Pilze Pilze Forum
Erweitert

Eisensulfat - muss es 65%ig sein?

florian31, (vor 6985 Tagen)

Liebes Forum,

auf Anregung aus Lüders Buch habe ich mir von einem befreundeten Chemiker Eisensulfat besorgen lassen. Allerdings waren da anscheinend drei Diplomchemiker damit überfragt, was sie mit "65 % FeSO4-Lösung" meint. Ob sich die 65% auf dies, das oder jenes beziehen, es gäbe verschiedene Methoden der - ich hab's leider im Detail vergessen.

Meine Lösung ist jedenfalls jetzt 100 % - ist die auch brauchbar?!? oder muss ich das jetzt selbst irgendwie verdünnen?

Ich habe die Vorbehalte im Forum recherchiert und natürlich will ich nicht richtige Kenntnis durch Chemie ersetzen - ich will nur ein bisschen rumspielen, mehr nicht :)

Und mich wohl auch nur mit Täublingen beschäftigen erstmal, hauptsächlich den Frauentäubling testen ...

Bin gespannt auf Eure Antworten!

Florian

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Eisensulfat - muss es 65%ig sein?

ziggi, (vor 6985 Tagen) @ florian31

Liebes Forum,
auf Anregung aus Lüders Buch habe ich mir von einem befreundeten Chemiker
Eisensulfat besorgen lassen. Allerdings waren da anscheinend drei
Diplomchemiker damit überfragt, was sie mit "65 % FeSO4-Lösung"
meint. Ob sich die 65% auf dies, das oder jenes beziehen, es gäbe
verschiedene Methoden der - ich hab's leider im Detail vergessen.
Meine Lösung ist jedenfalls jetzt 100 % - ist die auch brauchbar?!? oder muss
ich das jetzt selbst irgendwie verdünnen?

Hallo Florian,

solche Angaben sind in der Tat immer sehr zwei-/drei- oder vierdeutig. Sind es Massenprozent (häufig), Volumenprozent, Stoffmengenprozent oder orientiert man sich an der maximalen Löslichkeit des Salzes in Wasser(was ich in diesem Fall vermute). Ich hab zwar keine Erfahrung mit Chemie und Pilzen, aber ich denke, eine Farbreaktion solltest du in jedem Fall sehen.

Gruß Markus

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Eisensulfat - muss es 65%ig sein?

florian31, (vor 6985 Tagen) @ ziggi

Hallo Markus,

ich glaube, das sind genau die Dinge, die mir der Chemiker auch sagte!;) Das freut mich zu hören, hab schon befürchtet, ich müsste verdünnen oder ihn nochmal bemühen, man will ja auch niemandes Geduld überstrapazieren ...

Vielen Dank für Deine Antwort, bin gespannt, was die Lösung so bewirken wird!

Florian

Hallo Florian,
solche Angaben sind in der Tat immer sehr zwei-/drei- oder vierdeutig. Sind
es Massenprozent (häufig), Volumenprozent, Stoffmengenprozent oder
orientiert man sich an der maximalen Löslichkeit des Salzes in Wasser(was
ich in diesem Fall vermute). Ich hab zwar keine Erfahrung mit Chemie und
Pilzen, aber ich denke, eine Farbreaktion solltest du in jedem Fall sehen.
Gruß Markus

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Eisensulfat - muss es 65%ig sein?

Lütte, (vor 6985 Tagen) @ florian31

Hallo Florian,

nein, die Lösung muss wahrscheinlich nicht 65%tig sein. Bei geringeren Konzentrationen kann die Farbreaktion verzögert oder gar nicht auftreten.
Wenn Lösungen von anorganischen Salzen angesetzt werden sollen, dann beziehen sich die Angaben in der Regel auf Massenprozent. D.h., eine 5%tige Lösung besteht aus 5g FeSO4 und 95g (=95ml)Wasser. Alle anderen Angaben wie Volumenprozent (macht bei Feststoffen wie FeSO4 keinen Sinn) Stoffmenegenprozent etc. sind in der Regel nicht gebräuchlich. In deinem Fall hätte dein Freund als Chemiker wissen sollen, dass voraussichtlich bei der gewünschten Frabreaktion auch eine gesättigte Lösung (was Du als 100%tig bezeichnechst) geeignet sein sollte. Falls weitere Chemie-Fragen auftauchen sollten, dann beantworte ich sie gerne.

Grüße, Lütte

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Wat denn nu?

ziggi, (vor 6985 Tagen) @ Lütte

Hallo Lütte,

bist du jetzt also der Meinung, dass eine 65%ige Lösung aus 65g Salz und 35g Wasser besteht?? Wär ne ziemlich dicke Suppe. ;-)

Gruß Markus

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Wat denn nu?

Lütte, (vor 6985 Tagen) @ ziggi

Hallo Markus,

Du hast schon damit recht, dass das eine dicke Suppe ist. Wenn das nicht stimmt, dann war mein Studium völlig umsonst und ich stelle mich in die nächste Ecke (zu den drei Diplomchemikern von Florian), um mich zu schämen ;-)
Ich vermute, dass sich da entweder ein Tipp- oder Lesefehler eingschlichen hat. Das Ganze ist wahrscheinlich um eine Zehnerstelle verrutscht (-> 6,5%tig).

Grüße, Lütte

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Noch eine Idee...

EricS ⌂, (vor 6985 Tagen) @ Lütte

Hallo zusammen,

ich nehme auch an, dass die "65%" keine direkte Konzentrationsangabe (wie bei Säuren z.B.) sind, sondern Sättigungsprozent. Eisen(II)sulfat hat eine Löslichkeit von etwa 25g pro 100ml Wasser bei 20°C (wikipedia), heißt 25g in 100ml Wasser ergeben eine zu 100% gesättigte Lösung. Die 65%-Lösung wäre demnach eine Lsg. aus 16,25g Salz, das mit dest. Wasser auf 100ml augefüllt wurde.

Vielleicht meint Frau Lüder ja das...

Viele Grüße,
Eric

Eintrag gesperrt
11 Aufrufe

Antwort meines Bekannten ...

florian31, (vor 6984 Tagen) @ Lütte

Hi Lütte,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Was ich dem für mich entnehmen kann - wie auch schon der Antwort von ziggi -, ist, dass meine Lösung wohl funktionieren wird. Werde das so bald wie möglich probieren.

Ich habe meinem Bekannten Deine Antwort geschickt und poste hier seine Antwort. Will damit jetzt keine unendliche Diskusssion lostreten - an der ich mich auch nicht beteiligen könnte, nur die Sachen hin- und herkopieren ;)-, aber vielleciht interessiert es ja!

Danke für Dein Angebot, weitere Fragen zu beantworten, werde bei Bedarf gern darauf zurückkommen!

Vielleicht wars ja auch ein Druckfehler, wie Ihr ja mittlerweile bereits überlegt habt ...

Viele Grüße, Florian

***
ANTWORT:
"es ist nicht möglich eine 65 gewicht%ige Lösung von FeSO4 in Wasser herzustellen, da sich z.B. 65 g FeSO4 nicht in 35 g Wasser lösen lassen. In deinem Fall sind es ca. 0,5 g Salz in ca. 5 g Wasse (also ca. 1% ig) und die Lösung ist noch gesättigt. Also können mit der Angabe keine Gewichtsprozent gemeint sein. Andere gängige Prozentangaben haben noch weniger Sinn gemacht (da dann noch mehr Salz in noch weniger Wasser hätten gelöst werden müssen). Daher habe ich angenommen, dass 100 % gesättigt heißen soll. Woher sollte ich als Chemiker wisse, wie entscheident die Konzentration von Lösungen bei Pilznachweisreaktionene ist? Es muss doch irgendeinen Grund haben, warum in der Vorschrift gerade von einer 65%igen Lösung geschrieben wird."

Hallo Florian,
nein, die Lösung muss wahrscheinlich nicht 65%tig sein. Bei geringeren
Konzentrationen kann die Farbreaktion verzögert oder gar nicht auftreten.
Wenn Lösungen von anorganischen Salzen angesetzt werden sollen, dann beziehen
sich die Angaben in der Regel auf Massenprozent. D.h., eine 5%tige Lösung
besteht aus 5g FeSO4 und 95g (=95ml)Wasser. Alle anderen Angaben wie
Volumenprozent (macht bei Feststoffen wie FeSO4 keinen Sinn)
Stoffmenegenprozent etc. sind in der Regel nicht gebräuchlich. In deinem
Fall hätte dein Freund als Chemiker wissen sollen, dass voraussichtlich
bei der gewünschten Frabreaktion auch eine gesättigte Lösung (was Du als
100%tig bezeichnechst) geeignet sein sollte. Falls weitere Chemie-Fragen
auftauchen sollten, dann beantworte ich sie gerne.
Grüße, Lütte