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Was ist das? Asco? Myxomycet? Alge? *PIC*

UweL, (vor 6800 Tagen)

Hallo Forum,
ich habe vorgestern (und in den Wochen davor) folgenden Fund auf Kiefernzapfen gemacht: Gelber Schleim (linker Teil des Bildes), der sich später zu becherlingsähnlichen Gebilden von etwa 1 Milimeter Durchmesser entwickelt (rechter Teil des Bildes). Auf den ersten Blick könnte man fast meinen, man hätte es bei den becherlingsartigen Gebilden mit Bisporella sulfurea zu tun (das war auch meine erste Idee trotz des merkwürdigen Substrats). Unter dem Mikroskop aber sieht man in unterschiedlich starker Ausprägung sowohl beim "gelben Schleim" als auch beim "Becherling" massenhaft kleine, runde, glatte, gelbgrüne "Sporen" von 1,5-2 ym Durchmesser, die an unverzweigten "Konidien" gebildet werden. (Ich denke, die Begriffe sind nicht richtig, aber ich versuche es so zu beschreiben.)
Ich würde damit gar nicht das Forum bestalten, wenn ich den "Schleim" und den "Becherling" in den letzten Wochen nicht an fast jedem 3 Kiefernzapfen gefunden hätte, und einfach gerne wissen würde, was das ist.
Hat vielleicht jemand eine Idee? Ich persönlich tendiere ja zu einer Alge (womit ich mich allerdings gar (!) nicht auskenne).

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links ist rechts und rechts ist links...

UweL, (vor 6800 Tagen) @ UweL

... oder wie es der Dichter Ernst Jandl mal formuliert hat:
"manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum"

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Re: Was ist das? Asco? Myxomycet? Alge?

Ingo Wagner, (vor 6800 Tagen) @ UweL

Hallo Forum,
ich habe vorgestern (und in den Wochen davor) folgenden Fund auf
Kiefernzapfen gemacht: Gelber Schleim (linker Teil des Bildes), der sich
später zu becherlingsähnlichen Gebilden von etwa 1 Milimeter Durchmesser
entwickelt (rechter Teil des Bildes). Auf den ersten Blick könnte man fast
meinen, man hätte es bei den becherlingsartigen Gebilden mit Bisporella
sulfurea zu tun (das war auch meine erste Idee trotz des merkwürdigen
Substrats). Unter dem Mikroskop aber sieht man in unterschiedlich starker
Ausprägung sowohl beim "gelben Schleim" als auch beim
"Becherling" massenhaft kleine, runde, glatte, gelbgrüne
"Sporen" von 1,5-2 ym Durchmesser, die an unverzweigten
"Konidien" gebildet werden. (Ich denke, die Begriffe sind nicht
richtig, aber ich versuche es so zu beschreiben.)
Ich würde damit gar nicht das Forum bestalten, wenn ich den
"Schleim" und den "Becherling" in den letzten Wochen
nicht an fast jedem 3 Kiefernzapfen gefunden hätte, und einfach gerne
wissen würde, was das ist.
Hat vielleicht jemand eine Idee? Ich persönlich tendiere ja zu einer Alge
(womit ich mich allerdings gar (!) nicht auskenne).

Hallo Uwe!

Den hätte ich demnächst auch eingestellt. Die "Becherlingsform" erinnert mich immer an eine Orbilia/Hyalorbilia. Er kann auch an Ästen von Kiefer wachsen, meist ist er aber an Pinus-Zapfen zu finden, an anderem Holz ist er mir noch nicht aufgefallen. Fällt mir hauptsächlich im Frühjahr auf.

Bin auch neugierig.

VG Ingo W

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eine Idee

UweL, (vor 6798 Tagen) @ UweL

Hallo Forum,
könnte das "Etwas", nach dem ich gefragt habe (und das Ingo auch interessiert), vielleicht etwas mit dem Konidienstadium von "Sarea resinae" zu tun haben?
Ich glaube zwar nicht, dass es die Art selbst ist, aber das Konidienstadium sieht im mikroskopischen Bereich doch dem sehr (!) ähnlich, was ich unter dem Mikroskop ausmachen konnte.
Hier gibt es Makro- und Mikrobilder des Konidienstadiums von "Sarea resinae": http://www.bioimages.org.uk/HTML/R150819.HTM
Vielleicht kennt sich jemand mit dieser Nadelbaumharz bewohnenden Art aus und hat weiterführende Ideen oder Literatur?
VG Uwe

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Re: eine Idee *PIC*

UweL, (vor 6795 Tagen) @ UweL

Hallo Forum,
da ich gestern (... wie das Leben so spielt ...) zufällig das Konidienstadium von Sarea resinae auf Kiefernharz zum ersten Mal gefunden habe, nehme ich meine "Idee" von letzter Woche wieder zurück und verbleibe in der Hoffnung, dass jemandem noch etwas zu dem merkwüdigen gelbgrünen, mal schleimigen, mal becherförmigen Kiefernzapfenbewohner einfällt, der offenbar nicht das Konidienstadium von Sarea resinae ist...
VG Uwe
P.S. Hier noch ein Foto des Kondidienstadiums - die Fruchtkörper sind ebenfalls winzig, nicht mal einen halben Milimeter groß; sie wuchsen in einer harzigen Baumwunde (ein Ast war abgebrochen) in etwa 2 Meter Höhe über dem Erdboden an Pinus strobus...

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