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Morchel - Umfrage / Knoff-Hoff Sammlung

Hironymus, (vor 6785 Tagen)

Hallo Ihr Mycophilen,

alle Jahre wieder zur gleichen Zeit bringt ja unter uns das berüchtigte Morchelfieber aus. Viele suchen oft vergeblich nach Ihnen und so richtig gelöst scheinen einige Geheimnisse um die Gesellen ja auch nicht... bzw. gibt es ganz unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen.

Ich wollte deshalb nochmal den ultimativen Morchel-thread aufmachen und hoffe, dass sich hier viel Wissen und Tips ansammeln.

Stichworte
- Standorte
- Boden-PH
- Begleitpflanzen
- Witterungsbedingungen
- Rezepte
- Begeleitbäume
- Kalk ja/nein
- welche Gegenden

Erkenntnisse:
- ich komme aus dem Dresdner Raum und habe hier noch NIE eine Morchel gefunden, warum ?

- auf Muschelkalk an der Unstrut habe ich Speisem und Spitzm. ganz fix gefunden, also doch Kalk ein Merkmal?
- Spitzm. fand ich auch auf Trockenmagerrasen, also besonders reich, lehmig oder humos war der Boden dort nicht
- warum gibt es in den Nadelwäldern Nordamerikas eigentlich solche Massen an M.?
- was hat es mit Ingos mysteriöser Morchelstelle im Kiefernwald auf sich - hat jmd. ähnliche Erfahrungen ?

Freu mich auf viele Beiträge und Fotos, Wiederholungen sind hoffentlich kein Problem für den Webmaster...

Beste Grüße, Frank

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Re: Herausforderung

Ingo, (vor 6785 Tagen) @ Hironymus

alle Jahre wieder zur gleichen Zeit bringt ja unter uns das berüchtigte
Morchelfieber aus. Viele suchen oft vergeblich nach Ihnen und so richtig

Hallo Frank, du kanst es wohl nicht lassen....;-)
Da dir meine Beiträge ja geläufig sind, fasse ich nochmal kurz zusammen.

- Standorte

meist im grasigen Gelände; gerne auch an aufgebrochenen Stellen

- Boden-PH

habe ich noch nicht gemessen

- Begleitpflanzen

wenn Begleitpflanzen, dann besagte Lupinen

- Witterungsbedingungen

so wie jetzt ist es am besten; nicht zu warm und viel Niederschlag

- Rezepte

in etwas Butter knusprig schmoren, etwas Salz (Pfeffer, Knoblauch)und fertig

- Begeleitbäume

Tja, M. elata gibt's hier NUR bei Kiefern / M.esculenta einmal bei Traubenkirsche

- Kalk ja/nein

möglicherweise. Wenn, dass scheinen schon geringste Mengen förderlich

- welche Gegenden

somwhere in Brandenburg

- was hat es mit Ingos mysteriöser Morchelstelle im Kiefernwald auf sich -
hat jmd. ähnliche Erfahrungen ?

Keine Ahnung, was daran so mysteriös sein soll. So viele umfangreiche
Morchelstellen sind hier auch noch nicht publik gemacht worden. Vielleicht
sind ja Elfi's Morchelstellen in Wirklichkeit mysteriös.

Beste Grüße, Frank

ditto Ingo

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Re: Herausforderung

Andreas ⌂, (vor 6785 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

Keine Ahnung, was daran so mysteriös sein soll. So viele umfangreiche
Morchelstellen sind hier auch noch nicht publik gemacht worden. Vielleicht
sind ja Elfi's Morchelstellen in Wirklichkeit mysteriös.

Meiner Erfahrung nach sind's schon eher Deine Stellen die mysteriös sind.

Spitzmorcheln (ich unterscheide nicht zwischen conica und elata) kommen im Regelfall bei Nadelbäumen vor. Im gesamten Schwarzwaldostrand und soweit meine Kenntnisse in den Alpen reichen sind das stets Fichten-Weißtannenwälder, sicherlich auch gelegentlich reine Fichtenwälder. In Kiefernwäldern habe ich sie in diesen Gegenden nie gefunden. Der Rindenschrot auf dem die Spitzmorcheln ja oft zu finden sind, stammt dagegen sehr oft von Kiefernrinde.
Ich kenne sie nur von basenreichen Standorten, wobei nicht immer Kalk drin sein muss. Im Schönbuch gibt es Standorte auf Keuperlehm, die sind etwa neutral und kalkfrei.
Selbst die Rindenmulchstandorte kenne ich nur über Kalkboden, in Stuttgart über dem dortigen Stubensandstein habe ich nie auch nur eine einzige Morchel im Rindenmulch gehabt. Hier in jena und auch bei Stuttgart sobald es ins Gäu auf den muschlkalk geht dagegen jede Menge.

Vom Boden her gilt dasselbe für Speisemorcheln meiner Erfahrung nach. Nur dass diese eher in auwaldartigen Biotopen vorkommen, an flach auslaufenden Bachufern, die auch mal kurz überspült sein dürfen. Besonders unter Eschen, gerne in Begleitung von Scharbockskraut, Lerchensporn, Bärlauch, Aronstab und ähnlichen Zeigern für basenreichen und tiefgründigen Boden. Hier in jena auch auf flachgründigem Kalk, aber dann nur dort wo entsprechend Laub wenigsten etwas Humus bildet. Sie sollen auch unter Obstbäumen (Birne, Pflaume) vorkommen, habe ich persönlich noch nicht so gefunden.

Eine weitere Speisemorchelart, die Steppenmorchel, kommt in Magerrasen vor, ohne Baumbegleitung. Ich kenne diese Art aus der Jenaer Umgebung und etwas östlich von Gotha. Aus Ba.-Wü. kenne ich sie nicht, vielleicht hat sie eine kontinentale Verbreitung.

Dieses Jahr sind Morchelbecherlinge (hier in Jena) häufig - das sind perfekte Anzeiger für Morchelbiotope. Ebenso ist dieses Jahr der Anemonenbecherling sehr häufig. Ich rechne daher mit einem guten morcheljahr - mal sehen!

beste Grüße,
Andreas

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Re: Steppenmorchel? *PIC*

42, (vor 6785 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Eine weitere Speisemorchelart, die Steppenmorchel, kommt in Magerrasen vor,
ohne Baumbegleitung. Ich kenne diese Art aus der Jenaer Umgebung und etwas
östlich von Gotha. Aus Ba.-Wü. kenne ich sie nicht, vielleicht hat sie
eine kontinentale Verbreitung.

Einen Hexenring aus Morcheln fand ich vor zwei Jahren mit Rudi auf einer
(armen) trockenen Sandwiese bei Volkach/Main, auf der Obstbäume standen - sonst
nichts (siehe Bild anbei). Damals habe ich die Morcheln als simple
Speisemorcheln abgetan, aber inzwischen kommen mir Zweifel. Könnten das die
besagten Steppenmorcheln (Morchella steppicola) sein (sofern sich das anhand
eines Bildes sagen läßt)?

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

[image]

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Riesenmorchel 23.4.05 unter Apfelbaum.LG Hans *PIC*

Hans hurter, (vor 6785 Tagen) @ 42

[image]

Hallo Andreas,
Einen Hexenring aus Morcheln fand ich vor zwei Jahren mit Rudi auf einer
(armen) trockenen Sandwiese bei Volkach/Main, auf der Obstbäume standen -
sonst
nichts (siehe Bild anbei). Damals habe ich die Morcheln als simple
Speisemorcheln abgetan, aber inzwischen kommen mir Zweifel. Könnten das die
besagten Steppenmorcheln (Morchella steppicola) sein (sofern sich das anhand
eines Bildes sagen läßt)?
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Steppenmorchel?

Jochen Girwert, (vor 6785 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

mein Vorschlag: Schau in meine Homepage www.naturfuehrer-erfurt.de, wo ich auch einen Typ sehr kleinwüchsiger Morcheln aus einem Steppenrasen eingestellt habe. Ich denke, die wird gemeint sein. Übrigens habe ich auch schon Morcheln Deines Typs ohne Gehölze neben dem Schotterbett der Eisenbahn gefunden. All das gibt es offenbar ausnahmsweise.

Alles Gute, Jochen.

Hallo Andreas,
Einen Hexenring aus Morcheln fand ich vor zwei Jahren mit Rudi auf einer
(armen) trockenen Sandwiese bei Volkach/Main, auf der Obstbäume standen -
sonst
nichts (siehe Bild anbei). Damals habe ich die Morcheln als simple
Speisemorcheln abgetan, aber inzwischen kommen mir Zweifel. Könnten das die
besagten Steppenmorcheln (Morchella steppicola) sein (sofern sich das anhand
eines Bildes sagen läßt)?
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Nochmal Steppenmorchel-Bild *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 6784 Tagen) @ Jochen Girwert

Hier mal ein Bild von 2007 - es war die einzige voriges Jahr

[image]

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Re: Steppenmorchel?

Andreas ⌂, (vor 6785 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

durchaus möglich, aber ich kann Dir ehrlich gesagt gar nicht mehr sagen, wodurch sich die esculenta von der steppicola (abgesehen vom Biotop) noch unterscheiden. Molekular sind es jedenfalls klar zwei getrennte Arten.
Ich glaube in der Arbeitsgruppe von Prof. Buscot wurde da geforscht und auch einer seiner Studenten hatte mal was entsprechendes ins Internet gestellt. Vielleicht hilft googeln?

beste Grüße,
Andreas

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Re: Steppenmorchel- 3 Bilder *PIC*

Rudi, (vor 6785 Tagen) @ Andreas

Hallo Thomas , Andreas und co,

Vor zwei Jahren war ich mal in Budapest. Da gabs in der Markthalle Berge vom Böhmischen Verpeln und div. Morcheln.
Diese da wurden als Steppenmorcheln verkauft:

[image]

[image]

[image]

Jedenfalls schauen sie nicht wie unsere Minimörchlein aus...
GRudi

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Re: Steppenmorchel- 3 Bilder

Andreas ⌂, (vor 6785 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,

das sind sicher Spitzmorcheln. Die Steppenmorchel gehört aber unzweifelhaft zu den Rundmorcheln. Ich nehme an, es ist halt ein zufällig identischer Verkaufsname dort, der nichts mit Morchella steppicola zu tun hat.

beste Grüße,
Andreas

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Vielleicht warens die? 2 Bilder *PIC*

Rudi, (vor 6785 Tagen) @ Andreas

[image]

[image]

amend hab ich sie verwechselt?

GRudi

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obwohl *PIC*

Rudi, (vor 6785 Tagen) @ Rudi

[image]

GR

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Re: obwohl

Gábor, (vor 6785 Tagen) @ Rudi

Also liebe Leute,

hier von jemandem, der zufällig die Landessprache beherrscht:

"Pusztai Kucsmagomba" heisst dann wohl wörtlich übersetzt soviel wie "Morchel der Puszta" oder auch "Steppenmorchel".

Doch wie wir ja nun alle wissen, ist Papier sehr geduldig.
Fast so geduldig, wie das Internet :-)

LG, Gábor

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Re: obwohl

Andreas ⌂, (vor 6785 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,

wieso "obwohl"? Das ausgestellte Stück passt doch prima zu den morcheln auf dem Markt (das zweite Bild von Dir natürlich). Wie eine Speisemorchel, aber gedrungener. Oft rostig getönt, aber das können normale Auwald-Speisemorcheln ja auch ...

beste Grüße,
Andreas

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Re: Steppenmorchel? Ergänzung

Andreas ⌂, (vor 6784 Tagen) @ Andreas

Hallo Thomas,
durchaus möglich, aber ich kann Dir ehrlich gesagt gar nicht mehr sagen,
wodurch sich die esculenta von der steppicola (abgesehen vom Biotop) noch
unterscheiden. Molekular sind es jedenfalls klar zwei getrennte Arten.
Ich glaube in der Arbeitsgruppe von Prof. Buscot wurde da geforscht und auch
einer seiner Studenten hatte mal was entsprechendes ins Internet gestellt.
Vielleicht hilft googeln?
beste Grüße,
Andreas

Hallo Thomas,

wenn ich mir die Bilder jetzt alle nochmal anschaue, dann fällt auf, dass die Thüringer (sicheren) steppicolas und die steppicolas aus Budapest von Rudi eines gemeinsam haben: Den wie verschrumpelt wirkenden Kopfteil, der keine schönen Waben macht wie bei den echten Speise-Morcheln und der auch immer ziemlich dicke Querwände zeigt, was bei den Speise-Morcheln auch nicht derart der Fall ist. ich würde daher Dein Foto erst mal doch der esculenta zuordnen, das Biotop "Obstwiese" passt ja auch gut dazu.

beste Grüße,
Andreas

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Re: OK - esculenta ... danke! *oT*

42, (vor 6784 Tagen) @ Andreas

- kein Text -

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Re: Steppenmorchel?

Hironymus, (vor 6785 Tagen) @ 42

Hallo Andreas,
Einen Hexenring aus Morcheln fand ich vor zwei Jahren mit Rudi auf einer
(armen) trockenen Sandwiese bei Volkach/Main, auf der Obstbäume standen -
sonst
nichts (siehe Bild anbei). Damals habe ich die Morcheln als simple
Speisemorcheln abgetan, aber inzwischen kommen mir Zweifel. Könnten das die
besagten Steppenmorcheln (Morchella steppicola) sein (sofern sich das anhand
eines Bildes sagen läßt)?
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

Hallo allerseits,

freut mich ja, dass hier was in Schwung kommt ;-)

Ist das mit den Steppenmorcheln ein Witz ? Ich habe nämlich auch einige (mit Sicherheit Spitzmorcheln) mitten auf einer mageren Rasenfläche ohne direkte Begleitbäume gefunden... allerdings wohl auf Kalk.

Jetzt mal raus mit der Sprache, wer hat noch mitten im Kieferwald schon mal Morcheln gefunden ???

Grüßli, F.

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Re: Steppenmorchel?

Andreas ⌂, (vor 6785 Tagen) @ Hironymus

Hallo,

Ist das mit den Steppenmorcheln ein Witz ?

Nein.

Ich habe nämlich auch einige (mit

Sicherheit Spitzmorcheln) mitten auf einer mageren Rasenfläche ohne
direkte Begleitbäume gefunden... allerdings wohl auf Kalk.

Hmm, Spitzmorcheln im mageren rasen ohne Bäume? Und auch ohne Rindenmulch, Rindenreste oder ähnliches? Sehr ungewöhnlich, da würden mich natürlich Bilder interessieren :-)

beste Grüße,
Andreas

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Re: Steppenmorchel?

Ingo, (vor 6782 Tagen) @ Hironymus

Jetzt mal raus mit der Sprache, wer hat noch mitten im Kieferwald schon mal
Morcheln gefunden ???

Hallo Frank, also ich kenne wenigstens zwei weitere Leute hier
aus dem Forum, die eine solche Begegnung schon hatten. Vielleicht
melden sie sich ja noch. ;-)

*ggg* Ingo

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Re: Herausforderung

Georg, (vor 6785 Tagen) @ Andreas

Hi Andreas,

Eine weitere Speisemorchelart, die Steppenmorchel, kommt in Magerrasen vor,
ohne Baumbegleitung. Ich kenne diese Art aus der Jenaer Umgebung und etwas
östlich von Gotha. Aus Ba.-Wü. kenne ich sie nicht, vielleicht hat sie
eine kontinentale Verbreitung.

Ich habe die "Steppenmorchel" bisher einmal in Ba-Wü gefunden und zwar auf der Ersinger
Springenhalde zwischen Pforzheim und Karlsruhe. Es handelt sich um
einen Magerrasen über Kalk, der wegen Orchideenvorkommens unter Naturschutz
steht.
Bild habe ich leider keines, da der FK schon angefressen und auch zu alt war,
aber eindeutig noch als speisemorchelverwandt erkennbar. Er stand im Gras und
ein Baumpartner war nicht vorhanden.

Georg

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Re: Herausforderung

Andreas ⌂, (vor 6785 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

danke für die Info.
Verwundert mich weniger als wenn sich tatsächlich eine rein kontinentale Verbreitung herausgestellt hätte.

beste Grüße,
Andreas

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Knoblauch???

Christoph G, (vor 6785 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
Salz Pfeffer gerne. Aber warum Knoblauch? Dann schmeckt die Morchel ja gar nicht mehr so fein und lecker nach Morchel... :-((

LG Christoph

Hallo Frank, du kanst es wohl nicht lassen....;-)
Da dir meine Beiträge ja geläufig sind, fasse ich nochmal kurz zusammen.
meist im grasigen Gelände; gerne auch an aufgebrochenen Stellen
habe ich noch nicht gemessen
wenn Begleitpflanzen, dann besagte Lupinen
so wie jetzt ist es am besten; nicht zu warm und viel Niederschlag
in etwas Butter knusprig schmoren, etwas Salz (Pfeffer, Knoblauch)und fertig
Tja, M. elata gibt's hier NUR bei Kiefern / M.esculenta einmal bei
Traubenkirsche
möglicherweise. Wenn, dass scheinen schon geringste Mengen förderlich
somwhere in Brandenburg
Keine Ahnung, was daran so mysteriös sein soll. So viele umfangreiche
Morchelstellen sind hier auch noch nicht publik gemacht worden. Vielleicht
sind ja Elfi's Morchelstellen in Wirklichkeit mysteriös.
ditto Ingo

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Re: Knoblauch???

zuehli ⌂, (vor 6785 Tagen) @ Christoph G

Salz Pfeffer gerne. Aber warum Knoblauch? Dann schmeckt die Morchel ja gar
nicht mehr so fein und lecker nach Morchel... :-((

Man könnte sie aber auch mit Maipilzen abschmecken... (schnellwegduck)

Harald

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Re: ... und viel Dill! *oT*

42, (vor 6785 Tagen) @ zuehli

- kein Text -

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Re: Knoblauch???

Christoph G, (vor 6785 Tagen) @ zuehli

Hallo Harald,
also bei Maipilzen würd ich sofort ordentlich Knoblauch nehmen, und ich glaub auch Nebelkappen würd ich nur so runterkriegen. Aber klar, ist alles Geschmacksache ;-))
lG Christoph

Man könnte sie aber auch mit Maipilzen abschmecken... (schnellwegduck)
Harald

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Re: Knoblauch???

Matthias, (vor 6785 Tagen) @ zuehli

Hallo Harald,
eine gute Idee und dann spart man auch Dill um Geschmack an das Gemörch zu bekommen ;o))
viele Grüsse
Matthias

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Re: Knoblauch???

Ingo, (vor 6785 Tagen) @ Christoph G

Hallo Ingo,
Salz Pfeffer gerne. Aber warum Knoblauch? Dann schmeckt die Morchel ja gar
nicht mehr so fein und lecker nach Morchel... :-((

Hallo Christoph,

genau aus diesem Grund habe ich dieses "Kleingewürz" in Klammern eingesperrt.
Aber machnchmal muß es halt doch sein. Dann schmeckt die Morchel eben nach
feiner Morchel mit feinem Knoblauch.

*ggg* Ingo

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Re: Knoblauch???

Waldschrat, (vor 6785 Tagen) @ Ingo

Dann schmeckt die Morchel eben nach feiner Morchel mit feinem Knoblauch.:

Welch feingeistiger Genuß!

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Re: Knoblauch???

zuehli ⌂, (vor 6785 Tagen) @ Waldschrat

Welch feingeistiger Genuß!

Wie´s halt so ist, mir wäre ein Knoblauchgeschmack eh lieber als Morchelgeschmack - gesünder isses allemal.
Es lebe das Herzhafte...

Gruß Harald

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Re: Knoblauch???

Waldschrat, (vor 6785 Tagen) @ zuehli

Es lebe das Herzhafte...

...und das, was sättigt! :-)

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Re: Knoblauch???

Christoph G, (vor 6785 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
also ich mag Knoblauch sehr gern vor allem gekocht/gedünstet; roh nur sehr gering dossiert. Aber wenn ich mal das Glück hab frische Morcheln zu finden, dann will ich diesen wirklich feinen Geschmack durch wenig beeinträchtigt haben. Morcheln sind für mich die BESTEN Speisepilze überhaupt, da kommt nix annähernd dran. allerdings hab ich noch nie "echte" Trüffel gegessen, mach ich aber bald mal.
LG Christoph

Hallo Christoph,
genau aus diesem Grund habe ich dieses "Kleingewürz" in Klammern
eingesperrt.
Aber machnchmal muß es halt doch sein. Dann schmeckt die Morchel eben nach
feiner Morchel mit feinem Knoblauch.
*ggg* Ingo

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Re: Knoblauch???

Ingo, (vor 6785 Tagen) @ Christoph G

gering dossiert. Aber wenn ich mal das Glück hab frische Morcheln zu
finden, dann will ich diesen wirklich feinen Geschmack durch wenig
beeinträchtigt haben. Morcheln sind für mich die BESTEN Speisepilze
überhaupt, da kommt nix annähernd dran. allerdings hab ich noch nie

Hallo Christoph,

so ist das halt. Wie war das noch: Wenn die Maus satt ist, schmeckt das Mehl bitter.
Wenn ich mal eine Handvoll Morcheln alle Jahre fände, würde es mir auch so gehen.
Wenn ich dir nun aber erzähle, daß ich am Ostermontag unter Anderem 200g Trockenmorcheln
ausgekocht habe, um neue Pilz-Flüssigwürze zu gewinnen...
Andere Länder, andere Sitten halt. Im Jahre 2006 hatte ich insgesamt 15 kg Morcheln zu bewältigen.
Denke mal nicht, daß der Trockenvorrat nun erschöpft ist. Übrigens läßt sich ein
extrem schmackhaftes Mischgericht herstellen, indem man Hallimasch und Morcheln 1:1 mischt.
Leider gibt es nicht jedes Jahr genügend Hallimasch.

Ich hoffe, diese Meldung war nicht allzu frustrierend.

Grüsslis Ingo

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Nö...

zuehli ⌂, (vor 6784 Tagen) @ Ingo

... denn Hallimasch ist ja mal was leckeres...

(jetzt aber raus hier...)
GH

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Re: Knoblauch???

Christoph G, (vor 6784 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
Nee gar nicht frustrierend, hab hier schon jede Menge (Speise)Morcheln gefunden :-))Sind alles andere als selten in den geeigneten Biotopen bei uns. Ich geh einfach nicht oft genug waehrend der Morchelzeit in den Wald, dass es 15 KG waeren... ;-))

LG Christoph

Hallo Christoph,
so ist das halt. Wie war das noch: Wenn die Maus satt ist, schmeckt das Mehl
bitter.
Wenn ich mal eine Handvoll Morcheln alle Jahre fände, würde es mir auch so
gehen.
Wenn ich dir nun aber erzähle, daß ich am Ostermontag unter Anderem 200g
Trockenmorcheln
ausgekocht habe, um neue Pilz-Flüssigwürze zu gewinnen...
Andere Länder, andere Sitten halt. Im Jahre 2006 hatte ich insgesamt 15 kg
Morcheln zu bewältigen.
Denke mal nicht, daß der Trockenvorrat nun erschöpft ist. Übrigens läßt sich
ein
extrem schmackhaftes Mischgericht herstellen, indem man Hallimasch und
Morcheln 1:1 mischt.
Leider gibt es nicht jedes Jahr genügend Hallimasch.
Ich hoffe, diese Meldung war nicht allzu frustrierend.
Grüsslis Ingo

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Knoblauch???Hallo Ingo,warum frustrierend?wenn....

Hans hurter, (vor 6784 Tagen) @ Christoph G

Du Freude daran hast kg weise Morcheln zu verarbeiten und mit Knoblauch ect.anzurichten kannst Du auch Ketchup oder Woerchestersauche beigeben jeder nach seinem Gusto!Ich finde es einfach interressant
so die verschiedenen Lebens oder Essensphilosophie kennen zu lernen!Meine Beurteilung behalte ich für mich!!Grüesslis vom" keineswegs" neidischen Hans

Hallo Ingo,
Nee gar nicht frustrierend, hab hier schon jede Menge (Speise)Morcheln
gefunden :-))Sind alles andere als selten in den geeigneten Biotopen bei
uns. Ich geh einfach nicht oft genug waehrend der Morchelzeit in den Wald,
dass es 15 KG waeren... ;-))
LG Christoph

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Erfahrungen eines Morchellaien

Rhoenpit, (vor 6785 Tagen) @ Hironymus

Hallo,
da ich selber bislang erst drei Fundstellen in meiner Region (Fulda +25km) in freier Wildbahn ausgemacht habe und ständig auf der Suche nach neuen bin, bin ich dankbar für jeden Tip Eurerseits. Daher will ich Euch auch meine, wenn auch spärliche Erfahrung nicht vorenthalten.

Erster Fund von grauen Speisemorcheln auf Baslt unter Fichten, in der Nähe eine Esche und ein Kalkschotterweg. (100m entfernt Fingerhutverpeln in Ahorn-Bucheschonung zwischen Buschwindröschen)

Am zweiten Plätzchen wachsen neben einigen Speisemorcheln zahllose Käppchenmorcheln sowie beide Verpelarten und sogar einzelne Morchelbecherlinge.
Der Boden dort ist kalkhaltig (Tuff) und an der Oberfläche leicht lehmig.
Es gibt dort viele Eschen, Erlen und auch Weißdornhecken und die Morchel erschienen zumeist mit der Blüte der "Echten Schlüsselblume", die dort zahlreich vorkommt.

Den dritten Platz habe ich Karfreitag entdeckt - ein ehemaliger Fichtenhochwald, der jetzt sauber aufgestapelt am Wegesrand liegt (dank Kyrill).
Der Untergrund besteht aus Bundsandstein und die Spitzmorcheln wachsen dort am Rand des Kalkschotterweges, zumeist in der Nähe von aufgebrochenen Stellen.

An keiner der Stellen wachsen übrigens Lupinen oder Pestwurz.

Vielleicht hilft es jemandem weiter. Ich jedenfalls freue mich über jeden Tip, der mich zu neuen Fundstellen führt.

LG Peter

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Re: Erfahrungen eines Morchellaien

Ingo, (vor 6785 Tagen) @ Rhoenpit

An keiner der Stellen wachsen übrigens Lupinen oder Pestwurz.

Hallo Peter,

die Lupinen scheint es nur an meinen Kiefernwaldstellen zu geben.
Pestwurz scheint ein Morchelzeiger in Fichten-Weißtannengebiete zu sein.
Das gilt aber nur für M.elata/conica. Ich würde das mal auf:
"bessere Böden in Nadelwäldern" zusammenfassen.

*g* Ingo

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Hallo Ingo,ich habe meine Fundstellen auf Lupinen

Hans hurter, (vor 6784 Tagen) @ Ingo

und Pestwurz abgesucht und bin nur am Rhein neben einer riesenigen Esche fündig geworden da hat es Lupinen und wilder Schnittlauch.Auch im Kiefernwald nix aber bis jetzt auch noch keine Morcheln.So wie es gestern in München beim Fussballmatch sollte es einmal bei uns regnen!Grüesslis Hans

Hallo Peter,
die Lupinen scheint es nur an meinen Kiefernwaldstellen zu geben.
Pestwurz scheint ein Morchelzeiger in Fichten-Weißtannengebiete zu sein.
Das gilt aber nur für M.elata/conica. Ich würde das mal auf: "bessere
Böden in Nadelwäldern" zusammenfassen.
*g* Ingo