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Da will man mal was Gutes tun ...

Maren ⌂, (vor 6984 Tagen)

Liebe Pilzfreunde,

als frischer PSV habe ich heute den Fehler begangen und ein Sammlerpärchen sehr freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass das Sammeln von Pilzen in Plastiktüten nicht besonders förderlich für die Qualität des Sammelgutes ist.
... das mach' ich nicht wieder!!! Sinngemäß kam bei der Antwort rüber, wir sammeln schon immer so und unsere Pilze haben noch nie Schaden genommen, unausgesprochen: Was ich mir wohl anmaße, mich da einzumischen.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was macht ihr mit Pilzsammlern, bei denen die Pilzsammlung in der Plastiktüte eine schon von außen erkennbare Puddingkonsistenz aufweist. Irgendwie liegt einem doch die Gesundheit der Mitmenschen am Herzen, insbesondere, wenn Kinder dabei sind.

Irgendwie ratlose Grüße
Maren

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Re: Da will man mal was Gutes tun ...

Sascha, (vor 6984 Tagen) @ Maren

Kennst du das Gegenteil von "gut?
Nein? Ich sags dir: gut gemeint!

Diese Begegnungen sind mir nicht neu.
Ich habe es aufgegeben, den guten Samariter zu spielen, und die Leute darauf hinzuweisen, dass Plastiktüten keine gute Idee sind, dass man Fliegenpilze auch abgekocht nicht essen sollte, und das matschige durchweichte Maronen, die kurz vorm schimmeln sind, in keine Pfanne gehören.

Ebenso ignoriere ich mittlerweile Gruppen angeblicher "Experten", die mir erzählen, dass mein Wiesel- und Pfirsichtäublinge giftig sind, und das ich da nette Steinpilze habe (Maronen).

Lass die Leute einfach sammeln was sie wollen. Bei offensichtlich giftigen Pilzen sollte man trotzdem was sagen, aber alles andere ist deren Problem.

Ich sags nicht gerne, aber Leute, die gammelnde Pilze sammeln, diese essen, und die Eiweissvergiftung überleben, gehen sicher nie wieder sammeln, und sind damit ausser Gefahr.

Man kann nicht das wandelnde Gewissen aller sein.

Nimm deine Verantwortung war, bei Leuten die Giftpilze im Korb haben, und lass alle anderen in Ruhe ihre Fehler machen.

Tut mir leid, wenn das hart klingt, aber ich hab schon einige Anschisse erlebt, und arrogante Blicke, und das brauche ich nicht.

Gruss

Sascha

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Re: Da will man mal was Gutes tun ...

Heiko Romankiewicz, (vor 6984 Tagen) @ Maren

Hallo Maren! Mehr als jemanden darauf hinweisen kannst Du nicht machen. Muß am Ende jeder selber wissen. Was mir allerdings aufgefallen ist, ist das der gemeine Plastiktütensammler nicht selten eine Schneise der Pilzverwüstung hinter sich läßt. Denn wer schon über das richtige Aufbewahren der Pilze nichts weiß, der hat auch zumeist keine gute Artenkenntnis und so wird jeder Pilz erstmal planlos umgetreten. Vielleicht um zu sehen, ob er Röhren hat? Aber mit dem Ansprechen dieser Leute habe ich auch keine guten Erfahrungen gemacht. Gruß Heiko

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Re: Da will man mal was Gutes tun ...

Steininger, (vor 6984 Tagen) @ Maren

Hallo Maren,
ich musste mich mal als Besserwisser bezeichnen lassen, als ich zwei Sammler auf die
rosa schimmernden Röhren ihrer "Steinpilze" aufmerksam machte. Da in diesem Fall
keine Gefahr für die Gesundheit bestand, beließ ich es bei einem Grinsen, das, je weiter
sich die Zwei entfernten,immer breiter wurde und noch lange andauerte....
Viele Grüße
Wolfgang

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Re: Da will man mal was Gutes tun ... *PIC*

noodle, (vor 6984 Tagen) @ Maren

Liebe Pilzfreunde,

Habt ihr �hnliche Erfahrungen gemacht? Was macht ihr mit Pilzsammlern, bei
denen die Pilzsammlung in der Plastikt�te eine schon von au�en erkennbare
Puddingkonsistenz aufweist. Irgendwie liegt einem doch die Gesundheit der
Mitmenschen am Herzen, insbesondere, wenn Kinder dabei sind.
Irgendwie ratlose Grüsse
Maren

Hallo Maren,

du machst es genau richtig. Immerhin könnte man ja auch auf die Idee kommen, dass du Unterlassene Hilfeleistung betreibst, auch wenn das sicher nicht nachweisbar ist. Ich frage vorher freundlich, ob ich mal in die Tüte reinschauen kann. Wenn ich dann was über Pilze erzählen kann, komme ich mit den Menschen zunächst mal ins Gespräch. Dann verbessert sich die Atmosphäre. So liess sich eine Rentnerin z.B. nen Kahlen Krempling klaglos konfiszieren. Bei osteuropäischen Sammlern stosse ich dagegen mit meinen Bemerkungen wg. Plastiktüten auf total hermetisch geschlossene Ohren. Trotzdem würde ich jeden weiterhin darauf aufmerksam machen, daß er sich potentiell vergiftet. Es kommt halt drauf an, ob der sich polizeilich beobachtet fühlt, oder ob er merkt, daß ihm eigentlich jemand freundlich helfen möchte.

Mit mykollegialen Grüssen,

noodle

[image]

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Re: Da will man mal was Gutes tun ,meine Meinung

Hans hurter, (vor 6984 Tagen) @ Maren

ich begrüsse alle Leute im Wald und merke sofort ob sie an einem Gespräch interressiert sind.
Beispiel1 ,2006 ich komme zum Parkplatz zurück und werde vom Revierförster höflich gebeten Ihm meine Beute zu zeigen ich hatte etwa 1kg Steini im Korb zum selben Zeitpunkt kommt ein mir unbekannter Schweizer auf uns zu und sagt zum Förster er solle nur auch noch mein Auto kontrollieren man wisse ja ,dass oft Pilze versteckt werden.Der Förster bedankt sich bei mir nicht ohne auf die ein kg Limite hinzuweisen ,dann dreht er sich um und sagt zum unbekannten Schweizer zeigen Sie mir doch mal Ihr Auto.Danach kommen beide zu mir und fragen ob ich die gesammelten Pilze kenne ich habe diese kurz angeschaut dabei einige Maronen,Rotfüsse,einen Steini und etwa vier Schönfüsse erkannt.Ich habe mich selbst bewundert,dass ich so ruhig geblieben bin und frage dann wollen Sie die Schönfüsse essen es sind keine Speisepilze ja ja sein Schwiegersohn esse die immer !
Beispiel2,2007 auf einem Waldweg kommt mir ein Ehepaar entgegen mit einem Plasiksack in der Hand ein gegenseitiger Gruss sie bleiben stehen und bemerken es kommt gleich Regen ich sage dass mich das nicht stöhrt,Antwort ja ja Ihr Schweizer seid auch Professionell ausgerüstet,ich antworte ja und im Plastiksack vermodern die Pilze obwohl jetzt nicht viel los ist,Antwort wir gehen auch nur dem Wegbord entlang und schauen uns etwas um ,sie haben lediglich einige Trompetenpfifferlinge gefunden und zeigen mir prompt einen Pfifferling als ich Ihm den Unterschied erklären will verwickelt er mich in ein Gespräch wobei es sofort klar wird,dass er nicht zum ersten Mal in den Pilzen ist.
Jetzt habe ich mir geschworen mich nie mehr in ein Gespräch verwickeln zu lassen.Obwohl ich schon sehr schöne Begegnungen hatte im Wald wobei der Plastiksack allgegenwärtig ist oder ein Riesenkorb mitgeschleppt wird trotz der Limite von einem kg!!!Grüesslis Hans

Liebe Pilzfreunde,
als frischer PSV habe ich heute den Fehler begangen und ein Sammlerpärchen
sehr freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass das Sammeln von Pilzen in
Plastiktüten nicht besonders förderlich für die Qualität des Sammelgutes
ist.
... das mach' ich nicht wieder!!! Sinngemäß kam bei der Antwort rüber, wir
sammeln schon immer so und unsere Pilze haben noch nie Schaden genommen,
unausgesprochen: Was ich mir wohl anmaße, mich da einzumischen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was macht ihr mit Pilzsammlern, bei
denen die Pilzsammlung in der Plastiktüte eine schon von außen erkennbare
Puddingkonsistenz aufweist. Irgendwie liegt einem doch die Gesundheit der
Mitmenschen am Herzen, insbesondere, wenn Kinder dabei sind.
Irgendwie ratlose Grüße
Maren

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Re: Da will man mal was Gutes tun ... *PIC*

elfi ⌂, (vor 6984 Tagen) @ Maren

Hallo Maren,
wie schwierig es ist, den langjährigen Pilzgängern ihre Unarten abzugewöhnen,
habe ich erfahren als ich ein älteres Ehepaar kennenlernte, 72 und 75 Jahre!
Sie gingen bereits Jahrzehnte in die Pilze, sie kannten sie überhaupt nicht,
sie sammelten nach der Devise: Dieser Pilz hat einen dicken Stiel, der ist essbar.
Verzweifelt habe ich versucht den Leuten pilzmäßig etwas zu erzählen. Die
haben mich ausgelacht!!
Machmal kam ihre Enkelin zu uns und sagte, sie hätte heute wieder Magendrücken,
weil sie bei den Großeltern Pilze gegessen hätte.
Ich habe ihr geraten davon abzusehen.
Das ganze ist etwa 20 Jahre her und die beiden alten Herrschaften schon verstorben.
Aber nicht an Pilzvergiftung!
Grüße
elfi [image]

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Re: Da will man mal was Gutes tun ...

Stephan Weißer, (vor 6984 Tagen) @ Maren

Sinngemäß kam bei der Antwort rüber, wir
sammeln schon immer so und unsere Pilze haben noch nie Schaden genommen,

Nach meinen über die Jahre im Wald gesammelten Erfahrungen benutzen ungefähr nur 10 % aller Pilzsammler einen Korb, dagegen 40 % einen Stoff- oder Jutesack und 50 % eine Plastiktüte. Merkwürdig eigentlich, dass nicht massenhaft das eintritt, wovor in jedem Pilzbuch gewarnt wird. Ist vielleicht doch ein wenig Hysterie dabei.

Was macht ihr mit Pilzsammlern, bei
denen die Pilzsammlung in der Plastiktüte eine schon von außen erkennbare
Puddingkonsistenz aufweist. Irgendwie liegt einem doch die Gesundheit der
Mitmenschen am Herzen, insbesondere, wenn Kinder dabei sind.

Als PSV habe ich den Inhalt des Behältnisses zu kontrollieren, das Behältnis selber eher nicht. Es ist schließlich nicht zwangsläufig so, dass sich in den Plastiktüten tatsächlich Matsch befindet, sondern erstklassiges, sauberes, trockenes Material. Wenn die Leutchen sagen, dass sie immer schon so gesammelt haben (jahrzehntelang) und dass die Pilze keinen Schaden genommen haben, dann würde ich das ihnen erstmal glauben. Allerdings kann man am Ende der Beratung ohne weiteres sagen: "Schöne Pilze, die Sie da haben, können Sie alles essen, aber tun sie die bitte so schnell wie möglich, allerspätestens nach einer Stunde aus der Plastiktüte raus, sonst kriegen Sie die und die Probleme". Bei Matsch in der Tüte gibt es nun allerdings keine Diskussion, da würde ich genauso vom Verzehr abraten wie bei Matsch im Flechtkorb.

Freundliche Grüße
Stephan, bis vor kurzem auch jahrelanger "Tütenträger"

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Re: Da will man mal was Gutes tun ...

Maren ⌂, (vor 6984 Tagen) @ Maren

Hallo liebe Pilzfreunde,
vielen Dank für die vielen Meinungen. Man sieht, dass jede Begegnung anders verlaufen kann. Ein Gespräch ist sicher eine gute Methode um in vielen Situationen richtig zu reagieren.
Giftpilze im Sammelkorb, -beutel, -tüte werde ich auf jeden Fall nicht ignorieren.
Gruß Maren