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Re: Mikrofrage

Tomate, (vor 6786 Tagen) 143 Beiträge @ Der Juergen

Hallo,

mir geht´s wie Jürgen, hab´s ein paarmal probiert und dann sein gelassen: Zum einen ist mir keine Verbesserung aufgefallen. Zum andern passt das Kondensorimmergieren auch nicht so ganz zu meinem dynamischen Mikroskopierstil ;-))) Ich meine: Man muss dann doch sehr darauf achten, wie man den Tisch bewegt, ansonsten zieht man das Öl mit dem Objektträger auf und unter den Tisch. Ist ´ne ziemliche Sauerei. Wer trotzdem noch Lust verspürt, es auszuprobieren, vergewissere sich vorher aber unbedingt, dass sein Kondensor fürs Immergieren auch geeignet ist. Für einen Trockenkondensor ist das nämlich Gift, und es könnte die letzte Ölung für ihn gewesen sein.
--Wer die Auflösung schnell, einfach und ohne schmuddelige Ölspiele verbessern will, fährt nach meiner Meinung mit schiefer Beleuchtung besser. Wer einen Phasenkontrastkondensor sein eigen nennt, sollte unbedingt auch einmal Hellfeldobjektive mit Phasendkontrastblenden kombinieren. Auch damit lässt sich die Auflösung steigern. Eine allgemeingültige Regel kann ich hier nicht nennen. Man muss es einfach ausprobieren. Auch die Höhe des Kondensors spielt hier eine Rolle und muss durch Versuch und Irrtum ermittelt werden. Auch die Dunkelfeldblende eines solchen Kondensors (die ja im Prinzip nichts anderes ist als eine übergroße Phasenkontrastblende) sollte man in die Versuche einbeziehen. Bei sehr feinen Ornamten z. B. kombiniere ich das 100x-Objektiv mit der Dunkelfeldblende. Ein Dunkelfeld entsteht dann zwar natürlich nicht mehr, aber die Auflösung wird drastisch gesteigert. Ich habe z. B. die Ornamente von Russulasporen noch nie so fein und beeindruckend aufgelöst gesehen wie mit dieser Methode. Dafür gibt es auch einen Fachbegriff, der mir aber im Moment nicht einfallen will. - Probiert´s einfach mal aus, es lohnt sich.

Alles Gute

Tomate

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