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3 unbekannte Ascos *PIC*

Gernot, (vor 6749 Tagen)

Hallo Ascofreunde und natürlich alle anderen,

letzten Sonntag fand ich 3 Ascos, die ich teilweise noch kaum einordnen kann oder aber noch nicht ganz sicher bin, was die Bestimmung angeht. Hier sind sie also:

1)
Zuerst ein Hymenoscyphus (Stängelbecherling):

[image]

[image]

Standort: auf ziemlich feucht liegende Holzstücken in Bachbett.
Fruchtkörper: unterteilt in Hut und Stiel, Hut ca. 1-1,5 mm Durchmesser, Fruchtkörper bei älteren Exemplaren gänzlich gelb, bei jungen Pilzen ist der Stiel weiß und der Hut gelb.
Sporen: glatt, hyalin, mit mehreren Tropfen an jedem Pol, 11-13 (14) x (3)-4 µm

[image]

Asci: biseriat, 8-sporig, J+
Paraphysen: schlank, zylindrisch, hyalin, mit vielen lichtbrechenden Tropfen

[image]

2)
Noch ein Hymenoscyphus:

[image]

Standort: feucht liegendes Ästchen.
Fruchtkörper: ca. 1 mm Durchmesser, weißlich, Basis etwas geschwärzt und Stielartig verjüngt.
Sporen: glatt, hyalin, mit jeweils einem großen und mehreren kleinen Tropfen an den Polen, 12 x 4-5 µm

[image]

Asci: biseriat, achtsporig
Paraphysen: schlank, zylindrisch, mit vielen lichtbrechenden Vakuolen gefüllt

[image]

3)
Diesmal ein Lachnum:

[image]

Standort: auf Laubholz, auch auf Buchenfrüchten
Fruchtkörper: in Hut und Stiel gegliedert, behaart, weiss, Fruchtschicht etwas dunkler, bis zu 5 mm hoch und 1,5 mm Durchmesser.
Sporen: glatt, hyalin, mit vielen kleinen Tröpfchen an den Polen 10 x 3 µm
Asci: biseriat, 8-sporig, J+

[image]

Paraphysen lanzettlich, teilweise septiert, mit wenigen großen oder vielen kleinen Tropfen, die Asci überragend

[image]

Haare: (vom Apothezienrand) teilweise sepiert, dünnwandig, hyalin, inkrustiert, meist kopfig verdickt, 70-120 x 4 µm

[image]

Hier könnte es auf Lachnum virgineum herauslaufen, allerdings gibt's da auf Zottos CD noch eine subvirginum, die aufgrund der kopfig verdickten Haare noch besser passen würde. Würde mich freuen, wenn ihr beim einen oder anderen helfen könntet!

Schöne Grüße
Gernot

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Re: 3 unbekannte Ascos

Ingo Wagner, (vor 6749 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot!

Nr. 1, der Gelbe, dürfte Hymenoscyphus peruni sein, ist ein enger Verwandter von repandus, wächst aber an Holz, hat Häken und ist IKI-positiv.

Nr.2, der Weiße, könnte Hymenoscyphus kathiae sein, steht wiederum imberbis nah, hat aber mehr Öl in den Sporen (so wie bei deinem).

Nr.3: Sind die Haare tatsächlich so lang wie angegeben? Sieht auf dem Foto gar nicht so aus.

VG Ingo W

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Re: 3 unbekannte Ascos

Gernot, (vor 6748 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

danke schon mal für deine Bemühungen!

Nr. 1, der Gelbe, dürfte Hymenoscyphus peruni sein, ist ein enger Verwandter
von repandus, wächst aber an Holz, hat Häken und ist IKI-positiv.

Ich denke, dass es sich wirklich um diese Art handeln dürfte, da das auch der Tipp von Andreas Gminder war ;).

Nr.2, der Weiße, könnte Hymenoscyphus kathiae sein, steht wiederum imberbis
nah, hat aber mehr Öl in den Sporen (so wie bei deinem).

Das ist schon mal eine gute Richtung, werde ich versuchen weiter zu überprüfen.

Nr.3: Sind die Haare tatsächlich so lang wie angegeben? Sieht auf dem Foto
gar nicht so aus.

Die Haare auf dem Foto sind in der Tat nicht so lange wie angegeben. Das liegt daran, dass die abgebildeten Haare von der Aussenseite des Apotheziums stammen, während die Messungen nur Haare vom Apothezienrand betroffen hat, welche dünner und länger waren. Falls die Länge der Haare von der Aussenseite oder vom Stiel auch noch wichtig sind, kann ich dies nachholen.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: 3 unbekannte Ascos

Ingo Wagner, (vor 6748 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot!

Die Haare auf dem Foto sind in der Tat nicht so lange wie angegeben. Das
liegt daran, dass die abgebildeten Haare von der Aussenseite des
Apotheziums stammen, während die Messungen nur Haare vom Apothezienrand
betroffen hat

Passt eben nicht zu meiner Idee, deshalb die Nachfrage. Ich hatte Lachnum brevipilosum im Auge (Substrat, Haarform, Erscheinung, Sporengröße, dünne Paraphysen), dazu sind die Randhaare aber zu lang.

Verstehe mich nicht falsch, manchmal, wenn man die Haare nicht isoliert und in dem Gemenge misst, liegen sie manchmal aufeinander und man hält zwei aufeinanderliegende für ein Haar und kommt dadurch zu größeren Werten, deshalb meine Nachfrage.

Erschwerend kommt außerdem hinzu, dass die Lachnum-Apothezien nicht ganz reif sind. Da zum Beispiel zu messen, wie weit die Paraphysen die Asci überragen (was z. T. relativ konstant ist und gewichtig sein kann) hat beinahe keinen Sinn. Möglicherweise haben in zwei Tagen die Asci die Paraphysen im Bezug auf die Länge eingeholt, was ich bei deinem Fund stark vermute.

Auch der Inhalt der Paraphysen weiß noch nicht so recht, wie er sich verhalten soll: manche fast leer oder mit einem deutlichen Tropfen, andere multiguttulat.

Nicht, dass ich irgendeine andere Lösung im Auge hätte, interessant fände ich aber trotzdem noch:
1. Du schreibst "Scheibe dunkler als weiß..."---> Welche Farbe? Grau oder Ocker oder Gelblich oder ganz andere Farbe?
2. Ist außerdem irgendeine Verfärbung festzustellen, vielleicht im Alter oder bei Verletzung?
3. Wie sicher ist der Lachnum-Becherling auf Buchenfrüchten die gleiche Art?
4. Meinst du mit Buchenfrüchten die Bucheckern?
5. Waren die Becherlinge in der Humus/Laubschicht zu finden oder wuchsen sie offener?

Lachnum subvirgineum würde ich übrigens ausschließen: Sporen zu breit, Haare zu wenig kopfig, Inhalt der Paraphysen zu deutlich.

Wichtig: Ist immer nur meine Meinung nach meinem geringen Wissensstand, Irrtümer sind deshalb nie ausgeschlossen und allgegenwärtig, da selbst in nicht endender Lernphase.

VG Ingo W

P.S.: Etwas schade finde ich ja, dass Andreas dir scheinbar privat geantwortet hat. Hätte mich auch interessiert, was er für Gedanken zu deinen Becherchen hat.

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Re: 3 unbekannte Ascos

Gernot, (vor 6748 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

danke erstmal deine kritische Nachfragen und deinen lehrreichen Beitrag.

Passt eben nicht zu meiner Idee, deshalb die Nachfrage. Ich hatte Lachnum
brevipilosum im Auge (Substrat, Haarform, Erscheinung, Sporengröße, dünne
Paraphysen), dazu sind die Randhaare aber zu lang.
Verstehe mich nicht falsch, manchmal, wenn man die Haare nicht isoliert und
in dem Gemenge misst, liegen sie manchmal aufeinander und man hält zwei
aufeinanderliegende für ein Haar und kommt dadurch zu größeren Werten,
deshalb meine Nachfrage.

Das macht mich nachdenklich...werde den Fund nochmal unter die Lupe nehmen.

Erschwerend kommt außerdem hinzu, dass die Lachnum-Apothezien nicht ganz reif
sind. Da zum Beispiel zu messen, wie weit die Paraphysen die Asci
überragen (was z. T. relativ konstant ist und gewichtig sein kann) hat
beinahe keinen Sinn. Möglicherweise haben in zwei Tagen die Asci die
Paraphysen im Bezug auf die Länge eingeholt, was ich bei deinem Fund stark
vermute.
Auch der Inhalt der Paraphysen weiß noch nicht so recht, wie er sich
verhalten soll: manche fast leer oder mit einem deutlichen Tropfen, andere
multiguttulat.

Ich habe die Fruchtkörper seit ein paar Tagen feucht gehalten und sie haben sich auch gänzlich geöffnet, erst dann hab' ich alles gemessen/fotografiert. Ich dachte mir, dass das Öffnen gleichzeitig auch bedeutet, dass die Fruchtkörper mehr oder weniger reif sind.

1. Du schreibst "Scheibe dunkler als
weiß..."---> Welche Farbe? Grau oder Ocker oder Gelblich oder ganz
andere Farbe?

Nur ganz wenig dunkler, mit einem Ockerton.

2. Ist außerdem irgendeine Verfärbung festzustellen, vielleicht im Alter oder
bei Verletzung?

Nein.

3. Wie sicher ist der Lachnum-Becherling auf Buchenfrüchten die gleiche Art?

Sie gleichen sich makro- und mikroskopisch, ich gehe also davon aus.

4. Meinst du mit Buchenfrüchten die Bucheckern?

Ja.

5. Waren die Becherlinge in der Humus/Laubschicht zu finden oder wuchsen sie
offener?

Eher offener. Einmal an einem extrem morschen, dicken Laubholzast an einem dünnen, wegstehenden Ästchen und einmal direkt daneben auf ziemlich frei liegender Bucheckern.

Lachnum subvirgineum würde ich übrigens ausschließen: Sporen zu breit, Haare
zu wenig kopfig, Inhalt der Paraphysen zu deutlich.

Ok, wieder was gelernt.

Wichtig: Ist immer nur meine Meinung nach meinem geringen Wissensstand,
Irrtümer sind deshalb nie ausgeschlossen und allgegenwärtig, da selbst in
nicht endender Lernphase.

Kein Problem, lehrreich ist es allemal ;).

P.S.: Etwas schade finde ich ja, dass Andreas dir scheinbar privat
geantwortet hat. Hätte mich auch interessiert, was er für Gedanken zu
deinen Becherchen hat.

Ich hab' mit ihm im Chat von www.pilzfotopage.de darüber gesprochen. Aber vielleicht meldet er sich ja nochmal.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: 3 unbekannte Ascos

Andreas ⌂, (vor 6748 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

P.S.: Etwas schade finde ich ja, dass Andreas dir scheinbar privat
geantwortet hat. Hätte mich auch interessiert, was er für Gedanken zu
deinen Becherchen hat.

das war schon längst vor dem Posting von Gernot im Chat, dass er mich nach den Dingern gefragt hat.

beste Grüße,
Andreas

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Re: 3 unbekannte Ascos

Ingo Wagner, (vor 6748 Tagen) @ Andreas

Hallo Ingo,
das war schon längst vor dem Posting von Gernot im Chat, dass er mich nach
den Dingern gefragt hat.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas!

Tja, wie komme ich da wieder raus?
Ich trage mir selbstständig einen Minuspunkt wegen unüberlegter Äußerungen in meinen Pilzkalender und streue kübelweise Asche auf mein Haupt.
Sorry!

VG Ingo W

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Re: 3 unbekannte Ascos

Andreas ⌂, (vor 6748 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Andreas!
Tja, wie komme ich da wieder raus?
Ich trage mir selbstständig einen Minuspunkt wegen unüberlegter Äußerungen in
meinen Pilzkalender und streue kübelweise Asche auf mein Haupt.
Sorry!
VG Ingo W

Hallo Ingo,

wir sprechen uns im Juni in Hütten ;-)
Bring lieber ein Bier mit statt unnnötig Asche in der Gegend zu verteilen :-)

Ich meinte im Chat zu den Pilzen (nachdem ich die Mikrodaten teilweise kannte):
1. Hymenoscyphus peruni
2. Hymenoscyphus imberbis agg.
3. Lachnum virgineum, nachdem ich die Länge der Haare gsagt bekam. Vorher war meine Idee Lachnum brevipilosum .....

Wo steht denn was über diesen Hymenoscyphus imberbis Abkömmling denn Du da erwähnst? Ich hab nämlich auch noch nen H. imberbis, der keiner ist ...

beste Grüße,
Andreas

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Re: 3 unbekannte Ascos

Ingo Wagner, (vor 6748 Tagen) @ Andreas

Hallo Ingo,
wir sprechen uns im Juni in Hütten ;-)
Bring lieber ein Bier mit statt unnnötig Asche in der Gegend zu verteilen :-)
Ich meinte im Chat zu den Pilzen (nachdem ich die Mikrodaten teilweise
kannte): 1. Hymenoscyphus peruni
2. Hymenoscyphus imberbis agg.
3. Lachnum virgineum, nachdem ich die Länge der Haare gsagt bekam. Vorher war
meine Idee Lachnum brevipilosum .....
Wo steht denn was über diesen Hymenoscyphus imberbis Abkömmling denn Du da
erwähnst? Ich hab nämlich auch noch nen H. imberbis, der keiner ist ...
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas!

Baral-DVD Hymenoscyphus-Schlüssel Nr. 106/1 mit Mikrobild unter Hymenoscyphus/Cudoniella/Pezoloma.

Gab schon einigen Grund zum Diskutieren bei uns, also Peter mit mir, weil der Ölgehalt in der gleichen Aufsammlung je nach Reifegrad stark variierte. Man hätte also beide Arten in die gleiche Aufsammlung interpretieren können.

VG Ingo W

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Re: 3 unbekannte Ascos

Andreas ⌂, (vor 6748 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Andreas!
Baral-DVD Hymenoscyphus-Schlüssel Nr. 106/1 mit Mikrobild unter
Hymenoscyphus/Cudoniella/Pezoloma.
Gab schon einigen Grund zum Diskutieren bei uns, also Peter mit mir, weil der
Ölgehalt in der gleichen Aufsammlung je nach Reifegrad stark variierte.
Man hätte also beide Arten in die gleiche Aufsammlung interpretieren
können.
VG Ingo W

Hallo Ingo,

muss ich mir mal wieder genauer angucken. Meine submersen imberbis-Funde variierten nämlich auch ganz ordentlich was den Ölgehalt betrifft. Und das war auch immer mit Sicherheit dieselbe Kollektion ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: 3 unbekannte Ascos

Gernot, (vor 6748 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

hab' mir jetzt mal Lachnum brevipilosum auf Zottos DVD angeschaut und der passt eigentlich ziemlich gut, bis auf die Haare eben. Setze mich morgen nochmals ans Mikro und gehe alles durch. Werde auch noch mal genau auf Unterschiede zwischen denen auf Bucheckern und denen am Holz achten, wenn es denn welche gibt.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: 3 unbekannte Ascos

Ingo Wagner, (vor 6748 Tagen) @ Gernot

Hallo Ingo,
hab' mir jetzt mal Lachnum brevipilosum auf Zottos DVD angeschaut und der
passt eigentlich ziemlich gut, bis auf die Haare eben. Setze mich morgen
nochmals ans Mikro und gehe alles durch. Werde auch noch mal genau auf
Unterschiede zwischen denen auf Bucheckern und denen am Holz achten, wenn
es denn welche gibt.
Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot!

Auch deine Antworten passen perfekt zu brevipilosum: Scheibe höchstens (leicht) ocker, keine Verfärbung bei Verletzung, eher offener Standort. Der Grad der Holz-Vermorschung scheint ihm egal zu sein, ich habe ihn schon auf sehr morschem Holz, aber auch an relativ festem Holz gefunden. Dann verkriecht er sich oft in irgendwelchen Spalten, damit er nicht austrocknet. Noch nie habe ich ihn aber in der Laub/Humusschicht finden können.

VG Ingo W

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Re: 3 unbekannte Ascos

Gernot, (vor 6748 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

so wie ich das aufgefasst habe, dürfte nun die Haarlänge entscheiden. Werde morgen nachgucken und nachmessen, vielleicht hab' ich ja wirklich einen Fehler eingebaut. Spannend, spannend, diese Ascos...

Schöne Grüße
Gernot

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Re: 3 unbekannte Ascos

Ingo Wagner, (vor 6748 Tagen) @ Gernot

Hallo Ingo,
so wie ich das aufgefasst habe, dürfte nun die Haarlänge entscheiden.

Nach Schlüssel schon, der Rest sind meine ureigensten, teilweise unausgereiften Erfahrungen (weil ich doch einen Makroskopie-Spleen habe und mir einen Jux daraus mache beim Fund makroskopisch zu raten, was es denn sein könnte). Bisher kann ich aber brevipilosum noch nicht von impudicum unterscheiden.

Spannend, spannend, diese Ascos...

Yes!

VG Ingo W

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Re: 3 unbekannte Ascos

Gernot, (vor 6747 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

die Fruchtkörper haben nun vollkommen ihren Geist aufgegeben, ich denke deshalb leider nicht, dass noch eine weitere mikroskopische Untersuchung möglich sein wird :(.

Zu den Haaren nur so viel: Bei beiden Kollektionen (Holz und Bucheckern) befinden sich die Haare im Bereich 70-80 x 4-5 µm, selten gab es Ausreißer mit 90-95 µm. Hab' jetzt nur Haare gemessen, die ganz sicher nicht übereinanderlappen und deshalb größer wirken als sie wirklich sind. Die 120 µm vom Ursprungsbeitrag dürfte nun doch ein solcher Fall gewesen sein.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: 3 unbekannte Ascos

Ingo Wagner, (vor 6747 Tagen) @ Gernot

Hallo Ingo,
die Fruchtkörper haben nun vollkommen ihren Geist aufgegeben, ich denke
deshalb leider nicht, dass noch eine weitere mikroskopische Untersuchung
möglich sein wird :(.
Zu den Haaren nur so viel: Bei beiden Kollektionen (Holz und Bucheckern)
befinden sich die Haare im Bereich 70-80 x 4-5 µm, selten gab es Ausreißer
mit 90-95 µm. Hab' jetzt nur Haare gemessen, die ganz sicher nicht
übereinanderlappen und deshalb größer wirken als sie wirklich sind. Die
120 µm vom Ursprungsbeitrag dürfte nun doch ein solcher Fall gewesen sein.
Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot!

Dann mag die Lachnum trotzdem was anderes gewesen sein, denn die Haare sind zu lang.
Zwei von drei Funden ziemlich sicher bestimmt sind aber dennoch eine gute Quote, denke ich. Hat mich auf jeden Fall gefreut, dass in der Zeit, in der wieder Großpilze wachsen, auch mal was Hübsch-Winziges von anderer Seite ins Forum findet.

VG Ingo W

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Re: 3 unbekannte Ascos

Gernot, (vor 6747 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Zwei von drei Funden ziemlich sicher bestimmt sind aber dennoch eine gute
Quote, denke ich. Hat mich auf jeden Fall gefreut, dass in der Zeit, in
der wieder Großpilze wachsen, auch mal was Hübsch-Winziges von anderer
Seite ins Forum findet.

Absolut! Hätte ich anfänglich auch nicht erwartet, dass man mit meinen "anfängerhaften" Angaben überhaupt 2 Arten ziemlich sicher bestimmen kann. Auch noch mal ein großes Extradanke ob deiner Geduld! War sehr lehrreich und nun kenne ich auch ein paar neue Arten.

Übrigens, das was in deinem Profil steht (" an Stelle einer entlarvten Art treten mindestens zwei neue, mir unbekannte Arten (wie die doppelt nachwachsenden Köpfe pro abgeschlagenem Kopf beim Märchendrachen). Soll heißen, die Arten, die ich nicht kenne, werden paradoxerweise immer mehr!") hat sich hier absolut bewahrheitet, es werden immer mehr Arten, die in Frage kommen könnten. Das zeigt auch, wie riesig und interessant die Welt der kleinen Pilze sein kann, wenn man sich denn einlässt ;).

Schöne Grüße
Gernot

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Bucheckern

Schnuffel, (vor 6747 Tagen) @ Gernot

Hallo Ingo,
hab' mir jetzt mal Lachnum brevipilosum auf Zottos DVD angeschaut und der
passt eigentlich ziemlich gut, bis auf die Haare eben. Setze mich morgen
nochmals ans Mikro und gehe alles durch. Werde auch noch mal genau auf
Unterschiede zwischen denen auf Bucheckern und denen am Holz achten, wenn
es denn welche gibt.
Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot,

nach meinem bisherigen Verständnis sind Bucheckern die dreikantigen Samen der Rotbuche mit glatter brauner Schale und nicht die stacheligen Früchte. Ich nehme aber an, dass Du den Asco eher auf den Fruchtschalen (Cupulen) der Rotbuche gefunden hast. Liege ich mit dieser Annahme richtig?

Gruß - Schnuffel

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Re: Bucheckern

Gernot, (vor 6747 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Gernot,
nach meinem bisherigen Verständnis sind Bucheckern die dreikantigen Samen
der Rotbuche mit glatter brauner Schale und nicht die stacheligen Früchte
. Ich nehme aber an, dass Du den Asco eher auf den Fruchtschalen (Cupulen)
der Rotbuche gefunden hast. Liege ich mit dieser Annahme richtig?
Gruß - Schnuffel

Hallo Schnuffel,

stimmt, ich meinte auf den Cupulen, das waren für mich immer die Bucheckern. Wieder was gelernt.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Bucheckern

Ingo Wagner, (vor 6747 Tagen) @ Gernot

Hallo Schnuffel,
stimmt, ich meinte auf den Cupulen, das waren für mich immer die Bucheckern.
Wieder was gelernt.
Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot!

Upps, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Deshalb meine gestrige Nachfrage, ob du wirklich die Früchte, sprich Bucheckern als Substrat meinst. Bei der Lachnum auf Cupulen kannst du davon ausgehen, dass es virgineum ist, und die hat dann auch lange Haare.

VG Ingo W

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Re: Bucheckern

Gernot, (vor 6747 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Gernot!
Upps, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Deshalb meine gestrige Nachfrage, ob
du wirklich die Früchte, sprich Bucheckern als Substrat meinst. Bei der
Lachnum auf Cupulen kannst du davon ausgehen, dass es virgineum ist, und
die hat dann auch lange Haare.
VG Ingo W

Hallo Ingo,

ups, da hab' ich ja einiges an Verwirrung gestiftet...aber nun ist die Cupulenlachnum auch geklärt *freu*.
Ist virgineum eigentlich einzige weiße, nichtverfärbende Lachnum mit so langen Haaren auf Buchencupulen?

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Bucheckern

Ingo Wagner, (vor 6747 Tagen) @ Gernot

Hallo Ingo,
ups, da hab' ich ja einiges an Verwirrung gestiftet...aber nun ist die
Cupulenlachnum auch geklärt *freu*.
Ist virgineum eigentlich einzige weiße, nichtverfärbende Lachnum mit so
langen Haaren auf Buchencupulen?
Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot!

Nach meinen Erfahrungen JA, zumindest hierzulande.
Über gegenteilige Meinungen wäre ich dankbar.

VG Ingo W

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Re: Bucheckern

Gernot, (vor 6747 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Gernot!
Nach meinen Erfahrungen JA, zumindest hierzulande.
Über gegenteilige Meinungen wäre ich dankbar.
VG Ingo W

Hallo Ingo,

danke für deine Einschätzung.

Schöne Grüße
Gernot

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Halt!

Ingo Wagner, (vor 6747 Tagen) @ Gernot

Ich weiß allerdings nicht, wo subvirgineum zu finden ist. Leider ist das nicht auf der Zotto-DVD erwähnt.
Selbst habe ich sie noch nicht (bewusst) gefunden.

VG Ingo W

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Re: Halt!

Gernot, (vor 6747 Tagen) @ Ingo Wagner

Ich weiß allerdings nicht, wo subvirgineum zu finden ist. Leider ist das
nicht auf der Zotto-DVD erwähnt.
Selbst habe ich sie noch nicht (bewusst) gefunden.
VG Ingo W

Da war ich schon zu schnell beim Abschicken meines vorhergehenden Beitrages.
An die subvirgineum hab' ich jetzt auch nicht gedacht, die sollte man bei potenziellen virgineum-Funden wohl immer im Auge behalten, bis man mehr darüber weiß.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Halt!

Gernot, (vor 6747 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

nachdem wir das ja auf Lachnum virgineum und evtl. subvirgineum eingegrenzt haben, wollte ich wegen deiner folgenden Aussage aus einem früheren Posting nochmals nachhaken:

Lachnum subvirgineum würde ich übrigens ausschließen: Sporen zu breit, Haare zu wenig kopfig, Inhalt der Paraphysen zu deutlich.

Zotto schreibt auf seiner DVD bei Lachnum virgineum bzgl. der Haare: "apex completely unenlarged". So würde ich die Haare meines Fundes eigentlich nicht bezeichnen, sie waren teilweise deutlich kopfig. Vielleicht könnte es ja nun doch subvirgineum sein?

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Halt!

Ingo Wagner, (vor 6747 Tagen) @ Gernot

Hallo Ingo,
nachdem wir das ja auf Lachnum virgineum und evtl. subvirgineum eingegrenzt
haben, wollte ich wegen deiner folgenden Aussage aus einem früheren
Posting nochmals nachhaken: Zotto schreibt auf seiner DVD bei Lachnum
virgineum bzgl. der Haare: "apex completely unenlarged". So
würde ich die Haare meines Fundes eigentlich nicht bezeichnen, sie waren
teilweise deutlich kopfig. Vielleicht könnte es ja nun doch subvirgineum
sein?
Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot!

Ich denke, dass die etwas kopfigen bzw. subapikal etwas eingeschnürten Haare vom Fund auf Buchenholz stammen. Subvirgineum müsste viel deutlichere kopfige Haare haben. Auch den Rest des von mir Geschriebenen halte ich aufrecht. Für subvirgineum war der Paraphyseninhalt zu deutlich, die Paraphysen selbst zu schmal und die Sporen zu breit.

VG Ingo W

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Re: Halt!

Gernot, (vor 6747 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

ok, dann bleibt es wohl bei virgineum.

Schöne Grüße
Gernot

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Ergänzung

Ingo Wagner, (vor 6747 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot nochmal!

Virgineum aber nur für den auf Cupulen, gel!

Übrigens ist die virgineum ein Massenpilz, bei mir zu dieser Zeit unter jeder älteren Buche zu finden. Wenn´s bei dir auch so ist, schau dir noch mal einen mikroskopisch an (damit du mich besser verstehst). Die reifen Paraphysen haben ganz viel mittelgroße und kleine Vakuolenguttulen, die du aber nur siehst, wenn du genau hinschaust oder besser noch anfärbst. Die sind relativ unauffällig, und bei subvirgineum muss es genauso sein.

In deinem gezeigten Präparat waren die viel deutlicher zu sehen.

VG Ingo W

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Re: Ergänzung

Gernot, (vor 6747 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Virgineum aber nur für den auf Cupulen, gel!

Ja, das ist klar ;).

Übrigens ist die virgineum ein Massenpilz, bei mir zu dieser Zeit unter jeder
älteren Buche zu finden. Wenn´s bei dir auch so ist, schau dir noch mal
einen mikroskopisch an (damit du mich besser verstehst). Die reifen
Paraphysen haben ganz viel mittelgroße und kleine Vakuolenguttulen, die du
aber nur siehst, wenn du genau hinschaust oder besser noch anfärbst. Die
sind relativ unauffällig, und bei subvirgineum muss es genauso sein.
In deinem gezeigten Präparat waren die viel deutlicher zu sehen.

Ich werde gezielt bei solchen Funden auf den Inhalt der Paraphysen achten. Ich hab' leider noch überhaupt keine Erfahrung mit solchen Pilzen und gerade bei Feinheiten wie diesen wird's wohl noch eine Weile dauern, bis ich das einschätzen kann.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Halt!

Andreas ⌂, (vor 6747 Tagen) @ Ingo Wagner

Ich weiß allerdings nicht, wo subvirgineum zu finden ist. Leider ist das
nicht auf der Zotto-DVD erwähnt.
Selbst habe ich sie noch nicht (bewusst) gefunden.
VG Ingo W

Hallo Ingo,

L. subvirgineum kommt auf allem möglichen Laubholz vor, aber nicht auf Buchenkupulen!

beste Grüße,
Andreas

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Re: Bucheckern

Waldschrat, (vor 6747 Tagen) @ Schnuffel

nach meinem bisherigen Verständnis sind Bucheckern die dreikantigen Samen
der Rotbuche mit glatter brauner Schale und nicht die stacheligen Früchte. :

Hallo Schnuffel,
wir Nachkriegskinder haben in Eichhörnchenart versucht, unserem chronischen Hunger damit beizukommen. Sie schmeckten wie Nüsse. Heute sind die meisten aber taub.
Gruß - Waldschrat

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Re: Bucheckern

Schnuffel, (vor 6747 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Schnuffel,
wir Nachkriegskinder haben in Eichhörnchenart versucht, unserem chronischen
Hunger damit beizukommen. Sie schmeckten wie Nüsse. Heute sind die meisten
aber taub.
Gruß - Waldschrat

Hallo Waldschrat,

das kenne ich auch noch sehr gut.
Nachdem wir mühsam einen großen Sack voll gesammelt hatten, fuhr meine Mutter mit dem Fahrrad von der französischen Besatzungszone zu einer Ölmühle in der amerikanischen (einfache Strecke etwa 80 km) und kam noch am selben Tag mit einigen Litern Öl zurück. Dies hätte beim Grenzübergang auch schiefgehen können, denn sie war mit dem Passierschein (mit Passbild) einer Freundin unterwegs, die dort Verwandtschaft hatte.

Gruß - Schnuffel

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O.T @ Schnuffel

Waldschrat, (vor 6743 Tagen) @ Schnuffel

Ach Schnuffel,
beim Lesen Deines Beitrages ´blubbte´ sofort wieder meine Kindheit: Ährenlesen, Körner auspulken, zur Mühle karren und mit dem halben Sack Schrot wieder retour. Auch eine Tagesreise. Zu allem Unglück war ´47 noch ein Jahrhundertsommer. 2 Monaten Dauerhitze und Tag für Tag - eine Woche lang von Sonnenauf- bis -untergang - ab in den Wald und Reisig für den Winter sammeln. Nix toben, tollen, baden. Wie mich das stank!!! Zur Kartoffelreife hatte ich als Kleinster auf ein Signal meines Vaters hin in verbotene, grüne Kartoffelreihen zu tauchen und mit den kleinen Händen Knollen auszubuddeln. Aber all diese körperlichen Strapazen bei mehr als karger Ernährung hatten auch ihr Gutes. Wir waren zwar dürr, so daß der Wind Aeolsharfe auf unseren Rippen spielen konnte, aber fit wie Turnschuhe. Wir kletterten selbst in Birkenwipfel spielend leicht (wegen eines Vogelnestes). Heutige Kinder würden selbst bei Lebensgefahr nicht auf einen maßgerechten Eichenstamm fliehen können. Und beim Sprung über einen 1,5m breiten Bach brechen sie fast mittendurch. Noch heute, mit 69, ist der für mich kein Hindernis.
Gruß - Waldschrat