Hallo Jürgen,
wie kommst du auf den Karbol-Egerling? Weder Hutform noch Standort passen da
wirklich. Ich bin auch eher für einen Anis-Champignon, was natürlich keine
Essensfreigabe ist.
Schöne Grüße
Gernot
Hallo Gernot,
von denen hatte ich letztes Jahr Anfang Oktober mehrere im Korb. Sie wuchsen in Gesellschaft mit Feldchampignons auf der Wiese. Im www habe ich seinerzeit nirgends Egerlinge gefunden, die denen wirklich gleichen, vor allem nicht in Bezug auf die Dicke des Stieles und die Hutform bei einer insgesamt respektablen Gesamtgröße. Die Stiele waren auffällig dick (drei bis vier Zentimeter), die mächtigen Hüte waren kanisterartig heruntergezogen, ich dachte anfangs an den Anischampignon. Irgendwie bekam ich zu Hause Zweifel habe ein wenig gegoogelt und bin unter anderem auf dieses Forum gestoßen. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nichts vom Karbolegerling. Nach der Geruchsprobe habe ich die Dinger umgehend entsorgt und mir ist ein kalter Schauer den Rücken hinuntergelaufen, da ich mit meinen bisherigen Anischampignons die ich in weit früheren Jahren gefunden und verspeist hatte riesiges Glück hatte.
Allerdings war und bin ich mir nicht hundertprozentig sicher mit meiner Bestimmung, aber je öfter ich damals daran gerochen hatte, desto mehr fand ich den Geruch abstoßend und an Lösemittel erinnernd. (Wie riecht eigentlich Karbol, muss mal in der Apotheke schnüffeln gehen,
)
Ich kann bestimmt nicht von mir behaupten pilzkundig zu sein, kann mitlerweile gerade einmal sicher Gallenröhrling von Steinpilz unterscheiden aber ich habe gelesen, dass gerade auch die Kenner bei den Egerlingen besonders vorsichtig urteilen, das sollte zu Denken geben.
Gruß
Jürgen