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Invasion der Giftlorcheln *PIC*

Andreas78, (vor 6812 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

An einer meiner berüchtigsten Giftlorchelnstelle schaute ich heute vorbei und war doch sehr überrascht: Gezählte 34 !!! Giftlorcheln in allen Größen auf einer Länge von ca. 20 Metern!

Hier einige Impressionen des tödlich giftigen Pilzes:

[image] http://imageshack.us

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Gruß,
Andreas

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Re: Invasion der Giftlorcheln

42, (vor 6811 Tagen) @ Andreas78

Hier einige Impressionen des tödlich giftigen Pilzes:

... der früher mal Marktpilz war und (angeblich) auch heute noch von
einigen Unentwegten gesammelt und - nach 'besonderer Zubereitung' [man
spricht wohl von 'mehrmaligem Kochen mit Wechseln des Wassers' bzw. 'Trocknen']
- genußvoll verzehrt werden soll.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

P.S.: Bevor hier die empörten Aufschreie aufschlagen: dies ist KEINE
Empfehlung, die "tödlich" giftigen Frühja ... äh ... Giftlorcheln zu
konsumieren! Ich selber sammle/esse KEINE Giftlorcheln! Ich weiß, dass
im Zusammenhang mit Giftlorcheln schon etliche Todesfälle zu beklagen
waren (meinen üblichen Disclaimer bitte ich dazuzudenken).

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Re: Invasion der Giftlorcheln

Thomas Pruss, (vor 6811 Tagen) @ 42

... der früher mal Marktpilz war, und es z. B. in Finnland immer noch ist!!

Entweder haben die Finnen einen anderen Stoffwechsel als Mitteleuropäer, sprich: Sie können Pilzgifte in ihrem Gekröse neutralisieren, oder der Umgang mit der Frühjahrslorchel ist dort so selbstverständlich, dass die Entgiftung des Pilzes dort kein Thema zum Diskutieren ist.

Grüßlis
Thomas

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Re: Invasion der Giftlorcheln

Georg, (vor 6811 Tagen) @ Thomas Pruss

Hi Thomas,

Entweder haben die Finnen einen anderen Stoffwechsel als Mitteleuropäer,
sprich: Sie können Pilzgifte in ihrem Gekröse neutralisieren, oder der
Umgang mit der Frühjahrslorchel ist dort so selbstverständlich, dass die
Entgiftung des Pilzes dort kein Thema zum Diskutieren ist.

Das letztere wird wohl der Wahrheit am nächsten kommen. Der Pilz muss eben
vorbehandelt werden. Es isst ja bei uns auch keiner rohe Kartoffeln oder
Grüne Bohnen.

Georg

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Re: Invasion der Giftlorcheln

Thomas Pruss, (vor 6811 Tagen) @ Georg

Hi Thomas,
Das letztere wird wohl der Wahrheit am n�chsten kommen. Der Pilz muss eben
vorbehandelt werden. Es isst ja bei uns auch keiner rohe Kartoffeln oder
Gr�ne Bohnen.

Genau, Georg.
Grüßlis
Thomas

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Re: Invasion der Giftlorcheln

Gábor, (vor 6811 Tagen) @ Georg

Hi Thomas,
Das letztere wird wohl der Wahrheit am nächsten kommen. Der Pilz muss eben
vorbehandelt werden. Es isst ja bei uns auch keiner rohe Kartoffeln oder
Grüne Bohnen.
Georg

Hi Georg,

naja - zumindest kenne ich jemanden, der sich mit Vorliebe gleich vom Feldweg aus noch ganz junge Zuckererbsen roh einverleibt :-)

Und rohe Morcheln sollte man tunlichst nicht essen, obwohl diese im Gegensatz zur Frühjahrslorchel Speisepilze sind.

Vielleicht ist aber auch die Umschreibung "die tödlich giftige Giftlorchel" etwas unglücklich...

LG, Gábor

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Naja (zur Giftigkeit von Leguminosen)

Thomas Pruss, (vor 6811 Tagen) @ Gábor

Moin Gábor,
vielleicht wäre "potenziell tödlich giftig" angebrachter? Immerhin ist ’ne Ladung Hydrazin im Leib (Gyromitrin wird im Körper zu Hydrazin umgewandelt) zeimlich explosiv ;-)).
Und vielleicht ist von möglichen Giftopfern der Frühjahrslorchel nur deshalb so selten die Rede, weil die meisten einfach vorher in eine geostationäre Umlaufbahn verschwinden *gggg*

naja - zumindest kenne ich jemanden, der sich mit Vorliebe gleich vom Feldweg
aus noch ganz junge Zuckererbsen roh einverleibt :-)

Tu ich auch: Allerdings ist das auch kein Problem bei Zuckererbsen (Kefe), denn die sind genau dafür gezüchtet.
Und was die Giftigkeit von Bohnen angeht, zitiere ich wg. Schreibfaulheit aus der Wiki:
Phasin ist ein Lektingemisch, das in rohem Gemüse, insbesondere der Gartenbohne vorkommt. (…) Für den Menschen ist Phasin giftig, da es die roten Blutkörperchen miteinander verklebt. Der Verzehr führt ab einer bestimmten Dosis zu Erbrechen, Durchfall sowie zu Magen- und Darmbeschwerden. Im schlimmsten Fall kann der Verzehr tödlich sein, in manchen Fällen reichte schon eine Handvoll roher Gartenbohnen um den Tod zu verursachen. Bei besonders phasinreichen Arten wie z. B. roten Nierenbohnen reichen bereits 4 oder 5 rohe Samen, um beim Erwachsenen Symptome zu verursachen.
Vergiftungssymptome treten rasch ein, meist 1-3 Stunden nach Verzehr. Meist verschwinden sie ebenso rasch wieder - etwa 3-4 Stunden nach dem Einsetzen.
Phasin wird beim Kochen abgebaut, so dass phasinhaltiges Gemüse im gekochten Zustand konsumiert werden sollte. Durch den Keimvorgang wird Phasin ebenfalls teilweise abgebaut.

Grüßlis
Thomas