Hallo und guten Abend,
könnt ihr mir bitte bei der Bestimmung dieses Saftlings helfen?
Hut: Gelb zur Mitte hin orange, Flach, 3-4cm, leicht schmierig, Lamellen
durchscheinend.
Lamellen: Gelb, ausgebuchtet angewachsen.
Stiel: Matt, 2,5-4 x 0,5-1cm gelborange, zylindrisch, teilweise eingedrückt
mit Längsfurche, Basis heller.
Fundort: 24.08.07, gesellig wachsend, Laubmischwald, über/auf Kalk, 200m
üNN
Sporen: Eiförmig, 6-8,5 x 4-6,5µm, teils mit großem Tropfen.
Basidien: 4-Sporig, 25-30µm
Laut meiner Literatur kommt der Gebuckelte Saftling (Gelber Saftling)
Hygrocybe obrussea (H. flavescens) und der Stumpfe Saftling H. chlorophana
in Frage. Für jede Hilfe bin ich dankbar.
Einen schönen Sonntag
Gelbfieber
Hallo Uschi,
definitives kann ich Dir leider nicht sagen, aber vielleicht helfen Dir meine Anmerkungen trotzdem etwas weiter.
Du solltest vielleicht noch sicherheitshalber mal die Hyphen der Lamellentrama anschauen, ob die einzelnen Hyphenzellen lang (also >500 bis 1000 µm) oder kurz (200-300 µm) sind. Sicherlich sind sie lang, aber man weiß ja nie 
Durch den konvexen, ungebuckelten Hut kommt eigentlich mit den langen Hyphen nur H. chlorophana in Frage, die mir sehr gut passen würde. Ich kenne die Art mit trockenem oder zumindest sehr schnell trocken werdendem Stiel und nur bei nassem Wetter schleimigem Hut. Er wird schnell trocken und fühlt sich eher fettig an, etwa si wie beim Horngrauen Butterrübling.
H. flavesens halte ich nicht für trennbar.
Sowohl der Name flavescens, aber noch viel mehr der Name obrussea sind schon für verschiedene Arten benutzt worden. Die Kombination obrussea-flavescens als synonyme kenne ich aber noch nicht bisher, weiß also nicht genau, welchen Pilz Du damit meinst. Ich schätze mal nicht H. obrussea im Sinne von H. quieta, also dem Schnürsporigen, denn erstens sehen die Sporen nicht so aus, wie Du ja natürlich selbst bemerkt hast und zweitens würde der auch makroskopisch gar nicht passen mit seinen orangelichen Lamellen. Also denke ich mal, dass es H. obrussea im Sinne von H. cystidiata sein könnte, denn der sieht auch so ähnlich aus. Wäre allerdings völlig trocken, die Hutdeckschicht hätte in den äußeren Bereichen immer wieder spindelige große Hyphenabschnitte udn vor allem hat die Art recht auffallende Zystiden.
Für mich also, nach Bild zu urteilen und unter der Voraussetzung, dass die Tramahyphen langzellig sind, eine klare H. chlorophana.
beste Grüße,
Andreas