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Kastanien-Verschnitt *PIC*

Jochen Girwert, (vor 6759 Tagen)

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Hallo miteinander,

derartige Schnittmaßnahmen finde ich in letzter Zeit immer häufiger. Zufällig oder hat es System? - wieder neben einem Bahnhof. Weil ich ,nun ääh ...forschen Baumschnitt neben Bahnstrecken besonders häufig sehe, vermute ich , dass die Bahn AG so eine Art Großauftrag herausgegeben hat.

Es würde mich sehr beruhigen, wenn mir jemand einen vernünftigen Grund für Baumschnitt in diesem Stil geben könnte. In der Regel mag es um Verkehrssicherungspflicht gehen, aber die Baumreihe kam mir eigentlich ganz gesund vor.

Alles Gute, Jochen.

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Re: Kastanien-Verschnitt

Michi, (vor 6759 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen!

Die Bäume sind so geschnitten, dass der Eindruck einer grünen Wand entstehen wird. Ich kenne diese Form aus dem Schlosspark Schönbrunn (Wien), wo die Pflanzen in dieser Form eigentlich immer gut gewachsen sind. Insgesamt wachsen sie aber auch ohne Rückschnitt eher in die Höhe als in die Breite.
http://www.archimedia.ch/_archicad/download/bitmaps/bitmaps.html

Leider haben wir in den letzten Jahren massive Befall der Miniermotte, deshalb sind die (weiß blühenden) Rosskastanienbäume bei uns meist sehr mitgenommen.

Radikal zurückgeschnitten werden bei uns die Kastanien auch in Gastgärten. Dort gibt es sie häufig, weil früher, vor der Erfindung des Kühlschranks, Fässer von Bier im Wurzelbereich der Kastanien eingegraben wurden, um sie kühl zu halten. Kastanien gehören nämlich zu den Pflanzen, die im Wurzelbereich die sommerliche Umgebungstemperatur senken können.

Solange du also nicht im Frühsommer bereits braune Blätter durch die Miniermotte siehst, wird es den Bäumen gut gehen.

LG
Michi

Hallo miteinander,
derartige Schnittmaßnahmen finde ich in letzter Zeit immer häufiger. Zufällig
oder hat es System? - wieder neben einem Bahnhof. Weil ich ,nun ääh
...forschen Baumschnitt neben Bahnstrecken besonders häufig sehe, vermute
ich , dass die Bahn AG so eine Art Großauftrag herausgegeben hat.
Es würde mich sehr beruhigen, wenn mir jemand einen vernünftigen Grund für
Baumschnitt in diesem Stil geben könnte. In der Regel mag es um
Verkehrssicherungspflicht gehen, aber die Baumreihe kam mir eigentlich
ganz gesund vor.
Alles Gute, Jochen.

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Re: Kastanien-Verschnitt

Jochen Girwert, (vor 6759 Tagen) @ Michi

Hallo Michi,

ich freue mich, dass Du auch auf ein Nicht-Pilze-Thema eingegangen bist. Erst habe ich Dich so verstanden als würdest Du diesen Rückschnitt aus ästethischen Gründen (grüne Wand) oder zur Bekämpfung der Miniermotte für richtig halten. Das ist wohl nicht so!? Weiden, Pappeln und Linden lassen sich ja viel gefallen und bilden anscheinend die Vorbilder für andere Arten.

Alles Gute, Jochen.

Hallo Jochen!
Die Bäume sind so geschnitten, dass der Eindruck einer grünen Wand entstehen
wird. Ich kenne diese Form aus dem Schlosspark Schönbrunn (Wien), wo die
Pflanzen in dieser Form eigentlich immer gut gewachsen sind. Insgesamt
wachsen sie aber auch ohne Rückschnitt eher in die Höhe als in die Breite.
http://www.archimedia.ch/_archicad/download/bitmaps/bitmaps.html
Leider haben wir in den letzten Jahren massive Befall der Miniermotte,
deshalb sind die (weiß blühenden) Rosskastanienbäume bei uns meist sehr
mitgenommen.
Radikal zurückgeschnitten werden bei uns die Kastanien auch in Gastgärten.
Dort gibt es sie häufig, weil früher, vor der Erfindung des Kühlschranks,
Fässer von Bier im Wurzelbereich der Kastanien eingegraben wurden, um sie
kühl zu halten. Kastanien gehören nämlich zu den Pflanzen, die im
Wurzelbereich die sommerliche Umgebungstemperatur senken können.
Solange du also nicht im Frühsommer bereits braune Blätter durch die
Miniermotte siehst, wird es den Bäumen gut gehen.
LG
Michi

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Re: Kastanien-Verschnitt

Michi, (vor 6758 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen!

Der Schnitt und damit die Beeinflussung der Wuchsforum hat optische Gründe, hilft aber sicher auch Sturmschäden zu vermeiden. Wie das in Deinem Fall begründet wird, weiss ich nicht. Deshalb kann ich Dir Deine ursprüngliche Frage eigentlich nicht beantworten. Fragwürdig sind laut dem Artikel Rückschnitte die eine Wunde von mehr als 10cm hinterlassen. Das ist, soweit man das auf den Photos sehen kann, doch einige Male der Fall, aber ansonsten wird der Rückschnitt sicher zu einem dichten Wuchs führen, was ja an sich schön ist.

Die Miniermotte kann, soweit ich mich an einen Bericht erinnern kann, nur durch Pumpen von Luft in das Erdreich zurückgedrängt werden, die zu einer Auflockerung des Wurzelbereichs und damit zu einer Stärkung der Widerstandskraft führt. Abschneiden von dicken Ästen ist sicher mit Stress für die Pflanze verbunden und deshalb kein geeignetes Mittel für die Mottenbekämpfung.

LG Michi

Hallo Michi,
ich freue mich, dass Du auch auf ein Nicht-Pilze-Thema eingegangen bist. Erst
habe ich Dich so verstanden als würdest Du diesen Rückschnitt aus
ästethischen Gründen (grüne Wand) oder zur Bekämpfung der Miniermotte für
richtig halten. Das ist wohl nicht so!? Weiden, Pappeln und Linden lassen
sich ja viel gefallen und bilden anscheinend die Vorbilder für andere
Arten.
Alles Gute, Jochen.

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Re: Miniermotte

Jochen Girwert, (vor 6758 Tagen) @ Michi

Hallo Michi,

hier in Erfurt versucht man, das Laub weitestgehend zu entfernen, denn darin überwintert die Motte. Außerdem werden Pheromonfallen aufgestellt. Damit reduziert man den Befallsdruck. Weiterer Aufwand wird meines Wissens nicht betrieben.

Alles Gute, Jochen.

Hallo Jochen!
Der Schnitt und damit die Beeinflussung der Wuchsforum hat optische Gründe,
hilft aber sicher auch Sturmschäden zu vermeiden. Wie das in Deinem Fall
begründet wird, weiss ich nicht. Deshalb kann ich Dir Deine ursprüngliche
Frage eigentlich nicht beantworten. Fragwürdig sind laut dem Artikel
Rückschnitte die eine Wunde von mehr als 10cm hinterlassen. Das ist,
soweit man das auf den Photos sehen kann, doch einige Male der Fall, aber
ansonsten wird der Rückschnitt sicher zu einem dichten Wuchs führen, was
ja an sich schön ist.
Die Miniermotte kann, soweit ich mich an einen Bericht erinnern kann, nur
durch Pumpen von Luft in das Erdreich zurückgedrängt werden, die zu einer
Auflockerung des Wurzelbereichs und damit zu einer Stärkung der
Widerstandskraft führt. Abschneiden von dicken Ästen ist sicher mit Stress
für die Pflanze verbunden und deshalb kein geeignetes Mittel für die
Mottenbekämpfung.
LG Michi

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Re: Miniermotte

Christoph G, (vor 6758 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen und Michi,
ja das mehrmalige Einsammeln und Verbrennen des Laubes ist momentan wohl die einzige Moeglichkeit, denn Befall mit der Motte einigermassen einzudaemmen.
Der Eingriff an den Kastanien auf deinem Bild sieht aus baumpflegerischer Sicht schon recht brutal aus. Das ist eine Kronenkappung, die eigentlich nur auf Grund von Verkehrsicherungspflichten u.U auch Lichtraumprofil an Strassen gemacht werden sollte. Die grossen Astwunden fuehren natuerlich zu einer erhoehten Gefahr von Pilzbfall. Wenn dann in der Folge z.B. der Brandkrustenpilz auftritt muss sofort gefaellt werden.
Auch bei Pappeln sieht man so eine starke Kappung oefters. Die fuehrt nach wenigen Jahren zu stark erhoehter Bruchgefahr durch die meterlangen Neuaustriebe. Wenn man das also gerade bei Pappeln heutzutage sieht, deutet das auf Verantwortliche hin, die ihr Handwerk nicht besonders gut verstehen.
Eine Kronenkappung ist eigentlich nur das letzte Mittel bei oben genannten Problemen und KEINE adequate Form der modernen Stadtbaumpflege.

LG Christoph

Hallo Michi,

hier in Erfurt versucht man, das Laub weitestgehend zu entfernen, denn darin
überwintert die Motte. Außerdem werden Pheromonfallen aufgestellt. Damit
reduziert man den Befallsdruck. Weiterer Aufwand wird meines Wissens nicht
betrieben.
Alles Gute, Jochen.