicht so toll und der Verweis auf Pilzkurse erscheint mir nicht so treffend, da diese meistens nur über das Profil zu sehen sind. Ich habe aber einen zusätzlich Punkt: Es wäre ganz schön gewesen, hätte Daniel ein wenig mehr über den Cordyceps sinensis und die Jagd auf diesen Pilz geschrieben. Da er in der chinesischen Medizin (vor allem zur Erhöhung der männlichen Potenz angewendet wird) ergeht es diesem Pilz wie vielen anderen Pflanzen und Tieren: er wird gnadenlos "gejagd" und zu Höchstpreisen verkauft. Daß die armen Bauern in den Hochregionen des Tibets (der Pilz gedeiht nur dort) natürlich mit Kind und Kegel in die Berge ziehen, ist kein Wunder. Dieses Jahr sind wieder etliche Menschen darunter Kinder bei der Suche nach diesen Pilzen in Nepal umgekommen. Daß Daniel zu diesem Raubbau nichts sagt, finde ich schon sehr bedenklich. Andere Cordyceps-Arten kann man ja auch in unseren Regionen finden. So etwas als besonderes Highlight hervorzuheben, stößt mich ab. Außerdem kann jeder, der sich für die Pilze der Himalaya-Region interessiert, auch vor Ort sehr gute Führer engagieren (ich spreche aus Erfahrung). In soweit danke an Coco.
Nichts für ungut
Gunni

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Re: Pilzreisen nach Tibet

Daniel Winkler, (vor 7059 Tagen) @ Daniel Winkler

Pilze in Tibet - Cordyceps sinensis – Tibetischer Raupenkeulenpilz

Gerne schreib ich was für das Forum zu Cordyceps sinensis, den tibetischen Raupenkeulenpilz. Seine Saison ist Mitte Juni zu Ende gegagngen – er erscheint fast zeitgleich mit “gugu shamu” – dem Kuckuckspilz, wie die Morchel oft genannt wird, da sie mit der Rückkehr des Kuckucks sprießt. Auch fängt gerade in Tibet die Matsutake-Saison (Tricholoma matsutake, tibetisch: “besha” Eichenpilz) an, in der die Tibeter - wo immer Steineichenwälder wachsen - für den japanische Markt sammmeln. Das ist aber wieder eine andere Geschichte.

Zurück zu Cordyceps sinensis; dieses Frühjahr sind wieder Heerscharen von Tibetern für einen Monat auf die Hochweiden des Tibetischen Plateaus gezogen. Für die tibetischen Sammler bringern zwei Pilze mehr Geld ein als für eine Tagesarbeit im Straßenbau bezahlt wird. Zudem ist man/frau sein eigener Chef/in in den schier unendlichen Weiten der Hochweiden. An einem Tag können 5-10 Pilze gefunden werden, an sehr guten Tagen deutlich mehr. Den Nomaden ist dieser auf Mottenlarven parasitierende Pilz als Yarsta Gunbu bekannt, übersetzt als „Winterwurm Sommergrass “, wovon sich auch der chinesische Name dongchong xiacao ableitet. Der Name beschreibt den Lebenszyklus des in Tibet endemischen Pilzes sehr anschaulich: während im Winter die Raupe noch ohne Fruchtkörperauswuchs im Boden verharrt, wächst im Frühjahr ein überirdischer, grashalmähnlicher Pilz aus der Raupenstirn.

Der Pilz mitsamt der Raupe ist ein beliebtes traditionell tibetisches Heilmittel, das speziell als stärkendes Tonikum und Aphrodisiakum angewandt wird, aber auch gegen Lungen-, Nieren- und Leberleiden verwendet wird. Die Verwendung in der tibetischen Medizin ist allerdings nicht der Grund, warum Millionen von Tibetern in die nachts noch frostigen Hochlangen zum Campen ziehen.

Die Nachfrage chinesischer Konsumenten treibt den Markt. Der medizinische Nutzen allein kann die Verfünffachung des Preises in den letzten acht Jahren nicht erklären. Vielmehr haben neureiche Chinesen den durchaus essbaren Pilz als einheimisches Statussymbol entdeckt, der bei einem Spitzenreis von über 24.000€ pro kg einen noblen Bordeaux blaß ausschauen läßt.

Der parasitierende Pilz zieht allerdings auch etliche Problem nach sich. Es stellt sich die Frage, ob das ständig zunehmende Sammeln des Pilzes nicht nur Weideflächen mit fast einer Milliarde kleiner Löchern hinterlässt, sondern ob der Mensch dem Pilz ähnlich zusetzt, wie der Pilz der Raupe? Bis dato mangelt es an jeglichen wissenschaftlichen Studien. Finanzierung eines Forschungsvorschlag in Zusammenarbeit mit tibetischen Kollegen wurde nach Nachhaken mit Hinweis auf die hochbrisante politische Natur der Forschung [ich verusche noch immer die Argumentation nachzuvollziehen] leider abgelehnt. Allerdings wird der Pilz seit Jahrhunderten gesammelt und scheint mit dem Eingriff von Mensch und Vieh ähnlich zurecht zu kommen, wie die Mottenlarve mit dem Pilz. Tödlich für das Individuum, aber die Art als solches besteht bis jetzt fort.

Auf meinen Netzsseiten www.danielwinkler.com hab ich viele Bilder und etliche englischsprachige Aufsätze zum tibetischen Raupenkeulenpilz, zu Matsutake, Morcheln u.v.m.. Auf Deutsch habe ich bis jetzt nur etwas im Zusammenhang mit meinen Reiseangeboten heraufgeladen, aber ich arbeite an einem deutschsprachigen Aufsatz über „yartsa gunbu“, der hoffentlich noch dieses Jahr erscheinen wird.

Und in Bezug zur Deinem Kommentar Coco, auch ich arbeite seit Jahren über tibetische Pilze zumeist ohne Bezahlung, wie das halt so ist wenn man ein “Mykoholiker” ist. Da kam mir die www.Pilzreise.info Idee und die erste Reise war ein Riesenerfolg.

So ich hoffe, das stimuliert zur Diskussion.

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Re: Pilzreisen nach Tibet

Gunni, (vor 7059 Tagen) @ Daniel Winkler

HI Daniel,
das ist doch aber so als macht man Exkursionen zu den japanischen Walfängern, oder den Rhino-Horn Jägern.
Das finde ich überhaupt nicht toll mit diesem Pilz zu werben, der soviel Verderben für die einheimische Bevölkerung bringt (oder hast du nicht davon gelesen wieviele Nepalis gestorben sind - darunter kinder - bei dem kläglichen Versuch, für reiche Chinesen diese Pilze zu finden.
Es gibt tausend schönere Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen in dieser Welt als diese Pilze, für die so viele sterben müssen.
Gruß
Gunni

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Re: Pilzreisen nach Tibet

saibling, (vor 7059 Tagen) @ Gunni

Es wäre ganz schön gewesen, hätte Daniel ein wenig mehr über den Cordyceps
sinensis und die Jagd auf diesen Pilz geschrieben.

hat er doch hiermit wunderbar gemacht.

das ist doch aber so als macht man Exkursionen zu den japanischen Walfängern,
oder den Rhino-Horn Jägern.
Das finde ich überhaupt nicht toll mit diesem Pilz zu werben, der soviel
Verderben für die einheimische Bevölkerung bringt (oder hast du nicht
davon gelesen wieviele Nepalis gestorben sind - darunter kinder - bei dem
kläglichen Versuch, für reiche Chinesen diese Pilze zu finden.
Es gibt tausend schönere Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen in dieser Welt
als diese Pilze, für die so viele sterben müssen.

Und die Konsequenz daraus? Nicht mehr darüber Forschen und Berichten?

Ich finde Daniels Bericht und auch seine Seite sehr lesenswert.
Er beschränkt sich ja nicht nur auf Cordiceps.
Die Reaktion auf die "Werbung" scheint mir etwas überzogen.
Zumal Pilzreisen nach Tibet wohl mit oder ohne Werbung keinen
Touristischen Massenmarkt ansprechen ;)
Ich sehe es als interessanten Hinweis. Ausserdem gönne ich es jedem
Pilzfreund hier im Forum, wenn er es schafft, sein Geld, zumindest
teilweise, mit seinem Hobby zu verdienen.
Es ist ja auch nicht so, dass wir hier von div. Spamwerbung überschüttet
würden.

Liebe Grüße
christian

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Re: Pilzreisen nach Tibet

Daniel Winkler, (vor 7059 Tagen) @ Gunni

Liebe Gunni,
Den Vergleich mit Walfang oder Rhinohorn kann ich in keinster Weiese nachvollziehen.
Mein und Dein taeglicher Brotverzehr macht sehr viel mehr Lebewesen den Lebensraum streitig (und leider oft auch kaputt) wie die Sammlung eines Pilzes, der eine Raupe getoetet hat und selber am Ende seines Lebenszykluses steht.

Das Bareinkommen hilft den Tibetern Schulgebuehren, Arztrechnungen und vielleicht einen Fernseher oder ein kleines Motorrad zu kaufen und sich nicht anderswertig als schlecht bezahlte unqualifizierte Arbeitskraft verkaufen zu muessen.

In Sachen Sammlergesundheit in Nepal. Die Situation in Tibet ist eine ganz andere als in Nepal. Die Tibeter suchen in ihrer angestammten Umwelt seit Jahrhunderten, in einer Umwelt in der viele von ihnen eh mit ihren Yaks unterwegs sind. Nichts extremes fuer einen Tibeter, nur mehr Partyatmosphaere in der Sammelzeit, weil der Rubel rollt und weil es weniger Arbeit gibt als wenn das Vieh nach der Sammelsaison raufkommt, dass versorgt werden muss.

Ich kann mir aber vorstellen, dass Tiefland Nepalis, die oft zum erstenmal ins Hochlamnd kommen, es sicherlich viel schwerer haben, zB duenne Baumwollkleidern.

Ich erachte die Situation fuer die laendlichen Tibeter als riesen Glueck. Ein Monat Pilzesuchen deckt ueber die Haelfte des jaehrlichen Bargeld bedarfes ohne sich mit chinesischen Realitaeten auseinanderzusetzen muessen. Koennte ich mein Geld so verdienen, waere ich auch dabei, keine Frage. Aber mein Bargeldbedarf ist natuerlich viel hoeher als der eines Selbstversorgerlandwirt oder -viehhirt.

tschau, daniel
PS: Wo hast Du Deine Informationen bezgl Nepal her?
Die Quelle wuerde ich gerne sehen. Ich habe viele Leute befragt, die die Szene in Nepal kennen aber noch nie so eine Einschaetzung gesehen.

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Klarstellung zu "Himalayan Viagra"

Gunni, (vor 7058 Tagen) @ Daniel Winkler

Lieber Ingo und andere Pilzkurs-etc.-Anbieter: ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn in diesem Forum entsprechende Termine bekanntgegeben werden, auch nicht, wenn auf eigene Fachbeiträge oder Bücher hingewiesen wird. Nur Reisetouren nach Tibet liegen für mich schon ein wenig in einer anderen Kategorie.
Lieber Daniel,
Vor allem aber bin ich über die Besichtigung dieses Pilzes (der den bezeichnenden Namen Himalayan Viagra trägt) gestolpert, da er in Nepal zu dem Schmuggelgut nach China gehört und in einem Atemzug mit Tigerfellen, Nashorn u.ä. auftaucht. Zwar ist der Export nicht verboten, aber mit relativ hohen Zöllen belegt. Hier ist Platz für mafiöse Schmuggelbanden.
Übrigens sind es keine Nepalis in "leichten Baumwollkleidern", sondern es sind die Armen aus eben dieser Region (über 3.500 m) der Dolpa-Region, die diese Pilze sammeln. Auch die Mohnbauern in Afganistan sind froh, sich ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen. Es schadet einfach, eine wirkliche Verbesserung der Lebensumstände in Nepal - speziell in diesen sog. "remote areas" zu erreichen.
Woher ich meine Informationen habe?: Ich bin seit vielen Jahren eng mit Nepal verbunden, habe viele einheimische Freunde dort und sorge mich um die allgemeine Entwicklung dort. Die Nachricht über 100 Vermißte und 16 tot aufgefundene Frauen und Kinder ging durch die Presse, ich habe sie in der Online-Zeitung aus Nepal verfolgt (www.kantipuronline.com).
Gruß
Gunni
P.S.: für alle, dies interessiert, hier noch ein Link dazu
http://www.visitnepal.com/nepal_information/yarsagumba.php

P.S.2: Aus Erfahrung weiß ich, dass die Zeit Mai/Juni nun nicht gerade die beste Zeit zum Pilze Suchen ist, sondern die Nach-Monsun-Zeit der Herbst

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Re: Pilzreisen nach Tibet

Ingo, (vor 7059 Tagen) @ Daniel Winkler

Hallo Daniel,

ganz interessant, mal einen Blick über den mitteleuropäischen
(Pilz)Tellerrand zu werfen. Ein wenig Eigenwerbung in Maßen
sollte auch gestattet sein. Vielleicht gibt es hier Leser, die
nach solchen Möglichkeiten schon seit Längerem suchen, die aber
mangels Gelegenheit noch keinen passenden Kontakt finden konnten.
Schließlich veröffentlichen hier auch anerkannte Koryphäen hin und
wieder einen gut gemeinten Hinweis, der in letzter Konsequenz auch nicht
ganz umsonst ist. Und das ohne Widerspruch.

Solange das nicht in der Form ausartet, dass man an seine persönliche
Kontaktadresse im 3-Monatsrhytmus Einladungen zu Pilzlehrgängen bei
Wanderschulen erhält, ist das aus meiner Sicht alles noch OK.
Vielleicht melden sich hier mal ein paar "Betroffene" zum Thema.
Würde mich interessieren, ob ich das einzige Opfer dieser Werbeaktionen
bin.

*ggg* Ingo

p.s. Für dieses Geschleime schuldest du mir aber einen Gefallen.
Ein Bildbeitrag hier zu Tricholoma matsutake ist doch sicher drin,
oder? :o)