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Auswärtsspiel in Brandenburg *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 6779 Tagen)

Hallo Forum,
der Ingo hat ja schon einiges über unseren Besuch geschrieben.
Erstaunlich ist wirklich, das die Lorcheln und Morcheln direkt nebeneinander stehen. Gemeinsam mit meinen Erfahrungen ist nur das alte hohe gelbe Gras in dem sich die Spitzmorcheln sehr wohl fühlen. Ansonsten Kiefern, Birken junge Zitterpappeln und vereinzelt mal eine Eiche auf purem Sand.
In diesem Biotop wäre ich niemals auf die Suche gegangen.

Hier noch mein kleiner Bildanteil:

Ingo, vielen Dank an dich für das zeigen deiner Gefilde:
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Hier der ominöse Cortinarius under Kiefer und Birke:

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Schwarzweiße Becherlorchel

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Den Rest kennt ihr ja:

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LG Felix

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Re: Kannibalen im Kiefernwald

Ingo, (vor 6779 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,

mir am Sonnabend gar nicht aufgefallen, dass die Tintlinge die
Morchel anknabbern. Kannibalismus unter Saprobionten?! ;-)

*ggg* Ingo

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ominöser Cortinarius

Andreas ⌂, (vor 6779 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo,

ihr werdet beim mikroskopieren sicherlich feststellen, dass es ein Hebeloma ist! Eines mit Velum und mit flaschenförmigen Zystiden. Und vermutlich recht großen Sporen, so etwa 10-13 µm. So was in Richtung H. collariatum also. Bei dem erwähnten Biotop käme auch H. aprile in Betracht, das mit "Pioniervegetation auf Sandboden" und "vor allem im Frühjahr" wohl gut hinkäme. Aber nicht alle erkennen diese Art an und ich kenne sie deutlich freudiger, so wie Cortinarius hinnuleus gefärbt.

beste Grüße,
Andreas

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Re: ominöser Cortinarius *PIC*

phragmobasidie, (vor 6779 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

ihr werdet beim mikroskopieren sicherlich feststellen, dass es ein Hebeloma
ist! Eines mit Velum und mit flaschenförmigen Zystiden. Und vermutlich
recht großen Sporen, so etwa 10-13 µm. So was in Richtung H. collariatum
also. Bei dem erwähnten Biotop käme auch H. aprile in Betracht, das mit
"Pioniervegetation auf Sandboden" und "vor allem im
Frühjahr" wohl gut hinkäme. Aber nicht alle erkennen diese Art an und
ich kenne sie deutlich freudiger, so wie Cortinarius hinnuleus gefärbt.

Velum war ja vorhanden, Sp.Größe 8,5-11,4 x 5,4-7,2, av. 10 x 6,3
Passt also schon mal recht gut. Zystiden hab ich noch nicht geguckt.
[image]
allerdings in 3%KOH gemessen, ähem

schöne Grüße
Robin

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Re: ominöser Cortinarius

Andreas ⌂, (vor 6779 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Andreas,
Velum war ja vorhanden, Sp.Größe 8,5-11,4 x 5,4-7,2, av. 10 x 6,3
Passt also schon mal recht gut. Zystiden hab ich noch nicht geguckt.

allerdings in 3%KOH gemessen, ähem
schöne Grüße
Robin

Hallo Robin,

bei Hebeloma bitte auch ein Sporenpräparat mit Melzers machen, um die Dextrinoidität zu checken.
Die Sporengröße ist ein bißchen klein für collariatum, die liegen mehr im bereich von mesophaeum.

beste Grüße,
Andreas

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Hebeloma mesophaeum

phragmobasidie, (vor 6778 Tagen) @ Andreas

...die Sp. sind indextrinoid;
neuerliche Messung, diesmal in Wasser, ergab durchschnittlich 9,9 x 6,1;
Cheilo-Z. schlank flaschenförmig;
im Vesterholt-Schlüssel wird dann letztlich nach der durchschnittlichen Sp-Länge gefragt,

10,5 collariatum, <10,5 mesophaeum,

also, wie Du wiederum richtig bemerktest, passt das besser zu Letzterem.
Laut Vesterholt lande ich also insbesondere dank Velum, nicht-dextrinoiden Sp. und Sp.Größe bei mesophaeum.

besten Dank
Grüße, Robin

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Re: Hebeloma mesophaeum

Andreas ⌂, (vor 6778 Tagen) @ phragmobasidie

...die Sp. sind indextrinoid;
neuerliche Messung, diesmal in Wasser, ergab durchschnittlich 9,9 x 6,1;
Cheilo-Z. schlank flaschenförmig;
im Vesterholt-Schlüssel wird dann letztlich nach der durchschnittlichen
Sp-Länge gefragt,

10,5 collariatum,

Hallo Robin,

auch die Sporenform ist typisch für mesophaeum: mit breitem Sporenende, nicht zugespitzt oder fast mandelförmig wie bei den großsporigen Arten.
Bie indextrinoiden Sporen <10 µm kann eigentlich nur mesophaeum in Betracht kommen. Die braun werdenden Stiele unterstützen das zusätzlich.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Hebeloma mesophaeum

Ingo, (vor 6778 Tagen) @ Andreas

Hallo Robin,
auch die Sporen form ist typisch für mesophaeum: mit breitem Sporenende,
nicht zugespitzt oder fast mandelförmig wie bei den großsporigen Arten.
Bie indextrinoiden Sporen

Hallo und vielen Dank nochmal Robin, Felix und Andreas.
Wenn ich das richtig sehe, darf ich nun also offiziell Hebeloma mesophaeum
in meiner diesjährigen Fundliste vermelden. Oder spricht noch etwas dagegen?

Grüsslis Ingo

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Nein, es spricht nix mehr dagegen!! *oT*

Thüringer-Holz, (vor 6778 Tagen) @ Ingo

- kein Text -

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Re: Nein, es spricht nix mehr dagegen!!

Waldschrat, (vor 6778 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,
hmm, hmm, oder doch?:
Fruktifikationszeit (April statt ab September), Habitus ((kompakt statt schlank (Stielstatur, Höhe/Breite, Fleischdicke)), Lamellenansatz (gerade statt ausgebuchtet). Für die Cheiloform führt die Literatur führt an: bauchig, fädig, keulig, zylindrisch. Also, auch nicht gerade eine Bank. Die Sporenoberfläche zeigt das Foto nicht eindeutig. Für mesóphaeum sollte sie punktiert bis feinwarzig sein, also nicht glatt. Bei mir würden solche ´Ungereimtheiten` jedenfalls zumindest Stirnrunzel bewirken.
Gruß - Waldschrat

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Re: Nein, es spricht nix mehr dagegen!!

Thüringer-Holz, (vor 6778 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

im Vesterholt-Schlüssel landet mann schnell in der Sektion mit Velum. Hier gibt es 4 Arten, von denen eine nur im alpinen Raum vorkommt, eine nur unter Salix. Dann entscheidet die Sporengröße wie Robin berschrieben hat. Vorkommen laut Vesterholt ab Mai. Mikromerkmale passen auch. Wir sehen da keine Alternative!
Gerne höre ich mir weitere Vorschläge an.

LG Felix

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Re: Nein, es spricht nix mehr dagegen!!

Andreas ⌂, (vor 6778 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Waldschrat,
im Vesterholt-Schlüssel landet mann schnell in der Sektion mit Velum. Hier
gibt es 4 Arten, von denen eine nur im alpinen Raum vorkommt, eine nur
unter Salix. Dann entscheidet die Sporengröße wie Robin berschrieben hat.
Vorkommen laut Vesterholt ab Mai. Mikromerkmale passen auch. Wir sehen da
keine Alternative!
Gerne höre ich mir weitere Vorschläge an.
LG Felix

Hallo Felix,

nach VESTERHOLT gibt es sicher keine Alternative, aber es gibt auch andere Artauffassungen. Zudem behandelt VESTERHOLT nur die Arten Skandinaviens, die ganze mediterrane-submediterrane Pilzflora ist überhaupt nicht berücksichtigt.

Dennoch bin ich der Meinung, dass hier nichts anderes in Frage kommt.

beste Grüße,
Andreas

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Aber, aber...Mesophǽum, nicht mesóphaeum! *oT*

Schnuffel, (vor 6777 Tagen) @ Waldschrat

- kein Text -

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Schande über mich. Wo ist der Aschekübel? *oT*

Waldschrat, (vor 6777 Tagen) @ Schnuffel

- kein Text -