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Hallimaschkenner gesucht! *PIC*

Franz, (vor 6958 Tagen)

Hallo Pilzfreunde

Nachfolgend eine Serie Hallimasch-Bilder.
Die Aufnahmen der Bilder 1 bis 3 sind vom gleichen Baumstrunk, tief ein einem Mischwald. Die Aufnahmen 4 bis 6
habe ich in einem kleinen Hain in Seenähe aufgenommen.
Wer kann helfen? Um welchen Hallimasch handelt es sich nun oder sind beide die gleiche Art?

Bild 1
[image]

Bild 2
[image]

Bild 3
[image]

Bild 4
[image]

Bild 5
[image]

Bild 6
[image]

Zusatzfrage:
Handelt es sich beim nachfolgenden Pilz um die Wurmförmige Keule (Clavaria vermicularis)? Übrigens, wer ganz
genau hinschaut kann auf Bild 4 zwei dieser Exemplare im linken, oberen Bildteil direkt über dem Baumstrunk
entdecken.

[image]

Für Antworten danke ich bereits im voraus.

Grüsse aus der Schweiz

Franz

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1-3 ostoyae, 4-6 mellea, C. vermicularis passt *oT*

Gernot Friebes, (vor 6958 Tagen) @ Franz

- kein Text -

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Re: Hallimaschkenner gesucht!

Karl-Heinz ⌂, (vor 6958 Tagen) @ Franz

Hallo,

im Prinzip ganz einfach:

Die Nadelwaldform Armillaria ostoya, Dunkler Hallimasch.

Die Laubwaldform, Armillaria mellea, Honiggelber Hallimasch.

Kannst ja mal mit der Bestimmung von Gernot vergleichen.

Viele Grüße
Karl-Heinz

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Re: Hallimaschkenner gesucht!

Ingo, (vor 6958 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz,

A. ostoyae - die Art mit den deutlich dunklen Schuppen
A. mellea - die gelbfarbene Art mir weniger stark ausgeprägten Schuppen.

A. ostoyae ist definitiv keine reine Nadelholzart! Das wird leider oft
missverstanden. Möglicherweise gibt es starke regionale Unterschiede.
Mir sind schon lange keine honiggelben mehr übr den Weg gekommen.
An Buche, Birke, Pappel, Akazie und sogar an Vogelbeerbaum fruktizieren
hier momentan nur Dunkle Hallimäscher. Nach meinen Beobachtungen kommen sie
auch noch am Nadelgehölz. Nur eben etwas später.
Ob A. mellea außer an Laubhölzern auch noch an Nadelgewächse herangeht, konnte
ich noch nicht feststellen.

Grüsslis Ingo.

p.s. Gernot's Tip würde ich dennoch mit tragen

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Kann ich bestätigen...

Boris71, (vor 6958 Tagen) @ Ingo

Hi Ingo,

A. ostoyae ist definitiv keine reine Nadelholzart!

Wächst bei uns im Stadtwald häufig an Birke und Buche.

Grüße Boris

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Re: Hallimaschkenner gesucht! *oT*

Karl-Heinz ⌂, (vor 6958 Tagen) @ Ingo

- kein Text -

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Re: Hallimaschkenner gesucht!

Karl-Heinz ⌂, (vor 6958 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo, hallo Boris

da habt ihr mich wohl auch missverstanden. Ich habe nicht geschrieben "reine Nadelholzart" oder "generell", sondern - "im Prinzip". Ich will jetzt nicht noch Radio Eriwan zitieren...

Aber es scheint auch unterschiedliche Auffassungen zu geben:

Guckt ihr hier, da steht etwas zur Ökologie von beiden Arten:

http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Pilze/Agaricales/PA-37.html

Viele Grüße
Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz,
A. ostoyae - die Art mit den deutlich dunklen Schuppen
A. mellea - die gelbfarbene Art mir weniger stark ausgeprägten Schuppen.
A. ostoyae ist definitiv keine reine Nadelholzart! Das wird leider oft
missverstanden. Möglicherweise gibt es starke regionale Unterschiede.
Mir sind schon lange keine honiggelben mehr übr den Weg gekommen.
An Buche, Birke, Pappel, Akazie und sogar an Vogelbeerbaum fruktizieren
hier momentan nur Dunkle Hallimäscher. Nach meinen Beobachtungen kommen sie
auch noch am Nadelgehölz. Nur eben etwas später.
Ob A. mellea außer an Laubhölzern auch noch an Nadelgewächse herangeht,
konnte
ich noch nicht feststellen.
Grüsslis Ingo.
p.s. Gernot's Tip würde ich dennoch mit tragen

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Re: Hallimaschkenner gefunden!

Ingo, (vor 6958 Tagen) @ Karl-Heinz

Aber es scheint auch unterschiedliche Auffassungen zu geben: Guckt ihr hier,
da steht etwas zur Ökologie von beiden Arten:

Moin Karl-Heinz,

das ist ja das Gute an einem Internetforum - Erfahrungsaustausch
auf dem schnellen Wege.

Im übrigen haben, für mich, selbst gesammelte Erfahrungen generell
Vorrang vor irgendwessen Auffassungen. Egal von welchen Koryphäen diese
sein mögen.

Das mit den Ostoyales an Laubholz hatte im vergangenen Jahr übrigens
auch schon die Roswitha festgestellt, und hier darüber berichtet.

'Müssen halt wieder mal die Lehrbücher korrigiert werden. Bei Internetseiten
geht sowas sicher einfacher.

Grüsslis Ingo

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Re: Hallimaschkenner gesucht!

Karl-Heinz ⌂, (vor 6957 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

ich weiß ja nicht ob Du die Hallimasch schon mikroskopisch untersucht hast, aber der Honiggelbe Hallimasch hat die Gelb/-Olivtöne nur im jugendlichen Alter und kann später A. ostoya sehr ähnlich sehen.

Gruß
Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz,
A. ostoyae - die Art mit den deutlich dunklen Schuppen
A. mellea - die gelbfarbene Art mir weniger stark ausgeprägten Schuppen.
A. ostoyae ist definitiv keine reine Nadelholzart! Das wird leider oft
missverstanden. Möglicherweise gibt es starke regionale Unterschiede.
Mir sind schon lange keine honiggelben mehr übr den Weg gekommen.
An Buche, Birke, Pappel, Akazie und sogar an Vogelbeerbaum fruktizieren
hier momentan nur Dunkle Hallimäscher. Nach meinen Beobachtungen kommen sie
auch noch am Nadelgehölz. Nur eben etwas später.
Ob A. mellea außer an Laubhölzern auch noch an Nadelgewächse herangeht,
konnte
ich noch nicht feststellen.
Grüsslis Ingo.
p.s. Gernot's Tip würde ich dennoch mit tragen

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Re: Hallimaschkenner gesucht! *PIC*

Ingo, (vor 6957 Tagen) @ Karl-Heinz

ich weiß ja nicht ob Du die Hallimasch schon mikroskopisch untersucht hast,
aber der Honiggelbe Hallimasch hat die Gelb/-Olivtöne nur im jugendlichen
Alter und kann später A. ostoya sehr ähnlich sehen.

Hallo Karl-Heinz,

Die Teile sehen fast immer so aus - Substrat hier Birkenreste:

[image]

Die Farben sind leider etwas verfälscht. Es hatte eben geregnet und die
Lichtverhältnisse waren bescheiden. Eigentlich typische Ostoyaes, oder?

An einigen (wenigen) Birkenstümpfen sind mir auch Kollektionen mit gelblich-
grünen Lamellen unter gekommen. Sie sind auch bei Weitem nicht so stark geschuppt.
Diese Art spreche ich als A. mellea an.
Die konnte ich bisher aber nur an Birken beobachten. Niemals jedoch an
Pappel, Akazie oder Buche.

In einem Punkt gebe ich dir aber recht - mikroskopiert habe ich die noch nicht.
Ich bin aber der Meinung, dass man zumindest diese beiden Hauptarten
makroskopisch auseinanderhalten kann.

Grüsslis Ingo

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Re: Hallimaschkenner gesucht!

Karl-Heinz ⌂, (vor 6957 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

leider sieht man jetzt hier keine Lamellen. Nach meinem Empfinden könnte das auch A. mellea sein. Habe da noch einige Bilder, wo ich aber erst heute Abend Zugriff drauf habe.

Bis dann
Gruß
Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz,
Die Teile sehen fast immer so aus - Substrat hier Birkenreste:
Die Farben sind leider etwas verfälscht. Es hatte eben geregnet und die
Lichtverhältnisse waren bescheiden. Eigentlich typische Ostoyaes, oder?
An einigen (wenigen) Birkenstümpfen sind mir auch Kollektionen mit gelblich-
grünen Lamellen unter gekommen. Sie sind auch bei Weitem nicht so stark
geschuppt.
Diese Art spreche ich als A. mellea an.
Die konnte ich bisher aber nur an Birken beobachten. Niemals jedoch an
Pappel, Akazie oder Buche.
In einem Punkt gebe ich dir aber recht - mikroskopiert habe ich die noch
nicht.
Ich bin aber der Meinung, dass man zumindest diese beiden Hauptarten
makroskopisch auseinanderhalten kann.
Grüsslis Ingo

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bitte vergeßt nicht......

Huperzia ⌂, (vor 6957 Tagen) @ Ingo

....daß es sich bei "ostoyaes" an Laubholz in den allermeisten Fällen um Armillaria gallica handeln wird.

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Re: Schreck, lass nach...

Ingo, (vor 6957 Tagen) @ Huperzia

....da� es sich bei "ostoyaes" an Laubholz in den allermeisten
F�llen um Armillaria gallica handeln wird.

Hallo Tanja, danke fuer deinen interessanten "Einwurf".
Die Art kannte ich bisher noch nicht per se. Ich hatte nur
gelesen, dass es eine von den 5 bis 7 anerkannten Arten ist.

Nachdem ich mich aber ein wenig im Web umgedreht habe,
muss ich dir zustimmen. Die Gallicen sehen dort wirklich
haeufig so aus wie die Teile, die ich immer finde.

Damit duerfte sich eine Arteinschaetzung im Forum per Bild wohl
erledigt haben. Nix mehr mit: mellea ODER ostoyae.

Einfach nur noch:
Einer der Hallimasche, Naeheres nur mit dem scharfen Glas.

Gruesslis Ingo

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Schreck, läßt nach...

Huperzia ⌂, (vor 6957 Tagen) @ Ingo

Hallo Tanja, danke fuer deinen interessanten "Einwurf".
Die Art kannte ich bisher noch nicht per se. Ich hatte nur
gelesen, dass es eine von den 5 bis 7 anerkannten Arten ist.
Nachdem ich mich aber ein wenig im Web umgedreht habe,
muss ich dir zustimmen. Die Gallicen sehen dort wirklich
haeufig so aus wie die Teile, die ich immer finde.
Damit duerfte sich eine Arteinschaetzung im Forum per Bild wohl
erledigt haben. Nix mehr mit: mellea ODER ostoyae.
Einfach nur noch: Einer der Hallimasche, Naeheres nur mit dem scharfen Glas.
Gruesslis Ingo

Hallo Ingo,

Ich denke wenn man A. ostoyae -> Nadelholz und A. gallica -> Laubholz nimmt, und A. mellea makroskopisch von beiden unterscheidet, kommt man der Wahrheit sehr nahe - aber um es sicher zu wissen, muß man wohl wirklich mikroskopieren.

Ich hoffe ich geb jetzt ein Merkmal richtig wieder, was Andreas zu A. mellea immer nennt: die Stiele der einzelnen melleas sind an der Basis richtig miteinander verwachsen, während sie bei den anderen einzeln sind. A. mellea kann man also nicht wirklich einzeln vom Büschel trennen.

VIele Grüße,
Tanja