Hallo liebe Ascofreunde,
Fund vom Wochenende, auf Pappel, Erle oder Eiche (evtl. anderer Laubbaum), am Ufer eines Sees,
gelb bis rötlichbraun, kissenförmig, irgendwie verlaufend, Durchmesser max. 1mm.
Hallo Maren,
Du zeist uns hier Bilder von mindestens 2 Pilzarten. Bei den gelben zerfließenden Gebilden handelt es sich wohl tatsächlich um einen Ascomyceten.
Mikromaße: Große braune Sporen 36x10,5 µm, septiert 7-fach
Die braunen "Sporen" sind in Wirklichkeit Konidien und keinesfalls Sporen des Ascomyceten.
Spore in KOH 3 %.
Am linken Ende sieht man deutlich die Abbruchstelle vom Konidiophor.
Ich vermutete erst, dass die Sporen nicht dazu gehören, aber die unreifen
noch hyalinen Sporen in den Asci hatten schon die gleiche Form und Septierung.
Deine erste Vermutung war richtig. Diese Konidien können auch unreif nie in einem Ascus zu finden sein. Die hyalinen Sporen waren vermutlich Sporen des Ascomyceten.
Asci 90x13 µm
Scheint wirklich ein Ascus zu sein.
Haare 152x5 µm, septiert, dickw. 1 µm
Die braunen "Haare" sind die Hyphen des Pilzes mit den Konidien.
Paraphysen, septiert, 2 µm breit, apical aufgeblasen bis 4 µm
Excipulum
Jod negativ, KOH 3 %, kräftig gelb (dauerhaft)
In welche Richtung sollte ich schauen?
Bei den Konidien und den braunen Hyphen handelt es sich um Pseudospiropes simplex, einen Fungus imperfectus.
Dies ist der dunkelbraune Belag des 1. Bildes.
Wenn der Ascomycet ebenfalls etwa 7-fach septierte Sporen hatte, so fällt mir nichts dazu ein.
Gruß
Schnuffel