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Re: eher capitatus?

Christoph Hahn, (vor 9367 Tagen) @ Lothar

Hallo Harry,
also da ist D. capitatus wahrlich nicht die einzige unterkartierte Art im
Atlas. Und D. stillatus ist ja auch häufig, besonders an Nadelholz, aber
durchaus auch an Laubholz. Nach meiner Erfahrung ist D. capitatus
besonders häufig an noch anheftenden Ästen im Luftraum stehender Bäume und
Sträucher zu finden, allerdings auch auf dem Boden. Und D. stillatus auch
ab und zu oben.
Was der vorgestellte Fund ist, weiß ich natürlich auch nicht sicher. Er sieht
aber makroskopisch viel eher wie D. capitatus aus.
gruß von
lothar

Hallo Lothar, hallo Harry und alle anderen,

ich würde auch am allerehesten auf Dacrymeces capitatus tippen. Irgendwie gefallenn mir Gallertpilze und ich habe schon einige Dacrymyces-Belege durchmikroskopiert. Man kann D. capitatus schon makroskopisch gut von D. stillatus unterscheiden, aber vom Foto her ist es natürlich schwieriger. D. capitatus ist an einem Punkt zusammengezogen auf dem Substrat aufsitzend und quasi gestielt. Daher sieht die Art auf den ersten Blick manchmal wie Bisporella citrina aus. D. stillatus ist breit angewachsen und habituell "batziger" (auf bayrisch). Ein Blick ins Mikroskop genügt, um die Bestimmung zu prüfen. Der Pilz ist "Pilze-der-Schweiz-bestimmbar", die Sporen haben hauchdünne Wände und Septen (drei an der Zahl).
D. capitatus ist sicherlich in ganz Deutschland flächendeckend auf Laubhölzern vorhanden.
Das Bild zeigt eigentlich recht typische, junge Fruchtkörper von D. capitatus.

Grüße, Christoph Hahn

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