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Unbestimmte Holzbewohner *PIC*

Gernot, (vor 6796 Tagen)

Hallo,

hab' hier ein paar unbestimmte Pilze von gestern, alle auf (für mich) nicht näher bestimmbarem Laubholz. Mikrodaten kann ich leider noch keine machen, aber vielleicht habt ihr ja zu dem einen oder anderen makroskopisch eine Idee ;-).

1) Pyrenomycet:

[image]

Kleine, schwarze, würstchenförmige Gebilde. Ziemlich oberflächlich (kaum ins Subtrat eingesenkt), leider gar keine Idee.

2) Den konnte man am ersten Bild schon sehen:

[image]

Rand weiß, wattig, Hymenium gelblich, porig-netzig. Auch hier leider keine Idee.

3)

[image]

Gelbe, stumpfe bis spitze, ca. 1 mm hohe Stacheln (teilweise auch mehrere Spitzen pro Stachel), ca. 2 Stacheln pro mm, Rand weiß, wattig, den ganzen Stecken inklusive Substratresten (Blätter, Erde, etc.) überziehen.
Der hier wuchs am gleichen Ast direkt neben dem oberen Fruchtkörper. Ich vermute ein junges Exemplar:

[image]

4) Eine Hypoxylon:

[image]

Fruchtkörper bis 1cm lang. Vielleicht multiforme (Vielgestaltige Kohlenbeere) oder serpens (Gewundene Kohlenbeere)? Kann man das makroskopisch sagen?

5)

[image]

[image]

Ganzer Fruchtkörper 5cm lang, weich, Poren sehr fein (5-6 pro mm), teilweise auch etwas längsschlitzig.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Unbestimmte Holzbewohner

Ingo Wagner, (vor 6796 Tagen) @ Gernot

Hallo,
hab' hier ein paar unbestimmte Pilze von gestern, alle auf (für mich) nicht
näher bestimmbarem Laubholz. Mikrodaten kann ich leider noch keine machen,
aber vielleicht habt ihr ja zu dem einen oder anderen makroskopisch eine
Idee ;-).
1) Pyrenomycet:
Kleine, schwarze, würstchenförmige Gebilde. Ziemlich oberflächlich (kaum ins
Subtrat eingesenkt), leider gar keine Idee.
2) Den konnte man am ersten Bild schon sehen:
Rand weiß, wattig, Hymenium gelblich, porig-netzig. Auch hier leider keine
Idee.
3)

Gelbe, stumpfe bis spitze, ca. 1 mm hohe Stacheln (teilweise auch mehrere
Spitzen pro Stachel), ca. 2 Stacheln pro mm, Rand weiß, wattig, den ganzen
Stecken inklusive Substratresten (Blätter, Erde, etc.) überziehen.
Der hier wuchs am gleichen Ast direkt neben dem oberen Fruchtkörper. Ich
vermute ein junges Exemplar:
4) Eine Hypoxylon:
Fruchtkörper bis 1cm lang. Vielleicht multiforme (Vielgestaltige Kohlenbeere)
oder serpens (Gewundene Kohlenbeere)? Kann man das makroskopisch sagen?
5)


Ganzer Fruchtkörper 5cm lang, weich, Poren sehr fein (5-6 pro mm), teilweise
auch etwas längsschlitzig.
Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot!

Nur vage Richtungen:
Pilz 2 vielleicht Schizopora, Pilz 3 und 3,5 möglicherweise Grandinia (Zähnchenrindenpilz), z.B. barba-jovis und alutaria.
Da muss man aber, glaube ich, tief in der Materie drinstecken, um da makroskopisch was sagen zu können.

VG Ingo W

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Re: Unbestimmte Holzbewohner

Ingo Wagner, (vor 6796 Tagen) @ Gernot

Hallo,
hab' hier ein paar unbestimmte Pilze von gestern, alle auf (für mich) nicht
näher bestimmbarem Laubholz. Mikrodaten kann ich leider noch keine machen,
aber vielleicht habt ihr ja zu dem einen oder anderen makroskopisch eine
Idee ;-).
1) Pyrenomycet:
Kleine, schwarze, würstchenförmige Gebilde. Ziemlich oberflächlich (kaum ins
Subtrat eingesenkt), leider gar keine Idee.
2) Den konnte man am ersten Bild schon sehen:
Rand weiß, wattig, Hymenium gelblich, porig-netzig. Auch hier leider keine
Idee.
3)

Gelbe, stumpfe bis spitze, ca. 1 mm hohe Stacheln (teilweise auch mehrere
Spitzen pro Stachel), ca. 2 Stacheln pro mm, Rand weiß, wattig, den ganzen
Stecken inklusive Substratresten (Blätter, Erde, etc.) überziehen.
Der hier wuchs am gleichen Ast direkt neben dem oberen Fruchtkörper. Ich
vermute ein junges Exemplar:
4) Eine Hypoxylon:
Fruchtkörper bis 1cm lang. Vielleicht multiforme (Vielgestaltige Kohlenbeere)
oder serpens (Gewundene Kohlenbeere)? Kann man das makroskopisch sagen?
5)


Ganzer Fruchtkörper 5cm lang, weich, Poren sehr fein (5-6 pro mm), teilweise
auch etwas längsschlitzig.
Schöne Grüße
Gernot

Hallo nochmal!

Den zweiten Pyrenomycet würde ich zunächst auch mit Hypoxylon serpens (Gewundene Kohlenbeere) ansprechen.
Der feinporige Porling sieht interessant aus, dazu habe ich aber keine rechte Idee. Mikroskopisch ist bestimmt alles sehr winzig.

VG Ingo W

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Mikroskizzen *PIC*

Gernot, (vor 6795 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo nochmal!
Den zweiten Pyrenomycet würde ich zunächst auch mit Hypoxylon serpens
(Gewundene Kohlenbeere) ansprechen.
Der feinporige Porling sieht interessant aus, dazu habe ich aber keine rechte
Idee. Mikroskopisch ist bestimmt alles sehr winzig.
VG Ingo W

Hallo Ingo,

vielen Dank für deine Hilfe!

Ich hab' jetzt die Pilze mal mikroskopiert, leider konnte ich aber beim 1. und 2. Pilz keine Sporen ausmachen. Ich hänge einfach ein paar Skizzen von den Pilzen an, wo ich was finden konnte. Vielleicht helfen sie ja.

3) Die beiden Bilder zeigen übrigens den gleichen Pilz in jung und alt, wie die mikroskopischen Untersuchungen ergeben haben.

[image]

Sp=Sporen (glatt; hyalin; oval bis allantoid; mit 1 oder 2 großen, manchmal auch vielen kleinen Tropfen; 7,7-8,8 x 3-4,5 µm)

Ba=Basidien (zylindrisch bis leicht keulig; mit 4 relativ langen Sterigmen [bis 3,3 µm]; 7-7,5 x 4-4,5 µm [ohne Sterigmen])

Zy?=Zystiden? (dick- oder dünnwandig; utriform, lageniform bis zylindrisch; 5-7 x 3-4 µm). Hier sollte es sich um Zystiden handeln (ragten aus dem Hymenium), kann aber nicht einordnen, um welche genau.

?= Diese Elemente kann ich leider gar nicht einordnen. Sie waren sehr lang und dünn, an der Spitze teilweise mit Tropfen und kamen immer gesammelt vor.

4) Hier handelt es sich, wie von dir schon vermutet, um Hypoxylon serpens (Gewundene Kohlenbeere). Größe der Sporen und fehlende Keimspalte kennzeichnen diese Art.

[image]

Sp=Sporen (oval; manchmal einseitig abgeflacht; glatt, hell- bis dunkelbraun; mit 1-2 Tropfen; dünn-, manchmal auch dickwandig; ohne Keimspalte; 11-14 x 5,2-6 µm)

As=Asci (achtsporig; Sporen uniseriat)

Pa=Paraphysen (lang; dünn; keine bis 2 Septierungen; Spitze leicht verdickt)

5) Leider gab's gar keine reifen Sporen zu finden, dafür aber interessante Basidien:

[image]

Sp=Sporen (sehr klein; rund; hyalin; Ornamentierung nicht zu erkennen [vielleicht weil sie noch unreif sind])

Ba=Basidien (zylindrisch-keulig; 8,8-11 x 3-4 µm)

Die Basidien saßen ziemlich ungewöhnlich direkt auf den Hyphen(?) auf, so wie es die Skizze von Trechispora mollusca in PdS zeigt. Vielleicht grenzt das die möglichen Arten etwas ein.

Ich hoffe, dass dir (oder auch ein paar anderen Usern) die Mikromerkmale etwas helfen. Versuche nochmals, ob etwas aus den anderen Pilzen zu holen ist, werde dann natürlich berichten.

Schöne Grüße
Gernot

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Grandinia/Hyphodontia

Ingo Wagner, (vor 6795 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot!

Schau mal, ob du mit dem Schlüssel bei dem Zähnchenpilz weiter kommst:
http://www.uni-tuebingen.de/uni/bbm/mycology/hydokey.htm

Ich hab´s mal theoretisch durchgespielt und bin so in der Nähe von Hyphodontia quercina/ pruni gelandet. Allerdings habe ich aus der Not geboren ein paar noch nicht bewiesene Mikrodaten als gegeben annehmen müssen.

Im Schlüssel steht, dass man beim Mikroskopieren der Akulei (dorthin gehörig sind wahrscheinlich auch die von dir gezeichneten Hyphenbüschel) ziemlich vorsichtig vorgehen muss.
Viel Erfahrung habe ich mit den Gezähnten auch noch nicht.

Falls sich die Trechispora mollusca (Schneeweißer Stachelsporling) bewahrheitet (und irgendwie glaube ich da dran), würde es mich freuen, wenn du mir das dann mitteilen könntest.

Viel Erfolg

Ingo W

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Re: Grandinia/Hyphodontia

Gernot, (vor 6794 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

vielen Dank für deine Mühe mit den Schlüsseln. Werde sie mir in Ruhe mal zu Gemüte führen und eventuelle fehlende Mikromerkmale gezielt suchen. Vielleicht kommt man ja doch noch zu einem Ergebnis.

: Falls sich die Trechispora mollusca (Schneeweißer Stachelsporling)
[quote]bewahrheitet (und irgendwie glaube ich da dran), würde es mich freuen,
wenn du mir das dann mitteilen könntest.
[/quote]

Werde ich auf jeden Fall machen. Setze mich gleich vor's Mikro, vielleicht finden sich ja doch noch irgendwo ein paar Sporen.

Schöne Grüße und nochmals danke für deine Hilfe
Gernot

Ps.: Der erste Pyrenomycet dürfte jetzt auch schon bestimmt sein. Es waren nach längerer Suche ein paar allantoide, kleine (4,5-5,5 x 2 µm) Sporen zu sehen, demnach sollte es sich um Eutypella scoparia handeln.