Hallo Thomas,
nur eine Vermutung an hand eines Indizes.
Till Lohmeyer hatte C. truncicola ja ausführlich im Beiheft 9 zur ZFM vorgestellt. Er führt dort mehrere untersuchte Koll. an, u. a. von Populus (da hab ich sie auch gefunden) und Fraxinus.
Kriai - Greilhuber führt Acer, Alnus, Carpinus,Fraxinus, Populus, Ulmus an, Orton dazu noch Fagus.
Der dt. Name Erlenholz - Trichterling, der mal in der 1. Auflage vom abb.- verz. stand, ist unzutreffend.
Bekannte Substrate für Ossicaulis lignatilis sind lt. E. Ludwig bisher
Eiche und Birke (daher kenne ich sie auch) sowie Buche, Pappel, Robinie, Roßkastanie, Ulme und Weide.
Sagen wir also mal so, bisher gibt es an Fraxinus offensichtlich keine dokumentierten Funde von O. l., Dein Fund wäre wohl der erste.
Deshalb meinte ich, dass ich glaube...
Mikroskopisch geht´s aber doch einfach und auch sicher --> koralloid verzweigte Hyphen in der Huthaut bei O. l. und schön geordnete, nur leicht verzweigte Huthauthyphen bei C. t.
Das Merkmal kann man oft auch sehen, O. l. nennt man auch Bepuderter Weinfass-Trichterling; während C. t. eine eher glatte und glänzende Hutoberfläche zeigt.
Peter