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Balkon-Fund (garantiert morchelfrei) *PIC*

Harald Andres Schmid, (vor 6735 Tagen)

Hallo

Im zehnten Stock eines Plattenbaus in einem Eternitkistchen mit neuerer Blumenerde unbekannter Herkunft und Zusammensetzung habe ich folgenden Pilz entdeckt:

Conocybe??? spec.

[image]

Das Bild zeigt den Pilz am Originalstandort.

Hier etwas herumgedreht:

[image]

Der sehr zerbrechliche Pilz ist auf dem Nachhauseweg im Plastikschächtelchen völlig zerfallen.
Der Hut mass etwa 4-4.5 cm.
Es hat in zehn bis zwanzig Zentimeter Abstand noch Nachwuchs in dem Kistchen.

Ich tippe mal auf Conocybe.
Die Bruchstücke sind grad auf den Objektträgern zum Absporen.
Ich hoffe, ich habe den Stiel nicht zu sehr zerdrückt, denn falls es eine Conocybe ist, scheinen in den Schlüsseln die Kaulozystiden eine wichtige Rolle zu spielen.

Ich habe mit diesen Gattungen keine Erfahrung.
*ratlosguck*
Hat mir jemand vorgängig einen Tipp, eine Idee, einen aufmunternden Zuruf vorrätig, wenn ich morgen das Mikroskop anwerfe?

Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Balkon-Fund (garantiert morchelfrei)

pilzmel ⌂, (vor 6734 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andreas,
da versuche ich mal aufmunternd zu rufen.
Es gibt einige (nicht viele) Conocyben, die sich gerne in Blumenkästen und
-töpfen tummeln. Mein Favorit wäre ja C. rickenii, wenn auch der Hut zu freudig braun erscheint. Jeden Falls ist er nicht deutlich gestreift.
Meine persönliche Mikro-Reihenfolge ist:
- Sporen (Größe, bes. im Mittel, Form, Farbe in KOH)
- Stielbekleidung der oberen Region (Halmasteine und/oder Haare bzw. nicht-lecythiforme Elemente; wenn beides, in welchem Verhältnis)
- Cheilozystiden (Breite, Kopfgröße)
- Huthaut (Haare? kopfige Zystiden?)
Bin gespannt auf deine Ergebnisse!
Beste Grüße!
Andreas

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Plus: Basidien (2/4-sporig) *oT*

pilzmel ⌂, (vor 6734 Tagen) @ pilzmel

- kein Text -

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Re: Plus: Basidien (2/4-sporig)

Till, (vor 6734 Tagen) @ pilzmel

Wie es der Zufall will, bekam ich vorgestern auch so eine ziemlich stämmige Conocybe aus einem Blumenkasten gebracht. Ich kam nach Gröger auf C. rickenii. Ludwig nennt sie C. siliginea.Die Basidien waren 2sporig, die Sporen entsprechend groß.

Gruß, Till

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Re: Plus: Basidien (2/4-sporig)

pilzmel ⌂, (vor 6734 Tagen) @ Till

Hallo Till,
nanu, rickenii zu siliginea geschlagen? Nicht, dass ich mir da ein Urteil anmaße, aber ich staune schon. Beide Arten sind mir mehrfach begegnet, in unterschiedlichem Habitus, anderen Hutfarben und anderer Ökologie. Die Mikromerkmale sind allerdings arg ähnlich.
Beste Grüße!
Andreas

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Re: Plus: Basidien (2/4-sporig)

Till, (vor 6734 Tagen) @ pilzmel

Ich hab hier nur die unterschiedlichen Literaturangaben wiedergegeben. E. Ludwig(Pilzkompendium) bewertet die weitgehend identischen Mikromerkmale offenbar höher und geht daher von einer einzigen, makroskopisch sehr variablen Art aus.
Selber maße ich mir kein Urteil an, weil ich mit dieser Gattung nur sehr wenig Erfahrung habe. Aber es gibt ja so viel neue Literatur zu Conocybe - die muss man halt mal ausprobieren ...

Gute Nacht
Till

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@Pilzmel: Mikro-Ergebnisse (4 Bilder) *PIC*

Harald Andres Schmid, (vor 6734 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo, Andreas

Ich tue mich schwer, meine Mikro-Ergebnisse führen in den Schlüsseln zu keinem vernünftigen Ergebnis, sprich: einem Pilz, der meinem ähnlich sieht:

Die Sporen sind dickwandig, mit auch in geringer Vergrösserung deutlich sichtbarem Keimporus und sind (Abwurfpräparat) 13.5 x 6.5 gross. Die Farbe ist kräftig orange-braun (würde ich so nennen).

Die Cheilozystiden sind wunderschön lecythiform.

[image]

Bei den Basidien habe ich zum Teil (irtümmlich?) solche mit zwei Sterigmen, aber auch viele mehrsporige gefunden, hier die Mehrfachen:

[image]

[image]

Mit den Kaulozystiden war es etwas schwierig, weil ich mich dabei mit brauchbaren Präparaten besonders schwer tue.
Ich habe im mittleren Stieldrittel wenig gefunden, dafür deutlich lecythiforme Zystiden.
Im obersten Teil allerdings dann alles hübsch durcheinander.
Nur noch sehr wenig lecythiforme, dafür viele bauchige, keulige und wenig fadenförmige Objekte.

[image]

[image]

Wenn ich das mit diesen Informationen schlüssle, komme ich nur zu unsinnigen Ergebnissen.
So, jetzt muss ich Pause machen - wie schnell so ein Nachmittag vergeht... :-)

Lieben Gruss, Harald Andres

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@Harald Andres: Mikro-Ergebnisse

pilzmel ⌂, (vor 6734 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,
das ist C. anthracophila.
Stattlicher Fruchtkörper, satt brauner Hut (dunkler als rickenii), gedrängte Lamellen und weit hinab gestreifter Stiel.
Mikromerkmale passen gut.
Sporen sollen sein: 10-14,5 x 6-8,5 x 5,5-8 µm, Mittelwert 10,4-13,0 x 6,0-7,5 x 5,4-7,0 µm, rostorange in KOH.
Basidien 4-sporig.
Stielbekleidung aus Haaren, irregulären Elementen und vereinzelten Halmasteinen.
Es müßten viele Pileozystiden vorhanden sein.
Der Name suggeriert zwar Vorkommen auf Brandstellen (der Typus wohnte dort), aber das stimmt nicht. Verrottendes Pflanzenmaterial ist sehr beliebt.
Ich kann jetzt auf die Schnelle nicht sagen, ob die Art schon mal in der Schweiz gefunden wurde; jeden Falls hat Hausknecht mit Stand 2005 keine Kollektion von dort untersucht (oder keine bekommen? +ggg+).
Beste Grüße!
Andreas

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Danke! :-)

Harald Andres Schmid, (vor 6734 Tagen) @ pilzmel

Hy, Andreas

Danke Dir vielmals!

Auf die bin ich nicht gekommen.
Beim "Moser" läuft man falsch, nach dem Schlüssel dürften gar keine kopfigen Zystiden am Stiel sein, hat es aber gehabt, da bin ich stecken geblieben. Ausserdem gibt Moser ausschliesslich Brandstellen an.

In "Pilze der Schweiz" ist das Ding nicht aufgeführt, da kann ich natürlich lange schüsseln... :-(

In "Grosspilze B/W" ist er drin, da hätte ich mit dem Schlüssel evtl. draufkommen können, die Beschreibung ist allerdings dürftig.

Ich werde morgen mal die Huthaut anschauen.
Wie sollen die Zystiden denn sein? Auch kopfig? Oder fadenförmig?
Falls ich morgen dazu komme, melde ich mich nochmal.

Ganz lieben Gruss, Harald Andres

Hallo Harald Andres,
das ist C. anthracophila.
Stattlicher Fruchtkörper, satt brauner Hut (dunkler als rickenii), gedrängte
Lamellen und weit hinab gestreifter Stiel.
Mikromerkmale passen gut.
Sporen sollen sein: 10-14,5 x 6-8,5 x 5,5-8 µm, Mittelwert 10,4-13,0 x
6,0-7,5 x 5,4-7,0 µm, rostorange in KOH.
Basidien 4-sporig.
Stielbekleidung aus Haaren, irregulären Elementen und vereinzelten
Halmasteinen.
Es müßten viele Pileozystiden vorhanden sein.
Der Name suggeriert zwar Vorkommen auf Brandstellen (der Typus wohnte dort),
aber das stimmt nicht. Verrottendes Pflanzenmaterial ist sehr beliebt.
Ich kann jetzt auf die Schnelle nicht sagen, ob die Art schon mal in der
Schweiz gefunden wurde; jeden Falls hat Hausknecht mit Stand 2005 keine
Kollektion von dort untersucht (oder keine bekommen? +ggg+).
Beste Grüße!
Andreas

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Re: Danke! :-)

pilzmel ⌂, (vor 6733 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,
nix zu danken. Der Zufall wollte es, dass ich die Art mal (dank Ingo) untersuchen durfte und deshalb als Hintergedanken parat hatte.
Die Pileozystiden sind kopfig, aber sehr langgestreckt und nicht halmasteinförmig. Am besten, du quetschst erst mal ein Stück Skalp ohne Färbung. Die Zystiden sind meist bräunlich pigmentiert (oft nur Kopf und Hals) und fallen sofort auf.
Beste Grüße!
Andreas

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Betr. Huthaut und "Nachwuchs":

Harald Andres Schmid, (vor 6733 Tagen) @ pilzmel

Hallo Harald Andres,
nix zu danken. Der Zufall wollte es, dass ich die Art mal (dank Ingo)
untersuchen durfte und deshalb als Hintergedanken parat hatte.
Die Pileozystiden sind kopfig, aber sehr langgestreckt und nicht
halmasteinförmig. Am besten, du quetschst erst mal ein Stück Skalp ohne
Färbung. Die Zystiden sind meist bräunlich pigmentiert (oft nur Kopf und
Hals) und fallen sofort auf.
Beste Grüße!
Andreas

Hy, Andreas

Doch zu danken!
Huthaut:
Ich werde es heute mal anschauen.
Da ich im Kistchen noch "Nachwuchs" gesichtet hatte, möchte ich in ein paar Tagen das Prozedere gerne nochmals wiederholen, falls die Dinger das erwachsene Alter erreichen..
Nicht, dass ich Dir die Bestimmung nicht glaube.. ;-)
Aber:
Ich bin mit meinen Präparaten des Stiels nicht ganz glücklich.
Zuerst hatte ich ihn beim Aufnehmen gequetscht, dann beim Präparieren zweimal gepfuscht, da blieb nicht viel übrig für genaues Bebobachten. Vor allem die haarförmigen Strukturen, überhaupt das Verhältnis der Strukturen zueinander möchte ich nochmals genauer sehen.
Ich werde mich dann also nochmals bei Dir melden, wenn Du erlaubst.. :-)
Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Betr. Huthaut und "Nachwuchs":

pilzmel ⌂, (vor 6733 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,
nur zu!
Ich Dussel habe grade gemerkt, dass ich die var. ovispora reingemischt habe. Die hat u. a. kopfige Zystiden, sonst findet man nur (kurze), bräunliche Haare.
Beste Grüße!
Andreas

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@Pilzmel: Huthaut (2 Bilder) *PIC*

Harald Andres Schmid, (vor 6732 Tagen) @ pilzmel

Hallo, Andreas

Also, die Huthaut gibt mit gequetschten Präparaten in KOH, wie Du geraten hast, gar nichts her.
Sehr unregelmässige Strukturen aus rundlich-sackförmigen, birnenförmigen, dazwischen auch mal langgezogen-keulenförmigen Zellen.
Abwechselnd eingestreut andere Strukturen, wie diese:

[image]

Selten hat es einmal Strukturen, die an Haare erinnern, doch hier wüsste ich nicht, ob es Fremdkörper auf der Huthaut sind:

[image]

Ist ein regulärer Skalpschnitt nötig?

Lieben Gruss, Harald Andres

Hallo Harald Andres,
nur zu!
Ich Dussel habe grade gemerkt, dass ich die var. ovispora reingemischt habe.
Die hat u. a. kopfige Zystiden, sonst findet man nur (kurze), bräunliche
Haare.
Beste Grüße!
Andreas

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Re: @Pilzmel: Huthaut (2 Bilder)

pilzmel ⌂, (vor 6732 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,
hm, bin erst mal ratlos. Mit dem von mir genanntem Rezept war ich bislang erfolgreich. Nun kommt meine Dusselei wieder ins Spiel: Bei var. ovispora sind Pileozystiden (auch kopfig) vorhanden, bei anthracophila hat Hausknecht keine gefunden (ich allerdings). Vermutlich brechen haarige Bildungen leicht ab und sind dann als Stummel nur schwer auszumachen (Basis farblos!). Auf den Fotos sehe ich jeden Falls keine. Für die Bestimmung relevant sind die jedoch nicht wirklich! Eher für die Abgrenzung der Varietäten. Ingos Fund, den ich untersuchen durfte, lappt bei den Sporen und den Pileozystiden zwischen beiden etwas über.
Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative zu anthracophila.
Beste Grüße!
Andreas

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Re: @Pilzmel: Huthaut (2 Bilder)

Harald Andres Schmid, (vor 6731 Tagen) @ pilzmel

Hallo Harald Andres,
hm, bin erst mal ratlos. Mit dem von mir genanntem Rezept war ich bislang
erfolgreich. Nun kommt meine Dusselei wieder ins Spiel: Bei var. ovispora
sind Pileozystiden (auch kopfig) vorhanden, bei anthracophila hat
Hausknecht keine gefunden (ich allerdings). Vermutlich brechen haarige
Bildungen leicht ab und sind dann als Stummel nur schwer auszumachen
(Basis farblos!). Auf den Fotos sehe ich jeden Falls keine. Für die
Bestimmung relevant sind die jedoch nicht wirklich! Eher für die
Abgrenzung der Varietäten. Ingos Fund, den ich untersuchen durfte, lappt
bei den Sporen und den Pileozystiden zwischen beiden etwas über.
Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative zu anthracophila.
Beste Grüße!
Andreas

Hy, Andreas

Danke nochmals!
Der "Nachwuchs" ist leider verschrumpelt, bevor er ausgewachsen war.
Ich behalte das Kistchen aber im Auge.
Falls noch eine Kollektion nachwächst, werde ich sie nochmals sorgfältig nachmikroskopieren und die Ergebnisse nochmals überprüfen, bei ein paar weiteren Exemplaren in anderen Wachstumsstadien werden die Details vielleicht klarer.
Falls es sowas wie ein Erstnachweis für unsere Gegend ist, möchte ich die Sache schon vernünftig dokumentieren können und ggf. Exsikkate einbehalten, falls sich das sonst noch jemand ansehen möchte.
Ich freue mich über Dein reges Interesse! Das macht Spass!
Lieben Gruss, Harald Andres

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@pilzmel: Neues Exemplar *PIC*

Harald Andres Schmid, (vor 6729 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hi, Andreas

Es ist doch noch ein neues Exemplar nachgewachsen:

[image]

[image]

[image]

Der Hut ist sehr hygrophan und während des Mikroskopierens wie folgt ausgetrocknet:

[image]

Er ist generell deutlicher gerieft als beim ersten Exemplar.

Viel Neues ist beim Mikroskopieren nicht herausgekommen (was die bisherigen Ergebnisse eigentlich bestätigt)
.
Die Sporen sind minim kleiner, 12.5 x 6.0
Die Stielbekleidung zeigt deutlich mehr kopfige Zystiden (kann an den besseren Präparaten liegen).
Haarförmige Strukturen habe ich keine gefunden, auch nicht in der Huthaut, sofern man das in Bildmitte des folgenden Bildes der Huthaut nicht als solche betrachten möchte (doch ich vermute, dass "Haare" unter dem Mikroskop eine Umrisslinie zeigen sollten, quasi wie der Umriss eines verbogenen Besenstiels):

[image]

Das Bild zeigt wahrscheinlich eher zerstörte Strukturen oder Fremdkörper.

Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: @pilzmel: Neues Exemplar

pilzmel ⌂, (vor 6728 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres, Andreas und zusammen,
bei dieser Stielbekleidung verpufft meine Theorie natürlich. Gut, dass Harald Andres an der Sache ´dran geblieben ist. Die Ammoniakreaktion habe ich total übersehen (ich mag dieses feature nicht).
So richtig mit C. tenera anfreunden kann ich mich dennoch nicht. Die Stielbasis erscheint mir zu hell und die keuligen Elemente an der Spitze zu heftig. Aber wahrscheinlich bin ich mal wieder paranoid. Ich sollte wohl lieber das Köpfchen einziehen...
Beste Grüße!
Andreas

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Re: @pilzmel: Neues Exemplar

Andreas ⌂, (vor 6727 Tagen) @ pilzmel

Hallo Harald Andres, Andreas und zusammen,
bei dieser Stielbekleidung verpufft meine Theorie natürlich. Gut, dass Harald
Andres an der Sache ´dran geblieben ist. Die Ammoniakreaktion habe ich
total übersehen (ich mag dieses feature nicht).
So richtig mit C. tenera anfreunden kann ich mich dennoch nicht. Die
Stielbasis erscheint mir zu hell und die keuligen Elemente an der Spitze
zu heftig. Aber wahrscheinlich bin ich mal wieder paranoid. Ich sollte
wohl lieber das Köpfchen einziehen...
Beste Grüße!
Andreas

Hallo Andreas,

bitte nicht den Kopf einziehen, ich denke dass gerade Diskussionen für andere Mitleser interessanter sein können als reine Bestimmungen.
Und die paar Mal, wo Gegenwehr zu Deinen Pilzchen kommt - die ja meist noch nicht mal beweisbar ist - die kannste doch ab, oder?

beste Grüße,
Andreas

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Danke Euch Beiden! :-) (+Frage Kristalle)

Harald Andres Schmid, (vor 6727 Tagen) @ Andreas

Hallo,

Danke nochmals ganz herzlich!

Nun ist es zwar nichts Seltenes, aber die Bestimmung war lehrreich.
Ich hatte schon meine Vorbehalte wegen meiner ersten Präparate, besonders der Kaulozystiden, das hattet Ihr ja wohl gemerkt, dass ich da zurückhaltend blieb, darum war ich über das zweite Exemplar doch sehr glücklich.
Die kopfigen Kaulozystiden sind am ganzen Stiel zu finden, ich habe ihn gerade zur Sicherheit nochmals von oben nach unten kaputtpräpariert.

Die Sache mit den Kristallen ist mir neu.
Ich hatte die Gebilde zwar gesehen, aber als Fremdkörper (Eternitkistchen!) interpretiert.
Dass man bewusst Ammoniak (bzw. Andreas Aetznatron) einsetzt - ich bin da ahnunslos unschuldig, habe die entsprechenden Reagenzien nicht mal bei meinen Giftfläschchen!
So ist mir jetzt auch ein wenig schleierhaft, wie ich die Kristalle hingekriegt habe. *lach*.
Kongorot habe ich laut Fläschchen in SDS, sonst kamen nur KOH und Glycerinpuffer zum Einsatz.
Haben sich die Kristalle aus lauter Sympathie gebildet - hat jemand eine Erklärung?

Lieben Gruss, Harald Andres

P.S.
In welcher Lösung soll ich mir denn Ammoniak besorgen? 2 Prozent?

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Na klar

pilzmel ⌂, (vor 6727 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,
das kann ich natürlich ab. Auf einer Sache drauf ´rum zu denken, ist tatsächlich spannender, als ein klarer Zuruf.
Beste Grüße!
Andreas

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Re: @Pilzmel: Mikro-Ergebnisse (4 Bilder)

Andreas ⌂, (vor 6728 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,

also ich komme zu einem anderen Ergebnis als Pilzmel. Für mich ist das ganz simple Conocybe tenera. Die starke Kristallbildung in NaOH ist schon fast alleine ausreichend zur Bestimmung. Du verwendest sicher Kongorot in Ammoniak und nicht in SDS, daher hast Du die Kristalle auch beim Anfärben schon und musst kein separates Ammoniak-Präparat machen.

Einziges Problem könnte sein, dass Du schreibst, Du hättest im oberen Stieldrittel keine oder kaum mehr lecithiforme Zystiden gefunden. Dadurch müsste man eigentlich in die Sektion Pilosae (oder Pilosellae oder wie die heißt). Aber ich glaub da nicht so recht dran, denn erstens gibts in der Gruppe keine NaOH-positiven Arten und zweitens kann ich mir nicht vorstellen, dass die Art zwar oben keine, aber im mittleren Drittel wieder ausschließlich lecithiforme Zystiden ausbildet.

beste Grüße,
Andreas