Pilze Pilze Forum
Erweitert

Vergiftung?

olly, (vor 7011 Tagen)

Hallo zusammen,

ich lese hier schon lange, habe aber noch nicht viel zum gemeinschaftlichen Pilzgespräch beigetragen.

Nun habe ich eine Frage, die auch dringend ist:

Gestern haben wir - ich, mein Mann und unserer siebenjähriger Sohn - Pilze gegessen. Da unsere Ernte nicht gerade sehr üppig ausfiel, habe ich eine Pilzsuppe mit verschiedenen Pilzen gekocht: Frauentäublingen, Ziegenlippen, Champignons und Hexsenröhrlingen. Die letzten stammten aus einer Ernte von vorigen Jahr: waren tiefgefroren. Aus Sicherheitsgründen habe ich die Hexenröhrlinge kurz abgekocht und den Sud weggeschüttet. Die Suppe war trotzdem lecker. Das Ganze haben wir gestern gegen 12:30 verspeist.

Jetzt (10 h) meldet mein Mann von der Arbeit starke Vergiftungssymptome: Durchfall und Erbrechen. Ich fühle mich total normal. Mein Sohn ist zwar noch in der Schule, aber heute morgen hatte er auch ganz normal gewirkt.

Die Frage ist: kann es doch eine individuelle Unverträglichkeit bei diesen Pilzen geben, auch wenn man die vorher abgekocht hat und das sogar 20 Stunden später?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!

Gruss

olly

Eintrag gesperrt
7 Aufrufe

Re: Vergiftung?

zuehli ⌂, (vor 7011 Tagen) @ olly

Die Frage ist: kann es doch eine individuelle Unverträglichkeit bei diesen
Pilzen geben, auch wenn man die vorher abgekocht hat und das sogar 20
Stunden später?
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!

Hallo olly,

individuelle Unverträglichkeiten kann es immer geben. Sonderbar ist natürlich der lange Zeitraum.
Seit Ihr denn 100% sicher, daß es sich nur um die Pilze handelt, die Du aufgezählt hast?
Habt ihr noch Pilze, die man nachbestimmen kann?
Aus der Ferne ist es natürlich schlecht einen Rat zu geben, da man die Symptome nicht vor Augen hat. Im Zweifel solltet ihr auf jeden Fall einen Arzt konsultieren um eine Knollenblätterpilzvergiftung auszuschließen.

Gruß Harald

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Vergiftung?

Blausprödler, (vor 7011 Tagen) @ olly

Hallo olly,

... die Antwort von Harald (zuehli) schließe ich mich an.
Lange Latenzzeit ist normalerweise nicht gut, wenn es sich um eine Pilzvergiftung handelt.
Es bestünden noch andere Möglichkeiten:
... waren es Netzstielige oder Glattstielige Hexenröhrlinge und hat Ihr Mann Alkohol getrunken, vielleicht erst heute. Diese sind mit Alkohol unverträglich.
... oder er hat plötzlich den Gedanken bekommen es könnten Giftpilze im Pilzgericht gewesen sein - psychische Pilzvergiftung!
... oder hatte er schon einmal eine Allergie auf Pilze? Wiederholter Pilzgenuss einer bestimmten Art kann zu Unverträglichkeiten führen.
... oder hat er irgendetwas anderes gegessen, etwas nicht mehr ganz frisches?
... ist eine Erkältung auszuschließen?
... hat er zu viel gegessen, Pilze sind schwer verdaulich und können bei empfindlichen Personen auch nach Stunden Bauchweh verursachen.

Auf alle Fälle wie Harald schrieb:
"... individuelle Unverträglichkeiten kann es immer geben. Sonderbar ist natürlich der lange Zeitraum.
Seit Ihr denn 100% sicher, dass es sich nur um die Pilze handelt, die Du aufgezählt hast?
Habt ihr noch Pilze, die man Nachbestimmen kann?
Aus der Ferne ist es natürlich schlecht einen Rat zu geben, da man die Symptome nicht vor Augen hat. Im Zweifel solltet ihr auf jeden Fall einen Arzt konsultieren um eine Knollenblätterpilzvergiftung auszuschließen."

Gruß Wolfgang

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Vergiftung?

olly, (vor 7011 Tagen) @ zuehli

Hallo olly,
individuelle Unverträglichkeiten kann es immer geben. Sonderbar ist natürlich
der lange Zeitraum.
Seit Ihr denn 100% sicher, daß es sich nur um die Pilze handelt, die Du
aufgezählt hast?
Habt ihr noch Pilze, die man nachbestimmen kann?
Aus der Ferne ist es natürlich schlecht einen Rat zu geben, da man die
Symptome nicht vor Augen hat. Im Zweifel solltet ihr auf jeden Fall einen
Arzt konsultieren um eine Knollenblätterpilzvergiftung auszuschließen.
Gruß Harald

Hallo Harald,
danke für die schnelle Antwort!

1. wenn der grüne Knollenblätterpilz dabei gewesen wäre, hätten wir doch alle was gespürt, oder?

2. Der Champignon roch nach Anis, allerdings die Stielbasis leicht nach Mandeln, was mich etwas irritierte, da aber der Pilz sonst deutlich nach Anis roch, war ich zuversichtlich. Es war ein sehr kräftiger junger Pilz, der gerade aus der Erde kroch. Der Stiel war etwa 3-4 cm dick an der Basis, hohl, zur Basies etwas breiter werdend, aber ohne Knolle oder Socke, sondern eher kegelförmig. Der Hut war samtig, zuerst weiss, dann gilbend mit der Zeit, noch kugel- bzw. leicht kegelförmig. Keine Velumreste auf dem Hut. Eigentlich bin ich mir beim Champignon ziemlich sicher.

3. Es waren eindeutig Frauetäublinge, dunkelgrüne Huthaut, kräftig und frisch.

4. Naja, und die Ziegenlippen waren es auch: der Hut mit ockerfarbener Wildlederoptik, Röhren weit, gelb, Stiel mit der rötlich-braunen Netzstruktur. Die kennen ich.

5. Das einzige, was mir noch etwas Sorgen macht, sind die Hexenröhrlinge, da die seit einem Jahr im Tiefkühler lagen und sich schwarz verfärbt haben. Daher konnte ich nicht mehr richtig sehen, ob es flocken- oder netzstielige waren. Deswegen habe ich sie auch vorher abgekocht.

Grüsse

olly

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Vergiftung?

zuehli ⌂, (vor 7011 Tagen) @ olly

Hallo Harald,
danke für die schnelle Antwort!
1. wenn der grüne Knollenblätterpilz dabei gewesen wäre, hätten wir doch alle
was gespürt, oder?

Die Latenzzeit bei Knollenblätterpilzen kann bis zu 48 Std. liegen!

2. Der Champignon roch nach Anis, allerdings die Stielbasis leicht nach
Mandeln, was mich etwas irritierte, da aber der Pilz sonst deutlich nach
Anis roch, war ich zuversichtlich. Es war ein sehr kräftiger junger Pilz,
der gerade aus der Erde kroch. Der Stiel war etwa 3-4 cm dick an der
Basis, hohl, zur Basies etwas breiter werdend, aber ohne Knolle oder
Socke, sondern eher kegelförmig. Der Hut war samtig, zuerst weiss, dann
gilbend mit der Zeit, noch kugel- bzw. leicht kegelförmig. Keine
Velumreste auf dem Hut. Eigentlich bin ich mir beim Champignon ziemlich
sicher.

Hört sich sehr nach Champignon an.

3. Es waren eindeutig Frauetäublinge, dunkelgrüne Huthaut, kräftig und
frisch.
4. Naja, und die Ziegenlippen waren es auch: der Hut mit ockerfarbener
Wildlederoptik, Röhren weit, gelb, Stiel mit der rötlich-braunen
Netzstruktur. Die kennen ich.
5. Das einzige, was mir noch etwas Sorgen macht, sind die Hexenröhrlinge, da
die seit einem Jahr im Tiefkühler lagen und sich schwarz verfärbt haben.
Daher konnte ich nicht mehr richtig sehen, ob es flocken- oder
netzstielige waren. Deswegen habe ich sie auch vorher abgekocht.

Dazu die Antwort von Wolfgang.

Gruß Harald

Eintrag gesperrt
7 Aufrufe

Keine Zeit zum Rumrätseln

Jürgen_1962, (vor 7011 Tagen) @ olly

Hallo,

bei Pilzvergiftungen im Zusammenhang mit Alkohol weicht die Symptomatik normalerweise von der hier beschriebenen ab. Ich würde nicht zögern im Krankenhaus vorstellig zu werden. Gerade diese längere Latenzzeit verheißt im Ernstfall nichts Gutes. Bei einer Pilzvergiftung sind ernstzunehmende oder sogar bleibende Leberschäden in der Folge nicht immer auszuschließen.

Es sollte jetzt in jedem Fall fachärztlich abgeklärt werden, dazu sind i.d.R. nur Krankenhäuser in der Lage.

+++
Alle Angaben ohne Gewähr
+++

Gruß
Jürgen

P.S.: Und wenn's doch was ganz harmloses war: shit happens!

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Vergiftung?

olly, (vor 7011 Tagen) @ olly

Danke allen für die Tipps!

Wir werden folgendermassen vorgehen:

da wir alle einschliesslich meines Sohnes Pilze gegessen haben, müsste im Falle einer Knollenblätterpilzvergiftung eine entsprechende Reaktion - früher oder später - eintreten. Sobald sich bei mir oder unserem Sohn irgendwelche Symptome welcher Art auch immer zeigen sollten, werden wir umgehend einen Arzt konsultieren.

Da ich seit nun über dreissig Jahren Pilze sammele, nehme ich mir die Freiheit heraus zu behaupten, dass hier eine Knollenblätterpilzvergiftung ausgeschlossen ist. Individuelle Unverträglichkeiten bei Frauentäublingen, Ziegenlippen und Champignons sind mir nicht bekannt. Wenn jemand mehr darüber weiss, soll er sich hier umbedingt melden! Hexenröhrlinge sind da anders, daher habe ich hier im Forum angebimmelt.

So, und jetzt, nachdem ich den Rest von gestern verspeist habe, fahre ich unseren Sohn abholen - bisher hat sich die Schule auch nicht gemeldet.:-)

Liebe Grüsse an alle Forumteilnehmer,

olly

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Vergiftung?

Werner Stangl, (vor 7011 Tagen) @ olly

Danke allen für die Tipps!
Wir werden folgendermassen vorgehen: da wir alle einschliesslich meines
Sohnes Pilze gegessen haben, müsste im Falle einer
Knollenblätterpilzvergiftung eine entsprechende Reaktion - früher oder
später - eintreten. Sobald sich bei mir oder unserem Sohn irgendwelche
Symptome welcher Art auch immer zeigen sollten, werden wir umgehend einen
Arzt konsultieren.
Da ich seit nun über dreissig Jahren Pilze sammele, nehme ich mir die
Freiheit heraus zu behaupten, dass hier eine Knollenblätterpilzvergiftung
ausgeschlossen ist. Individuelle Unverträglichkeiten bei Frauentäublingen,
Ziegenlippen und Champignons sind mir nicht bekannt. Wenn jemand mehr
darüber weiss, soll er sich hier umbedingt melden! Hexenröhrlinge sind da
anders, daher habe ich hier im Forum angebimmelt.
So, und jetzt, nachdem ich den Rest von gestern verspeist habe, fahre ich
unseren Sohn abholen - bisher hat sich die Schule auch nicht gemeldet.:-)
Liebe Grüsse an alle Forumteilnehmer,
olly

Wenn du eh schon vorher "weißt", dass es nur der Hexenröhrling "sein muss", wozu dann das Fragen? Wenn die Probleme stark sind, dann nichts wie ab ins Krankenhaus, egal ob es nun der Röhrling, der Champignon oder die Ziegenlippe ist! Und wozu man die Reste einer anscheinend dubiosen Pilzmahlzeit vom Vortag zu sich nehmen muss, erschließt sich mir auch nicht. Es ist ja nicht der Winter von 1917/18, wo man alles verwerten musste. Und zu warten, bis evtl. alle Vergiftungserscheinungen zeigen, ich weiß nicht, wie das Ihrem Mann weiterhelfen soll - dem geht's ja auch jetzt offensichtlich nicht gut.

Tut mir Leid, wenn der Ton schroff ist, aber mir erscheint das Vorgehen etwas fahrlässig.

Ich hoffe für euch, es handelt sich nur um akute Hypochondrie,
liebe Grüße,
Werner

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Viel Glück beim Selbstversuch! *o.T. *oT*

Jürgen_1962, (vor 7011 Tagen) @ olly

- kein Text -

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Vergiftung?

Gernot Friebes, (vor 7011 Tagen) @ Werner Stangl

Hallo,

ich kann Werner nur recht geben, es ist ziemlich fahrlässig die Reste einer Pilzmahlzeit zu sich zu nehmen, die vielleicht Vergiftungen ausgelöst hat. Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden...

Zu der Vergiftung: Grundsätzlich ist es so, dass JEDER Pilz individuelle Vergiftungserscheinungen auslösen kann und dein Mann vielleicht gegen einen der Pilze "allergisch" ist. Weiters kann es auch sein, dass beim Filzröhrling schon ein Exemplar mit Goldschimmelbefall verwertet wurde oder dass der Hexenröhrling (der ja roh giftig ist) nicht gut genug gekocht wurde. Ansonsten siehe Wolfgangs Antwort.

Schöne Grüße
Gernot

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

"Kopfschüttele"

Joachim, (vor 7011 Tagen) @ olly

Hallo olly,
verwundert habe ich deinen Beitrag gelesen.
Bei einem Verdacht auf eine Pilzvergiftung ist unverzüglich ein Arzt
aufzusuchen, das Pilzforum ist nicht dazu geeignet dir in diesem Fall
zu helfen.

Dieser Satz zeugt meiner Meinung nach von einer gewissen Fahrlässigkeit:

"Wir werden folgendermassen vorgehen: da wir alle einschliesslich meines
Sohnes Pilze gegessen haben, müsste im Falle einer
Knollenblätterpilzvergiftung eine entsprechende Reaktion - früher oder
später - eintreten. Sobald sich bei mir oder unserem Sohn irgendwelche
Symptome welcher Art auch immer zeigen sollten, werden wir umgehend einen
Arzt konsultieren".

Auch bei einem Verdacht einer Pilzvergiftung ist umgehend ein Arzt zu rate zu ziehen.

Auch diese Aussage finde ich merkwürdig:

"...Knollenblätterpilzvergiftung eine entsprechende Reaktion - früher oder
später - eintreten".

Jaja früher oder später und welche Reaktion meinst du, etwa der Anfang einer
Leberzestörung?
Ich vermute aber das die Pilze einfach nur zu lange in der Tiefkühtruhe gelagert
wurden und sie dadurch nicht mehr einwandfrei waren.
Ach ja und nochwas, Speisepilze sind nur dann Speisepilze wenn sie zu 100%
betimmt wurden, 99% reicht nicht und schon gar nicht "ich bin fast sicher"
Das kling sehr hart, aber wie ich finde auch dem Thema angemessen.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

Eintrag gesperrt
7 Aufrufe

Re: Vergiftung?

olly, (vor 7011 Tagen) @ Gernot Friebes

Hallo,
ich kann Werner nur recht geben, es ist ziemlich fahrlässig die Reste einer
Pilzmahlzeit zu sich zu nehmen, die vielleicht Vergiftungen ausgelöst hat.
Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden...

Ja, ich habe diese Entscheidung getroffen, nachdem ich hier im Forum nochmal die Merkmale meiner Ausbeute genau beschrieben und festgestellt habe, dass die Pilze aus meiner Sicht o.k. waren. Da ich symptomfrei war und das Kind scheinbar auch, habe ich eine Pilzvergiftung durch den Knollenblätterpilz ausgeschlossen.

Zu der Vergiftung: Grundsätzlich ist es so, dass JEDER Pilz individuelle
Vergiftungserscheinungen auslösen kann und dein Mann vielleicht gegen
einen der Pilze "allergisch" ist. Weiters kann es auch sein,
dass beim Filzröhrling schon ein Exemplar mit Goldschimmelbefall verwertet
wurde oder dass der Hexenröhrling (der ja roh giftig ist) nicht gut genug
gekocht wurde. Ansonsten siehe Wolfgangs Antwort.
Schöne Grüße
Gernot

Genau auf eine solche Antwort habe ich auch gehofft: »Grundsätzlich ist es so, dass JEDER Pilz individuelle Vergiftungserscheinungen auslösen kann und dein Mann vielleicht gegen
einen der Pilze "allergisch" ist.« Denn ich kenne schon einen Fall mit einer Vergiftung mit Nebelkappen, die ich selbst gegessen und anschliessend verschmäht wegen dem seifigen Geschmack habe, während die Anderen diese widerlichen Pilze verschlungen haben, weil's halt geschmeckt hat - und den Rest des Tages verbrachten sie auf der Toilette.

Für mich wäre es die einzige Antwort. Nun gut, nachdem ich so viel Wirbel verursacht habe, bleibt mir nur zu erwähnen, dass wir eben doch ins Krankenhaus gegangen sind, wo die Sprechstunde gleich sagte: »Bei einer Pilzvergiftung ist man am selben Tag schon tot«, eine Ärztin nur mit dem Kopf schüttelte und sagte, wenn ein giftiger Pilz dabei wäre, dann wären wir alle betroffen, hat auf mein Verlangen meinem Mann Blut abgenommen und ihn auf eigene Verantwortung nach Hause entlassen. Von individuellen Unverträglichkeiten hätte sie noch NIE was gehört. Hmmm... Ich bin doch hier im Forum besser aufgehoben.

LG,

olly

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Was heisst vorgehen!!!Knollivergiftung mit ganzer

Hans hurter, (vor 7011 Tagen) @ olly

Familie samt Kleinkind hatten wir doch schon!!!Ganz grosses Kopfschütteln!!!Wenn die Symptome kommen kann es schon zu spät sei !Ein trauriger Hans der so viel Fahrlässigkeit nicht verstehen will und kann!

Danke allen für die Tipps!
Wir werden folgendermassen vorgehen: da wir alle einschliesslich meines
Sohnes Pilze gegessen haben, müsste im Falle einer
Knollenblätterpilzvergiftung eine entsprechende Reaktion - früher oder
später - eintreten. Sobald sich bei mir oder unserem Sohn irgendwelche
Symptome welcher Art auch immer zeigen sollten, werden wir umgehend einen
Arzt konsultieren.
Da ich seit nun über dreissig Jahren Pilze sammele, nehme ich mir die
Freiheit heraus zu behaupten, dass hier eine Knollenblätterpilzvergiftung
ausgeschlossen ist. Individuelle Unverträglichkeiten bei Frauentäublingen,
Ziegenlippen und Champignons sind mir nicht bekannt. Wenn jemand mehr
darüber weiss, soll er sich hier umbedingt melden! Hexenröhrlinge sind da
anders, daher habe ich hier im Forum angebimmelt.
So, und jetzt, nachdem ich den Rest von gestern verspeist habe, fahre ich
unseren Sohn abholen - bisher hat sich die Schule auch nicht gemeldet.:-)
Liebe Grüsse an alle Forumteilnehmer,
olly

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Vergiftung?

Roman Krettek, (vor 7011 Tagen) @ olly


Für mich wäre es die einzige Antwort. Nun gut, nachdem ich so viel Wirbel
verursacht habe, bleibt mir nur zu erwähnen, dass wir eben doch ins
Krankenhaus gegangen sind, wo die Sprechstunde gleich sagte: »Bei einer
Pilzvergiftung ist man am selben Tag schon tot«, eine Ärztin nur mit dem
Kopf schüttelte und sagte, wenn ein giftiger Pilz dabei wäre, dann wären
wir alle betroffen, hat auf mein Verlangen meinem Mann Blut abgenommen und
ihn auf eigene Verantwortung nach Hause entlassen. Von individuellen
Unverträglichkeiten hätte sie noch NIE was gehört. Hmmm... Ich bin doch
hier im Forum besser aufgehoben.

Liebe Olly,

da scheinst Du ja an die falschen geraten zu sein: Die Aussage der Sprechstundengehilfin ist ebenso falsch wie die der Ärztin. Im Extremfall und je nach Giftpilzart kann man noch mehrere Wochen(!) symptomfrei sein, bevor sich Vergiftungen manifestieren. Auch, dass alle Tischgenossen Symptome haben müssten ist blanker Unsinn, es sei denn man hat Pilzmus zubereitet, solange aber mundgerechte Stücke in der Mahlzeit sind, kommt es halt darauf an, wer welche und wie viele Stücke gegessen hat.
Bei solcher Inkompetenz würde ich die Giftnotrufzentrale kontaktieren und einen Pilzsachverständigen in der Nähe nennen lassen, der mikroskopieren kann und aus den Mahlzeitresten mehr herausfinden kann. Wie bereits von anderen hier angedeutet sind Vermutungen zu den verspeisten Pilzarten letztlich Kaffeesatzleserei.

Viele Grüße
Roman

Eintrag gesperrt
7 Aufrufe

Re: Vergiftung?

olly, (vor 7010 Tagen) @ Roman Krettek

Liebe Olly,
da scheinst Du ja an die falschen geraten zu sein: Die Aussage der
Sprechstundengehilfin ist ebenso falsch wie die der Ärztin.

Genau das meine ich auch. Man sah deutlich, dass die Ärztin nicht die leiseste Ahnung von Pilzen hatte. Die Blutuntersuchung habe ICH angeordnet. Übrigens ist der Befund schon da, Leber- und Nierenwerte sind in Ordnung, nur die Leukozyten halt leicht erhöht. Mein Mann hat inzwischen Fieber und Schnupfen, also gehe ich von einer Grippe aus.

Und dass die Sprechstunde beim Empfang direkt eine Diagnose stellte: »das kann keine Pilzvergiftung sein«, fand ich, eigentlich, unmöglich.

Im Extremfall
und je nach Giftpilzart kann man noch mehrere Wochen(!) symptomfrei sein,
bevor sich Vergiftungen manifestieren.

Nun ja, beim Knollenblätterpilz kommt es ja nicht vor, oder?

Auch, dass alle Tischgenossen
Symptome haben müssten ist blanker Unsinn, es sei denn man hat Pilzmus
zubereitet, solange aber mundgerechte Stücke in der Mahlzeit sind, kommt
es halt darauf an, wer welche und wie viele Stücke gegessen hat.

Hmm... so ähnlich war die Suppe auch zubereitet. Pilze waren sehr stark zerkleinert. Ihr könnt mir glauben, wir haben alle was davon gekostet.

Bei solcher Inkompetenz würde ich die Giftnotrufzentrale kontaktieren und
einen Pilzsachverständigen in der Nähe nennen lassen, der mikroskopieren
kann und aus den Mahlzeitresten mehr herausfinden kann.

Die Reste gibt es nicht mehr.:-)

Wie bereits von
anderen hier angedeutet sind Vermutungen zu den verspeisten Pilzarten
letztlich Kaffeesatzleserei.

Wenn ich ein blutiger Anfänger wäre, dann könnte man vielleicht von Kaffeesatzleserei sprechen, was die Pilzarten angeht. Aber: ich bin im Wald quasi aufgewachsen, nehme nur Pilze, die ich bereits im Wald eindeutig identifiziert habe, auch wenn ich schon mal Pilze gegessen, die in Deutschland als giftig gelten, in anderen Ländern aber auf dem Speiseplan stehen, z. B. Birkenreizker. Man muss nur wissen, wie man sie zubereitet. Roh oder ungenügend gekocht, wie jemand hier schon mal vermutet hat, kommt bei mir kaum ein Pilz auf den Tisch. Selbst die, die roh als essbar gelten, koche ich. Na vielleicht bis auf die Fichtenreizker, die ich meistens einlege o. ä... Das einzige, was für mich in Frage käme, wäre halt die bereits erwähnte individuelle Unverträglichkeit. Wie gesagt, im Krankenhaus waren wir. Wir können alle paar Stunden Blut abnehmen lassen, aber wer macht das schon? Vielleicht ärgert sich Einer oder der Andere hier über den von mir verursachten Wirbel, andererseits, könnte jemand eventuell daraus für sich wichtige Entschlüsse ziehen, oder?

Viele Grüße
Roman

Viele Grüsse zurück!

olly

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Vergiftung?

Roman Krettek, (vor 7010 Tagen) @ olly

Nun ja, beim Knollenblätterpilz kommt es ja nicht vor, oder?

Richtig, beim Knollenblätterpilz ist die Regellatenzzeit 8 bis 12 Stunden, kann aber bis zu 48 Stunden betragen.

Hmm... so ähnlich war die Suppe auch zubereitet. Pilze waren sehr stark
zerkleinert. Ihr könnt mir glauben, wir haben alle was davon gekostet.

Dann ist es tatsächlich sehr unwahrscheinlich, dass jemand keine Fragmente eine möglicherweise enthaltenen Giftpilzfruchtkörpers zu sich genommen hat.

Die Reste gibt es nicht mehr.:-)

Da kann auch der beste Pilzsachverständige nicht mehr helfen. Neben Putz- und Mahlzeitresten kann auch mit Erbrochenem noch unter Umständen eine Diagnose gestellt werden. Die Untersuchung von Darminhalt hingegen ist sehr mühsam und oft ergebnislos.

Wenn ich ein blutiger Anfänger wäre, dann könnte man vielleicht von
Kaffeesatzleserei sprechen, was die Pilzarten angeht.

Liebe Olly, tut mir leid, die Kaffeesatzleserei bezog sich nicht auf Dich! Aber: selbst wenn Du einen Pilz recht gut und genau beschreibst bleibt meist eine Restunsicherheit bei anderen Forenusern, was es wohl sein könnte, d.h. diese betreiben unter Umständen Kaffeesatzleserei, wenn sie über die beschriebene Art spekulieren. Im übrigen ist Artbestimmung für Speisezwecke per Internet oder Telefon für Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie aus diesem Grund verboten!

Vielleicht

ärgert sich Einer oder der Andere hier über den von mir verursachten
Wirbel, andererseits, könnte jemand eventuell daraus für sich wichtige
Entschlüsse ziehen, oder?

Ich ärgere mich nicht sondern ich freue mich auf jeden Fall, dass alles glimpflich verlaufen ist!

viele Grüße
ROman

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

ergo *oT*

Werner Stangl, (vor 7010 Tagen) @ Roman Krettek

- kein Text -