Hallo Harald Andres,
- nicht Blitzen
Prinzipielle Zustimmung - allerdings kann ein Aufhellblitz trotzdem etwas
bringen (kräftigere Farben, höhere Kontraste)
- niemals Pilze im Sonnenlicht fotografieren. Notfalls abschatten.
Jepp!
- das natürlich vorhandene Umgebungslicht (im Schatten!) mittels diffus
reflektierenden Innenseiten von Milchpackungen auf das Motiv lenken, vor
allem unter die Pilzhüte.
- Selbstauslöser
Unbedingt!
- Kirsch- oder Traubenkernsäckchen als "Stativ".
Stativ = Pflicht!
- Raw-Format nur bei Vorhandensein eines vernünftigen RAW-Konverters, z.B.
Acr (adobe camera raw), sonst lieber .jpg.
Ich glaube, alle heutigen Spiegelreflexkameras haben als Beigabe einen
'vernünftigen RAW-Konverter'
- manueller Weissabgleich bei Aufnahmen in .jpg ist unabdingbar.
Jepp!
- Eine Serie von einem oder zwei Dutzend Aufnahmen pro Aufnahmestandpunkt ist
normal (verschiedene Blenden und verschiedene Abstände bei verschiedenen
Zoomstellungen, um die Freistellung vor dem Hintergrund optimal zu
erwischen), dann kann das beste Bild ausgewählt werden.
Du meinst 'verschiedene Blenden bei gleichen Belichtungszeiten' (=normal,
unter- und überbelichtete Ergebnisse)? Oder geht es Dir mehr um die
verschiedene Tiefenschärfe?
Hmmm - was den verschiedenen 'Zoom' angeht: meiner Meinung nach sind bei
Spiegelreflexkameras vernünftige Makroobjektive ausschließlich
Festbrennweiten.
- auf "Freistellung" achten. Nicht von oben gegen den Pilz, sonst
hebt er sich nicht vom Hintergrund ab. Besser auf "Augenhöhe"
mit dem Pilz.
- helle Pilze und reflektierende, nasse Pilze etwa eine Blende
unterbelichten, um Ueberstrahlungen zu vermeiden. Aufhellen kann man bei
Digitalfotos immer, überstrahlte, "ausgefressene" Stellen kriegt
man nicht mehrhin.
- im Raw-Format entsprechend noch mehr unterbelichten, bis eineinhalb
Blenden.
Das ist mir zu generell. Manche Kameras belichten von Haus aus 'unter' (z.B.
die meine). Hier ist ein absichtliches Unterbelichten dann nur noch in
Extremsituationen (weißer kleiner Pilz vor schwarzem Hintergrund) notwendig.
Aber auch dabei hilft eine einfache (evtl. automatische) Belichtungsreihe, die
dann sogar für zusätzliche 'Spielereien' wie DRI mißbraucht werden kann 
- der Hintergrund sollte nicht zu hell sein - an sonnigen Tagen darauf
achten, dass das Licht nicht durch die Blätter scheint.
- Geduld, Geduld, und - üben, üben!
@Threadersteller: Harald Andres gehört hier im Forum zu den anerkanntermaßen
besten Fotografen ...
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner