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Stängelbecherling-Anfrage *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6837 Tagen)

Hallo Pilzler!

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Wenn er weiß bei euch ankommt, bitte wieder hellocker vorstellen!

Gefunden an Weidenholz, sieht aus wie kleiner Hymenoscyphus cons criptus (Weiden-Stängelbecherling), mikroskopisch weicht folgendes ab:

Asci zu kurz, Porus IKI- (oder so schwach, dass ich es nicht sehe), Sporen kein bisschen scutoloid und leer.

Kennt jemand einen Frühjahrs-Hymenoscyphus ohne Sporen-Inhalt?

Persönliches Wochenend-Highlight:
Hyphodiscus theiodeus ("Kugelsporige Hyphodiscus")
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Besiedelt Rindenpilz, möglicherweise Peniophora nuda (Nackter Zystidenrindenpilz), auf Rose, leider war mikroskopisch vom Corticoiden nichts verwertbares mehr übrig.
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Das obere Apothezium habe ich auf die Seite gelegt, damit man die schwefelgelbe Basis sieht. Ein Merkmal, das mehrere Hyphodiscus-Arten haben.
Makroskopisch gleicht er Hyphodiscus "hemiamyloideus" ("Rot-blau-reagierende Hyphodiscus")----> ist der eigentlich inzwischen offiziell beschrieben??

VG Ingo W

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Re: Stängelbecherling-Anfrage

Zotto, (vor 6836 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Pilzler!

Wenn er weiß bei euch ankommt, bitte wieder hellocker vorstellen!
Gefunden an Weidenholz, sieht aus wie kleiner Hymenoscyphus cons criptus
(Weiden-Stängelbecherling), mikroskopisch weicht folgendes ab: Asci zu
kurz, Porus IKI- (oder so schwach, dass ich es nicht sehe), Sporen kein
bisschen scutoloid und leer .
Kennt jemand einen Frühjahrs-Hymenoscyphus ohne Sporen-Inhalt?
Persönliches Wochenend-Highlight: Hyphodiscus theiodeus ("Kugelsporige
Hyphodiscus")

Besiedelt Rindenpilz, möglicherweise Peniophora nuda (Nackter
Zystidenrindenpilz), auf Rose, leider war mikroskopisch vom Corticoiden
nichts verwertbares mehr übrig.

Das obere Apothezium habe ich auf die Seite gelegt, damit man die
schwefelgelbe Basis sieht. Ein Merkmal, das mehrere Hyphodiscus-Arten
haben.
Makroskopisch gleicht er Hyphodiscus "hemiamyloideus"
("Rot-blau-reagierende Hyphodiscus")----> ist der eigentlich
inzwischen offiziell beschrieben??
VG Ingo W

Hallo Ingo

warum eigentlich Stengelbecher? Damit assoziiere ich Kräuterstengel. Ohne Mikrobilder wage ich da nicht mal ne Familie zu nennen. Der Rand schaut feinwimperig aus. Waren die vitalen Paraphysen vollguttulat?

Der H. hemiamyloideus ist eine rechte Knacknuss, recht schwierig weil variabel. nein, der Artikel steht noch aus. Auch dieses schwefelgelbe Pigment ist mal vorhanden, mal nicht. Übrigens reagiert der kugelsporge auch rot-blau.

Gruß Zotto

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Re: Stängelbecherling-Anfrage

Ingo Wagner, (vor 6836 Tagen) @ Zotto

Hallo Ingo
warum eigentlich Stengelbecher? Damit assoziiere ich Kräuterstengel. Ohne
Mikrobilder wage ich da nicht mal ne Familie zu nennen. Der Rand schaut
feinwimperig aus. Waren die vitalen Paraphysen vollguttulat?
Der H. hemiamyloideus ist eine rechte Knacknuss, recht schwierig weil
variabel. nein, der Artikel steht noch aus. Auch dieses schwefelgelbe
Pigment ist mal vorhanden, mal nicht. Übrigens reagiert der kugelsporge
auch rot-blau.
Gruß Zotto

Hallo Zotto!

Joo, da kam schon so manches Mal Kritik im Forum, wenn kein deutscher Name dabei steht, jetzt versuche ich halt irgendwie einen dazu zu erfinden, wenn mir keiner bekannt ist (kommen wohl z.T. verbesserungsbedürftige Kreationen zu Stande). Stängelbecherling steht im B&K als Übersetzung (die meinten natürlich mit Stängel den Stiel des Becherlings), das habe ich dann so von dort übernommen.

Zur Hymenoscyphus: Ja, die Paraphysen waren gänzlich multiguttulat, und das so leuchtend, wie ich es von H. cons criptus kenne.

Wie stellt man eigentlich die Zugehörigkeit des Ascus-Apikalapparates fest (Hymenoscyphus- oder Calycina-Typ) fest, wenn der Porus nicht reagiert?

VG Ingo W

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Re: Stängelbecherling-Anfrage

Zotto, (vor 6833 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Zotto!
Joo, da kam schon so manches Mal Kritik im Forum, wenn kein deutscher Name
dabei steht, jetzt versuche ich halt irgendwie einen dazu zu erfinden,
wenn mir keiner bekannt ist (kommen wohl z.T. verbesserungsbedürftige
Kreationen zu Stande). Stängelbecherling steht im B&K als Übersetzung (die
meinten natürlich mit Stängel den Stiel des Becherlings), das habe ich
dann so von dort übernommen.
Zur Hymenoscyphus: Ja, die Paraphysen waren gänzlich multiguttulat, und das
so leuchtend, wie ich es von H. cons criptus kenne.
Wie stellt man eigentlich die Zugehörigkeit des Ascus-Apikalapparates fest
(Hymenoscyphus- oder Calycina-Typ) fest, wenn der Porus nicht reagiert?
VG Ingo W

Hallo Ingo
Das mit dem Apothezienstiel stimmt aber nicht: B&K nennen alle Arten von Hymenoscyphus und Cyathicula, die auf Kräuterstengeln oder auch Blattstielen wachsen, "Stengelbecherling" (bei H. immutabilis - der nebenbei gesagt gar keiner ist - heißt es sogar Blattstengelbecherling). H. fructigenus ist hingegen ein Fruchtschalen-Becherling, trotz besonders langem Apothezien-Stiel. Bei H. con#####us ist ihnen da mit der Namensgebung wohl ein Fehler unterlaufen. Weidenastbecherling wäre wohl besser.

Zu den Apikalringtypen: Haha, das ist gerade das Problem. Wenn eine Art inamyloid ist, dann hat sie diesen hochelastischen Apikalring evolutiv verloren, und damit auch ein wichiges Gattungs- oder Familienmerkmal. Keine Chance, da muss man anhand der verbliebenen mikroskopischen Merkmale die Gattungszugehörigkeit erschließen.

Zotto