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Würzige Tellerlinge zu verspeisen *PIC*

Ingo, (vor 7009 Tagen)

Hallo Forum,

nachfolgend noch ein Nachtrag zu Rhodocybe gemina. Gar so häufig ist die Art ja dann
doch nicht vertreten. Eher überall selten bis gestreut. So ist es auch nicht ungewöhnlich,
dass diese Art so manchem altgedienten Pilzexperten noch nie begegnet ist. Das ist aber
nicht weiter wild, denn dazu ist das Forum unter anderem ja auch da – Erfahrungsaustausch.
Ich für meine Person habe zum Beispiel noch nie einen Saftling in Natura gesehen.

An dieser Stelle möchte ich in einem kurzen Auszug die Beschreibung im Pareys (Bon) wiedergeben.

Fleischrötlicher Tellerling – Rhodocybe truncata (aktuell: Rhodocybe gemina)

Hut: 8-12cm; glatt oder leicht bereift; blass ockerrosa oder gelb- bis rotbräunlich marmoriert.
Rand leicht eingerollt; bisweilen gekerbt
Lamellen: bogig herablaufend, blass ockerrosa
Stiel: variabel, 3-8x1-2 cm; weißlich oder wie der Hut gefärbt
Fleisch: blaß, mit aromatisch, mehlartigem Geruch; mitunter an Lepista nuda erinnernd
Geschmack: Öl- oder Nussartig
Vorkommen: Mischwälder, grasiges Buschland, Wegränder usw.
selten; RL4, essbar

hier noch ein Bild, welches aber unter ungünstigen Lichtverhältnissen zu leiden hatte

[image]

An dieser Stelle noch ein paar praktische Erfahrungen, da ich dieses Jahr erstmals in der
Lage war, eine größere Menge zu testen.

Geruch: einzigartig, irgendwie nach Lepisa, aber nicht nach L. nuda. Leicht süßlich, aber nicht aufdringlich
und vor allem nicht ein bisschen mehlartig (süsslich würzig!)
Geschmack, roh probiert: Hammer! Einmalig würzig, nach längerem Kauen stellt sich ein intensiv-pilzig-
nussiger Geschmack ein. Nussöl könnte hinkommen.

Kulinarisch: So 300 Gramm habe ich mal mitgenommen. Nach Geruch und Geschmack der rohen Pilze
hatte fest damit gerechnet, dass die Top 10 meiner Lieblings-Speisepilze gründlich auf den Kopf gestellt würde.
Ich habe die Pilze im Anschluss mit den beiden geläufigsten Zubereitungsmethoden traktiert. Allerdings ohne Melzer und KOH!

V1: Dünsten: Die Pilze in etwas Fett anbraten, zusammen mit Zwiebel, und dann mit Brühe aufgießen,
etwas andicken und nachwürzen (Pfeffer, Salz, Rahm, Knoblauch, Schnittlauch).
Erstaunlicherweise gaben die Pilze so gut wie kein eigenes Aroma an die Umgebung ab. Wenn man
dieses Verfahren mit Rötelritterlingen anwendet, hat man in jedem Fall ein deftiges Pilzgericht auf
dem Teller, welches, gleich ob man das Aroma mag oder nicht, die verkochte Art hervorhebt.
Egal, ob Lepista nuda oder L. saeva, ich würde sie mit verbundenen Augen erkennen. In ein Gericht von
Lepista nuda würde ich allerdings nicht reinbeißen. Ich würde schon beim Zubereiten fluchtartig die Küche verlassen! ;-))
Das einzige Aroma, was von R. gemina übrig blieb, war ein leicht bitterer Nachgeschmack.

V2: Braten: In wenig Butter geschmort waren sie schon bedeutend besser. An dieser Stelle eine Eigenheit:
Wer den Geruch und den Geschmack von Lepista saeva (personata) kennt – genau so roch es beim Schmoren.
Ohne Brühe, mit der entsprechenden Menge an Pfeffer und Salz versehen, ging es schon etwas besser.
Auch hier empfand ich leider einen (gaaanz leichten) bitteren Nachgeschmack. Und den mag ich nicht.
Aus meiner Sicht hat es den Anschein, dass bei der Zubereitung von den ganzen leckeren Aromen
vor allem die Bitterstoffe übrigbleiben. Wem das nichts ausmacht, für den dürfte Rhodocybe Gemina
genau das Richtige sein. Von der Bitterkeit her ist die Art milder als Lactarius deliciosus (gebraten).
Von der Konsistenz her ist sie sogar sehr delikat. Irgendwo zwischen Hallimasch/ Rasling und
Maronenröhrling (eigentlich ideal). Im Zusammenhang mit Eiergerichten kommt sie bestimmt richtig gut.

Unter dem Strich handelt es sich für mich um eine gute Art, ein Mischgericht zu verfeinern.
Für ein Einzelgericht kommt sie für mich eher nicht in Frage. Damit hat sie auch in meiner
Top 10 nichts verloren.

Wahrscheinlich werde ich darauf in Zukunft, auch ob ihrer Seltenheit, komplett verzichten.
Warum sollte ich mir damit auch die Raslinge versauen?!

Viele Grüß ins Pilzland – Ingo

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

Roland Brückner, (vor 7009 Tagen) @ Ingo

Hallo Forum,
nachfolgend noch ein Nachtrag zu Rhodocybe gemina. Gar so häufig ist die Art
ja dann
doch nicht vertreten. Eher überall selten bis gestreut. So ist es auch nicht
ungewöhnlich,
dass diese Art so manchem altgedienten Pilzexperten noch nie begegnet ist.
Das ist aber
nicht weiter wild, denn dazu ist das Forum unter anderem ja auch da –
Erfahrungsaustausch.
Ich für meine Person habe zum Beispiel noch nie einen Saftling in Natura
gesehen.
An dieser Stelle möchte ich in einem kurzen Auszug die Beschreibung im Pareys
(Bon) wiedergeben.
Fleischrötlicher Tellerling – Rhodocybe truncata (aktuell: Rhodocybe gemina)
Hut: 8-12cm; glatt oder leicht bereift; blass ockerrosa oder gelb- bis
rotbräunlich marmoriert.
Rand leicht eingerollt; bisweilen gekerbt
Lamellen: bogig herablaufend, blass ockerrosa
Stiel: variabel, 3-8x1-2 cm; weißlich oder wie der Hut gefärbt
Fleisch: blaß, mit aromatisch, mehlartigem Geruch; mitunter an Lepista nuda
erinnernd
Geschmack: Öl- oder Nussartig
Vorkommen: Mischwälder, grasiges Buschland, Wegränder usw.
selten; RL4, essbar
hier noch ein Bild, welches aber unter ungünstigen Lichtverhältnissen zu
leiden hatte

An dieser Stelle noch ein paar praktische Erfahrungen, da ich dieses Jahr
erstmals in der
Lage war, eine größere Menge zu testen.
Geruch: einzigartig, irgendwie nach Lepisa, aber nicht nach L. nuda. Leicht
süßlich, aber nicht aufdringlich
und vor allem nicht ein bisschen mehlartig (süsslich würzig!)
Geschmack, roh probiert: Hammer! Einmalig würzig, nach längerem Kauen stellt
sich ein intensiv-pilzig-
nussiger Geschmack ein. Nussöl könnte hinkommen.
Kulinarisch: So 300 Gramm habe ich mal mitgenommen. Nach Geruch und Geschmack
der rohen Pilze
hatte fest damit gerechnet, dass die Top 10 meiner Lieblings-Speisepilze
gründlich auf den Kopf gestellt würde.
Ich habe die Pilze im Anschluss mit den beiden geläufigsten
Zubereitungsmethoden traktiert. Allerdings ohne Melzer und KOH!
V1: Dünsten: Die Pilze in etwas Fett anbraten, zusammen mit Zwiebel, und dann
mit Brühe aufgießen,
etwas andicken und nachwürzen (Pfeffer, Salz, Rahm, Knoblauch, Schnittlauch).
Erstaunlicherweise gaben die Pilze so gut wie kein eigenes Aroma an die
Umgebung ab. Wenn man
dieses Verfahren mit Rötelritterlingen anwendet, hat man in jedem Fall ein
deftiges Pilzgericht auf
dem Teller, welches, gleich ob man das Aroma mag oder nicht, die verkochte
Art hervorhebt.
Egal, ob Lepista nuda oder L. saeva, ich würde sie mit verbundenen Augen
erkennen. In ein Gericht von
Lepista nuda würde ich allerdings nicht reinbeißen. Ich würde schon beim
Zubereiten fluchtartig die Küche verlassen! ;-))
Das einzige Aroma, was von R. gemina übrig blieb, war ein leicht bitterer
Nachgeschmack.
V2: Braten: In wenig Butter geschmort waren sie schon bedeutend besser. An
dieser Stelle eine Eigenheit: Wer den Geruch und den Geschmack von Lepista
saeva (personata) kennt – genau so roch es beim Schmoren.
Ohne Brühe, mit der entsprechenden Menge an Pfeffer und Salz versehen, ging
es schon etwas besser.
Auch hier empfand ich leider einen (gaaanz leichten) bitteren Nachgeschmack.
Und den mag ich nicht.
Aus meiner Sicht hat es den Anschein, dass bei der Zubereitung von den ganzen
leckeren Aromen
vor allem die Bitterstoffe übrigbleiben. Wem das nichts ausmacht, für den
dürfte Rhodocybe Gemina
genau das Richtige sein. Von der Bitterkeit her ist die Art milder als
Lactarius deliciosus (gebraten).
Von der Konsistenz her ist sie sogar sehr delikat. Irgendwo zwischen
Hallimasch/ Rasling und
Maronenröhrling (eigentlich ideal). Im Zusammenhang mit Eiergerichten kommt
sie bestimmt richtig gut.
Unter dem Strich handelt es sich für mich um eine gute Art, ein Mischgericht
zu verfeinern.
Für ein Einzelgericht kommt sie für mich eher nicht in Frage. Damit hat sie
auch in meiner
Top 10 nichts verloren.
Wahrscheinlich werde ich darauf in Zukunft, auch ob ihrer Seltenheit,
komplett verzichten.
Warum sollte ich mir damit auch die Raslinge versauen?!
Viele Grüß ins Pilzland – Ingo

Hallo Ingo,
habe Deinen Artikel mit großem Interesse gelesen und frage mich nun sehr neugierig welche Deine Top 10 sind?

Viele Grüße aus Marburg-Roland

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Re: schaue mal ins Profil *g* *oT*

Ingo, (vor 7009 Tagen) @ Roland Brückner

- kein Text -

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Re: schaue mal ins Profil *g*

Roland Brückner, (vor 7009 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

danke für Deine Antwort. Habe mal in das Profil geschaut und mir Deine Top10 angesehen. Im wesentlichen teile ich da Deine Richtung, bis auf den Perlpilz. Dessen Geschmack finde ich persönlich unangenehm. Hab es über Jahre immer wieder mal probiert. An unterschiedlichen Orten und Ländern. Den geselligen Rasling habe ich noch nie gesammelt werde ich mal ausprobieren. Der Steinpilz steht bei mir jedoch an oberster Stelle. In Butter leicht angebraten, vielleicht 5-6 Minuten, oder ganz junge Exemplare mit allerbestem Öl, einem Hauch Salz in feinen Scheiben,roh als Vorspeise, für mich das Optimum. Na ja, so ist das mit Geschmack, es ist individuell.

Gruß, Roland

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

Thüringer-Holz, (vor 7009 Tagen) @ Ingo

Hi Ingo,

prima Vorstellung der Art.
Leider kommt nicht raus ob er eher sauren oder basischen Boden bevorzugt.

Ich habe gleich noch einen "Freund" für dich.

LG Felix

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

AK_CCM, (vor 7009 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo, hallo Felix,

der Würzige Tellerling befindet sich in meiner Speisepilz-Hit-Liste unter den Top 5, genauso wie der Violette Rötelritterling. Erst am vergangenen Freitag hat mir eine Vereinskollegin einen Schwung davon mitgebracht - wirklich sehr nett. Als Zubereitungsart favorisiere ich Dünsten in Butter mit einer Prise Salz - mehr braucht's dafür nicht. Genuss pur aus der heißen Pfanne! Wenn ich allein schon an den würzigen Geruch beim Brutzeln denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen... *sabber*

Ich kenne die Art aus der Gegend von Aystetten bei Augsburg. Dort fruktifiziert die Art jedes Jahr an 3 Stellen lokal ergiebig. Standort ist ein saurer Mischwald, vornehmlich unter Fichten. Aber er kommt auch unter Laubbäumen vor: Letztes Jahr musste ich per Bahn zum Pilzlertreffen in den Spessart reisen und erspähte dort vom Fenster aus bei der Anfahrt zum Zielbahnhof eine Kollektion unter Eiche. Da der Spessart (vollständig?) auf Buntsandstein liegt, dürfte der Boden wohl auch sauer gewesen sein.

Gruß, Andreas

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

Steininger, (vor 7009 Tagen) @ Ingo

Hallo Forum,
nachfolgend noch ein Nachtrag zu Rhodocybe gemina. Gar so häufig ist die Art
ja dann
doch nicht vertreten. Eher überall selten bis gestreut. So ist es auch nicht
ungewöhnlich,
dass diese Art so manchem altgedienten Pilzexperten noch nie begegnet ist.
Das ist aber
nicht weiter wild, denn dazu ist das Forum unter anderem ja auch da –
Erfahrungsaustausch.
Ich für meine Person habe zum Beispiel noch nie einen Saftling in Natura
gesehen........

Hallo Ingo,
siehste, genau so isses. Obwohl ich kein "altgedienter Pilzexperte" bin,habe ich
- im Gegensatz zu manchem Saftling - den in deinem sehr interessanten Beitrag
vorgestellten Tellerling noch nie in Natura gesehen.Wäre vielleicht auch irgendwie
langweilig,wenn alle Arten überall wachsen würden.....
Grüße
Wolfgang

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

Birgit, (vor 7008 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

An dieser Stelle möchte ich in einem kurzen Auszug die Beschreibung im Pareys
(Bon) wiedergeben.
Fleischrötlicher Tellerling – Rhodocybe truncata (aktuell: Rhodocybe gemina)
Hut: 8-12cm; glatt oder leicht bereift; blass ockerrosa oder gelb- bis
rotbräunlich marmoriert.
Rand leicht eingerollt; bisweilen gekerbt
Lamellen: bogig herablaufend, blass ockerrosa
Stiel: variabel, 3-8x1-2 cm; weißlich oder wie der Hut gefärbt
Fleisch: blaß, mit aromatisch, mehlartigem Geruch; mitunter an Lepista nuda
erinnernd

in einem Waldstück aus der Nähe von Schwabmünchen (südlich Augsburg) kenne ich R. gemina ebenfalls und ich habe sie auch letzten Freitag in einer etwas größeren Menge gesammelt auch für Andreas (s. unten), im Augenblick gibts die Tellerlinge da in Massen. Die Nähe zu Lepista sowohl im Geruch als auch im Aussehen kann ich bestätigen, bis letztes Jahr habe ich sie für seltsame L. flaccidas gehalten. Andreas hat mir dann erst erzählt, was ich da zur Pilzausstellung gebracht habe. Bei der AMU-Sitzung letzten Montag hatte ich sie auch dabei, dabei wurden bereits vorhandene Exemplare als Lepista irina (Veilchenrötelritterling) angesprochen. So abwegig scheint die Verwechslung nicht zu sein, wird sie doch sogar in Ludwigs Pilzkompendium angesprochen.

Geschmack: Öl- oder Nussartig
Vorkommen: Mischwälder, grasiges Buschland, Wegränder usw.
selten; RL4, essbar
V2: Braten: In wenig Butter geschmort waren sie schon bedeutend besser. An
dieser Stelle eine Eigenheit: Wer den Geruch und den Geschmack von Lepista
saeva (personata) kennt – genau so roch es beim Schmoren.

Genau, ich hatte Freitag und Montag auch diesen Eindruck. Dazu muß gesagt werden, daß ich den Geruch von Lepista personata beim Braten absolut eklig finde, daher kann ich mit dem von Andreas unten zitierten leckeren Duft aus der Pfanne nix anfangen. Gott sei Dank schmeckt L. personata nicht so wie er riecht, ich habe ihn als sehr guten Speisepilz in Erinnerung. Durch den Geruch in der Pfanne vorgewarnt, war ich schon etwas voreingenommen, mein Fazit: R. gemina schmeckt ganz gut, aber auch bei mir wird er nicht zu den Topspeisepilzen gehören und Andreas kann sich in Zukunft auf mitgebrachte Tellerlinge freuen. Interessant finde ich jedenfalls sowohl die geschmackliche als auch die "äußerliche" Nähe zur Gattung Lepista.

Grüße

Birgit

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen *PIC*

elfi ⌂, (vor 7008 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,
heute habe ich jede Menge dieser Tellerlinge
im Wald gesehen, nachdem ich daran gerochen
habe, habe sie einfach ignoriert.

Liebe Grüße
elfi [image]

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

AK_CCM, (vor 7008 Tagen) @ elfi

Hallo Elfi,

wir müssen uns beim nächsten Morcheltreffen unbedingt über einen Tellerlingsexpress nach Mertingen unterhalten... ;-)

Dir und den anderen viel Spaß und reich gefüllte Körbe im Spessart!

Gruß, Andreas

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

AK_CCM, (vor 7008 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

mein Fazit: R. gemina schmeckt ganz gut, aber auch bei mir wird er nicht
zu den Topspeisepilzen gehören und Andreas kann sich in Zukunft auf
mitgebrachte Tellerlinge freuen.

und wie mich das freut - schon mal vielen Dank im voraus!

Interessant finde ich jedenfalls sowohl
die geschmackliche als auch die "äußerliche" Nähe zur Gattung
Lepista.

Der Habitus ähnelt ind er Tat etlichen Lepista-Arten, aber Geruch und Geschmack sind völlig anders. Ich würde mir zutrauen, sie mit verbundenen Augen "erriechen" zu können - das wär' doch etwas Witziges für das nächste Arbeitskreistreffen?! *gg*

Gruß, Andreas

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

Birgit, (vor 7008 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

und wie mich das freut - schon mal vielen Dank im voraus!

gerne :-)

Der Habitus ähnelt ind er Tat etlichen Lepista-Arten, aber Geruch und
Geschmack sind völlig anders. Ich würde mir zutrauen, sie mit verbundenen
Augen "erriechen" zu können - das wär' doch etwas Witziges für
das nächste Arbeitskreistreffen?! *gg*

Ja nun meint aber außer mir auch Ingo, daß R. gemina im Geruch und beim Braten an Lepista erinnert. Also wurden meine Erfahrungen wenigstens von jemand anderem bestätigt.

liebe Grüße

Birgit

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

AK_CCM, (vor 7006 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Ja nun meint aber außer mir auch Ingo, daß R. gemina im Geruch und beim
Braten an Lepista erinnert. Also wurden meine Erfahrungen wenigstens von
jemand anderem bestätigt.

trotzdem werde ich deswegen meine Erfahrung nich anullieren. ;-)

Vielleicht vergleichst Du im Herbst beide Pilze miteinander, indem Du beide andünstest und getrennt "verriechst"? Andererseits gibt es sicher Wichtigeres, das man einmal küchentechnisch ausprobieren könnte.

Gruß, Andreas

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

Birgit, (vor 7005 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas

trotzdem werde ich deswegen meine Erfahrung nich anullieren. ;-)

Na, aber du kannst doch gar nicht richtig mitreden ;-) oder hast du schom mal Lepista personata (Lilastielrötelritterling....uff) gegessen? Das riecht beim Braten ganz andres als Lepista nuda, glaub mir dieser widerliche Geruch wäre mir ansonsten aufgefallen.

Vielleicht vergleichst Du im Herbst beide Pilze miteinander, indem Du beide
andünstest und getrennt "verriechst"? Andererseits gibt es
sicher Wichtigeres, das man einmal küchentechnisch ausprobieren könnte.

s. oben. L. Personata hatte ich nur einmal in einer Schwemme im Gartenbeet, seit nunmehr min. 4 Jahren hab ich ihn nicht mehr gesehen. In unserem Garten wachsen dies Jahr eh wenig Pilze, dafür wächst im Gewächshaus nunmehr der zweite Schwung Lepiota aspera.

liebe Grüße

Birgit

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

Ingo, (vor 7008 Tagen) @ Ingo

Hallo allerseits,

interessante Diskussionsrunde, wie ich finde. Immerhin hatte sich herauskristallisiert,
dass die Art eher saure (oder oberflächensaure) Böden bevorzugt.
Wie sicher ist denn, dass es sich hierbei um einen Symbiosepartner der ganzen
diversen Baumarten handelt. Ist es nicht wahrscheinlicher, dass R. gemina
in Wirklichkeit Folgezersetzer ist?

Grüsslis Ingo

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Re: Würzige Tellerlinge zu verspeisen

AK_CCM, (vor 7006 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

Immerhin hatte sich herauskristallisiert,
dass die Art eher saure (oder oberflächensaure) Böden bevorzugt.

spicken wir doch einmal in der BaWü-Mycota:

[...] auf frischen (mäßig trockenen bis mäßig feuchten, auch wechseltrockenen), saueren bis alkalischen, unterschiedlich basengesättigten, mäßig mit Nährstoffen versorgten Syrosemen, Rankern, Rendzinen und Braunerden über unterschiedlichem Ausgangsgestein.

Wie sicher ist denn, dass es sich hierbei um einen Symbiosepartner der ganzen
diversen Baumarten handelt. Ist es nicht wahrscheinlicher, dass R. gemina
in Wirklichkeit Folgezersetzer ist?

KRIEGLSTEINER, G. J. schreibt über die Gattung Rhodocybe:

Saprobionten auf Erde, Humus, seltener auf morschem Holz.

Für mich gilt übrigens das gleiche: Interessante Diskussionsrunde!

Gruß, Andreas